Das Wissen über Frustrationstoleranz und Impulskontrolle bei Hunden ist entscheidend für nachhaltigen Trainingserfolg. Oft wird fälschlicherweise nur Belohnungsaufschub geübt, was die eigentliche Frustrationstoleranz vernachlässigt. Mit praxisnahen Übungen, klarer Differenzierung und verständlichen Erklärungen zeigt Maren Grote, wie Trainings richtig aufgebaut und welche Fehler vermieden werden sollten. So verbessern sich Verhalten, Stressresistenz und Gehorsam des Hundes spürbar.
Fachliche Unterschiede sehr gut erklärt. Für "klassische Familienhunde" definitiv sinnvolle Aufgaben. Ja, unsere Vierbeiner werden unterschätzt und oft zu viel "betudelt". Von einigen Übungen ist bei manchen Hunderassen (Jagdgebrauchshunde) abzuraten - ansonsten arbeitet man kontraproduktiv für einige Prüfungsfächer und passt auch im jagdlichen Gebrauch nicht...
Wie entspannt der Hund auf dem Cover schaut. Offensichtlich ist es ihm bereits gelungen, unerfüllte Bedürfnisse mit Fassung zu ertragen. Dieser Ratgeber soll helfen, dass auch unser Hundeteam dies schaffen kann.
Beim Durchblättern dieses neuerschienen Buches merkt man gleich, dass es übersichtlich und anschaulich ist. Der Kosmos Verlag ist bekannt für seine schön gestalteten und kompetenten Ratgeber. Die Autorin Maren Grote trainiert seit vielen Jahren Hunde und die dazugehörigen Menschen. Sie hat bereits zwei Ratgeber zum Thema Hundeverhalten und –erziehung geschrieben.
Maren Grote hat sich hier Themen vorgenommen, die im alltäglichen Umgang mit dem Hund jeden Alters entscheidende Rollen spielen. Impulskontrolle und Frustrationstoleranz haben für Hunde eine wichtige soziale Funktion. Denn sie sind in den Situationen des modernen Alltags erforderlich, um sich in die Familienstrukturen und das Umfeld einzufügen.
Sehr systematisch, gut strukturiert und gründlich werden die drei Kernbegriffe in Theorie und Praxis vorgestellt. Das ist wichtig, um ganz genau zu durchschauen, wo die Schwachstellen sind und woran man beim Training eigentlich arbeitet. So kann man verhindern, dass einem als Hundehalter*in Fehler unterlaufen.
Ganz kurz in drei Sätzen geht es um Frustrationstoleranz, Impulskontrolle und Belohnungsaufschub: „Frustrationstoleranz bedeutet, sich nicht so schnell stören zu lassen, wenn es mal nicht so läuft, wie erwünscht. Impulskontrolle bedeutet, sich zurückzunehmen und ein Verhalten aktiv zu unterdrücken, weil es angebrachter ist, etwas zu lassen. Belohnungsaufschub ist die Fähigkeit, geduldig abzuwarten, bis man bekommt, was man wollte.“ S. 207
Sehr gut finde ich, dass der Mensch am anderen Ende der Leine als wichtiges Glied im System begriffen wird. Ja, man muss auch gleichzeitig an sich selber arbeiten, denn auch der Mensch braucht Frustrationstoleranz und Impulskontrolle. Das Buch hilft mit einem Selbsttest für die Hundehalter zu analysieren, wie es mit einem selber steht. Praktischerweise bietet es darauffolgend Möglichkeiten an, wie man seine eigene Selbstkontrolle fördern kann. Für den Hund ist es immens wichtig, wenn auch der Mensch Ruhe und Gelassenheit in aufregenden Situationen zu bewahren und zu vermitteln vermag. Das erlebe ich besonders bei meinen extrem empfindsamen Hütehunden. Der Text ist übersichtlich in Kapitel und Unterkapitel aufgeteilt. Aufgelockert wird der Textteil durch großformatige Fotos, die das Erläuterte veranschaulichen sollen. Warum die Hunde so oft einen Maulkorb tragen müssen, ist mir allerdings nicht klar.
