Hur långt kan man gå för att skydda sina närmaste? I skotska Edinburgh blir en kvinnlig norsk student bortförd och ett dygn senare hittas hon nästintill död i en flod. Kvinnan heter Amandeep och är kriminalpolis Harinder Singhs systerdotter. Singh reser genast till Skottland för att försöka hjälpa sin familj. Han är där som privatperson, men det dröjer inte länge förrän han får svårt att hålla sig borta från polisens utredning. Vem kan ha velat Amandeep så illa?
För att navigera sig fram i utredningen och systerdotterns liv i Edinburgh tar han hjälp av både sin kollega Rachel Hauge i Norge och av en gammal bekant på plats i Skottland, den pensionerade polismannen James Riddle. Snart leds Singh allt längre ner i den skotska huvudstadens undre värld, och där är långt ifrån alla odelat positiva till hans närvaro.
Sjelden jeg føler på bokkjærlighetssorg etter å ha lest krim, men etter to på rappen om Harinder Singh, må jeg bare konstatere at jeg har en ny krimforfatterfavoritt.
«Skjebnesteinen» er Sven Petter Næss sin andre krimroman på to år. Han debuterte med «Den stille uke» ifjor. Begge romanene er helt i toppklasse i sitt utgivelsesår. Der oppe hvor de store norske krimromanene og krimforfatterne hører til. Det er en bragd å debutere med noe så helstøpt som det Næss kom med i 2019. Å følge opp med en enda mer spennende krimroman året etter er oppsiktsvekkende. Dette kan umulig ha vært «den vanskelige andreboka». «Skjebnesteinen» er så gjennomarbeidet og lekkert skrudd sammen at jeg ikke begriper at forfatteren bare har brukt et år.
Kripos-etterforsker Harinder Singh sin niese blir kidnappet i Skottland, og Harinder reiser over til Edinburgh. Ikke for å hjelpe politiet, men for å bistå familien. Det ender selvsagt med at han trakker langt innenfor de indre sperringene. Jeg avslørte den første twisten med en gang snubletråden ble lagt ut i starten, men den andre, og deretter den siste twisten sendte sjokkbølger gjennom stoltheten til en som legger sjela i å forutse slikt. Det er så kult skrudd sammen. Og så utrolig spennende skrevet. Jeg mister ikke interessen for historien ett eneste sekund underveis. Slikt skjer ikke ofte. Nei ... Beundringsverdig snedig, intelligent, heftig spennende og godt skrevet av en rykende fersk penn. Bravo!
Mit "Furcht" hat der norwegische Autor Sven Petter Ness einen Kriminalroman geschrieben, der nicht nur zwischen Oslo und Edinburgh wechselt und dabei zwei Ermittlungsteams in den Focus stellt, das Buch hat auch etwas von einem Zwiebelprinzip oder einer russischen Matrjoschka-Puppe: Immer dann, wenn etwas klar erscheint, steckt dahinter nur die nächste Frage, das nächste Geheimnis - und das konsequent bis ganz zum Schluss. Es ergibt sich also so manche überraschende Wendung.
Mit Harinder Singh ist der Protagonist nicht ganz der typische blonde, blauäugige Skandinavier, auch wenn er in Norwegen als Sohn eines indischen Einwanderers geboren wurde. Erwahrungen mit Alltagsrassismus werden allerdings nur eher nebenbei erwähnt, und wenn Singh in seiner Ermittlereinheit aneckt, dann hat das eher mit seiner Hartnäckigkeit zu tun, die von Vorgesetzten manchmal auch als Sturheit oder Eigensinn ausgelegt wird.
Singh ist zunächst einmal als besorgter Verwandter unterwegs: Seine Nichte Amandeep, seit ein paar Monaten als Austauschstudentin an der Universität Edinburgh, wurde misshandelt und halbtot aus dem Fluss geborgen, liegt im künstlichen Koma. Sie wurde auf der Rückkehr von einer Bergtour entführt. Ihre Mutter ist Singhs Halbschwester, und so reist er einerseits zur emotionalen Unterstützung nach Schottland, andererseits aber auch mit dem Wunsch, herauszufinden, was eigentlich passiert ist. Sowohl seine norwegischen Vorgesetzten als auch die schottischen Kollegen weisen ihn darauf hin, dass er keinerlei Ermittlungsbefugnisse hat, doch Singh ist wie gesagt eigensinnig.
Als seine norwegische Kollegin auf seine Bitte Amandeeps Ex-Freund befragt, kommen neue Einzelheiten ans Licht, die plötzlich einen Ermittlungsansatz bieten könnten: Denn Amandeep hatte mehr als ein Jahr lang in einem Club gejobbt, der einem Brüderpaar gehört, das in der Organisierten Kriminalität von Oslo ganz oben mitmischt - nur nachweisen lässt sich das nicht. Ein Informant wurde kürzlich erschossen aufgefunden, die Tatweise erinnert an einen zweiten Mord, dessen Opfer aber in keinerlei Zusammenhang zur OK steht. Hat Amandeep etwas gesehen, was sie nicht sehen sollte, war das Studium im Edinburgh eher eine Flucht? Ein schottischer-Ex-Polizist, den Singh einmal bei einer Interpol-Tagung kennenlernte, glaubt an eine Verbindung zu einem einheimischen Gangsterboss, hinter dem er viele Jahre vergeblich her war.
