« Tu connais le Pyramidia dans le 77 ? C’est un hôtel. Et c’est là que tout commence. Dans un hall. Entre un comptoir et deux ficus. Face à un panneau où il y a écrit « Magic Cruising Espace Rencontre. »
Un matin, Slimane Kader décide de s’engager sur un bateau de croisière en mer des Caraïbes. Fini la cité du 9-3, direction Miami, mais pas pour le farniente et les palmiers. Il se retrouve homme à tout faire dans une ville flottante transportant 8000 passagers. 6000 ont vue sur la mer : les touristes. 2000 vivent sous la mer : des esclaves modernes, employés pour répondre aux désirs des étages supérieurs. Les Chinois aux cuisines, les Indiens à la buanderie, les Mauriciens au service, les Chicanos au nettoyage. Slimane, jeune Français originaire de Kabylie, est au bas de l’échelle, le « joker ». Appelé là où il faut des renforts, il fait tout, et raconte tout. Voici la face immergée du tourisme de masse.
Mais Avec vue sous la mer est plus qu’un témoignage. C’est un geste littéraire. Dans sa langue drue, vivace, et avec un humour cinglant, Slimane Kader signe une comédie noire qui en dit long sur notre époque.
Pas mal du tout ! Cela se lit vite, bien et est très bien écrit dans un style banlieue qui fait travailler les méninges pour le décryptage quand, comme moi, on est pas/plus un habitué de la banlieue... Chaudement recommandé !
Plongée originale dans le monde des paquebots de croisière du point de vue de ceux qui y travaillent ; original sur la forme (bien qu'un peu difficile à lire au début) et bien documenté, j'ai beaucoup aimé.
The book is interesting, especially if you don’t understand how works in the cruise. However, the humor in this book needs some special level of understanding. If you can understand the humor in this book, then should be a4 to 5 star book to you.
Slimane Kader träumt von einem Leben jenseits der Tristesse der Pariser Vorstädte. Deshalb heuert er auf der Ocean King, einem Kreuzfahrtriesen, an. Es geht in die Karibik: Auf dem Sonnendeck genießen 6000 Touristen die Aussicht und das Leben – unter Deck schuften 2000 Arbeitskräfte für deren Wohlergehen. Kader beginnt seine Karriere ganz unten als Handlanger. Doch er lernt schnell. Mit einer gehörigen Portion Glück und Unverfrorenheit ergattert er gegen Ende der Reise einen Job, der ihn aufs Sonnendeck bringt. Jetzt ist er der Ocean King! Kaders Erlebnisse sind eine freche, temporeiche und humorvolle Begegnung mit den Auswüchsen des Massentourismus. (Amazon)
Wir sitzen alle im selben Boot – aber die einen auf einem Liegestuhl, die anderen auf der Ruderbank.
Als ich das Buch angeboten bekam, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich hatte schon einiges über Kreuzfahrtschiffe und den Zuständen der unteren Decks gehört und es interessierte mich brennend, was uns Slimane Kader zu diesem Thema zu erzählen hat.
Das Buch ist in einer sehr flapsigen und direkten Sprache geschrieben. Kader nimmt kein Blatt vor den Mund und spricht aus, was ihm gerade durch den Kopf geht. Dabei ist er teilweise ziemlich rassistisch und voller Vorurteile. Aber das ist eben seine Art. Nur eins konnte ich wirklich nicht gut heißen. Er nannte ein an Trisomie 21 erkranktes Kind ständig Mongo. Da hab ich leider kein Verständnis für und das hat mich wirklich geärgert. Die Passagiere sind für ihn nur Fatties mit Crocs. Er ist voller Verachtung für sie und alle anderen Menschen um ihn herum. Wenn er so im wirklichen Leben ist, wundert es mich überhaupt nicht, dass er keine Freunde hat.
Das Buch liest sich super und ich hatte es sehr schnell durch. Ich hätte gerne noch viel mehr über die Arbeit auf einem Kreuzfahrtschiff gelesen und das Buch war keine einzige Sekunde langweilig. Die Seiten flogen regelrecht dahin und ich wechselte ständig zwischen Lachen und ungläubigem Kopfschütteln. Kader ist absolut respektlos und hält sich selbst für den Nabel der Welt.
Wam, so nennt sich der Autor, heuert auf dem Kreuzfahrschiff an und weil er sich gleich mal daneben benimmt, wird er nicht als Hilfskellner, sonder als Joker eingestellt. Er muss überall einspringen wo Not am Mann ist und fängt wirklich gaaaanz unten als Swiffer an. Aber nach und nach arbeitet er sich nach oben. Geschlafen wird in winzigen Kabinen und zwar nicht alleine, sondern zu viert. Es sind unzumutbare Zustände. Gearbeitet wird 10 bis 15 Stunden am Tag und im Schichtbetrieb. Darum reichen auch die Minikabinen, da man nach der Arbeit sowieso ins Koma fällt. Den Passagieren soll es an nichts fehlen und damit alles reibungslos läuft, muss auch die niedrigste Arbeit perfekt ausgeführt werden. Die Meisten der Angestellten sehen nie das Sonnenlicht, weil sie immer im Bauch des Schiffes arbeiten.Unvorstellbar finde ich das. Während oben die Leute eine ständige Party feiern, schuften die Angestellten wie Sklaven.
Ich kann das Buch wirklich nur jedem empfehlen. Obwohl ich manchmal richtig sauer auf Wam war, habe ich mich doch sehr gut unterhalten. Darum vergebe ich für "Ocean King" 4 von 5 Punkten und werde meine Augen nach weiteren Büchern des Autors offen halten. Mal sehen, was er sich noch so einfallen lässt.