Da mir just beim Beenden des Romans die Nachtricht von Tod des Autors Rainer Schorm zugetragen wurde, sind mir die Worte, die ich dazu sagen wollte, vergangen... Nur soviel; der Roman ist großartig und erinnerte mich an die große Zeit der PR-Heftserie in den 60er Jahren, als Perry und seine Leute Raumschiffe der Feinde der Erde entwendet haben und sie danach mit den eigenen Leuten bemannt haben. Auch hier wird das terranische Großraumschiff MAGELLAN aus den Fängen der mehandorischen Dieben entwendet um in die Heimatgalaxis der Hamamesh zu gelangen. Der geheimnisvolle Fremde, Carembroich hilft ihnen, ohne seine eigenen Geheimnisse zu offenbaren. Ein toller, spannender und leider letzter Roman von Rainer Schorm, den ich sehr vermissen werde... RIP; Rainer !!!
Der letzte Roman aus der Feder von Rainer Schorm. Auch wenn ich schriftstellerisch nicht sein größter Fan war und besonders er mir oft zu viel "Quantenquatsch" in seinen Romanen produzierte, stimmt es mich traurig, dass das NEOversum einen seiner Lenker verliert.
Der Roman hatte ein paar Stärken und einige Schwächen, was aber aufgrund der Nachricht vom Tod Schorms für mich ein wenig in den Hintergrund trat.
Kurz: Carembroich finde ich als Figur toll, ich hoffe da kommt noch mehr. Die (lange) Episode um die Meuterei der Mehandor hätte ich nicht gebraucht. Perrys Naivität in der Anwerbung auf Zalit fand ich deplatziert und unrealistisch für einen inzwischen uralten Unsterblichen.
Es gab hier einige Muster, die an alte Fehler der Serie erinnern. Ich hoffe, dass das in den nächsten Bänden wieder abnimmt.
Ich glaube ich wäre eigentlich bei zwei Sternen gelandet, meine Stimmung lässt eine so schlechte Wertung bei Rainers letztem Roman aber irgendwie nicht zu.
Ich muss sagen, dass mit diesem Roman die Probleme der vergangenen Staffel wieder auftauchen. Die Zweiteilung des Romans kann ich nicht nachvollziehen. Die Unbedarftheit mit der Perry die nicht nachvollziehbaren Entscheidungen, stört mich wirklich. Dass die Reise wieder zur Geisterbahn verkommt, ist am Ende der größte Kritikpunkt. Carembroich ist spannend. Die Vincraner und Zwotter haben aber keine guten Erinnerungen an die Erstauflage.
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Es passiert einiges von Zalit bis hin zu dem System von Sher 25, auf der Spur der Hammamesch. Carembroich, der Dieb weiß einiges. Er ist ein Vincraner, der sein eigenes Volk bestohlen hat, und das Diebesgut nicht losgeworden ist. Aber ist auch ein Lotse zum Zielort. Eine faszinierende Figur in diesem wieder sehr figurenreichen Roman. Hinzukommen nun auch noch drei junge Paddler, wie eins Handwerkerburschen auf Wanderschaft. Sie sind aber sehr nützlich. Rainer Schorm schafft es jedenfalls, jede Figur unverwechselbar auftreten zu lassen. Das schafft man nur, wenn man von jeder einen genaue Vorstellung hat. Das hat mir an diesem Roman gefallen. Also es gibt eine Meuterei der Mehandor, und dann gibt es noch das Rätsel um den Inhalt der Taschen, das Diebesgut, und einen mysteriösen Verfolger. Ein wenig redundant fand ich das "Diebestagesbuch" Carembroichs, das einem das Innenleben der Figur nahebrachte. Die technologischen und physialischen Spekulationen möchte ich auch noch erwähnen. Die Basis für die besonderen, tief in der Vergangenheint entstandenen Verhältnisse im Handlungsraum, der mit dieser Staffel als "Lokale Gruppe" mit M33 eine Erweiterung erfahren hat. Der Roman ist wie bei jedem Roman von Schorm sehr detaillreich. Aber was mir an PR und dem Neoversum gefällt, dass die gewaltigen Energien einer Sonne wie Sher 25, ein blauer Überriese, und die Entfernungen im Raum einerseits eine überwindbare Herausforderung sind, andererseits handfest genug geschildert werden. Eine spannende Lektüre, ein weiteres neugierig machendes Rühren an den großen Geheimnissen des Universums. 3,5 Sterne. Rainer Schorms überraschender Tod ist schwerer Schlag für die Serie. Er und Rüdiger Schorm haben sich sehr gut ergänzt. Es ist auch sicher besser, wenn sich zwei so gut auskennen wie ein Exposé-Autor.
Ich tue mich weiterhin nicht leicht, aber es wird, dieser Roman ist wieder ein Schritt nach vorne, auch beim Aufbau der serienimmanenten Logik. Zum Beispiel: offenbar gibt es das Gyps und Flaschengärten doch noch, sie sind eben nur nicht mehr überlebenswichtig.
Mit Carembroich wird ein toller, mysteriöser Charakter eingeführt und mit seinen Gedanken an seine Verflossene Daschkai, die am Zwottertracht-Syndrom litt, offenbar schon der nächste Handlungsstrang vorbereitet. Das hat für mich funktioniert. Die Meuterei der Mehandor war hingegen ein wenig plumb, und das so mal wieder Charaktere postwendend und ohne Not nach der mühevollen Einführung wieder aus der Serie herausgeschrieben wurden, verstehe ich nicht. Ist wie mit dem Posbi in der letzten Staffel.
Der letzte Roman von Rainer Schorm, also und er hat mich begeistert. Die Figur Caremboich und seine Diebestagebuch einträge sind wunderbar. Axel Gottschick liest es auch wunderbar vor. 4,5