Madame Bonheur und ein Mord zwischen Weinreben: Südfrankreich-Krimi | Lesekurztrip in die Provence | Urlaubskriminalroman in Südfrankreich (Provenzalische Wohlfühlkrimis 3)
Ein Lese-Kurztrip nach Südfrankreich. Die Karten werden neu gemischt auf dem Weingut in der Provence - für alle von Julie Dubois und Remy Eyssen
Madame Bonheur begleitet ihren Kollegen Xavier Degrange zu einem Fest auf das Weingut seiner Mutter. Endlich einmal sind sie privat miteinander unterwegs und nicht als Detektive. Doch was als großes Kennenlernen und ausgelassene Feier beginnt, entwickelt sich schon bald zu einer Mordermittlung. Eine Tote zwischen den Weinstöcken bereitet der fröhlichen Stimmung ein jähes Ende. Maggie und Xavier müssen subtil vorgehen und spielen die Karten der Wahrsagerei und Mystik aus, um den Täter aus der Reserve zu locken. Denn das Schlimmste ist die große Frage, die über allem Ist der Mörder mitten unter ihnen?
Margarete Knöpfle, die Maggie genannt wird, freut sich schon zusammen mit ihrem Kollegen Xavier Degrange zu einem Fest auf das Weingut seiner Eltern zu fahren. Doch dort erwartet sie kein entspanntes Zusammensein. Denn kurz nach ihrer Ankunft wird die Erntehelferin Coco tot aufgefunden. Da Maggie und Xavier von einem Verbrechen ausgehen, machen sie sich gleich an die Ermittlungen und wir sind natürlich mit dabei. Ich habe beide sehr gerne bei ihrer Spurensuche begleitet, die besonders für Xavier nicht leicht ist, da die Verdächtigen entweder zu seiner Familie gehören oder gute Bekannte sind. Gerade deswegen und weil jeder im Dorf jeden zu kennen scheint, ist ihre Spurensuche umso spannender. Zumal man kaum einen wirklich ausschließen kann und selbst wenn, macht sich diese Person durch etwas, das Maggie herausfindet, wieder verdächtig. So habe ich versucht, der Täterin oder dem Täter auf die Spur zu kommen, hatte zwar einige Vermutungen, aber am Ende konnte mich die Autorin mit der Auflösung doch überraschen.
Maggie ist eine sympathische Protagonistin, die ihre Stärken, Schwächen und kleinen Eigenheiten hat, durch die sie umso authentischer wirkte. Ich konnte ihre Unsicherheit und Bedenken bezüglich der Séance nachvollziehen und fand es toll, wie sie versucht, Xavier zu schützen, damit er es sich nicht mit den anderen Gästen verscherzt. Zudem war ich gespannt, ob sich etwas zwischen ihr und Xavier entwickelt. Ich finde, da sprühen schon kleine Funken zwischen ihnen. Die ganzen Umstände wegen ihrer Ermittlung legen ihnen aber schon einige Steine in den Weg, damit diese Funken eine Chance haben zu wachsen. Zudem hat mir an Maggie gefallen, dass sie versucht, allen zu helfen und ich finde, man merkt immer wieder, wie nahe ihr die Probleme der anderen Personen gehen.
Lebhaft und malerisch beschreibt die Autorin die Schauplätze, sodass ich mir die Orte gut vorstellen konnte und das Gefühl hatte, diese selbst zu durchstreifen. Zudem ist mir Xaviers Mutter mit ihrer freundlichen, überschwänglichen und herzliche Art besonders ans Herz gewachsen. Ich finde, man merkt, wie sehr sie darin aufgeht, allen eine schöne Zeit zu bereiten.
Fazit: Ein spannender und unterhaltsamer Krimi, in dem wir Maggie und Xavier bei ihrem nächsten Fall begleiten, der besonders für Xavier sehr persönlich ist. Da man kaum einen der Verdächtigen ausschießen kann und selbst wenn sich diese Person durch etwas, was Maggie und Xavier herausfinden, erneut verdächtig macht, war die ganze Zeit für Spannung gesorgt. Ich habe Maggie und Xavier jedenfalls wieder gerne bei der Spurensuche begleitet, hatte meine Vermutungen, wurde aber von der Auflösung dann doch überrascht. Nun bin ich gespannt, welcher Fall als nächstens auf das Ermittlerduo wartet.