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Die Brücke von London

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Eine Brücke für die Ewigkeit 

London 1749: Die frisch verwitwete Tuchhändlerin Juliana Hamley muss mit allen Mitteln um ihren Tuchladen mitten auf der London Bridge kämpfen. Die Geschäfte gehen schlecht, sie ist hoch verschuldet, und der Bau einer zweiten Brücke über die Themse bedroht die Existenz aller eingesessenen Geschäfte. In ihrer Not steigt sie ins Schmuggelgeschäft ein, tatkräftig unterstützt von dem gewieften Straßenjungen Alder und dem neuen Gehilfen des Brückenmeisters. Doch Gefahren lauern überall. Nicht zuletzt birgt die London Bridge selbst ein dunkles Geheimnis. Ausgerechnet die ehemalige Brückenkapelle, in der sich Julianas Geschäft befindet, steht im Mittelpunkt einer jahrhundertealten Weissagung, welche den Untergang der Brücke beschwört ...

560 pages, Paperback

Published February 13, 2025

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Displaying 1 - 17 of 17 reviews
14 reviews
March 16, 2025
Mir hat der Historische Roman von Julius Arth über die London Bridge sehr gut gefallen.
Die Geschichte wurde in zwei Zeitsträngen geschrieben.
Einmal in der Gegenwart die um 1749 spielt und in der Vergangenheit die um 1202 in dem Jahr in der die Brücke gebaut wurde.
Beide Zeitstränge verlaufen am Ende in einander und ergeben ein klares Bild zusammen.
Die Hauptgeschichte spielt in London auf der London Bridge in einem Tuchwarenladen, die Witwe Juliana hat diesen Laden nach dem Tod ihres Mannes übernommen und hat mit hohen Schulden zu kämpfen.
Durch einen Glücklichen Zufall lernt sie Alder einen Straßenjungen kennen, der ihr mit seiner Bande von Straßenkindern hilft.
Gemeinsam versuchen Sie in London des 1749 zu überleben und mit Waren Schmuggel gegen die Konkurrenz der fast fertiggestellten zweiten Brücke über die Themse bestehen zu bleiben.
Doch nicht jeder ist ihnen Wohl gesonnen und schon bald muss Juliana lerne auch skrupellos zu werden um sich im Schmuggler Geschäft zu behaupten.
Zusätzlich kommt noch der junge Gehilfe des Brückenmeisters Oliver, der herausfinden soll wer in die Schmugglergeschäfte auf der Brücke beteiligt ist und ein Auge auf Juliana geworfen hat.

Der Autor hat schöne Charakter erschaffen und es geschafft, dass der Leser sich in die Zeit von London um 1749 gut hinein versetzten konnte.
Alles in allem ein gelungener historischen Roman.
Profile Image for Magnolia .
573 reviews3 followers
February 24, 2025
London Bridge – die Brücke über der Themse

„Vielleicht ist Ihnen bekannt, Sir, dass zuerst eine Holzbrücke über die Themse führte. Ein fragiles Konstrukt, fraglos. Doch vor mehr als fünfhundert Jahren wurde dann die London Bridge aus Stein errichtet. Über die darauffolgenden Jahre und Jahrhunderte erweiterte man sie.“

Julius Arth hat sich während eines Englandbesuches von einem Bild der alten London Bridge zu diesem historischen Roman inspirieren lassen und natürlich wollte ich wissen, was es mit dieser Brücke auf sich hat. Schon der erste Eindruck ist positiv, das Cover, die Buchrückseite und die Buchinnenseite versetzen mich einige Jahrhunderte zurück.

„Es wird weitergehen. Und ich schwöre, dass ich mich von keiner Schnepfe aus Westminster und keinem diebischen Gehilfen unterkriegen lassen werde.“ So kämpferisch gibt sich Juliana Hamley, nachdem eine unzufriedene Kundin erbost ihr Tuchgeschäft verlassen und ihr Gehilfe mit einem Ballen edelster Seide das Weite gesucht hat. Daniel, ihr verstorbener Mann, hat ihr nichts als Schulden hinterlassen. Sie begegnet Oliver Morris, der für das Bridge House, das die Verwaltung der Brücke obliegt, tätig ist. Ihre Wege kreuzen sich immer wieder und auch Alder, ein Straßenjunge, den sie gerade noch rechtzeitig aus der Themse fischt, spielt eine nicht unerhebliche Rolle in ihrem Kampf ums Überleben. Wir schreiben das Jahr 1749.

Es sind zwei Erzählstränge, die ein halbes Jahrtausend trennen, zwei so intensive Geschichten, die wechselseitig erzählt werden. 1749 ist es die Tuchhändlerin Juliana, deren Geschäft in der ehemaligen Brückenkapelle mehr schlecht als recht geht und 1202 sind es Estrid und ihre Schwester Sybilla, die als Kräuterkundige der Hexerei verdächtig ist. In diesen frühen Jahren ist es der für den Unterhalt der Brücke zuständige Geistliche Peter de Colechurch, der angeregt hat, die Holzbrücke durch Stein zu ersetzen. Und dieser Geistliche ist es auch, der nach einem Unglück im Namen der Kirche seine Helfer auf Sybilla hetzt.

