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Skin City

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Der Dienst im Außenbezirk sollte Ruhe in das Leben der Kriminalpolizistin Romina Winter bringen. Doch georgische Einbrecher nehmen sich in täglichen Touren die Stadtvillen in Dahlem und Lichterfelde vor. Die Bewohner sind verängstigt. Und dann verschwindet Rominas kleine Schwester. Sie muss in eigener Sache ermitteln.

Jacques Lippold wird aus dem Tegeler Gefängnis entlassen. Zwei Jahre hat er wegen Betrugs gesessen. Jetzt will er sich als Finanzberater in der Kunstszene etablieren. Sein Charme und seine Überredungsgabe auf Vernissagen, Auktionen und Gallery Dinners sind unwiderstehlich. Und Lippold hat noch eine alte Rechnung zu begleichen.

Koba hat mit seinen Jungs aus Tiflis gut zu tun in der Berliner Peripherie. Jeden Tag steigen sie mindestens in eine Wohnung, in eine Stadtvilla ein und nehmen mit, was sie kriegen können. Eigentlich träumt er von Kanada. Doch dann greift er in ein zerschlagenes Fenster ...

Johannes Groschupf, der Seismograph von Berlin und mehrfache Deutsche-Krimipreis-Träger, beweist in dieser Tour de Force von den Kleingartenkolonien und Vorortvillen Berlins bis zum Waldorf Astoria und Adlon sein gnadenloses Feeling für Thrill und Suspense.

234 pages, Paperback

Published February 24, 2025

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About the author

Johannes Groschupf

16 books8 followers

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3 (6%)
Displaying 1 - 24 of 24 reviews
Profile Image for Gunnar.
389 reviews14 followers
April 2, 2025
„Meine Frau hatte mal einen Bullterrier“, sagte Steinmeier. „Wenn der sich in etwas verbissen hatte, dann konnte er nicht mehr loslassen. Ums Verrecken nicht. Viertelstunde, halbe Stunde, ganz egal, der hat nicht losgelassen. Du konntest ihn mit einem Gartenschlauch abspritzen, das hat er überhaupt nicht gemerkt. Dabei war das eigentlich ein netter Hund.“
„Ich bin auch nett“, sagte Romina. „Echt total nett.“ (Auszug S.143)

Im heißen Sommer 2024 wird Berlin von einer Einbruchsserie heimgesucht. Die Täter gehen am hellichten Tag in verlassene Wohnungen und gehen äußerst professionell vor. Zum Teil des Ermittlungsteams gehört auch die Polizistin Romina Winter. Sie wird allerdings von einer persönlichen Sache abgelenkt: Ihre Schwester wird kurzzeitzig vermisst und wird dann zusammengeschlagen aufgefunden. Wer hat ihr das angetan?

Zur gleichen Zeit kommt Jacques Lippold aus dem Gefängnis frei. Er ist ein Finanzbetrüger, hat zwei Jahre gesessen. Nun versucht er wieder Fuß zu fassen. Bei einer Kunstauktion lernt er die Anwältin Beate kennen, durch die er in Kunstkreisen als Berater und Vermittler erneut betrügerische Deals einleitet. Doch er hat auch noch eine Rechnung aus dem Gefängnis offen, die er unbedingt begleichen will.

„Ich sag dir, was das heißen soll“, sagte Lippold. „Das soll heißen, dass ich mich mehr in Charlottenburg sehe als in Heerstraße-Nord. In Charlottenburg hast du Leute mit Geld. Das alte West-Berlin. Die haben im Grunde noch gar nicht mitgekriegt, dass die Mauer gefallen ist.“ (Auszug S.112)