Neben den Grundlagen, wie z.B. Frustration bei Tier und Mensch entsteht, wird eine Auswahl an Ideen und „Handwerkzeug“ bereitgestellt. Trainingsaufbau und Übungen zur Frustrationstoleranz, Belohnungsaufschub und Impulskontrolle werden genau aufgestellt. So wird Hilfe zur Selbsthilfe geleistet. Auch Tipps zur Fehlervermeidung sind vorhanden.
Von Bedeutung sind auch die unterschiedlichen Entwicklungsphasen der Hunde. Natürlich hat man es im Welpenalter einfacher und legt eine wichtige Basis. Ich vermute aber, dass man eher zu diesem Ratgeber greifen wird, wenn man sich mit Problemen und Defiziten beim pubertären oder erwachsenen Hund konfrontiert sieht. An dieser Stelle hätte ich gern einen größeren Schwerpunkt gesehen. Denn Hund Hans kann noch nachholen, was er als Welpe Hänschen verpasst hat. Auch wenn es etwas mühevoller sein kann.
Als langjähriger Hundehalterin erkenne ich im Buch viele Situationen wieder, die ich aus eigener Erfahrung kenne. Da jeder Hund einen wieder vor neue Aufgaben stellt, ist es wunderbar, dass die Bedeutung dieser Themen wieder ins Gedächtnis gerufen und aufgefrischt werden. Etwas unsicher bin ich mir, ob wirklich alle Übungen für jeden Hund geeignet sind. Aber das sollte man dann eigenverantwortlich handhaben, es sind genug Übungen aufgeführt. Mit der gewonnenen Erfahrung erkennt man nun eher Trainingsmöglichkeiten, die einem im Alltag begegnen und weiß sie zu nutzen.
Das Buch ist ein praxisnahes Übungsbuch, das mich mit zwei Hunden noch länger begleiten wird. Dass die Übungen mehrere Monate in Anspruch nehmen, darauf bereitet die Autorin vor. Aber sie zeigt in diesem Buch auch, dass sie weiß, wie man die Hundehalter*innen motiviert.
„Frust lass nach!“ von Maren Grote hat mir in vielen Punkten wirklich gut gefallen. Besonders die theoretischen Grundlagen fand ich sehr hilfreich und interessant. Ich habe einiges gelernt, das mir vorher nicht bewusst war. Die Themen Frustrationstoleranz und Impulskontrolle werden hervorragend erklärt. Auch das Thema Belohnungsaufschub ist wirklich spannend. Alle Erklärungen sind verständlich und regen zum Nachdenken an. Da wir neben der jungen Hündin auch eine alte Dame haben, fand ich den Abschnitt über das Lernverhalten alter Hunde besonders interessant.
Auch wenn die Theorie wirklich toll aufbereitet ist, hatte ich am Ende dennoch Schwierigkeiten, das Gelernte konkret in die Praxis umzusetzen. Es hat sich herausgestellt, dass wir viele der Beispiele schon von Anfang an in den Alltag integriert hatten und die junge Hündin sehr gechillt ist. Daher hatte ich anhand des Buches keine Idee, wie ich die Ansätze auf mein spezielles Problem übertragen kann. Letztendlich habe ich mir dann doch eine Trainerin nach Hause geholt, die das Problem innerhalb eines Tages erfolgreich und nachhaltig gelöst hat. Das war zwar deutlich teurer, in meinem Fall aber einfach effektiver und schneller.
Zudem gibt es einige Punkte, die einfach nichts meins waren. Wir haben die Übungen bei jedem unserer Hunde spielerisch in den Alltag eingebaut, sodass die meisten der genannten Beispiele für unsere Hunde bereits völlig normal sind. Die Herangehensweise der Autorin durch gezieltes Stress aufbauen mag sehr effektiv sein, ist aber nicht der Weg, den ich gehen möchte. Sehr schade fand ich, dass immer von Hunden ausgegangen wird, die keine schlechten Erfahrungen gemacht haben. Einige der Übungen sind für Auslandshunde nicht geeignet und können bei falscher Anwendung mehr Schaden als Nutzen anrichten. Im Zuge der Hauptübung, bei der der Hund angebunden wird, geht die Autorin zum Beispiel auf einen Schlafplatz mit Anbindehalterung ein. Erwähnt wird die Gefahr für Welpen. Aber was ist mit Angsthunden? Zudem würde ich einen Hund niemals anbinden, wenn ich schlafe oder in einem anderen Raum bin. Und dann noch im Dunklen. Allein die Erwähnung dieser Möglichkeit hat mich einfach nur entsetzt. Zumindest beim Thema Box gibt es einen Hinweis für Hunde mit Angstproblemen, was mich etwas erleichtert hat.