Beide Zeitebenen lassen mich tief in die jeweilige Epoche abtauchen - jede für sich ist fesselnd, jede hält mich gefangen. Julius Arth nimmt mich mit in ein London, das die damalige Zeit und das Leben auf der Brücke in den mehrstöckigen Häusern – wie eine Stadt über dem Wasser - und deren Bewohner gut einfängt. Die vielen Händler sehen sich durch den Bau einer zweiten Brücke in ihrer Existenz bedroht, auch Juliana steht vor dem Ruin. Das Schmuggelgeschäft, das ihr der pfiffige Alder vermittelt, ist lukrativ, birgt jedoch auch viele Gefahren in sich.

Neben Julianas Geschichte, die von unbedingtem Zusammenhalt, von Freundschaft und auch von einer aufkeimenden Liebe erzählt, aber auch von nicht legalen Mitteln, um dem Schuldnergefängnis zu entkommen, ist es auch Estrid, deren Leben fünfhundert Jahre zuvor mit der Brücke, an deren Bau ihr Ehemann Stephen mitgewirkt hat, verbunden ist.

Viel Historisches habe ich mitgenommen, auch hat mich dieser Roman angeregt, noch mehr über dieses Bauwerk zu erfahren. Es war ein kurzweiliges, ein informatives Leseerlebnis mit Charakteren, die liebenswürdig und nett, andere wiederum verschlagen und hinterhältig sind – allesamt sind sie glaubhaft wiedergegeben. Gerne hätte ich weitergelesen, immer weiter… vor dem Hintergrund der Brücke. „Die London Bridge ist für nichts Geringeres als für die Ewigkeit erbaut.“
Profile Image for Antje.
89 reviews
February 11, 2025
Spannende Geschichte, sehr sympathische Hauptfiguren, nur das Ende enttäuschte mich leicht

Vor einigen Wochen entdeckte ich die Ankündigung dieses Buches bei Vorablesen. Der Klappentext und die Leseprobe reizten mich zwar und ich hatte auch genügend Punkte für ein Wunschbuch zusammengesammelt, entschied mich dann aber, diese für ein anderes Buch einzulösen, welches nicht nur als Printexemplar, sondern auch als E-Book verfügbar war. Als „Die Brücke von London“ dann vor einigen Tagen als Rezensionsexemplar bei NetGalley angeboten wurde, konnte ich jedoch nicht mehr widerstehen, freute mich kurze Zeit später riesig, dass ich es auf meinen Kindle laden konnte und begann nahezu sofort mit dem Lesen.

London 1749: Die Tuchhändlerin Juliana Hamley kämpft mit ihrem Laden im Kapellhaus auf der London Bridge ums Überleben. Nicht nur, dass die Geschäfte schlecht gehen, nein, wenige Wochen nach dem Tod ihres Ehemannes, erfährt sie auch noch, dass dieser ihr Schulden in schwindelerregender Höhe hinterlassen hat. Die Rettung kommt mit dem gewieften Straßenjungen Alder daher, den sie aus der Themse rettet. Dieser verhilft ihr zu einem neuen, allerdings nicht legalen Geschäftsmodell und unterstützt sie, gemeinsam mit seinen Freunden, tatkräftig dabei. Doch ungefährlich ist das nicht…

Anno Domini 1202: Die London Bridge wird gerade gebaut und die Kirche unterstützt den Bau nach Kräften. Allerdings gibt es einige schwere Unfälle, bei denen Brückenarbeiter ums Leben kommen und den Bau verzögern. Der Baumeister und der Priester sind sich einig: Das ist Hexenwerk. Die Schuldige ist schnell gefunden. Wird es Estrid auch gegen den Willen ihres gottesfürchtigen Ehemannes gelingen, ihre Schwester, die Kräuterfrau Sibilla, zu schützen?

Leicht und flüssig konnte ich diesen in zwei verschiedene Zeitebenen erzählten historischen Roman innerhalb eines Tages lesen. Verfasst ist er in der dritten Person aus den Perspektiven verschiedener Protagonisten. Die Sprache empfand ich als einfach, aber trotzdem bildhaft und gut den jeweils behandelten Zeiten angepasst. Sowohl die Figuren, als auch die Örtlichkeiten, konnte ich mir sehr gut vorstellen und während der gesamten Lesezeit empfand ich, neben dem Kopfkino, auch eine permanent vorhandene Grundspannung. Längen verspürte ich nie.