Die Story wird durch drei Personen und Perspektiven vorgetragen. Da ist zum einen Koba, der georgische Einbrecher. Sehr versiert bringt er mit seiner Crew seinen Hintermännern viel Kohle ein. Doch eigentlich träumt er davon, nach Kanada auszuwandern und sein kriminelles Leben hinter sich zu lassen. Doch natürlich ist ein Ausstieg aus diesem organisierten Verbrechen alles andere als einfach. Als zweites Jacques Lippold, ein Betrüger in großem Stil. Kaum draußen aus dem Knast hat er schnell für sich das nächste lukrative Netzwerk ausgemacht und lässt seine Überredungskunst, seinen Charme und sein Improvisationstalent spielen. Doch in ihm schlummert noch eine andere Seite. Aufbrausend, gewalttätig. Im Gefängnis hat er mit seiner Patek Philippe einen auf dicke Hose gemacht – bis sie ihm geklaut wurde. Der Dieb ist vor Entdeckung entlassen worden, doch nun sinnt Lippold auf Rache. Zuletzt Romina, die bereits in den Vorgängerromanen vorkommt. Als Roma ist sie Mitglied eines großen Familienclans, der mit ihrer Berufswahl durchaus hadert, kam doch ihr Vater auch schon mit dem Gesetz in Konflikt. Sie ist eine äußerst engagierte Polizistin, doch neben der Einbruchsserie will sie vor allem erfahren, wer ihre Schwester überfallen hat und möglicherweise die Familie bedroht.

Autor Johannes Groschupf ist seit dem Beginn seiner Berlin-Thriller („Berlin Prepper“ erschien 2019) ein gefragter Mann im Genre und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. „Skin City“ ist nun der vierte Roman in dieser Reihung (eine Reihe ist es nicht), die vor allem die Milieus in Berlin in den Mittelpunkt der Betrachtungen rückt. Johannes Groschupf verarbeitet nach eigener Aussage eigene Begegnungen in der Stadt, ohne es zu sehr auf gesellschaftliche Relevanz anzulegen. Diesem Konzept bleibt er auch in „Skin City“ treu. Das ist wie schon in der Vorgängerromanen ganz ordentlich gemacht, vor allem die Dialoge, die sehr unterschiedlichen Schauplätze und der Blick auf Berlin sind wie immer gelungen. Dennoch konnte mich der Autor nicht ganz so begeistern wie etwa bei „Berlin Heat“ oder „Die Stunde der Hyänen“. „Skin City“ hat für mich nicht die Wucht der Vorgänger, bleibt zu gedämpft in Tempo und Relevanz, hätte noch tiefer gehen können. Vor allem das Ende, in dem der Autor die drei Hauptpersonen und die Handlungsstränge zusammenführt, kam mir zu abrupt vor und konnte mich nicht völlig überzeugen. Nichtsdestotrotz bleibt Johannes Groschupf ein relevanter Autor, um die Seele Berlins in einen Kriminalroman unterzubringen.
Profile Image for Great-O-Khan.
469 reviews126 followers
February 27, 2025
Die Klasse von "Berlin Prepper" und "Berlin Heat" erreicht Groschupf mit seinem neuen Roman leider nicht. So schlecht wie der letzte Roman "Die Stunde der Hyänen" ist "Skin City" immerhin nicht. Dennoch frage ich mich, ob die Berlin Noir Reihe mittlerweile auserzählt ist. Die Handlung ist etwas lahm. Atmosphäre allein ist mir auf Dauer zu wenig.
443 reviews1 follower
March 26, 2025
Eine Bande von Einbrechern zieht durch die Villenvororte von Berlin, um Einbrüche zu begehen, denn sie haben eine Liste abzuarbeiten. Sie sind gut und schnell, bevor jemand etwas bemerkt, sind sie schon weg. Romina, eine Polizistin und Roma, bekommt den Auftrag von ihrer Familie, ihre verschwundene Schwester zu suchen. Das ist nicht ganz einfach, denn Berlin ist groß und sie sucht sehr lange, bis sie sie findet. Sie wurde zusammengeschlagen und sieht schlimm aus. Der Betrüger Jacques Lippold wird aus dem Gefängnis entlassen und such jetzt in der Freiheit eine neue Beschäftigung und denjenigen, der ihm seine wertvolle Uhr gestohlen hat. Es ist ein heißer Sommer in Berlin zu erwarten.
Der Thriller „Skin City“ von Johannes Groschupf spielt in einem heißen Sommer in Berlin und er ist nicht nur von den Temperaturen heiß. Das Cover zeigt einen tätowierten Menschen von seiner Rückseite, das sehr gut zum Titel passt. Ansonsten hat der Thriller 3 Erzählstränge, die sich mit verschiedenen Delikten befasst, die in der Hauptstadt sehr häufig vorkommen. Da ist die Einbrecherbande, die mit einem gewissen Druck ihres Bosses klarkommen muss, ob man krank ist oder nicht, wie das am Beispiel des Georgiers Koba beschrieben wird. Die Seite der Polizei wird beschrieben am Beispiel der Polizistin Romina, die in einem Brennpunkt in Berlin groß geworden ist und deshalb die Straße und ihre Besonderheiten kennt. Sie ist in der Familie die einzige Polizistin, was nicht gerne gesehen wird. Trotzdem muss sie sich immer wieder um ihre jüngere Schwester kümmern. Und eines Tages wird dann noch ihr Vater tot aufgefunden, was ihre Situation nochmal komplizierter macht. Als drittes wird die Geschichte des Betrügers Jacques Lippold beschrieben, der aus dem Knast kommt und jetzt wieder Fuß fassen will. Beschrieben werden die einzelnen Stränge sehr klar und direkt, sodass man als Leser immer mittendrin im Geschehen ist. Es gelingt dem Autor sehr elegant die einzelnen Stränge mit ihrer eigenen Spannung bis zum Ende gut zu bündeln und den Leser auf dem Weg auch nicht zu verlieren.
Dieser Thriller ist ein sehr besonderer. Er ist kurz und knackig geschrieben, die einzelnen Stränge können sehr gut nebeneinander bestehen und auch die Hauptcharaktere werden sehr gut beschrieben. Ein guter Thriller über die Situation in einem heißen Sommer in Berlin.
Profile Image for Andreas Riedl.
141 reviews1 follower
March 29, 2025
Atmosphärische und spannende Berliner Räubergeschichte