Insgesamt würde ich „Frust lass nach!“ vor allem denjenigen empfehlen, die sich für die Hintergründe von Frustrationstoleranz interessieren und tieferes theoretisches Wissen aufbauen möchten. Hinsichtlich der Trainingsmethode muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er sich damit identifizieren kann. In meinem Fall hat mir dieses Buch nicht weitergeholfen, die Trainerin bei uns vor Ort hingegen schon und das auch noch schnell und nachhaltig.
Selbstregulation ist alles! Bei Hund … und Mensch!
Selbstregulation ist nicht nur „die höchste Form der Freiheit“ sondern eben auch - was viele entweder unterschätzen oder nicht wissen - eine Charaktereigenschaft, ebenso wie die Frustrationstoleranz. In ihrem Buch „Frust lass nach!“ informiert Maren Grote was es mit Resilienz, Frustrationstoleranz und Impulskontrolle auf sich hat und wie diese zusammenhängen. Mit praxisnahen Übungen, Anleitungen und Erklärungen begleitet sie Hund und Mensch, Schritt für Schritt, in einen entspannten Alltag.
Zunächst einmal gefällt mir an dem Buch sehr, dass es nicht nur plump mit irgendwelchen Übungen zu den Themen Frustrationstoleranz und Impulskontrolle daher kommt, die es dann - ohne wirklich verstanden zu haben worum es geht - einfach nur nachzumachen gilt. Vielmehr legt Maren Grote Wert darauf Fachwissen zu vermitteln, d.h. dem Leser/Hundebesitzer auch die Hintergründe, einschließlich das Wesens des Hundes zu erklären. Ich denke, nur wenn Mensch „versteht“, kann es hinterher auch mit den Übungen und dem Training klappen. Grundsätzlich gefällt mir sehr gut, dass sie nicht nur auf Hund, sondern eben auch auf Mensch eingeht, wie z.B. mit der Übersicht über die verschiedenen menschlichen & hündischen Frusttypen, die sicherlich hilfreich dazu beitragen kann, überhaupt eine realistische Einschätzung vorzunehmen.
Der Inhalt ist leicht verständlich, übersichtlich gestaltet und baut thematisch aufeinander auf (dem Frust und der Frustrationstoleranz folgen die Selbstregulation und Impulskontrolle). Nach der jeweiligen Wissensvermittlung ( z.B. Was ist überhaupt Frust?), werden weiterführende Fragen, aber auch Vorurteile angesprochen und geklärt, bis dann schließlich die Übungen folgen. Diese sind, einschließlich des Übungsaufbaus, sehr anschaulich und ausführlich beschrieben. Erwähnenswert sind auch die vielen hochwertigen Fotos, die nicht nur überaus ansprechend und auflockernd sind, sondern an vielen Stellen auch echt hilfreich.
Fazit: Wie bei jedem Hunde-Übungsbuch gilt natürlich auch hier: Lesen alleine reicht nicht (es sei denn man möchte ausschließlich schlauer werden)! Denn ohne Fleiß und ständiger Wiederholung, auch hier, kein Preis! Doch ich hoffe, das ist vorab jedem klar.
Darüber hinaus habe ich das Buch als sehr sympathisch (nicht mit erhobenem Zeigefinger belehrend), hilfreich, vor Allem aber als wahnsinnig interessant und informativ empfunden! Es gibt in Sachen Frust und Co. so viel über Mensch und Hund zu lernen, dass ich mir wünschte, dieses Buch würden mehr Menschen lesen, bevor sie dumm und unwissend herumklugscheissern :-) Die Übungen sind nicht nur praxisorientiert, sonder auch absolut alltagstauglich und leicht umsetzbar, auch für Menschen ohne Erfahrung.
