Mit unglaublichem Einsatz und mit zahllosen originellen Aktionen gelang es der Bewegung der "Suffragetten", das Frauenwahlrecht in England durchzusetzten. Michaela Karl schildert lebendig und anschaulich, wie es dazu kam, erzählt von den Siegen und Niederlagen und stellt die Hauptakteurinnen in kurzen Porträts vor. (Klappentext außen, Rückseite)
Mir gefiel an diesem Buch erneut die Schreibweise der Autorin, wie sie historische Fakten, Hintergründe gebündelt darstellt, von allen Seiten beleuchtet und dennoch nie langweilt. Im Gegenteil: endlich erfuhr ich tiefgründige Zusammenhänge, z.B. den Unterschied von Suffragetten und Suffragisten oder weshalb die WSPU (Women’s Social and Political Union) um Emmeline Pankhurst letztlich zu militanten Mitteln griff. Ferner berichtet Karl von sämtlichen Spaltungen dieser Gruppen, die für das Wahlrecht der Frauen in Großbritannien kämpften. Sie stellt einzelne Damen von ihnen in Kurzbiographien vor, weist aber auch auf Ungleichheiten zwischen den Frauen der unterschiedlichen sozialen Schichten hin. So wurden höher gestellte Mitglieder im Gefängnis in der Regel zuvorkommender behandelt als einfache Fabrikarbeiterinnen. In diesem Zusammenhang erschütterten mich die Details der Zwangsernährung und die kompromisslose Haltung zahlloser Politiker.
Eine lohnenswerte Lektüre für an diesem Thema Interessierte!
Sehr guter Überblick über die Frauenrechtsbewegung und die historischen Hintergründe in Großbritannien. Der anregende Stil von Michaela Karl macht Spaß an Geschichte. Das war sicherlich nicht das letzte Buch, das ich von ihr gelesen habe.