Johannes Groschupfs Skin City ist kein klassischer Krimi oder Thriller und das ist gut so. Das Buch besticht einerseits dadurch, dass es im Genrevergleich kurz ist. Es wird durch Groschupfs Erzählkünste eine dichte Atmosphäre geschaffen, und eine Geschichte rund um 3 Hauptpersonen gewebt, deren Erzählperspektive Groschupf changierend einnimmt. Das Ganze spielt dabei in Berlin und an sich ist Skin City damit auch eine Ode an die Facetten der Hauptstadt.
Skin City hat mir dabei insgesamt sehr gut gefallen. Einerseits, weil es ein recht unbeschönigtes Bild der Realität zeichnet. Andererseits, weil es in diesem sehr schönen, bildlichen Kontext eine Geschichte erzählt, welche nicht langweilig oder ausgelatscht ist. Einen Haken hat das Buch dabei aber für mich, wenn man Groschupf durchgehen lässt, dass er manch logische Herleitbarkeit der knappen Erzählstruktur opfert (was funktioniert). Groschupfs Geschichte rankt sich um vorurteilsbelastete Personengruppen. Die Auseinandersetzung mit diesen Vorurteilen ist äußerst schwer in der Erzählstruktur, bei mir bleibt subjektiv jedoch hängen, wie schlecht die einzelnen Mitglieder der Gruppen teilweise wegkommen. Hier hätte ich mir einen aufgeklärteren Blick gewünscht. Das Buch habe ich dennoch gerne gelesen.
Profile Image for Charlystante.
168 reviews
June 13, 2025
Das Buch spielt in Berlin, könnte aber in jeder anderen Großstadt genau so angesiedelt sein.
Eine Bande von Dieben und ein Hochstapler bilden das Gerüst. Dazu kommt natürlich die ermittelnde Berliner Polizei, die aus einem Zweierteam besteht.
Die Polizistin wird in ihrem persönlichen Umfeld durch die Straftaten stark belastet und versucht, auch ohne ihren ihren Kollegen, das ihrer Familie zugefügte Leid zu rächen. Wenn ich auch nicht immer einverstanden war, ja sogar manches an Rominas Handlungen Unverständnis bei mir ausgelöst hat, ist es ein spannendes gut geschriebenes Buch, mit einem ungewöhnlichen Plot.
Die drei Erzählstränge greifen zum Schluss ineinander.
Das Ende hat mich enttäuscht.
Sonst 4 Sterne
713 reviews1 follower
November 10, 2025
Der erste Satz: «Sie waren zu dritt unterwegs in einem zwanzig Jahre alten Benz mit polnischen Kennzeichen.»

