Leben wir schon in der Hölle? Oder kommt die erst noch?
In einer nicht allzu fernen Zukunft ist alles kostenlos ... aber nicht umsonst. Künstliche Intelligenz treibt uns in den Wahnsinn, und man kann sie noch nicht einmal richtig anschreien. Das neue große Ding sind Tattooentfernungen. Der Pflegenotstand wurde durch Roboter behoben, aber irgendwie hatten sich das alle anders vorgestellt. Und Attila Hildmann würde gern wieder nach Deutschland zurück, aber Alice Weidel ist in ihrer Regierungs-AfD in Ungnade gefallen ...
Timur Vermes präsentiert Briefe und andere Dokumente aus der Zukunft, die unserer Gegenwart den Spiegel vorhalten. Ein schwarzhumoriges Vexierspiel, bei dem einem mitunter das Lachen im Halse steckenbleibt. Unnachahmlich bissig und böse!
Vermes was born in Nuremberg in 1967. His father fled from Hungary after the suppression of the Hungarian Revolution of 1956. After graduation, he studied history and politics in the University of Erlangen-Nuremberg. Since then he has been a journalist for tabloids such as the Munich Abendzeitung and the Cologne Express among other newspapers. In 2007 he started to ghostwrite books, including a book by a so-called crime scene cleaner entitled What's Left Of Death.
In 2012 he published his debut novel, Er ist wieder da. In the satire he wrote a scenario in which Adolf Hitler in wakes up in 2011 in Berlin and through various comedy television shows eventually re-enters politics. After presentation at the Frankfurt Book Fair, the novel rose to number one on the Spiegel Bestseller List. The audiobook read by Christoph Maria Herbst also reached the top spot. Since September 2012, the book has sold over 700,000 copies (as of June 2013) and has been translated into 27 languages. In December 2013 it was announced that Vermes' bestseller was to be produced by Constantin Film as a movie. The film is slated for release in 2015. Vermes is also writing the script for the film.
Den ersten Brief an Herrn Merz fand ich noch gut, aber dann wurde es immer schlechter. Die Texte wirken sehr bemüht und sind leider auch nicht wirklich witzig.
Eine Sammlung krotesker, lustiger, böser und mahnender Briefe, Artikel, Inteviews, etc. Nicht alle sind gleich stark und einige Überspitzungen schießen etwas über das Ziel hinaus. An zahlreichen Stellen ist es urkomisch, doch es schwingt stets die Mahnung der unheilbringenden Möglichkeit mit.
Eine schnelle, kurzweilige Lektüre. Ich habe es genossen.
Vermes verpackt seine Gesellschaftskritik, wie bereits in seinen vorherigen Werken, unfassbar humorvoll. Hier bleibt wirklich kein Auge trocken und dennoch ist die Ernsthaftigkeit dahinter gut zu fassen. Er behandelt Themen wie die anstehende Wahl, Faschismus, KI-Einsatz in der Pflege, Krieg und andere aktuelle Themen. Absolut Lesenswert
Ich wusste gar nicht, dass der Autor von "Er ist wieder da" ist. Mir gefällt sein bissiger satirischer Tonfall, auch wenn nicht alle Texte gleich gut sind. Ein kurzweiliges Buch, das man gut zwischendurch lesen kann. Mir gefällt sein letzter Roman über Geflüchtete auf dem Weg nach Deutschland aber noch deutlich mehr, ich glaube sein satirischer Tonfall entfaltet sich in der Länge noch besser!
"Ihre hässlichen Tatsachen sind eben nicht so interessant, dass andere Leute dafür ihre schönen Illusionen aufgeben."
Briefe und Dokumente aus einer möglichen und in vielen Fällen nicht zu fernen Zukunft. Nicht jeder Brief hat 100% meinen Nerv getroffen, aber das Gesamtpaket ist, auch optisch, gut gelungen. Sehr lustig mit viel schwarzem Humor, auch wenn einem manchmal das Lachen vergehen möchte. Lesen!
Briefe von morgen, die wir gern gestern schon gelesen hätten von Timur Vermes
Satirisch und pointiert aber irgendwie auch zäh. Briefe von morgen will eine Gesellschaftsanalyse im Briefform-Experiment sein, durchzogen von Sarkasmus, Alltagsbeobachtung und politischen Spitzen. Die Idee, über fiktive Leserbriefe aus der Zukunft auf unsere Gegenwart zu blicken, fand ich anfangs clever. Aber der Funke ist bei mir nicht ganz übergesprungen.
Besonders war sicher das Format: Die Briefe sind mal bissig, mal absurd, manchmal fast prophetisch aber selten wirklich berührend. Es bleibt ein intellektuelles Spiel, kein emotionales. Genau das hat mir gefehlt: eine stärkere Verbindung zu den Menschen hinter den Zeilen, mehr als nur Reflexionen auf Missstände.
Meine ehrliche Meinung? Das Buch wirkt auf mich streckenweise wie eine zu lang geratene Kolumne. Wortgewandt, ja. Kritisch auch. Aber zwischen Ironie und Moral fehlt mir oft das Gefühl. Ich hatte das Bedürfnis, weiterzulesen aber nicht unbedingt das Verlangen. Es bleibt klug, aber kühl.
Ich weiß noch nicht ganz, was ich von dem Buch halten soll. Einzel betrachtet sind die meisten der Briefe echt interessant, aber sie bilden kein ganzes, sie passen nicht zusammen und sind zeitlich auch kaum im Verhältnis zueinander einzuordnen. Ich kann aus dem Buch jetzt nicht rauslesen, was sein Hauptthema sein soll: Faschismus, Klima, KI, Kapitalismus? Wenn jedes Thema irgendwie nur 3 Briefe bekommt schwierig.
Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, war leider aber letzten Endes schon etwas enttäuscht
Fragen die ich mir gestellt habe (Spoiler)
Wie ist die AfD (also Faschismus) an der Macht, Oppositionspartein existieren aber noch, dürfen auch in Talkshows etc, trotzdem kann man Kollegen mit falschen Meinungen dem Verfassungsschutz melden?
Es gibt keine Migranten mehr, aber andere Minderheiten? Wie geht es Ihnen was ist passiert? Warum gibt es kaum Kapitel aus Betroffenenperspektive?
Hauptsächlich ging es um KI und da war zum Beispiel Quality Land von Mark Uwe Kling einfach um Welten besser.
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