1 Stern ⭐️
Nein. Einfach nein.
Am liebsten würde ich es dabei belassen, fürchte aber, dass ich doch erklären werde wie es für mich zu diesem Rating gekommen ist.
Grundsätzlich hat das Buch für mich erstmal gut gestartet und es gab ein paar Dinge, die ich die ganze Zeit über mochte. Dazu gehört vor allem der sommerliche Vibe, den das Hawaii Setting mit sich brachte. Der Ort war gut gewählt für dieses Buch und passte gut zu der Zeit, in der ich es gelesen habe. Außerdem habe ich Laurie einfach geliebt. Dieser Charakter hat das Buch für mich versüßt und war für mich der Einzige, den ich wirklich durchgehend gerne dabei hatte. Louisa mochte ich zwar auch, aber an einigen Stellen hat sie sich ein bisschen komisch verhalten. Die Freundschaft der beiden war mein absolutes Highlight.
Jetzt kommen wir leider schon zu den Dingen, die ich nicht mochte, und dabei zu zwei Charaktere im Besonderen. Kay und Vince.
Zu Kay kann ich nur sagen, dass sie für mich durchweg unsympathisch war und mir richtig schlechte Vibes gegeben hat. Sie kommt als reiche Amerikanerin nach Hawaii, baut dort ihren Tennisclub und spielt sich dann auf, als würde ihr die Insel gehören. Das hat mir so einen schlechten Beigeschmack gegeben. Vor allem als dann erwähnt wurde, dass die eigentlich Einheimischen nicht wie die reichen Zuwanderer am Strand wohnen können. Kurz um: Kay ist eine reiche Bonze, die sich eine Villa am Strand baut, und dann so tut als könnte sie bestimmen was auf der Insel passiert, während sie selbst dort nur zugezogen ist und die Hawaiianer möglicherweise auch nicht wollten, dass sie ihren Club oder ihre Villa dorthin baut. Der einzige Grund wieso sie denkt es sei okay, was sie macht, aber nicht was Vince macht, ist dass sie Geld hat und deshalb denkt sie hätte mehr Anrecht darauf ihren Willen durchzusetzen. Dass sich dieses ganze Thema dann auch noch so im Sand verläuft und am Ende unter den Teppich gekehrt wird, damit Kay weniger wie der absolut schreckliche Charakter da steht, der ist ist, macht das Ganze nur schlimmer.
Kommen wir nun zu Vince. Für den größten Teil des Buches war er okay. Dann wurde er mir so um die 60% richtig unsympathisch.
Als Louisa etwas auf Abstand geht, weil sie nicht weiß was sie will, reagiert er absolut komisch. Dieses ganze Telefonat hat mir von seiner Seite aus richtige "Dich wollte dich eh nicht daten. Bist eh hässlich" - Vibes. Ihr wisst schon. Diesen Vibe, den Typen geben, die mit einer Abfuhr nicht klar kommen. Da hat er sich super abfällig verhalten und bei mir echt nicht gepunktet.
Ganz unten durch war Vince dann aber bei mir als sie zustimmt ihr komplettes Leben für ihr nach Hawaii zu verlegen und er ihr dann sagt, als er das erfährt, dass er sie eigentlich doch gar nicht da haben will. Sie ist komplett bereit gewesen alles, was sie kennt für ihn aufzugeben und dann erfährt sie, dass er eigentlich gelogen hat und nicht mal will, dass sie in Hawaii zusammen sein können. Was soll der Scheiß?! Wenn du es nicht willst, dann sag halt die Wahrheit. Wie alt ist Vince? 5? Und dann diese halbgare Erklärung, die eher so wirkt, als wäre der Autorin nach 85% des Buches noch eingefallen, dass sie ihm ja auch irgendeine Backstory gibt, weil er sonst einfach flach ist. Und dann klingt es bei ihm fast so, als wäre sie das Problem. Dabei kann sie nichts dafür wer sie ist und wie sie lebt. Dass es darauf hinausgelaufen ist, war ja seine Schuld. Sie hatten sich darauf geeinigt ein Sommerflirt zu sein. Wenn er nicht mehr wollte, hätte er nicht zu mehr zustimmen sollen.
Zusätzlich war mir die Zeitspanne, in der sie vom Urlaubsflirt zu mehr geworden sind, viel zu kurz. In einem Kapitel sagt er, dass er keine Gefühle für sie hat und sie nur ein Urlaubsflirt sein sollte. Sie einigen sich drauf und gefühlte 3 Kapitel später sind sie dann doch komplett in love und wollen gemeinsam auf Hawaii leben. Da habe ich mich echt veräppelt gefühlt. Vorher passieren viele romantische Sachen, nur um dann zu sagen sie haben beide keine romantischen Gefühle. Und wenn es dann für den Leser glaubwürdig sein soll, dass sie sich jetzt verlieben, kriegt man davon kaum was mit.
Den Spice habe ich übersprungen, weil ich es mir nach der ersten Szene, die in Richtung ging, echt nicht mehr antun konnte sich beide verhalten. Die beiden kamen mir eher wie Teenager vor als wie Erwachsene so wie die ein Drama aus normalen körperlichen Reaktionen gemacht haben. Der durchgehende Schmolltonfall der Hörbuchsprecherin hat das auch nicht gerade angenehmer gemacht.
Letztendlich habe ich irgendwann gar nicht mehr gewollt, dass sie zusammen kommen. Louisa verdient echt was besseres.