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Radiergummitage

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Majas Leben als Schauspielerin und Single läuft insgesamt mittel bis gut. Bis der 35. Geburtstag ansteht. Denn Maja hasst die große 35. Damit das Unglücksjahr am Ende kein ganz verlorenes war, beschließt sie, sich selbst Aufgaben zu stellen, an denen sie wachsen kann. Jeden Monat eine. Der Plan lässt sich gut an, doch nach den ersten drei Missionen findet sie plötzlich eine vierte im Briefkasten - die es ganz schön in sich hat.

352 pages, Paperback

First published May 20, 2014

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Displaying 1 - 8 of 8 reviews
Profile Image for Stephanie.
102 reviews2 followers
June 7, 2014
Zum Lachen, zum Weinen und zum Nachdenken

Neu unter den Autoren ist Moderatorin Miriam Pielhau ("taff") keineswegs: Nach ihrer Brustkrebserkrankung 2008 schrieb sie das vielbeachtete Buch “Fremdkörper”. Mit "Radiergummitage" legt die 39-Jährige nun ihren ersten Roman vor. Schon das Cover ist ein echter Hingucker – ein knallrotes strukturiertes Strickherz, mit Liebe selbstgemacht von Sarah Kuttner ("Mängelexemplar"). Doch der Inhalt des Buchs ist mindestens genauso schön: Maja Pauly ist Schauspielerin am Braunschweiger Theater, Single und hat eine absolute Hass-Zahl: Die 35. Unschön, dass sie in Kürze ausgerechnet ihren 35. Geburtstag feiert. Sie beschließt, jeden Monat eine ganz besondere Mission zu absolvieren, um der gefürchteten 35 dennoch ein wenig Gutes abzugewinnen: Neues wagen, etwas, das sie vorher noch nie ausprobiert hat. Darunter sind vergleichsweise einfache Dinge, wie etwas zu säen, aber auch echt harte Prüfungen stehen ihr bevor. Wie gut, dass Maja mit ihrer Adoptiv-Omi Lina eine kluge und liebenswerte Freundin an ihrer Seite weiß, denn die 85-Jährige lehrt Maja eine ganze Menge über das Leben.

Zugegeben, es hat ein wenig gedauert, bis ich mit dem Buch im Allgemeinen und Hauptakteurin Maja im Besonderen warm geworden bin. Miriam Pielhau schreibt außergewöhnlich – mit einer großen Portion Umgangssprache, zuweilen rotzig und temporeich. Aber irgendwann platzte bei mir der berühmte Knoten – ich hatte mich an den Schreibstil gewöhnt und konnte "Radiergummitage" so richtig genießen. Miriam Pielhau pflastert ihre Geschichte mit teilweise schrillen Charakteren, aber auch mit Personen, die man sofort ins Herz schließt – allen voran die betagte Lina Abendstern. Einzigartig und unverwechselbar sind sie jedenfalls alle. Viel Humor und allerhand aberwitzige Begebenheiten unterhalten den Leser wunderbar. Vor allem aber birgt dieser Roman eine ebenso simple wie eindrucksvolle Botschaft in sich: Nämlich, dass man sich die Neugier auf das Leben bewahren sollte. "Radiergummitage" hat mich überrascht, denn hinter diesem Buch steckt keine seichte Unterhaltungsliteratur. Miriam Pielhau erzählt, verborgen hinter Witz und Kurzweil, gekonnt eine kluge Story, die nachdenklich macht.

Die Missionen, die Maja sich vornimmt, hat Miriam Pielhau übrigens alle selbst absolviert. Und es mag auch mehr als ein Zufall sein, dass die Protagonistin die selben Initialen wie die Autorin trägt. Wie autobiografisch "Radiergummitage" also ist, weiß allein Miriam Pielhau. So oder so hat sie jedenfalls einen warmherzigen Roman geschrieben, den ich gern allen weiterempfehle, die beim Lesen ebenso gerne lachen wie weinen.
Profile Image for Evelin.
37 reviews
October 18, 2020
Klappentext:

Majas leben als Schauspielerin und Single läuft mittel bis gut. Bis der 35. Geburtstag ansteht. Denn Maja hasst die große 35. Damit das Unglücksjahr am Ende kein ganz verlorenes ist, beschließt sie, sich selbst Aufgaben zu stellen, an denen sie wachsen kann. Jeden Monat eine. Der Plan lässt sich gut an, doch nach den ersten drei Missionen findet sie plötzlich eine vierte im Briefkasten - die es ganz schön in sich hat..