Pflichtlektüre für Hundebesitzer - geballtes Fachwissen rund um Frust
Der Kosmos Verlag wirbt mit dem Versprechen „Mehr entdecken, mehr verstehen, Expertenwissen seit 1822“ und genau das wird auch in dem Buch „Frust lass nach!“ voll und ganz umgesetzt. Hier wartet nämlich geballtes Wissen und beim Lesen hat mir nicht nur einmal der Kopf geraucht bei so viel Input. Die Autorin weist zu Beginn daraufhin, dass man erst einmal das ganze Buch wirklich durchlesen sollte, bevor man noch während des Lesens schon hoch motiviert bereits mit dem Training startet. Viele Zusammenhänge erklären sich erst im Verlauf des Buches und so fügen sich alle Puzzleteile am Ende zusammen - das kann ich absolut so unterschreiben.
Maren Grote erklärt sehr anschaulich und kleinteilig, was es mit dem ganzen Frust auf sich hat. Sie zeigt auf, dass Stress auch wichtig und gut ist (in einem gesunden Maß) und man seinem Hund mehr zutrauen muss, statt ihn kleinzuhalten. Sie erklärt verständlich, dass man Frustrationstoleranz nicht mit Leckerlis üben kann, sondern dass dies eher mit einem Muskel gleichzusetzen ist, der durch das regelmäßige Training wächst - diesen Vergleich fand ich super und, wie man merkt, ist er direkt hängengeblieben. Auch wird erklärt, was eigentlich der Unterschied zwischen Frustrationstoleranz und Impulskontrolle ist und wann man von einem Belohnungsaufschub spricht.
Sehr charmant fand ich den kleinen Abschnitt bezüglich der Frustrationstoleranz im Seniorenalter und der Aussage, dass man an alten Hunden nicht mehr herum trainieren, sondern die „Macken“ besser mit Management lösen sollte - schließlich haben die alten, grauen Senioren Ruhe vor uns verdient.
Auch der Test, welcher Frusttyp man selbst ist, möchte ich an dieser Stelle besonders erwähnen, denn ich fand ihn sehr aufschlussreich und konnte so einiges besser verstehen.
Nachdem etliches an Basiswissen vermittelt wurde und mein Kopf ordentlich am Rauchen war, ging es weiter mit praktischen Übungen. Da mein eigener Hund bereits in die Kategorie „alte, graue Seniorin“ fällt, habe ich diese zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht ausprobiert. Ich bin mir jedoch sicher, dass zukünftige Hunde davon definitiv profitieren können. Schade, dass es das Buch nicht schon vor fünf Jahren gab - das hätte uns sehr geholfen.
Ich bin mir sicher, dass dieses Buch vielen Hundehaltern helfen kann um zu verstehen, dass Stress nicht böse ist und wie wichtig es ist seinen Hund zu fördern und zu fordern, statt ihn kleinzuhalten, indem man ihn zu sehr behütet. Und letztendlich profitiert der Hund davon.
Abschließend kann ich nur sagen: Dieses Buch sollte eine Pflichtlektüre für alle Hundebesitzer sein! Ich bin absolut begeistert und kann es nur jedem ans Herz legen.
Das Buch enthält einen großen Theorieteil und vergleichsweise wenige Seiten mit praktischen Tipps. Den Theorieteil fand ich lehrreich und konnte noch einige neue Erkenntnisse gewinnen. Sehr gut und wichtig fand ich zum Beispiel die Unterscheidung zwischen Frustrationstoleranz, Impulskontrolle und Belohnungsaufschub. Das wird in dem Buch meiner Ansicht nach super erklärt. Auch der Anteil, den der Mensch mit seiner eigenen Frustrationstoleranz am Training hat, wird hervorgehoben. Dadurch habe ich gleich noch etwas über mich selbst gelernt.
