Sisi: Sie ist die ewig jugendlich scheinende Kaiserin, die mit sechzehn den osterreichischen Monarchen Franz Joseph heiratet, die Widerspenstige, die sich dem steifen Wiener Hofzeremoniell nicht unterwerfen will, die Liebhaberin und Bewunderin der ungarischen Seele, aber auch die eitle Neurotikerin, die jeden Tag ihr Gewicht kontrolliert, eine Extremsportlerin, die waghalsige Jagden und stundenlange Gewaltmarsche durch Wind und Wetter unternimmt und ebenso rastlos zu immer neuen Reisen aufbricht.Bei allen Mythen, die sich um Sisi ranken, schaffen Michaela und Karl Vocelka ein Portrat, das der historischen Person Elisabeth nicht nur in all ihren Facetten und Widerspruchen gerecht wird, sondern auch wenig bekannte Seiten der Kaiserin zeigt: Wer weiss schon, dass sie Gedichte verfasste, in denen sie freimutig ihre politischen Ansichten aussert und die Fehler und Schwachen ihrer habsburgischen Verwandtschaft mit einer Bissigkeit beschreibt, die einem allzu oft puderzuckrigen Sisi-Bild Realismus und auch die notige Prise Scharfe verleiht."