Eine Nation in reger Betriebsamkeit: England rüstet sich für das Pferderennen von Ascot! Die Jockeys sind in Topform, die Pferde werden bis zur Ermüdung gestriegelt und die Modistinnen legen Nachtschichten ein – nur einer hat sich diesen ereignisreichen Tag für eine ganz und gar unglamouröse Tat ausgesucht … Ausgerechnet in Ascot, beim wichtigsten Pferderennen des Vereinigten Königreichs, wird ein beliebter Sportmoderator erstochen. Jung, verheiratet, Vater eines Babys, ein Mann im Bilderbuchglück. Inspector Rosemary Daybell vermutet eine Verbindung zur Derby-Mafia, doch ein Außenstehender kommt hier schwer hinein, eine Polizeikommissarin erst recht nicht. Ein Earl hingegen bekäme eher Zutritt, vor allem wenn er sich den Anschein gibt, er wolle hohe Summen in seine Pferdezucht investieren. Kurzum – ihr Lebensgefährte Sir Arthur muss ran. Doch Arthur hat ein Problem: Er hat panische Angst vor Pferden und reitet erbärmlich schlecht. Trotzdem, hoch zu Ross wird Arthur in die Mafia eingeschleust und gerät im Galopptempo in die düsteren Machenschaften von Pferdenarren, Buchmachern und reichen Rennstallbesitzern …
Harold Philip Arthur Escroyne ist der 36. Earl of Sutherly. Nach seinem Kunststudium arbeitete er als Werbegrafiker für einen bekannten englischen Shortbread-Hersteller. Lord Escroyne ist für seine Nacktstängel-Schwertlilienzucht (Iris aphylla) über die Grenzen der Grafschaft hinaus bekannt. Der passionierte Gärtner gewann zahlreiche Preise. Er ist verlobt mit der Kriminalkommissarin Rosemary Daybell und lebt mangels Vermögen mit ihr auf dem baufälligen Familiensitz. Der Killer im Lorbeer war sein erster Roman.
Ich habe mir dieses Buch als Mängelexemplar gekauft und auch weil ich das Cover hübsch fand. Deswegen habe ich von dem Buch eigentlich nicht viel erwartet. Noch dazu ist mir auf gefallen das Schriftsteller und Hauptperson, ein und die selbe Person sind. Das hat mich um ehrlich zu sein ziemlich irritiert am Anfang. Und ich wusste nicht so genau wie ich es finden sollte. Ich meine die meiste Autoren, schreiben indirekt über sich selbst, aber eine fiktive Geschichte, eine fiktive Reihe an Krimis, alle aus der eigenen Sicht zu schreiben fand ich schon komisch und auch ein bisschen unsympathisch, ich habe mich gefragt wie selbstverliebt eine Person sein muss um so ungeniert über sich selber zu schreiben und zu erfinden. Deswegen gefiel mir das Buch zumindest am Anfang weniger und ich war negativ darauf eingestellt. Aber mit der Zeit hat sich meine Meinung geändert und ich spiele mit dem Gedanken auch die nächsten Teile zu lesen. Es irritiert mich zwar weiterhin das er über sich selbst schreibt, und es sich dabei nicht um eine Biographie handelt. Aber die Figuren und die Geschichte haben mich überzeugt.
Der heilige Nationalsport der Briten wird von einem Mord an einem beliebten Sportmoderator überschattet. Fulke Tyndall wird mit seiner eigenen Brille erstochen in seiner Garderobe aufgefunden. Steckt die Wettmafia hinter diesem schrecklichen Mord?
Im Publikum warten Arthur Escroyne und seine Schwester auf den Start des Pferderennens. Arthurs Verlobte Detective Inspector Daybell ermittelt in dem Mordfall, bei dem es eine Reihe Verdächtiger gibt, die allerdings Alibis für die Tatzeit vorweisen können. Es wurde ein kleinwüchsiger Mann in der Nähe des Tatortes gesehen. Könnte es also ein Jockey gewesen sein?
Eine Spur führt nach London. Also stellt Lord Escroyne auf eigene Faust Ermittlungen an. Wer könnte besser in der feinen Gesellschaft herum spionieren, als ein Lord mit einer langen Ahnenreihe von Adeligen? Doch bei einer privaten Feier eines Millionärs fliegt er doch auf und Detective Inspector Daybell setzt bei seiner Rettung ihre Karriere aufs Spiel.
Auch bei diesem flüssig geschriebenen Krimi habe ich gespannt mit gerätselt, wer der Mörder gewesen sein könnte, und wurde doch wieder mit der Lösung des Falles überrascht. Die Handlung ist logisch aufgebaut und selten vorhersehbar. Die Charaktere sind liebevoll und detailliert beschrieben.
Britischer Humor gepaart mit Spannung und einem Hauch Romantik, machen auch dieses Buch wieder absolut lesenswert!