Die Contessa Gaitelgrima, Gemahlin des normannischen Grafen von Apulien, reist in ihr heimatliches Salerno, wo sie ihren neugeborenen Sohn an der Seite ihres Bruders taufen lassen will. Der junge Normanne Gilbert erhält den Auftrag, sich um ihre Sicherheit zu kümmern. Reichtum und Opulenz der Stadt beeindrucken ihn. Doch hinter der glitzernden Fassade braut sich ein gewaltiger Machtkampf zusammen, der die illustre Prinzenfamilie zu vernichten droht. Im mörderischen Sturm des Aufstands riskieren Gilbert und seine Gefährten alles, um Gaitelgrima und ihr Kind zu retten.
Geboren bin ich im Weserbergland und in Münster aufgewachsen. Ich habe lange als Software-Entwickler und Marketingmanager in führenden Positionen bei internationalen Unternehmen gearbeitet und über zwanzig Jahre lang im Ausland gelebt, unter anderem in der französischen Schweiz, in Paris, Brasilien, Belgien und Schweden. Schon als Kind war ich ein begeisterter Leser von abenteuerlichen Geschichten aller Art.
1054 in Süditalien: Der junge Normanne Gilbert bekommt den Auftrag, die Contessa Gaitelgrima nach Salerno zu begleiten und für ihren Schutz zu sorgen. In Salerno soll der Sohn der Contessa getauft werden. Alles geht gut, doch in Salerno selbst brodelt es. Es kommt zu einem Aufstand... * Mein Leseeindruck: "Die Rache des Normannen" ist bereits der zweite Teil einer Normannensaga. Meiner Meinung nach kann man ihn auch ohne Vorkenntnisse lesen, aber sicherlich ist es schöner, wenn man bereits den ersten Band gelesen und die Figuren schon ein wenig kennengelernt hat. Hauptprotagonist ist der Normanne Gilbert, der die Geschichte aus seiner Sicht - also in der Ich-Erzählform - schildert. Besonders gut hat mir der feine Humor gefallen, der trotz der eigentlich ernsten und oftmals auch blutigen Geschichte doch immer wieder durchkommt. Die Charaktere sind alle sehr gut dargestellt worden. Man merkt richtig, wie gut der Autor recherchiert hat. In diesem Zusammenhang gefällt mir auch das Personenregister am Ende des Buches sehr gut, so wie auch das Nachwort, in dem noch mal auf die historischen Fakten eingegangen wird. Mir hat die Lektüre des Buches sehr gut gefallen! Wer Historische Romane mag, die auf wahren Begebenheiten beruhen, und die auch ruhig etwas blutiger sein dürfen, der wird mit "Die Rache des Normannen" nichts falsch machen können! Ein wirklich empfehlenswertes und lesenswertes Buch!
Ich weiß nicht mehr, wie ich an dieses Buch gekommen bin, hab aber erst mitten im Lesen bemerkt, das es wohl Teil 2 ist. Konnte der Handlung trotzdem folgen, aber vielleicht hätte es mir besser gefallen, wenn ich auch bereits Teil 1 gelesen hätte.
Für Liebhaber von historischen Romanen ist es in jedem Fall zu empfehlen!
„Die Rache des Normannen“ von Ulf Schiewe ist der zweite Teil der Normannensaga, die die wechselvolle Geschichte der Normannen rund um die historisch belegte Familie Hauteville in Süditalien erzählt.
Süditalien, 1054: Gilbert bekommt die ehrenvolle Aufgabe übertragen, die Contessa Gaitelgrima, Gemahlin des normannischen Grafen Onfroi von Apulien, zusammen mit ihrem neugeborenen Kind in ihre Heimat nach Salerno zu begleiten. Es ist die Blütezeit Salernos unter Prinz Guaimar und die Stadt strotzt nur so vor Opulenz und Reichtum. Im Hintergrund braut sich allerdings eine Verschwörung zusammen, die die Geschichte Salernos entscheidend verändern soll.