In ihrem Romandebüt stellt Bestsellerautorin Miriam Pielhau auf erste Weise die Frage, wie es sich in Würde altern lässt - und beantwortet sich herrlich komisch.



Meine Meinung:

Dem kann ich mir nur anschließen! Mir war Miriam Pielhau vor diesem Buchdebüt bekannt als Radiomoderatorin bei 1Live und auch als Fernsehmoderatorin. Leider lebt sie nicht mehr unter uns. Denn sie hat den ihre Krebserkrankung leider nicht besiegen können.

Ich fand sie sympathisch und als ich ihr Buch entdeckt hab, wollte ich es lesen, denn der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Mir hat die Beschreibung gefallen.

Auch das Cover ist ansprechend, zur Story passend. Süß.

Der Schreibstil war flüssig, locker

Ich für meinen Teil habe mich sehr unterhalten gefühlt. Ein intelligenter Frauenroman und doch mehr als das. Humorvoll, locker aber auch zum nachdenken anregend.

Lesenswert!

Profile Image for Steffi | Lesenslust.
141 reviews18 followers
January 5, 2015
“Schönheitschirurgie am Leben? Eine Marktlücke.”

Zitat aus dem Buch

Kopfkirmes – das ist es, was in Majas Kopf gefeiert wird. Die Panik vor dem 35. Lebensjahr lässt ihre Gedanken wirbelsturmartig durcheinandertosen und sie hinter jeder Ecke abergläubische Zeichen des Universums sehen. Dabei könnte alles so einfach sein. Doch mit keiner wirklichen Konstante in Sachen Männer und dem Leben als Theaterschauspielerin kann sie weder bei den Diskussionen mit ihrer anstrengenden Mutter punkten, noch kommt sie gegen die Angst vorm persönlichen Scheitern an.

Es muss also ein Plan her. Kurzerhand beschließt Maja sich selbst Lebensaufgaben zu stellen, die es ihr erleichtern sollen, das gefürchtete 35. Lebensjahr ohne großes Disaster hinter sich zu bringen. Nach den ersten drei Missionen, findet sie plötzlich eine fremde im Briefkasten. Und ehe sie sich versieht, vergisst Maja ihre eigentliche Angst vorm Leben und steckt vielmehr mittendrin..

“Die große 35 stand seit einigen Stunden im Raum. Und Maja etwas ratlos daneben. Mit 35 hatte man einen Mann, ein Haus, ein Baby oder zwei. Und im Laufe der Jahre oder mit Hilfe des Brigitte-Abos sich selbst gefunden. Man hatte Geld, einen Filmpreis oder eine Weltreise im Kalender stehen. Man hatte, wenn gar nichts mehr half, Depressionen oder wenigstens eine amtliche Krise. Sie hatte von alldem: nichts.”

Zitat aus dem Buch

Oft sind es nicht die ereignisgetränkten WOW-Momente im Leben sondern vielmehr die kleinen unscheinbaren und alltäglichen Momente an die wir mit einem Lächeln auf den Lippen zurückblicken. Es sind die Konstanten im Leben, der sogenannte Alltag, der das Leben vielleicht viel lebenswerter macht, als eine Dauerfahrt in der Gefühlsachterbahn. Wir sehnen uns nach einem Menschen an unserer Seite, mit dem wir diese Momente teilen können und verbringen oft viel mehr Zeit damit, einen ebensolchen zu finden, als ihn vielmehr uns finden zu lassen.

Auch Maja scheint von der Angst, mit 35 Jahren noch nicht die scheinbar üblichen Erfolge des Lebens vorweisen zu können, ergriffen, und sieht an jeder Ecke ein Zeichen lauern. Ein Zeichen, dass ihr das persönliche Scheitern vor Augen hält und sie beim Blick in ihr Innerstes auf eine Knitterseele stoßen lässt.

Miriam Pielhau erzählt in “Radiergummitage” die Geschichte von Majas gefürchtetem 35. Lebensjahr. Eine Geschichte, die anfangs, ähnlich wie unser aller Alltag, unspektakulär und irgendwie eben einfach alltäglich wirkt. Majas Missionen verhelfen ihr zu witzigen, fremden, ungewöhnlichen und neuen Erfahrungen, die mich zwar zum Lachen und Nachdenken angeregt haben, im Nachhinein aber eher nebensächlich erscheinen, weil sie meines Erachtens gar nicht die Hauptattraktion der Geschichte sind.

