Back in Basan-Dûr. Und ja, das ist enttäuschend. Statt die Welt größer zu machen, zieht sich die Serie ins Kleinklein der bekannten Schauplätze zurück. Das Highlight des Bandes ist aber zunächst die Perspektive von Galizia von Glanzweiden, die auf dem Berg der Szenu versucht, ihre eigene Würde und Motivation wiederzufinden. Hier gelingt es Corvus nicht nur, eine der ersten Antagonistinnen der Serie sympathischer und verständlicher zu machen, er schafft es auch, die Szenu zu entmystifizieren, also auch aus dem Klischee zu treiben, ohne ihnen die Aura des Bösen zu nehmen.
Schade, dass diese Episode zu schnell endet und Galizia mitten ins Geschehen gezogen wird, wo sie erneut ihre unnahbare Statur des Antagonismus annimmt. Erst zu Ende des Bandes fällt sie zurück in die Verwundbarkeit, aber ohne dass es eine weitere signifikante Charakterentwicklung gegeben hätte.
Alles in allem erneut ein sehr kompetenter Roman, mit echten Highlights, der unter dem Druck der Gesamthandlung leidet.