Schnell hatte ich die Hauptfiguren in beiden Handlungssträngen liebgewonnen und fieberte mit ihnen, egal ob es um das Gelingen des neuen Geschäftsmodells und das Lösen von in diesem Zusammenhang auftretenden Problemen ging oder um die Gefahr einer Verurteilung wegen Hexerei. Die Wechsel zwischen den Zeitebenen oder den Perspektiven endeten jeweils mit kleinen Cliffhangern, so, dass ich an diesen Stellen zwar immer gern noch weitergelesen hätte, mich aber auch über die Fortsetzung der Geschehnisse im nachfolgenden Kapitel freute.

Lediglich am Ende war ich dann leicht enttäuscht. Zum einen, weil der Verbleib von zwei mir im Laufe des Buches liebgewordenen Figuren vage blieb. Zum anderen kam mir der Epilog aus dem Jahr 1832 zu abrupt. Er schloss zwar mit einem Geheimnis der Brücke ab und passte so auch wunderbar zum Prolog. Allerdings hätte ich wirklich sehr gern noch erfahren, ob den übrigen Hauptfiguren ihre Vorhaben gelangen. Insgesamt hat mir das Buch aber trotzdem sehr gut gefallen und wegen des offenen Endes für die mir ans Herz gewachsenen Figuren hoffe ich fast auf eine Fortsetzung.
134 reviews5 followers
March 3, 2025
3,5 *

Spannendes Zeitportrait der London Bridge

„Die Brücke von London“ von Julius Arth, erschienen 2025 bei dtv, ist ein spannungsgeladener und durchweg unterhaltsamer historischer Roman, der neben der Geschichte der London Bridge auch viele Einblicke in das London des mittleren 18. Jahrhunderts sowie die Entstehungszeit der Brücke um 1202 gibt.

Die Handlung des Romans teilt sich in zwei Stränge, die erst ganz am Ende wirklich verknüpft werden, so dass aus dem Rätseln über eben diese Verknüpfung noch eine weitere Spannungsebene gewonnen wird. Der erste Erzählstrang spielt im Jahr 1202, dem Erbauungsjahr der London Bridge und rankt sich um die Schwestern Sibilla und Estrid, die mit seherischen und heilerischen Fähigkeiten versehen sind, weshalb sie die Geschichte der London Bridge vorausahnen. Estrid, verheiratet mit einem der Erbauer der Brücke, muss sich gegen die patriarchale und dogmatische Welt ihrer Zeit behaupten – und zahlt dafür einen hohen Preis.
Der zweite und Haupterzählstrang beginnt im Jahr 1749 in London, wo die frisch verwitwete Tuchhändlerin Juliana, die den Tuchladen ihres Mannes auf der London Bridge weiterführen möchte, schnell ebenfalls an die Grenzen einer patriarchalen Gesellschaft stößt. Doch sie ist findig und pfiffig, eine Frau, die anpackt und auch vor ungewöhnlichen Methoden nicht zurückschreckt. Als sie eines Nachts den Straßenjungen Alder, der nach einem Diebstahl auf der Flucht vor dem Büttel ist, aus der Themse fischt, erfährt ihr Leben eine bedeutende Wendung.

Julius Arth schreibt flüssig und hält den Spannungsbogen durchweg hoch, ihm gelingt es, sehr lebendige und liebenswerte Charaktere zu erschaffen und das Zeitkolorit bemerkenswert gut einzufangen. Geschickt bettet er viele Informationen in den Text ein, ohne dass dieses jemals aufträgt oder den Handlungsfluss behindert. Die Story nimmt viele Wendungen, und es gibt so einige Überraschungen, die das Leseerlebnis dynamisch halten. Julius Arth, der selbst auf seinem Autorenfoto so aussieht, dass man ihn frisch vom Mittelaltermarkt kommend imaginiert, verwebt die Handlungen um seine Hauptfiguren elegant, die Kapitel, die immer eine der Personen im Fokus haben, ranken sich umeinander wie ein geflochtener Zopf.

Gegen Ende verliert der Autor die London Bridge unter der Handlung zunehmend etwas aus dem Auge, auch häufen sich die Unwahrscheinlichkeiten doch etwas sehr an und von der Handlung in 1202 hätte ich mir etwas mehr Signifikanz für den Roman und den Strang in 1749 erwartet, so ausführlich, wie sie ausgearbeitet ist. Im Gegenzug schließt der Autor die meisten Kreise im Buch und lässt nur wenige Leerstellen. . Ich hätte mich sehr über ein Nachwort zur Recherche des Autors gefreut, inwieweit basiert das alles auf realen, dokumentierten Ereignissen und Funden? Das wäre spannend gewesen.

Insgesamt hat der Roman mir aber ein sehr angenehmes Leseerlebnis beschert und mich wirklich gut unterhalten, wer auf der Suche nach einem leichten Historienroman mit viel Spannung und guter Schreibe ist, der wird hier bestens bedient.