Was sich mir auf 352 Seiten offenbart hat, war vielmehr eine Geschichte, die sich wie eine Knospe, ganz unbemerkt und leise, Seite für Seite entfaltet hat. Es ist die Geschichte einer rastlosen Mittdreißigerin und einer geerdeten Mittachtzigerin, Lina – Majas Nachbarin und Wahloma. Hier treffen zwei Generationen aufeinander, die trotz oder gerade wegen des Altersunterschieds wunderbar harmonieren. Ein Ensemble, das perfekter nicht sein könnte und dass sich gegenseitig mit Rat und Tat Beiseite steht.

“Rentner-Revolte. So wirkte es zumindest, wenn graue Damen und Herren aufmüpfig wurden. Aber sie hatten nun einmal etwas mitzuteilen. Und nichts mehr zu verlieren. Sie besaßen Wissen über die Menschheit und ihre
metamorphosierende Welt, das niemanden nützte wenn man es stillschweigend mit unter die Erde nahm.”


Zitat aus dem Buch

Pielhau erzählt uns eine Geschichte von tiefer Freundschaft, von Mitgefühl und Verständnis. Und vom Suchen und Finden der Liebe. Auf liebevolle Weise lässt uns Pielhau Zuhörer von Majas Gedanken werden und sie ein Stück ihres Weges begleiten. Ihr offener und amüsanter Schreibstil hat mir wirklich gefallen. Und ja, so eine Oma wie Lina wollte auch ich immer haben.

“Sie hatte sie unterschätzt. Ihre Mutter. Ihre Eltern. Und vor allen Dingen das, was sie verband. Denn, ja, das war wohl Liebe. Eine, die klein daherkam. Und doch in den Worten ihres Vaters groß klang. Ohne eine plakativ voluminöse Romanze wie aus dem Film zu sein. Aber war das überhaupt das Ziel? Von außen betrachtet, war die Liebe ihrer Eltern nicht spektakulär. Keine Pauken, Trompeten oder andere Krachmacher. Kein Himmel voller Geigen. Leine Schicksalsmelodie. Im Gegenteil. Diese Liebe war in erster Linie ein Lob auf das Mittelmaß.”

Zitat aus dem Buch
Profile Image for Williesun.
495 reviews37 followers
December 16, 2015
3.5 Sterne. Es fühlt sich einfach nicht wie ein 4 Sterne Buch an, dafür habe ich zu lange gebraucht um in die Geschichte hineinzufinden.

An sich sind die Radiergummitage nicht schlecht, aber die Geschichte zog sich teilweise sehr, zumindest für mich. Und ich hatte meine Probleme mit dem Schreibstil da er mir teilweise zu gekünstelt vorkam. Wobei ich nicht genau weiß ob es daran liegt, dass ich so lange nichts mehr in Deutsch gelesen habe oder wirklich am Buch. Trotzdem, oft habe ich mich gefragt ob sich Menschen wirklich so unterhalten und dabei eher zu nein tendiert.

In einigen Teilen des Buchs habe ich mich einfach wiedergefunden, auch wenn ich nur Amateurtheater spiele ist es doch überall das Gleiche. Auch wenn bei uns die letzte Vorstellung einfach letzte Vorstellung heißt und nicht Derniér. Am besten fand ich das Verhältnis von Oma und Maja, das passte gut und ich habe mich immer gefreut, die zwei zusammen zu erleben. Anstrengend wiederum fand ich Edu aber das sollte er wahrscheinlich auch sein

Das Ende...es kam etwas plötzlich und naja, ist halt schön Kitsch aber muss ja so sein.

Alles in allem, es war ok aber auch nicht bahnbrechend. Plätscherte so dahin.
Profile Image for Rotfeuerlibelle.
2 reviews
May 29, 2016
Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sterne und habe mich dann für 4 entschieden, weil das Buch mich mehrmals laut zum lachen gebracht hat und immer wieder Wendungen gebracht hatte, die ich nicht hervorgesehen habe. Ja, es ist etwas langatmig geschrieben, aber so ist es doch meistens im Leben, gute Dinge dauern halt...
Profile Image for Daniel.
522 reviews66 followers
January 13, 2015
sehr nettes buch, gute geschichte, aber es hat mich nicht vollkommen gepackt. sehr gut geschrieben, lässt gut an einem stück lesen und hat auch seine witzigen momente. überraschendes und auch ein wenig trauriges ende, aber auch nicht überraschend.
Profile Image for Elly.
8 reviews12 followers
February 7, 2017
Wirklich eine sehr schöne Geschichte, zum lachen und zum weinen, wie das echte Leben! Nur an manchen Stellen war es mir etwas zu langatmig geschrieben...
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