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Gustav Adolfs Page

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Im Dreißigjährigen Krieg bejubeln die deutschen Protestanten den Schwedenkönig Gustav Adolf. Leubelfing schwärmt geradezu für ihn und schafft es endlich, als Page in seine persönlichen Dienste zu treten. Was niemand ahnt: sie ist ein Mädchen.

78 pages, Mass Market Paperback

First published January 1, 1882

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About the author

Conrad Ferdinand Meyer

475 books7 followers
Conrad Ferdinand Meyer (1825–1898) was a Swiss poet and historical novelist, a master of realism chiefly remembered for stirring narrative ballads like The Feet in the Fire.

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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Anni K. Mars.
421 reviews92 followers
January 24, 2019
Habe es eben für die Recherche einer Hausarbeit gelesen und bin positiv überrascht. Logisch hat zwar nicht alles zusammengepasst, aber von der Aussage und den Figuren her war es ein Vergnügen :)
Profile Image for Armin.
1,207 reviews35 followers
April 30, 2021
Autoren, mit denen man sich in der Schule zu lange am Stück beschäftigen musste, brauchen meist einen gewissen zeitlichen Abstand, ehe man ihnen wieder gerecht werden kann. Conrad Ferdinand Meyer war einer der literarischen Hausgötter an der Freien Georgenschule, ein Dutzend Balladen haben wir auswendig gelernt und die bessere Hälfte des Deutschunterrichts in der 11. Klasse mit dem Heiligen verbracht. Bei aller Artistik und kaum zu unterschätzenden Reflexionsleistung, ist der Konflikt zwischen einem Vater, der sich mittels der Religion am König für die enteehrte Tochter rächt, nicht unbedingt, eine altersgemäße Lektüre.
Gustav Adolfs Page lädt da schon eher zur Identifikation ein, war allerdings 12 und 13 und auf dem Gipfel meines Karl-May-Fiebers, als ich die Novelle als ganz gut bewertete. Mein Zweitdurchgang war eine Bearbeitung in einem Dachbodenfund. Ein Nazi-Lesebuch, das den Opfergedanken in den Vordergrund stellte und meine Wahrnehmung der Novelle als Meisterwerk lange getrübt hat.
Bin beim 3. Durchgang absolut hingerissen von der meisterhaften Komposition und etlichen seinerzeit überlesenen Zwischentönen, gerade im Umgang mit der vermeintlichen Lichtgestalt und deren problematische Seiten. Die eigentliche Tragödie ist nicht der Opfertod der Gustel Leubelfinger,
der vom ersten Absatz an als wahrscheinlich dargestellt wird, sondern das Scheitern Gustav Adolfs. So ignoriert der Schwedenkönig aufgrund seiner religiösen Vorurteile die Warnungen Wallensteins und verweigert in einer kruden Mischung aus Heldentum und Gottergebenheit bis zuletzt den Panzer, nachdem er sich durch seinen Rigorismus Feinde in den eigene Reihen gemacht hat.
Besonders pikant die Fußnote, wie der Pfarrer alles tut, damit das Andenken seines Abgotts durch unpassende weibliche Gesellschaft keinen Schaden nimmt, zugleich aber Gustels Vetter, der gerne wieder seinen Namen zurück haben will, auf das Pseudonym verweist, mit dem er in Deckung gegangen ist.
Profile Image for Edgar.
443 reviews49 followers
January 14, 2023
"Tragische" Novelle von CF Meyer aus dem Jahre 1882. Die Geschichte spielt im 30-jährigen Krieg um 1632 zur Zeit des Schwedenfeldzugs um Nürnberg und am Ende in Sachsen.

Wie üblich dient der historische Stoff Meyer dazu, der evangelischen Sache Geltung zu verschaffen und kein gutes Haar an den Katholiken zu lassen. Auch wird der schwedische König Gustav Adolf in seiner Güte und Gerechtigkeit geradezu verherrlicht.

Im Zentrum steht neben dem König ein mutiges Mädchen, die Auguste Leubelfing aus Nürnberg, ihrerseits Soldatentochter und bis zum 16. Lebensjahr auf dem Feldzug mitgeritten, die anstelle ihres memmenhaften Vetters August in die lebensgefährliche Rolle des Pagen des Königs schlüpft, mithin vermutet als junger Mann dient.

Von den bisher von mir gelesenen Stoffen Meyers die am wenigsten begeisternde Geschichte, weil der Plott streckenweise sehr verworren ist und dann wieder langweilig.
Profile Image for Kalkwerk.
97 reviews22 followers
May 26, 2017
Die Zeit des Dreißigjährigen Kriegs. Auf einem Truppenwerbungsbesuch in Nürnberg schlägt dem Schwedenkönig Gustav Adolf ein begeisterter Ausruf aus der Menge entgegen: "Hoch, Gustav, König von Deutschland!" Der prahlerische Patrizier Leubelfing reklamiert als den Königsenthusiasten kurzerhand seinen Sohn August, während die Urheberin des Lobrufs eigentlich dessen Vetterin, Auguste, ist. Damit bringt er seinen Filius in eine missliche Lage: Nachdem der Page des Schwedenkönigs auf dem Schlachtfeld mit "abgerissenen Beinen [...] sänftiglich entschlafen" ist, soll nun der entsetzte August den gefährlichen Posten besetzen. Zu seinem Glück wünscht sich Auguste nichts sehnlicher, als in Männerkleidung den feigen Vetter inkognito beim König zu vertreten. Eine gelungene Novelle, die heiter und komisch beginnt, schließlich aber dunklere Töne anstimmt.
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