Ein großes Dankeschön an wasliestdu.de und dtv für das Rezensionsexemplar!
Profile Image for Petra.
337 reviews1 follower
March 13, 2025
1202: Der Bau der London Bridge hat begonnen und einigen Menschen gute Arbeit gebracht. Einer davon ist Stephen, der Mann Estrids. Estrids Schwester Sibilla lebt im Wald und ist noch dem alten Glauben zugewandt. Als sie ein Unglück auf der Brückenbaustelle voraussagt, erregt sie den Unwillen der Baumeister.

1749: Auf der London Bridge herrscht reger Verkehr, die dort ansässigen Geschäftsleute machen gute Geschäfte, allerdings dräut schon Unheil, denn der Bau einer anderen Brücke wird den Geschäften schaden.

Juliana Hamley ist die Witwe eines Tuchhändlers mit Sitz auf der London Bridge und führt dessen Geschäft weiter, allerdings hat sie mit einigem Unbill zu kämpfen.

Alder ist ein Straßenjunge, der sich mit anderen Straßenkindern zusammengetan hat. Ihr Leben ist nicht ungefährlich, und auch Alders kommt unterhalb der London Bridge in große Gefahr.

Oliver Morris ist neu in London und hofft auf einen Job im Bridge House. Tatsächlich erhält er eine Anstellung, aber so ganz glücklich ist er damit nicht.

Das Leben dieser drei Menschen verknüpft sich miteinander, wobei die London Bridge ihren Teil dazu tut.

Der Hauptteil der Geschichte erzählt die Ereignisse von 1749, doch immer wieder wechselt sie zu den Ereignissen während des Brückenbaus, die letztlich auf die späteren zurückwirken. Das kann man schon früh ahnen, als von einer Prophezeiung die Rede ist.

Ich mochte alle Protagonist:innen gerne, auch wenn ich mir mit Estrid zunächst etwas schwerer tat. Mein Liebling aber war von Anfang an Alder. Auch seine Bande von Straßenkindern spielt eine wesentliche Rolle in der Geschichte. Man kann sich alle diese Charaktere sehr gut vorstellen, auch die Brücke und das Treiben auf ihr werden lebendig. So ist man sehr schnell im Geschehen und wird gut unterhalten, es macht Spaß, den Roman zu lesen, auch wenn nicht alle Ereignisse schön sind. Für letzteres sorgen schon die Antagonisten, die in beiden Zeitebenen für Ärgernisse und Gefahren sorgen.

Interessant ist natürlich auch die Geschichte der Brücke, die einen großen Teil des historischen Hintergrund bildet, allerdings bleibt diese eher an der Oberfläche.

Hin und wieder konnte ich nicht alles ganz nachvollziehen, was mich aber nicht allzu sehr gestört hat. Am Ende bleiben für mich ein paar Fragen offen, die ich gerne noch beantwortet gehabt hätte. Das Ende bietet meiner Meinung nach Platz für eine Fortsetzung, ich würde mich darüber freuen.

Was mir fehlt, ist ein Nachwort des Autors, für mich gehört das gerade bei historischen Romanen einfach dazu. Gerne hätte ich vor allem über Fakten und Fiktion gelesen, aber auch über seine Intention und Recherchen. Natürlich konnte ich selbst ein bisschen googeln, aber das ersetzt so ein Nachwort nicht.

Der Roman erzählt in zwei Zeitebenen die Geschichte der alten London Bridge, zu Beginn und gegen Ende. Er punktet vor allem mit seinen sympathischen Protagonist:innen und seinem lebendigen Erzählstil, hätte aber tiefgründiger sein können.
Profile Image for Kerstin.
99 reviews2 followers
March 23, 2025
Ich liebe London und wenn ich dort bin, stelle ich mir oft vor, was an den Orten, die ich besuche, wohl schon alles passiert ist. Die Stadt steckt voller Geschichten und mit „Die Brücke von London“ erzählt Julius Arth die Geschichte der London Bridge und der Menschen, die mit ihr verbunden sind.
 
„Die Brücke von London“ ist ein historischer Roman, der in zwei Zeitebenen angesiedelt ist. In der ersten Zeitebene im Jahr 1202 wird die Geschichte der Schwestern Estrid und Sibilla erzählt, die durch ihre hellseherischen Fähigkeiten die Zukunft der Brücke voraussehen. Der Bau der Brücke beginnt 1202, viele Menschen finden dadurch Arbeit, so auch Stephen, der Mann von Estrid. Ihre Schwester hängt dem alten Glauben an, lebt allein im Wald und durch ihre Weissagung, dass ein Unglück auf der Baustelle passieren wird, zieht sie den Unwillen der Baumeister auf sich und wird als Hexe für die Schwierigkeiten auf der Baustelle verantwortlich gemacht.
 