Der Dienst im Außenbezirk sollte Ruhe in das Leben der Kriminalpolizistin Romina Winter bringen. Doch georgische Einbrecher sind täglich in den Stadtvillen in Dahlem und Lichterfelde unterwegs, und die Bewohner sind in der Folge verängstigt. Die Polizei muss wachsamer sein! Und dann verschwindet auch noch Rominas kleine Schwester. Jacques Lippold nimmt den Berliner Geldadel ganz legal aus, denn er ist Kunstberater. Berliner Szenen aus verschiedenen Sichtweisen, die sich irgendwann kreuzen werden.

«Die Deutschen sahen immer biestig aus. Die Taschen voller Geld, dicke Autos, glatte Straßen und ständig schlechte Laune.»

Jacques Lippold wird aus dem Tegeler Gefängnis entlassen. Zwei Jahre hat er wegen Betrugs gesessen. Jetzt will er sich als Finanzberater in der Kunstszene etablieren. Mit Charme und Redekunst kann er auf Vernissagen, Auktionen und Gallery Dinners punkten. Und Lippold hat noch eine alte Rechnung zu begleichen, denn er will seine Patek Philippe Nautilus zurückhaben, die ihm im Knast geklaut wurde. Romina kam vor 17 Jahren aus Bukarest nach Deutschland, und sie ist die erste Romni, die die Polizeiakademie Berlin abgeschlossen hat – ihre Herkunft wird ihr von den Kollegen jeden Tag auf’s Brot geschmiert. Und der Familie passt es nicht, dass sie ausgerechnet zur verhassten Polizei gehen musste. Sanda, Rominas Schwester, wird zunächst vermisst, dann schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Und zu allem Übel verstirbt Rominas Vater bei einem gewaltsamen Anschlag. Für sie ist das Maß nun übergelaufen. Koba aus Tiflis ist neu in der Stadt, arbeitet für seinen Onkel in der Berliner Peripherie in Einbruchsbanden. Jeden Tag steigen sie in Wohnungen ein, in Stadtvillen und nehmen mit, was sie an Wertsachen kriegen können – das Prinzip: schnell rein und wieder raus. Eigentlich träumt er von Kanada, und er sprart für ein Leben auf der anderen Seite der Welt.

Drei völlig unterschiedliche Lebensläufe und völlig verschiedene Arten zu leben. Drei Menschen, die sich irgendwann über den Weg laufen werden. Hier punktet Johannes Groschupf mit der Beschreibung verschiedener Milieus und Schnittmengen. Atmosphärisch verwebt er das Berliner Großstadtmilieu mit der Geschichte. Unter die fiktiven Charaktere reihen sich ein wenig Zeitgeschichte und reale Persönlichkeiten wie Friedrich Merz, Karl Lauterbach, Claudia Roth, bekannte Künstler und ein Anwalt usw. ein, ebenso der Reichsbahnbunker, reale Lokalitäten Berlins. Alles in allem ein guter Krimi, lediglich das Ende war für mich nicht ganz passend, nicht nachvollziehbar und zerstörte letztendlich das vorher gut Aufgebaute. Geschmack. Gut aufgebaute Charaktere und atmosphärisches Berlin-Milieu-Feeling heben den Krimi ab. Literarisch ausgefeilt mit guten Dialogen macht das Lesen / Hören Spaß.


Johannes Groschupf, 1963 in Braunschweig geboren, studierte Germanistik und Publizistik in Berlin. Seit 1988 arbeitete er als freier Journalist unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Zeit, die taz und den NDR. 1994 überlebte er bei einer Dienstreise einen Hubschrauberabsturz. Für sein Radio-Feature «Der Absturz» erhielt er 1999 den Robert-Geisendörfer-Preis. Heute lebt Johannes Groschupf mit seinen beiden Kindern in Berlin.