Es gab jedoch einiges in dem Buch, das mich irritiert hat. Zum Beispiel die Einstellung der Autorin zum Yoga: „Dehnungen können sehr schmerzhaft sein und sie still zu ertragen und zu halten ist eine perfekte Übung für die Selbstkontrolle.“ (S. 109) Schmerzen sind aus meiner Sicht ein Alarmzeichen und nichts, das man tapfer ertragen lernen muss. Es wird auch empfohlen, zur Förderung der eigenen Selbstkontrolle mal mit einem Stein im Schuh herumzulaufen, bewusst leicht zu frieren und ohne Abendessen ins Bett zu gehen. Diese Grundeinstellung von „da muss er durch“ zieht sich durch das ganze Buch. Natürlich finde ich es wichtig, dass ein Hund lernt, sich zurückzunehmen und in bestimmten Situationen die Erwartungshaltung abzulegen und sich zu entspannen. Aber schon die erste Testübung, die man mit seinem Hund machen soll, um dessen Umgang mit Frust herauszufinden, erscheint mir kontraproduktiv. Ich sehe keinen Sinn darin, den Hund einer solchen, sehr spezifischen Situation auszusetzen und einfach mal zu schauen, wie sehr er sich hochschaukelt. Aus meiner Sicht kann das arg nach hinten losgehen – wie auch einige andere Übungen in diesem Buch. Zwar wird gelegentlich erwähnt, dass die Begleitung durch einen Trainer notwendig sein kann, aber gleichzeitig wird viel zu oft der Eindruck vermittelt, dass man einfach nur die Übungen machen und dranbleiben muss, um Erfolg zu haben.
Generell ist das Buch sehr auf Hunde ausgerichtet, die von Welpenalter an in ihrer Familie leben. Für erwachsene Hunde aus dem Auslandstierschutz ist es weniger geeignet. Die Autorin schreibt selbst, dass man einem Hund, der nie gelernt hat, sich zu regulieren, wahrscheinlich keine echte Frustrationstoleranz mehr beibringen kann, sondern nur noch Impulskontrolle.
Ein letzter Kritikpunkt bezieht sich auf die vielen Bilder. Das Buch hätte wesentlich weniger Seiten, wenn man es nicht mit großformatigen, nichtssagenden Fotos aufgefüllt hätte. Zum Beispiel beim Thema „Wie sich eine Kastration auswirkt“: Die halbe Seite wird von der Rückansicht eines Hundes ausgefüllt. Aha.
Fazit: Interessante Theorie, Praxisteil mit Vorsicht zu genießen, viel Buch und viel Geld für wenig Inhalt.
"Frust lass nach!" ist nicht nur ein sehr lehr- und hilfreicher Ratgeber, der einem bei der Hundeerziehung hilft, sondern auch Hundebesitzer*innen können bei der Lektüre einiges über sich selbst lernen. Das anschaulich und leicht verständlich geschriebene Sachbuch regt nämlich auch den Lesenden zum Reflektieren über die eigene Frustrationstoleranz nach und wie diese den Hund und sein Verhalten wiederum beeinflusst.
Einerseits wird darauf eingegangen, was zum Frust beim Hund führen kann und somit auch beim Hundehalter*in, andererseits werden auch praktische Tipps und Tricks beschrieben, die genau das verhindern und zum gewünschten Verhalten führen. Der Ratgeber wartet dazu mit zahlreichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen auf. Zur Veranschaulichung dienen hierbei Bilder, auf denen einzelne Verhaltensweisen von Hund und Mensch dargestellt sind. All das wird einem in einem lockeren Ton, gut nachvollziehbar und praxisorientiert näher gebracht. Eben genau das, was man sich von einem Hunderatgeber erhofft.
"Frust lass nach!" - ist mit diesem inhaltlich und stilistisch ansprechenden Hundetatgeber auf jeden Fall gegeben! Den statt für Frust wird für deutliche Zufriedenheit beim Zusammenleben von Hund und Mensch gesorgt. Empfehlenswert für lernwillige Hundebesitzer*innen.
Must Have für Hundehaltende Maren Grote schreibt in ihrem Buch über Frust und Frustrationstoleranz. Das Buch ist in viele kleine Kapitel gegliedert, die meistens eine Frage sind, z.B. Was ist Frust, wann wird‘s gelernt, nutzt sich Frustrationstoleranz ab? Das führt die Leserschaft durch das Buch und beantwortet so Stück für Stück Fragen, die sich Hundehaltende zum Thema stellen. Auf jeder Seite sind viele Bilder, die Übungen, Situationen und Ausdrücke zeigen. Ich hätte mir gewünscht, dass der Text im Blocksatz geschrieben wird, aber nach einer Weile gewöhnt man sich daran. Es findet sich auch ein Test zum Frusttyp sowie Übungen, die man mit dem eigenen Hund durchführen kann (ja, natürlich ist der Alltag das beste Training, wir müssen nur unsere Augen öffnen!). Maren Grote schafft es, das Thema auch für Laien verständlich aufzuarbeiten und macht die Notwendigkeit für mehr Frustrationstoleranz bei Hunden deutlich. Ich habe dieses Buch als Handwerkszeug verstanden, das das Thema Frust theoretisch und praktisch aufarbeitet - mit dem Hinweis, genau auf den eigenen Hund zu schauen und immer wohlwollend zu handeln. Ein sehr leicht lesbares Werk, das das Thema umfassend und anschaulich aufbereitet.