Im Jahr 1749 herrscht reger Verkehr auf der London Bridge und die dort ansässigen Geschäftsleute machen gute Geschäfte. Die verwitwete Tuchhändlerin Juliana Hamley führt das Geschäft ihres Mannes weiter, hat jedoch viele Schwierigkeiten und ist ständig vom Ruin bedroht. Unerwartet bekommt sie Hilfe von dem Straßenjungen Alder, dieser hat sich mit anderen Straßenkindern zusammengetan, jedoch ist ihr Handeln oftmals nicht mit dem Gesetz zu vereinbaren und so gerät auch Juliana in illegale Machenschaften – und als ob das nicht genug wäre droht der Bau einer neuen Brücke die Geschäfte zu beeinträchtigen.
Oliver Morris ist neu in London. Mit seinem Job im Bridge House ist er nicht zufrieden und schon bald ist er einem Komplott auf der Spur, in das auch Juliana verwickelt ist.
 
Wird Juliana ihr Geschäft retten können, ihren Weg und ihr Glück finden?
 
Geschickt verbindet der Autor in seinem Roman die beiden Zeitstränge, die Charaktere sind lebendig beschrieben, so dass ich mich gut in die Geschichte hineinversetzen konnte. Besonders die Entwicklung von Juliana von der verzweifelten Witwe zu einer selbstbewussten Frau hat mir gut gefallen.
Der historische Roman „Die Brücke von London“ bietet interessante, gut lesbare, spannende und kurzweilige Unterhaltung und die London Bridge spielt eine zentrale Rolle. Ich hätte mir ergänzend als Nachwort des Autors eine Einordnung von Fakten und Fiktion gewünscht – und da es am Ende offene Fragen gibt, gehe ich davon aus, dass es eine Fortsetzung geben wird, die ich mit Spannung erwarte.
 
Leseempfehlung für alle Buchmenschen, die London und historische Romane lieben!
Profile Image for Sim Hel.
348 reviews1 follower
August 17, 2025
Julius Arth hat sich in seinem Roman ein interessantes Thema vorgenommen: die London Bridge, also die Vorgängerbrücke der Tower Bridge, auf der sich damals sogar Wohnhäuser und Geschäfte befanden. Ich wusste zwar von dieser Brücke, fand es aber trotzdem spannend, sie Thema eines Romans zu sehen.

Das Buch ließ sich gut an mit der Ankunft von Oliver Morris als Brückengehilfe und Juliana Hamley, die ein Tuchgeschäft auf der alten London Bridge betreibt, jedoch schon recht bald in finanzielle Schwierigkeiten gerät. Um sich aus ihrer Situation zu befreien, greift sie auf einige nicht ganz legale Tricks zurück, erhält jedoch auch viel Hilfe von unerwarteter Seite.
Hinzu kam noch ein ein Handlungsstrang, der im Mittelalter spielt und sich oberflächlich mit Hexerei beschäftigt.
Hier fingen für mich aber schon die Probleme an, denn diesen mittelalterlichen Handlungsstrang hätte man gut weglassen können. Die ganze Zeit wartet man darauf, endlich die Verbindung zur anderen Geschichte zu erfahren; als diese aber ganz am Ende aufgedeckt wird, ist diese so lose und trivial, dass man sich fragt, warum der Autor sie überhaupt in den Roman eingebaut hat (vermutlich für ein bisschen Abwechslung).

Auch wenn ich den Roman ziemlich begeistert begonnen habe, weil er eigentlich genau meinem Beuteschema entspricht, hat er mich doch ziemlich enttäuscht, weil die Handlung für mich absolut vorhersehbar war (vielleicht vom Ende abgesehen) und deshalb einfach langweilig wurde. Einiges war mich leider auch nicht ganz glaubwürdig/plausibel, z.B. kommt für mich die Liebesgeschichte zwischen Oliver und Juliana zu plötzlich und zu unglaubwürdig. Sie sehen sich einmal und denken dann gleich schon an Heirat, verbringen auch sonst kaum Zeit miteinander. Oder auch Julianas Entscheidung, die fünf Straßenkinder bei sich aufzunehmen, wirkt nicht sehr glaubwürdig. Alles wird von ihr ohne zu hinterfragen hingenommen, sie vertraut den Kindern bedingungslos, obwohl diese alles andere als vertrauenswürdig sind.
Hinzu kam, dass die Charaktere einfach sehr flach und unnahbar blieben und ich keine Verbindung zu ihnen aufbauen konnte, allen voran Juliana und Oliver. Die Personen werden in gut und böse aufgeteilt, eine Entwicklung durchläuft keiner. Es ist also alles ziemlich eindimensional und deshalb leider mitunter langweilig.

Ein Roman, der sehr viel Potenzial hat, dieses aber leider nicht ganz ausschöpfen kann.
8 reviews
March 16, 2025
Wir begleiten die mutige und starke Juliana, den klugen Straßenjungen Alder und den sympathischen Neuankömmling Oliver im Jahr 1749 in London. Außerdem gibt es immer wieder Rückblicke zu Estrid ins Jahr 1202, deren Schicksal mit der Brücke verbunden zu sein scheint.