Profile Image for Helena.
125 reviews
March 8, 2025
Potential verschenkt

Ein durchaus brutaler Krimi (als Thriller würde ich es nicht bezeichnen), der quer durch verschiedene Berliner Stadtbezirke und das Brandenburger Umland führt.
Der Roman verfolgt drei wechselnde Perspektiven: Romina, eine Romnja, die es geschafft hat, Polizistin zu werden, was jedoch von ihrer Familie kritisch beäugt wird. Sie ist entschlossen, denjenigen zu finden, der ihre Schwester brutal verprügelt hat, und ist gleichzeitig mit der Aufklärung einer Einbruchserie betraut.
Koba, ein junger Mann aus Georgien, kann aufgrund einer begangenen Blutrache nicht nach Tiflis zurückkehren und ist in mafiöse Strukturen verstrickt. Er will mit Einbrüchen in Berliner Villen genug Geld verdienen, um nach Kanada auszuwandern.
Lippold, ehemaliger Techno-Fan und Drogendealer, der wegen Finanzbetruges im Gefängnis saß, ist schnell reizbar und frisch aus der Haft entlassen. Nun versucht er, sich in der Kunstszene einen Namen zu machen und dabei leichtes Geld zu verdienen.

Der Krimi ist rasant, spannend und fesselnd geschrieben. Die Handlung bewegt sich durch verschiedenste Berliner Milieus, was besonders Berlin-Kennern Freude bereiten dürfte. Von Schrebergärten und Hochhaussiedlungen bis hin zu Zelten am Landwehrkanal, Villen an den Randbezirken, edle Cafe`s der Stadtmitte und Kunstauktionen – die Vielfalt der dargestellten sozialen Welten hat mir gut gefallen.

Die Figurenzeichnung gefiel mir nur mittelmäßig. Besonders zu Beginn konnte ich mit Romina und Koba gut mitfühlen, ihre Handlungen waren nachvollziehbar, ihre Charaktere lebendig und greifbar. Anders verhielt es sich mit Lippold, der für mich als Figur schwer fassbar und wenig überzeugend blieb. Leider verloren Romina und Koba mit der Zeit an Tiefe und wirkten zunehmend eindimensional. Dies gipfelte in einem sehr schwachen Ende, das ich nicht mehr ernst nehmen konnte. Gerade weil die Charaktere mit interessanter Herkunft und viel Potenzial angelegt waren, hätte man hier deutlich mehr herausholen können.

Insgesamt zeichnet der Roman ein düsteres, stellenweise schmerzhaftes Bild von Berlin und seiner kriminellen Szene, bleibt dabei jedoch authentisch und realistisch. Dennoch verbleibt bei mir ein unangenehmer Nachgeschmack von Rassismus und Frauenverachtung, der insbesondere dem Ende geschuldet ist.

Ein weiterer Punkt, der mich irritierte: Das Cover und der Titel schienen nicht recht zum Inhalt des Romans zu passen.

Fazit: Ein spannender Einblick in die kriminelle Szene Berlins sowie die exklusive Kunstwelt. Die Handlung ist packend, doch das Potenzial der vielversprechenden Figuren wurde verschenkt. Das Ende war für mich leider nicht glaubwürdig.
Profile Image for Hundertmorgenwald.
40 reviews3 followers
March 11, 2025
Das Buch wird aus drei Perspektiven erzählt.

Kobas Boss schickt ihn und ein paar andere Jungs, von Georgien nach Berlin, um die Häuser der Reichen leerzuräumen. Koba versteht sein Handwerk. Doch er hat auch eine sensible Seite und die hat in dieser Branche keinen Platz.

Lippold dagegen ist skrupellos. Er kommt gerade aus dem Knast und versucht sich nun ein neues Leben aufzubauen. Als angeblicher Kunstkenner versucht er den Schönen und Reichen wertlose Bilder für viel Geld zu verkaufen.

