Am Anfang noch etwas irritiert, bis ich die Rückblende zu Guckys Abfängen auf Canephor verstanden habe, hat mich dieses Heft von vorn bis hinten gefesselt. Gucky und Nekhnem - ein spitzen Duo! Das hat richtig gut harmoniert. Umso tragischer, dass die Androiden-Positronik den Leun endgültig zum Opfer gefallen ist.
Besonders gelungen finde ich, dass man als Leser zusammen mit den Helden die Entdeckungen macht und diese »Ohh« und »Ahh« Momente hat. Großes Kino!
Ilts oder Yuits, brennende Nichtse, der Sternenwürfel und nun die Rückreise ins Wyco-System - man das ist so stark! Ich liebe diese Ereignisse im Zyklus!
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Dieser Band bildet zusammen mit den beiden Vorgängern von Oliver Fröhlich eine Art “Gucky-Trilogie”. Das merkt man z.B. daran, dass er mit “Buch V” und wieder einem Zitat eines Klassikers anfängt, dieses Mal stammt es von Heinrich Heine. Ein “Buch VI” folgt noch im Heft und in den “Büchern” beginnt die Kapitelnummerierung immer wieder von vorne. Die Bücher I bis IV finden sich in den ersten beiden Bänden der Trilogie. Eine super Idee, die zeigt, dass es sogar beim streng in der Länge beschränkten Heftroman noch Raum für formale Experimente gibt.
Auch inhaltlich sind die drei Romane der zwei Autoren gelungen verschränkt: Montillon erzählt, wie Gucky auf Canephor überlebt und schließlich Nekhnem kennenlernt, den wir aus dem Vorgängerband schon kennen. Die Beziehung zwischen Gucky und der KI hat mir sehr gut gefallen. Dann kommt der Teil, in dem Gucky von seinen Freunden gerettet wird und sich Tin, der “falsche” Gucky, entscheiden muss. Die Besatzungsmitglieder des PHOENIX und die Beziehungen zwischen ihnen sind wieder gut geschildert..
Und dann gibt es sogar Neues von den Ilt bzw. den Yuit. Der Zyklus verstärkt seine kosmische Komponente und hat mit dem Rätsel um Guckys Herkunft noch ein besonderes Schmankerl für die Altleser.
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Der Abschluss der "Gucky-Trilogie", in der die Rettung Guckys durch den PHOENIX geschildert wird, überzeugt wie auch die beiden Vorgängerromane von Oliver Fröhlich auf ganzer Linie. Dieses Mal wird die ganze Geschichte aus der Sicht Guckys erzählt, auf sich nach seiner Flucht von der ELDA-RON auf den Planeten Canephor gerettet hat. Dort stellt er fest, dass ein Leun-Volk identisch ist mit der Spezies der Ilts, von der er der letzte seiner Art war. Er freundet sich mit einem positronischen Bewußtsein namens Nekhnem an, mit dem er seine Rettung durch eine Datenübertragung Nekhnems an den PHOENIX einleitete. Leider wurde das Datenpaket durch die Leun abgefangen und verändert, dies war der Inhalt der letzten beiden Hefte... Ich fand die Auflösung spannend, emotional und folgerichtig, die Gedankengänge Guckys waren gut erzählt und zu keinem Moment kam mir der Gedanke, dass dies nur halbherzig und wenig strukturiert durchdacht war. Das Rätsel um den ganzen Zyklus wurden noch weitere Elemente zugefügt, obwohl man jetzt eine Ahnung bekam, wie die Ilts zur Milchstraße kamen...
Sehr gelungene Fortsetzung des Vorgängerbandes, wenn auch - für meinen Geschmack - ein ganz kleines bisschen schwächer. Das ist aber sicher Geschmackssache. Die Story um die KI und ihre letzten Stunden fand ich tatsächlich sehr gelungen. So darf es weitergehen in der EA.
Zum Ende hin ein wenig gehetzt, aber generell bin ich in diesem Heft und insgesamt in diesem Zyklus überrascht über Guckys Charakterisierung. Er ist nicht mehr so überzeichnet und albern wie er früher (meist) war. Die Suche nach der Herkunft seines Volkes hat sich nun zu einem wichtigen Subplot entwickelt und ich bin sehr gespannt, wohin das uns noch führt.
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Und hier BUCH V und BUCH VI, bleibt aber trotzdem schleierhaft; als Historie der Ilts dann doch unpassend.
"Passt ja. Kaum bin ich nicht mehr der letzte Ilt, bin ich stattdessen der letzte Bewohner dieser Welt und habe keine Chance, von ihr irgendwie wegzukommen. Glückwunsch, Gucky - Jackpot!" (S. 16)
Gucky ist gestrandet auf Canephors und braucht Hilfe, mit der KI Nekhnem startet er ein versuch. Perry kommt zur Hilfe geeilt und zusammen begeben sie sich in die Grüfte Canephors.
Ich fand den Roman schon gut spannend, obwohl man ja wusste, das Gucky den Hilferuf loslässt wegen des Vorvorgänger-Heftes hatte ich trotzdem Freude den kleinen Mausbiber zu folgen und zu gucken wie er das Problem löst. Ein paar rührende Szenen gab es auch. Alles in allem gelungen. 4,5