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Fernwehland

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Die "Astoria" ist das älteste seetüchtige Kreuzfahrtschiff der Welt. Seit über siebzig Jahren trägt es die Menschen übers Meer und hat schon unzählige Schicksale bestimmt. Nach einer Kollision mit dem Luxusschiff "Andrea Doria" wurde es an die DDR verkauft und fortan für Urlaubsreisen eingesetzt. Auf seinen Fahrten bis in die Karibik geraten das Schiff und seine Passagiere auch zwischen die Fronten des Kalten Krieges.

Die Stewardess Simone und der Matrose Henri haben sich vor vielen Jahren auf diesem Schiff kennengelernt. Heute treten sie noch einmal eine Kreuzfahrt mit der "Astoria" und damit auch eine Reise in ihre Vergangenheit an. Denn sie begegnen dabei der Schwedin Frida, die als Kind die Schiffstaufe erlebt hat und deren Geschichte ebenfalls ganz eng mit der des Schiffes verbunden ist.

416 pages, Hardcover

Published January 28, 2025

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About the author

Kati Naumann

49 books1 follower

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Community Reviews

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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for Geli.
243 reviews11 followers
March 8, 2025
Ich habe schon mehrere Bücher von Kati Naumann gelesen und jedes Mal war das Leseerlebnis ganz wunderbar und eindrücklich.


"Fernwehland" war zunächst nicht in meinem Fokus, denn die neuen Cover gefallen mir weniger gut als die bisherigen und die Geschichte eines Kreuzfahrtschiffes gehört auch nicht unbedingt zu meinem Leseschema.


Was mich dann doch dazu hat greifen lassen, war zum einen, dass es aus der Feder von Kati Naumann stammt, deren vorherigen Romane mich allesamt überzeugen konnten, zum anderen aber wieder die Erzählung in zwei Zeitebenen und die Reise zurück in die DDR, denn das Kreuzfahrtschiff war die "Völkerfreundschaft", die eins der Flagschiffe der DDR-Kreuzfahrtgeschichte war.


Wir begegnen in der Jetztzeit, die 2019 angesiedelt ist, einem Paar, Simone und Henri, die diese Reise nun mal aus der Sicht der Gäste erleben wollen, denn früher, zu DDR-Zeiten, haben beide auf dem Schiff "MS Astoria" gearbeitet, die damals aber noch "Völkerfreundschaft" hieß.


Auch Frida, die wir in der Gegenwart kennenlernen, ist von Baubeginn an dem Schiff verbunden, was zunächst in Schweden gebaut wurde, später an die DDR verkauft und schließlich an etliche andere Reederein weitergegeben wurde. Sie war sogar Gast auf der Jungfernfahrt.


Die Vergangenheit beginnt vor dem 2. Weltkrieg, als wir Dora begegnen. Sie ist die Großmutter von Henri aus der Jetztzeit und hat auch auf einem Fahrgastschff auf der Elbe bei Dresden gearbeitet. Ihr kleiner Sohn musste bei den Großeltern aufwachsen, denn Dora war alleinerziehend nach dem Tod ihres Ehemanns. Erwin, ihr Sohn, ist verrückt nach Schiffen und möchte nichts lieber, als ebenfalls zur See fahren. Doch der 2. Weltkrieg und dann die Gründung der DDR verändern so manches.


Über 400 Seiten erfahren wir von der Vergangenheit und dem Leben in der DDR mit vielfältigen Details und begleiten schließlich Henri und Simone, die sich auf dem Schiff kennenlernen, was ihr Leben verändern soll.


Am Ende werden alle Fäden zusammengfühgrt und wir haben ein rundes Bild von den Personen und der Geschichte dieses einzigartigen Schiffs.


Ich bin total begeistert von dem Roman, denn ich habe wieder viel neues erfahren und habe mit den Personen mitgefühlt und sie durch ihr Leben begleitet, was oftmals anders ablief als erhofft.


Was das Erlebnis auf jeden Fall abgerundet hat, war die Leserunde, die durch Kati Naumann begleitet und bereichert wurde durch zahlreiche Beiträge zu Quellen, mit Fotos und Verlinkungen zu Videos zu dem besagten Schiff. Das hat alles noch mal so viel deutlicher vor Augen geführt, gerade was die vielen Einblicke in die Recherche betraf.


"Fernwehland" ist sehr zu empfehlen und ich wünsche dem Buch ganz viele Leser.
Profile Image for laleliest.
430 reviews66 followers
July 10, 2025
Das älteste seetüchtige Kreuzfahrtschiff der Welt heißt „Astoria“ und war über 70 Jahre auf internationalen Gewässern unterwegs. In der DDR fuhr das Schiff unter dem Namen „Völkerfreundschaft“ und zeigte ausgewählten Menschen die Welt außerhalb der Ostsee. So auch Henri und Simone. Die beiden lernten sich damals als Matrose und Stewardess kennen. Im Jahr 2019 erfüllen sie sich einen langersehnten Wunsch: Noch ein Mal mit der Astoria in See stechen. Doch auf dieser Reise werden ihnen zwei Frauen begegnen, die sie in die Vergangenheit zurückkatapultieren.

Ehrlich gesagt habe ich bei dem Roman irgendwie etwas anderes erwartet, was der Klappentext aber gar nicht vermuten ließ. Wir begleiten als Leser*in die Reise von hauptsächlich Henri aus damaliger Sicht sowie der Gegenwart des Jahres 2019. Dabei entwickelt sich die Handlung vor allem aus dem wortwörtlichen Meerwehs seinerseits und den vielen Bedingungen die erfüllt werden mussten, um in der DDR den Job als Matrose machen zu dürfen. Der Schreibstil ist dabei sehr bildhaft und gleichzeitig sachlich. Ich hätte nicht erwartet, dass die Autorin bei mir ein so großes Interesse für die Geschichte des Passagierschiffes wecken kann. So ertappte ich mich sogar beim Googlen von Bildern und Reiserouten. Mich hat es gefreut, dass hier keine schnulzige Romanze im Vordergrund steht, sondern eine Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und das Sehnen nach der Ferne. Ein besonderes Highlight waren die vielen beschriebenen Orte, an denen ich selbst gelebt habe bzw. noch lebe, das gibt mir immer ein kleines Glücksgefühl beim Lesen der Namen. Einzig die Dialoge wirkten auf mich teilweise etwas gestelzt. Ansonsten ist das ein Roman, der mich positiv überrascht hat, obwohl sich mein Interesse bezüglich Kreuzfahrten doch eher in Grenzen hält. Aber das spricht nur für das Buch. Ich kann es wärmstens empfehlen 🚢🌾
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