Ich bin schnell in die Geschichte hinein gekommen, durch den leicht altertümlichen, aber flüssig Schreibstil. Außerdem schafft es der Autor die angenehme Atmosphäre und Umgebung gut darzustellen - ohne ausschweifende ellenlange Beschreibungen. Immer wieder gibt es auch ein paar humorvolle Passagen (z.B. S. 350 "An den vertäfelten Wänden hängen große Gemälde, allesamt Porträts griesgrämig dreinblickender Edelleute.").

Von Anfang an wollte ich immer wissen, wie die Geschichte weitergeht, denn jeder Protagonist hat sein Geheimnis. Immer wieder tauchen neue Fragen und Rätsel im Verlauf auf, auf deren Lösung ich gespannt war. Außerdem haben viele Kapitel einen Cliffhanger am Ende, was die Spannung aufrecht erhielt.

Mir hat auch gut gefallen, dass man einiges über die Geschichte der Brücke und von London erfährt sowie über die damalige Zeit.
Die Charaktere erhalten eine gewisse Tiefe und auch Nebencharakteren wird mittels weniger Sätze Leben eingehaucht. Zudem fand ich die Dialoge meist sehr authentisch.

Vor allem im letzten Drittel nimmt die Geschichte an Fahrt auf und spannende Wendungen und Geschehnisse ereignen sich.
Schließlich werden alle Fragen aufgelöst und es war interessant, wie die Zeitstränge verwoben sind. Das Ende war sinnvoll, aber für mich nicht zu 100% zufriedenstellend. Ich persönlich fände einen zweiten Teil, in dem man gewisse Nebenfiguren weiterverfolgt interessant, um noch weitere Geschichten rund um die London Bridge erfahren zu können.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen - vom Schreibstil, über die Charaktere bis zu der anhaltenden Spannung und besonders die Atmosphäre der Geschichte.
35 reviews
March 5, 2025
Fesselnd, bildhaft, gut recherchiert


1749: Juliana ist frisch verwitwet und versucht nun, den Tuchladen ihres verstorbenen Mannes auf der London Bridge alleine weiterzuführen. Dabei hat sie mit einigen Problemen zu kämpfen, denn ihr Mann hat ihr nicht alles so intakt hinterlassen wie sie dachte. Wird Juliana es schaffen können sich zu behaupten und ihren Laden zu retten?

1202: Die London Bridge wird gebaut. Die Kirche unterstützt diesen Bau, da er im Sinne Gottes sei. Doch mehrfach kommt es zu Unfällen, bei denen Arbeiter ums Leben kommen. Für die Kirche ist klar, da Gott diese Brücke befürwortet, kann nur der Teufel im Spiel sein und ganz schnell wird es für die vom örtlichen Priester als hexenwerk betreibend bezeichnete Sibilla und ihre Schwester Estrid gefährlich...


Ich habe mich direkt in dieses toll gestaltete Cover verliebt und der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Zum Glück, denn der Schreibstil ist absolut einnehmend und passt auch sehr gut zur Handlungszeit. Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt und war so toll beschrieben, dass ich mich so richtig in die damalige Zeit versetzt fühlte und alles bildlich vor mir gesehen habe, als wäre ich selbst mit dabei.
Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt und beide haben mir gleichermaßen sehr gut gefallen. Die Charaktere waren toll gezeichnet und sehr sympathisch, ich habe mich direkt mit ihnen verbunden gefühlt. Vor allem Alder und Oliver sind mir besonders ans Herz gewachsen.

