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Eine dieser Nationen scheint – seltsamerweise – Frankreich zu sein. Immerhin gibt es hier einen ehemaligen Psychiater namens François Lelord, der schon seit längerem erfolgreiche Lebensratgeberbücher in Romanform schreibt. Sie tragen Titel wie Hector und die Geheimnisse der Liebe, Hectors Reise: oder die Suche nach dem Glück oder Hector und die Entdeckung der Zeit. Und sie zeichnen sich durch einfache Sprache und eingängige Botschaften aus. Hector & Hector und die Geheimnisse des Lebens gehört in dieselbe Kategorie. Was ist klug? Wie soll man leben? Ist Lügen schlecht? Antworten auf Fragen wie diese erfährt der „kleine“ Hector in Erlebnissen mit seinem Vater Hector, einem Psychiater, in den kurzen Kapiteln des Romans, an deren Ende immer wieder kleine Sinnsprüche („Man darf im Leben niemals schummeln“, „Es ist schwierig, wie Jesus zu sein“; „Krieg ist etwas Schreckliches“) stehen.
Es gibt ein Problem bei Sinnsucherromanen: Durch die Art ihrer oft simplen Erzählung sind ihre oft simplen Botschaften nicht gerade dicht gestreut. So ist es auch bei Hector & Hector. Das simple Erzählen aber beherrscht François Lelord wie kaum ein zweiter. Und das ist durchaus als Kompliment gemeint. -- Stefan Kellerer
281 pages, Hardcover
First published August 1, 2009