Eine Spur Oslo-Edinburg? Wie gesagt, in diesem Fall gibt es eine Reihe von Wendungen und Ermittlungsansätze, die in beiden Städten die Ermittler auf Trab halten. Naess schafft es, beiden Teams zu folgen, ohne auszuufern, vernachlässigt auch die persönlichen Aspekte nicht und sorgt buchstäblich bis zur letzten Seite für Spannung. Ich kannte den Autor bisher nicht, werde jetzt aber auf jeden Fall nach anderen Büchern Ausschau halten.
Harinder Singh von der Kripo Oslo kommt in Familienangelegenheiten nach Edinburgh. Seine Nichte Amandeep Kaur, die seit Kurzem in Schottland studierte, war schwer verletzt im Fluss treibend gefunden worden. Harinders Chef hatte ihm mit auf den Weg geben, in Edinburgh nicht die norwegische Polizei zu blamieren, indem er sich in die Ermittlungen einmischt. Harinders Kontakt bei der Polizei ist dort Roisin Lawson. Ihren ehemaligen Chef Frank Millar kennt er bereits aus einer Fortbildung; für Roisin zeigt sich die berufliche Verbindung zu Millar dagegen eher als Karrierehindernis.
Amandeeps Familie lebt in strenger Sikh-Tradition, arrangierte Ehen sind in der Community nicht ungewöhnlich. Es ist leicht vorstellbar, dass es Dinge gibt, die Amandeep mit ihrem in Norwegen aufgewachsenen Onkel bespricht, aber nicht mit ihrer Familie. Nachdem seine Nichte ursprünglich Polizistin werden wollte, ging die 27-Jährige zum Militär, absolvierte einen Afghanistan-Einsatz und studiert aktuell Betriebswirtschaft. Bei ihrem Nebenjob im Nachtclub Gemini der Zwillingsbrüder Ulriksen kommen ihr Erfahrungen zugute, die sie als Tochter von Gastronomen sammeln konnte. Zu ihrem Lebenslauf ist mehr als genug zu recherchieren, ebenso zu dem ihrer Mitbewohnerin, die ebenfalls aus wohlhabender, einflussreicher Sikh-Familie stammt. Harinder muss sich schließlich sogar von einer Zeugin sagen lassen, dass die Polizei über keinerlei Kontrolle des Falls verfügen würde. Der Onkel aus Norwegen hat es offenbar mit alten Kränkungen und altem Groll gegenüber ineffektiver Polizeiarbeit zu tun, deren Einordnung in den Fall ihm nicht gerade leicht fällt.
Als sich herausstellt, dass das Opfer des jüngsten Mordanschlags in Oslo Geschäftsführer dieses Clubs war, liegt ein Zusammenhang nahe. Für den „zähesten Ermittler, den sie kannte“ ist Harinders norwegische Kollegin Rachel bereit, unauffällig auf dem kleinen Dienstweg zu recherchieren. Während sich um Roisin und weitere Frauen innerhalb der Edinburgher Polizei offenbar ein Frauen-Netzwerk zu zeigen beginnt, sorgen die Ermittlungen für einige Überraschungen. Die zahlreichen Verzögerungsmomente in Form blutiger Prügelszenen wären für den fesselnden Roman Noir m. A. überflüssig gewesen, da die möglichen Motive der Beteiligten für konstante Spannung sorgten und es Gelegenheit genug für eigene Vermutungen gab.
Fazit Der zwischen zwei Kulturen aufgewachsene Harinder Singh konnte mich im zweiten Band (den ich aufgrund des nichtssagenden Covers eher zufällig entdeckte) unerwartet fesseln, der seitliche Einstieg in die Serie verlief problemlos.
--- Serieninfo Band 2 von bisher 3 ins Deutsche übersetzten Bänden, erschienen sind bisher 5.
Dette er en sterk firer - jeg liker veldig godt hvor bra Næss beskriver situasjoner og hendelser uten noen gang å bli pompøs eller gi for mye informasjon. Sakene han etterforsker er også så godt uttenkt at en stadig blir overrasket over sakens vendinger og hvordan ting henger - og ikke henger - sammen. Denne boken er intet unntak. Jeg liker å stadig bli overrasket og hadde vanskelig for å legge boken fra meg.
Bra fortsättning som utspelar sig i såväl Norge som Skottland. Flera brott och utredningar vävs in i varandra. Öppet slut som gör att man vill läsa fortsättningen!
Sven Petter Næss skriver krimbøker med skikkelig driv gjennom hele boka. Vanskelig å legge fra seg boka. Gleder meg til å lese neste om Harrinder. For tiden min favoritt.