Es war unheimlich spannend und interessant auf die London Bridge der damaligen Zeit abzutauchen und dieser Roman hat mir wirklich tolle Lesestunden beschert. Für Menschen, die historische Romane mögen, ist dieses Buch auf jeden Fall absolut empfehlenswert.
1,047 reviews9 followers
February 24, 2025
London Bridge is falling down, ein altes Lied das sich wie ein roter Faden durch den Roman zieht. Diese Brücke gibt es heute nicht mehr, schade denn wie sie hier beschrieben ist muss sie ein Wunderwerk an Baukunst gewese n sein. Im 13. Jahrhundert erbaut und dann hat sie über 500 Jahre den Menschen als Übergang über die Themse, Wohnung und Arbeitsort gedient. Der Autor erzählt in zwei Zeitebenen davon. Den größten Teil beschreibt das Leben von Juliana einer Händlerin auf der Brücke, Oliver einen Gehilfen des Brückenaufsehers und Alder einen herum streunenden Jungen mit seinen Freunden. In kleinen Rückblicken wird der Bau der Brücke thematisiert, von der Kirche in Auftrag gegeben, gerade zu Beginn des immer weiter um sich greifenden Christentums entwickelt die Brücke eine ungeheure Symbolkraft. Den größten Teil nimmt aber die Zeit um 1749 ein, das Leben der Händler auf der Brücke ist nicht einfach, da ist viel Phantasie gefragt um sich im wahrsten Sinn des Wortes über Wasser zu halten.
Ein neuer Autor mit einem gelungenen Erstlingswerk. Viele Informationen spannend verpackt in eine aufregende Geschichte um Schmuggel, Prophezeiungen, Liebe und Verbrechen.
Die Hauptpersonen sind sehr sympathisch, kämpferisch und realistisch dargestellt. Das gleiche gilt für ihre Gegenspieler, Fanatismus, Gier und Eitelkeit sind deren herausstechenden Eigenschaften. Diese Gegensätze ergänzen sich auf eine Art und Weise, das man mit dem Lesen nicht unterbrechen möchte.
Schade das das Buch zu Ende ist, ich hätte gern noch mehr über die Brücke und ihre Menschen gelesen.
145 reviews
May 12, 2025
Die Brückendame
Die London Bridge wurde bereits als Achtes Weltwunder und als Krone der Themse bezeichnet. Julius Arth erzählt mit einem flüssigen Schreibstil in seinem historischen Debüt-Roman sehr fesselnd vom Leben auf der Londoner Brücke.
1749 kämpft die Tuchhändlerin Juliana Hamley um ihre Existenz, denn ihr verstorbener Mann hat ihr einen Haufen Schulden hinterlassen. Der Bau einer zweiten Brücke über die Themse erschwert das Ganze noch zusätzlich. Doch unverhofft spült die Themse Unterstützung in Form des Straßenjungen Alder vor ihre Füße.
In einem zweiten Handlungsstrang tauchen wir immer wieder ins Jahr 1202 ein und erfahren Details vom Brückenbau, aber auch von der jahrhundertealten Weissagung, die den Untergang der London Bridge prophezeit.
Perfekt ausgearbeitete Charaktere und bildliche Beschreibungen der Umgebung ließen mich tief ins damalige Leben der Menschen abtauchen. Für Spannung in beiden Erzählebenen sorgten macht- und geldgierige Männer, die vor nichts zurückschreckten und besonders die Menschen aus dem Weg räumten, die es wagten sich gegen sie zu stellen.
Einzig das Ende lässt mich ein bisschen unbefriedigt zurück. Gerne hätte ich noch ausführlicher über das weitere Leben der mir liebgewonnenen Protagonisten erfahren, doch dem Lesevergnügen dieser sorgfältig recherchierten Geschichte steht dies nicht im Wege.
632 reviews
March 2, 2025
Fesselnd, mit liebenswerten Protagonisten
Der Leser begibt sich in diesem Buch in das Jahr 1749. Notgedrungen entschließt sich in London die junge Tuchhändlerin Juliana Hamley in das Schmuggelgeschäft einzusteigen, um ihren Tuchladen zu retten. Zur Seite steht ihr Alder, der Gehilfe des Brückenmeisters. Es ist ein gefährliches Unterfangen, da überall Gefahren lauern.
London, im Jahr 1202: Von der Kirche unterstützt, wird die London Bridge über der Themse gebaut. Bauarbeiter kommen hierbei ums Leben. Dadurch wird die Fertigung verzögert. Schnell sind sich die Kleriker und der Brückenbaumeister einer Meinung: Das ist Hexenwerk. Und natürlich wird eine Verantwortliche dafür auch bald gefunden.
Erzählt wird diese fesselnde Geschichte in zwei Handlungssträngen. Vielschichtig sind die einzelnen Charaktere von Julius Arth angelegt. Dadurch konnte ich mich in sie sehr gut hineinversetzen. Die spannende Handlung ist gut aufgebaut und nachvollziehbar. Und ich hatte den Eindruck, dass es tatsächlich so hätte sein können!
Der Roman liest sich durch seinen bildhaften Schreibstil gut und flüssig. Die Geschehen sind lebendig und die Dialoge lebensecht und unterhaltsam.
Mich hat diese Lektüre wunderbar unterhalten. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
Profile Image for Firieth.
128 reviews8 followers
May 14, 2025
Das Cover ist recht typisch für einen historischen Roman, gefällt mir aber gut, einmal von den Farben her aber auch vom Bild.
Ich fand sowohl die Geschichte um die Weissagung und das dunkle Geheimnis der Brücke, sowie Julianas Geschichte spannend. Einige Entwicklungen waren vorherzusehen, andere hingegen waren wieder recht überraschend. Ein paar fand ich leider etwas unglaubwürdig oder zu schnell. Die Geschichte ist soweit ganz nett, aber an manchen Stellen ist es etwas langatmig und es könnte ein bisschen mehr passieren.
Die Figuren, sowohl Juliana, die Kinder – vor allem Alder – und auch Oliver finde ich sehr sympathisch und es hat Spaß gemacht ihrer Geschichte zu folgen und vor allem auch, dass der Blick immer gewechselt hat und man manches aus verschiedenen Perspektiven sieht.
Auch der zweite Zeitstrang, um Estrid, finde ich sehr schön und spannend und auch ihre Figur finde ich sehr spannend und man lernt auch viel zu den Hintergründen.
Das Ende der Geschichte war zumindest ein bisschen überraschend
Fazit: Ein netter historischer Roman, der Spaß macht zu lesen, aber nicht heraussticht.
Profile Image for Winniehex.
1,227 reviews8 followers
June 7, 2025
Ich habe das Buch richtig gern gelesen! Die Geschichte von Juliana, die nach dem Tod ihres Mannes versucht, ihren Laden auf der London Bridge am Laufen zu halten, hat mich total mitgenommen. Besonders spannend fand ich, wie lebendig das London von damals beschrieben wird – ich hatte das Gefühl, direkt mit auf der Brücke zu stehen.