Dieser zweite Teil der Normannensaga hat mir sehr viel besser gefallen als der erste Teil der Normannensaga, auch wenn es eine kleine Einschränkung gibt. Für den Autor spricht in diesem Fall, dass es im Nachwort erwähnt wird, aber bei Änderungen aus dramaturgischen Gründen bin ich doch immer sehr kritisch. Die Geschichte wurde 2 Jahre nach hinten geschoben. Für mich ist es eine Sache, die ich einfach nicht mag und deswegen habe ich dafür einen Stern abgezogen. Nun kommen wir aber zu den ganzen guten Sachen an diesem Roman. Am Anfang gab es für mich noch ein oder zwei kleinere Längen, aber dann hat mich diese Episode der Normannen total in ihren Bann gezogen. Ich konnte kaum noch aufhören zu lesen, weil es die meiste Zeit sehr spannend war und ich unbedingt wissen wollte, wie es unserem sympathischen Normannen Gilbert ergeht, aus dessen Sicht auch dieser Teil wieder erzählt wird. Dieser wird in diesem Teil wieder ein ganzes Stück erwachsener und hat sich seine eigene Meinung gebildet, die er auch lautstark vertritt, wenn es nötig ist. Ich hatte meistens ein lebhaftes Kopfkino vor Augen und die Stimmungen im Buch waren fast greifbar. Der Schreibstil ist sehr detailliert, aber gleichzeitig auch flüssig zu lesen. Geschickt sind in Ulf Schiewes Erzählstil auch hilfreiche Hintergrundinformationen eingebaut, die die richtige Balance haben und die Geschichte nicht überladen. Hier wird auch die gute Recherchearbeit des Autors deutlich. Für mich war dieser Teil auch weniger ein Abenteuerroman und vielmehr ein historischer Roman, was mir sehr gut gefällt. Auch die Reise und die Eroberung Süditaliens im ersten Band durch die Normannen war interessant, aber die Geschichte in diesem Roman liegt mir doch mehr. Abgerundet wird das Buch durch ein Personenverzeichnis und ein Nachwort, das Fiktion und Wahrheit trennt. Dies ist für mich persönlich auch immer ein sehr wichtiger Punkt in einem historischen Roman.
Fazit: 4 Sterne und ich werde der Normannensaga auf jeden Fall treu bleiben. Darüber hinaus hat mich der Autor von seiner schriftstellerischen Arbeit mit diesem Band vollends überzeugt, so dass ich nach und nach sicher auch alle anderen Romane lesen werde.
Gilbert kommt nicht richtig zur Ruhe, schon schickt ihn Robert auf eine Reise nach Salerno, um die Fürstin Gaitelgrima dorthin zu begleiten, die ihre Familie besuchen will. Gilbert nimmt seine Freunde mit, denn auf diese kann er sich zu 100 Prozent verlassen. Kaum in Salerno angekommen, jagt ein Ereignis das andere. Eine Provokation Roberts ist der Anfang entscheidender Handlungen, die letztendlich dahin führen, dass Salerno von Feinden angegriffen wird. Kann Gilbert sein Versprechen halten und Gaitelgrima beschützen?
Auch wenn ich am ersten Band einige Kritik walten lassen musste, war ich sehr gespannt, wie es denn mit Gilbert und seinen Mannen weitergehen wird. Nun liegt der zweite Teil der Normannen-Reihe vor und Gilbert bekommt den Auftrag, Gaitelgrima nach Salerno zu begleiten und für ihren Schutz zu sorgen.
Im Gegensatz zum ersten Band wird man in diesem Teil mehr von Gilberts Gefühlen mitbekommen und die Geschichte - wieder aus Gilberts Sicht geschildert - kommt richtig in Fahrt.
Für mich herausragend war die Figur der Gaitelgrima. Sie ist eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die ich im wahren Leben gerne kennengelernt hätte. Ihr Mut, sich in der damaligen Zeit gegenüber manchen Männern zu behaupten, hat mir imponiert.
Gilberts Entwicklung ist erstaunlich. Er hat sich sehr verändert, was wohl auch daran lag, dass er seine Fehler, die er in der Vergangenheit gemacht hat, auch gerade gegenüber seiner ehemaligen Geliebten Gerlaine, eingesehen hat und sich dahingehend auch ändern will und dies auch getan hat.
Die Geschichte an sich ist durchweg spannend und der Autor schafft es geschickt, die historischen Begebenheiten mit seiner Geschichte zu verbinden und daraus eine Story zu flechten, die hochinteressant ist.
Am Ende erwartet einem wieder eine Überraschung und man bekommt Lust, sofort den dritten Teil zu lesen, der allerdings erst im Frühjahr 2015 erscheinen wird. Also heißt es jetzt erstmal abwarten.