die letzten seiten (kommentierte texte) hätten mehr sterne verdient, sie sind eine gute referenz und machen lust sich stärker mit den genannten büchern, themen und ideen zu beschäftigen, der eigentliche inhalt ist aber etwas sperrig, zum einen ist er so überformalisiert durch die teilung auf zwei seiten (papiere), die manchmal ein bissche und manchmal fast gar nicht in verbindung stehen, zum anderen durch die zahlreichen querverweise die mehr verwirren als helfen (müssen bücher krampfhaft nicht-linear sein oder nicht-linearität simulieren als seien sie das internet? es ist doch das schöne an einem buch, dass sich ein gedanke langsam entwickelt, dem man ohne sprünge folgen kann), alles etwas unnötig kompliziert, auch die texte wollen mehr, als sie bieten können, die zentrale frage: wie kann sich design sinnvoll entwickeln, wird lediglich anhand von ausgewählten projekten und phänomenen verhandelt, aber konkret wird es dabei nicht, was sind denn die neuen geschäftsmodelle? wie konkret sieht das arbeiten aus? welche aufgaben hat der designer dort, welche methoden wendet er an? wenn es nicht mehr schrift, farbe, form ist – was ist es dann? gefühlt sind auch alle beispiele entweder von studenten, künstlern oder open source (und damit oftmals wahrscheinlich unbezahlt), in der einleitung wird aber auf die teils stark unterbezahlten absolventen hingewiesen, wie können solche projekte dieses problem lösen? das allgemeine thema und phänomen (design muss sich verändern, auch weil heute fast jeder stelbst designen kann) ist sicher richtug, aber sind die genannten projekte wirklich lösungen dafür? man sieht es ein bisschen am erscheinungsdatum des buches: es sind 10 jahre vergangen, aber ao viel scheint sich noch nicht getan zu haben – oder doch?