Der Wechsel zwischen der Gegenwart 1749 und der Zeit, als die Brücke gebaut wurde, hat mich manchmal kurz irritiert, aber am Ende hat alles zusammengepasst und die Verknüpfung der beiden Zeiten macht die Geschichte erst richtig interessant. Die Charaktere sind super gestaltet, vor allem Alder, der Straßenjunge, hat mir total gefallen – er bringt eine ganz eigene Energie rein.

Was mir besonders gefallen hat, ist, dass es nicht nur um historische Fakten geht, sondern auch um die Gefühle und das harte Leben der Menschen damals. Die Mischung aus Spannung, Freundschaft, Liebe und dunklen Geheimnissen hat mich richtig gepackt. Einzig das Ende hat bei mir noch ein paar Fragen offen gelassen, ich hoffe da auf eine Fortsetzung!

Insgesamt ein Buch, das ich gern weiterempfehle – gerade für alle, die auf spannende Geschichten mit historischem Flair stehen.
942 reviews
March 23, 2025
Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Der Hintergrund ist interessant gestaltet und der Titel hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht.

Der historische Roman spielt im Jahr 1749, Juliana ist Tuchhändlerin auf der berühmten London Bridge, sie ist vor kurzer Zeit Witwe geworden. Die Geschäfte laufen sehr schlecht und ihre Existenz wird durch den Bau einer zweiten Brücke bedroht. Das zwingt Juliana in das Schmuggelgeschäft einzutauchen. Doch wem kann sie trauen? Welche Geheimnisse verbirgt die berühmte London Bridge und ihre Bewohner? Der zweite Erzählstrang spielt im 13. Jahrhundert, zu der Zeit wurde die Brücke erbaut und hier erfährt man viel, zum Beispiel waren zu dieser Zeit Hexenverfolgungen an der Tagesordnung und der Bau der Brücke forderte viele Opfer.

Der Roman hat mir sehr gut gefallen, die vielen historischen Hintergrundfakten fand ich unglaublich interessant und ich konnte mit die einzelnen Szenen sehr gut vorstellen. Der Schreibstil war angenehm zu lesen. Ich hatte viele schöne Lesestunden und empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
Profile Image for Andreas Kleiner.
261 reviews1 follower
September 24, 2025
Habe ich als Hörbuch gehört. 2.5 Sterne. Ein ganz netter historischer Roman der in zwei parallelen Geschichten - eine im Jahr 1749, die andere in Jahr 1202 - spielt, und wie der Titel schon besagt, um die London Bridge handelt. Aber sowohl die Handlung, als auch den Schreibstil fand ich eher durschschnittlich. Und warum man die zwei parallelen Handlungsstränge braucht, fand ich nicht einleuchtend.
Profile Image for Astrid.
307 reviews1 follower
July 31, 2025
Interessant und unterhaltsam
London im Jahre 1749. Die verwitwete Tuchhändlerin Juliana Hamley gerät in Geldnot, durch das Verschulden ihres Mannes und durch den Bau einer zweiten Brücke.
Durch Zufall trifft sie auf Alder, der zusammen mit anderen obdachlosen Kindern, seinen Unterhalt durch Diebstahl bestreitet. Bei dieser Kinderbande kam direkt so ein bisschen Oliver Twist Feeling auf. Zusammen steigen sie ins Schmuggelgeschäft ein.
Oliver Morris, einer der Brückenwächter, steht er auf ihrer Seite oder nicht ?
Die Handlung wird eingerahmt von einer tollen und authentischen Darstellung von London. Die Atmosphäre von London lässt Bilder im Kopf entstehen.
Für Spannung sorgen Intrigen im Hintergrund und die Gefahren des Schmuggelgeschäft.
Unterbrochen wird die Handlung durch Ereignisse des Jahres 1202, die Zeit der Errichtung der Brücke. Hier wird der Grundstein für eine unheilvolle Weissagung getroffen. Man bewegt sich einer Zeit, in der Heilkunst noch gleich Hexerei gesetzt wurde.
Die handelnden Persone wirken alle sehr authentisch und man findet schnell eine Verbindung zu ihnen.
Der Autor lässt die beiden Zeitebenen lebendig werden und das Ergebnis ist ein toller historischer Roman.

Displaying 1 - 17 of 17 reviews

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