Romina ist Polizistin und kommt aus einer Sinti und Roma Familie.
Als ihre kleine Schwester nicht nach Hause kommt, macht Romina sich auf den Weg und ermittelt in eigener Angelegenheit.

Am Anfang hat mir das Buch richtig gut gefallen. Besonders die Sicht von Koba und Lippold. Ich fand es sehr spannend, die möglichen Gedankengänge von Kriminellen zu verfolgen.
Romians Perspektive war von Anfang an die Schwächste und wurde mit der Zeit immer schlimmer.
Voll von Klischees, die mich gegen Ende echt sauer gemacht haben.

Es fängt schon damit an, dass Romina sich mit 29 Jahren in eine noble Gegend versetzten ließ, um eine „ruhige Kugel zu schieben.“ Wer geht denn zur Polizei, um eine ruhige Kugel zu schieben? Da gibt es weniger anstrengende Jobs/Ausbildungen.

Dann immer wieder die Andeutungen, dass sie aufgrund ihrer Herkunft natürlich zur Kriminalität neigt. Bzw. generell, dass ihre Sippe ja gar nicht anders kann. Das macht mich echt sauer. Genau so schürt man Vorurteile.
Wenn man das schon so in den Raum stellt, sollte man auch erarbeiten, warum manche (!) zur Kriminalität neigen und es nicht so darstellen, als ob es in den Genen liegt und selbst die Polizistin nicht anders kann.
Gegen Ende wurde die Darstellung von Romina immer wilder. Sie geht völlig kopflos vor, ohne Plan und Verstand. Völlig unglaubwürdig! Jeder, der nur ein bisschen Grips im Hirn hat, würde nicht so handeln. Und als Polizistin schon gar nicht.

Auch Lippolds Perspektive kommt nicht ohne Klischees aus. Natürlich haben die Reichen alle keine Ahnung von Kunst, geben aber Tausende dafür aus. Selbst die Kunsthistorikerin hat keine Ahnung.
Ich will gar nicht absprechen, dass viele sich damit nicht auskennen. Kunst einordnen zu können, ist eben auch nicht leicht. Wer von uns Lesern könnte eine echte Erstausgabe von Thomas Mann von einer nachgemachten unterschieden?
Aber auch ansonsten wird die Highsociety eher als Dorftrottel dargestellt.

Darüber hätte ich noch hinwegsehen können. Aber eine ganze Sippe zu verurteilen, geht in meinen Augen überhaupt nicht.

Wegen Kobas Perspektive gibt es zwei Sterne statt einen.
93 reviews1 follower
March 29, 2025
Berlins dunkle Seite