Ich kenne die Autorin bereits von ihren anderen Büchern und habe mich sehr gefreut, als dieses hier erschienen ist. Der Verlag, in welchem das Buch erschienen ist, ist bekannt für kompetente und hochwertige Sachbücher und Ratgeber wie eben auch das Vorliegende. Ich halte es für eine Pflichtlektüre für alle Menschen, die einen Hund als Mitglied in ihrer Familie haben. Impulskontrolle & Frustrationstoleranz - zwei ganz wichtige Dinge im Zusammenleben, nicht nur bei Mensch und Tier 😊 Maren Grote schreibt mit viel Fachwissen und Hausverstand, flüssig, leicht verständlich und nachvollziehbar. Das Buch unterteilt sich in zehn Kapitel, beinhaltet unglaublich viele Übungen und ist unterlegt mit sehr vielen anschaulichen Fotos. Sehr gut fand ich die beinhalteten Seiten, welche zur Selbstreflexion anleiten. Insgesamt lernt man nicht nur die Aktionen und Reaktionen seines Hundes besser kennen, sondern auch sich selbst, sowie was das Tier mit seinen Instinkten alles von seinen Menschen wahrnimmt. Insgesamt ist dieses Buch sehr interessant und unglaublich lehrreich - man hört ja bekanntlich nie auf, zu lernen. Ein toller Ratgeber, den ich nur uneingeschränkt weiterempfehlen kann.
"Frust lass nach!" ist ein Ratgeber, der sich aktiv mit dem Hundeverhalten berschäftigt und versucht, den Menschen die Welt aus den Hundeaugen näherzubrungen. Am besten hat mir gefallen, dass auch auf das Verhalten von Herrchen/Frauchen viel wert gelegt wird und die Autorin Maren Grote auch auf die Bindung zwischen Mensch und Hund ausführlich eingeht.
Die Bilder sorgen für noch mehr Klarheit und Verständnis, sodass es noch mehr Spaß macht, durch das Buch zu blättern und gemeinsam mit seinem Haustier die verschiedenen Übungen auszuprobieren. Diese sind spielerisch gestaltet und auch im Alltag leicht umzusetzen. Wobei man unbedingt erwähnen muss, dass man zuerst das ganze Buch lesen sollte, bevor man mit dem Training anfängt, denn viele Zusammenhänge werden erst im Laufe des Lesens klar. Dies merkt auch die Autorin am Anfang an. Trotz der vielen praktischen Übungen, sollte man aber mit dem Kopf dabei sein, denn es heißt vor allem Theorie. Manchmal wurde es also etwas langatmig.
Fazit: Toller Ratgeber, vor allem für Frechdachs-Hunde.
Interessante Lektüre zur Selbstregulation beim Hund
Meine Meinung: Das Cover und die Gestaltung des Buches gefallen mir sehr gut. Kurze Abschnitte, die durch viele Bilder aufgelockert werden, was mir sehr gut gefällt. Maren Grote erklärt in diesem Buch, wie sich z. B. die Frustrationstoleranz beim Hund im Laufe seines Lebens verändert, wann Frust entsteht, das Frust wichtig ist, um die Frustrationstoleranz aufzubauen, aber auch der Mensch muss an sich arbeiten.
Am Anfang wird gebeten, erst einmal das gesamte Buch zu lesen, bevor man mit einzelnen Übungen beginnt. Der Inhalt ist gut verständlich und die Themen bauen aufeinander auf. Das Inhaltsverzeichnis am Anfang gibt einen genauen Überblick über die Inhalte.
Dieses Buch ersetzt natürlich nicht das Hundetraining in der Hundeschule, gibt aber sinnvolle Impulse und Tipps, um den Hund besser zu verstehen, wie man die Impulskonrrolle stärkt und wie man auch Fehler beim Training vermeiden kann.