Skin City ist der bereits vierte Band der Berlin Noir Reihe. Für mich war es die erste Begegnung, dennoch kam ich problemlos in die Geschichte rein. Erzählt wird aus drei Perspektiven. Da ist die Polizistin Romina Winter, eine Roma, die sich nach oben gekämpft hat, aber immer noch tief mit ihrer Familie verwurzelt ist. Gerade wurde ihre Schwester Sanda übelst zusammengeschlagen und Romina ist auf der Suche nach dem Täter. Gleichzeitig gilt es eine Serie von Einbrüchen zu klären. Verantwortlich ist hier der georgische Dieb Koba, der mit seinen Jungs durch die Stadtvillen zieht. Doch eigentlich ist er nur die ausführende Hand und er träumt von einer besseren Zukunft in Kanada. Als dritte Perspektive schickt der Autor Johannes Groschupf Jacques Lippold ins Rennen. Gerade frisch aus dem Gefängnis entlassen versucht der Hochstapler sich in der Kunstszene neu zu erfinden.
Alles in allem eine interessante Mischung und der Autor zeichnet ein eher düsteres Bild der Stadt Berlin. Sozialkritik ist ein großes Thema, gepaart mit dem schonungslosen Blick auf die Dummheit und Ignoranz der Reichen, die nicht wissen wohin mit ihrem Geld.
Schon das Cover gibt den ersten Hinweis, dass es sich nicht um einen Thriller im eigentlichen Sinn handelt. Es wirkt eher abstoßend, macht aber neugierig. Und der Inhalt kann sich wirklich sehen lassen. Nach den ersten Seiten hat mich das Buch sofort gepackt. Der Schreibstil hat mir besonders gefallen. Kurze und prägnante Sätze, mit wenigen zielgerichteten Worten versteht es der Autor den Leser in die Szene hineinzuversetzen. Geschrieben ist das Buch im Übrigen sehr spannend und man fragt sich die ganze Zeit was die drei Erzählstränge miteinander zu tun haben. Die Figuren sind gelungen und wirkten authentisch, auch wenn ich fand, dass gerade bei Romina eine Menge Klischees bedient wurden. Nicht ganz nach meinem Geschmack fand ich das Ende, es passt aber sehr gut zum restlichen Inhalt.
Insgesamt ein relativ schnell zu lesender Thriller, der eigentlich keiner ist. Spannung ist aber ausreichend vorhanden und Berlin zeigt sich hier von einer ganz anderen Seite.
92 reviews1 follower
April 1, 2025
heißes Berlin
Sommer in Berlin, Es ist heiß. Das merkt man bei der Arbeit, in der Freizeit, beim Sex. Letzteren genießt Romina Winter gerne, gerne mit unterschiedlichen Partnern. Sie stammt aus einer Roma Familie und ist Kriminalpolizistin. Sie wird auf eine Serie Einbrüche angesetzt. Nebenbei versucht sie herauszufinden, wer ihre jüngere Schwester verprügelt hat.
In einem anderen Handlungsstrang lernte ich Jacques Lippold kennen. Der Betrüger war über zwei Jahre im Knast, fängt aber wieder so an wie früher. Er hat es jetzt auf Kunstsammler abgesehen.
Dritte Hauptperson ist Koba, ein junger Mann aus Georgien. Er ist in Berlin auf Beutetour, er ist nämlich Teil der Einbruchsgang, denen Romina auf die Spur kommen möchte.
Nach und nach werden die drei Stränge miteinander verwoben, die drei Personen miteinander verknüpft.
Ein typischer Groschupf: kein „normaler“ Krimi, sondern eine Milieustudie, viel Spannung, aber auch viele Hintergrundinfos. Es wird erklärt, wie Koba zum Beispiel in diese Gang kommt und wie er versucht dort wieder herauszukommen. Dabei wird Groschupf nie romantisierend, er wird nie so eng mit den Figuren, dass ich als Leserin zu viel Verständnis für sie aufbringe.
Ale tun, was sie glauben tun zu müssen, aus den unterschiedlichsten Motiven. Es gibt einige recht harte Szenen.
Das Cover passt nicht ganz. Es wird zwar ein Nackentattoo erwähnt, aber mit einem anderen Motiv und den Träger stelle ich mir doch ganz anders vor.
Sehr gut gefiel mir, wie Groschupf diese verschiedenen Universen in Berlin miteinander verknüpft hat. Die reichen Kunstsammler, die beklaut werden: ich bekomme fast das Gefühl, sie haben es verdient. Allerdings gibt es hier so gar keine Robin Hood Romantik, sondern knallharte Bandenkriminalität.
Guter Thriller mit sehr interessanten Figuren und einem Ende mit dem ich nie gerechnet hätte.
Profile Image for Havers.
898 reviews21 followers
March 20, 2025
Skin City ist der neue und damit vierte Berlin-Roman von Johannes Groschupf. Die drei Vorgänger habe ich mit Begeisterung gelesen, bei diesem hier wollte sich dieses Gefühl nicht einstellen. Warum? Weil er als Thriller und Berlin Noir vermarktet wird, diese Versprechen aber leider nur in Ansätzen einhalten kann.

Die Handlung ist schnell erzählt. Drei Personen im Fokus, die sich durch die Randbezirke der Metropole bewegen und deren Bahnen sich am Ende kreuzen.

Zentrale Figur ist die Polizistin Romina, kennen wir bereits aus „Die Stunde der Hyänen; versetzt in ruhige Lichterfelde, anfangs mit ihrem Kollegen auf der Spur einer Einbrecherbande aus Georgien, dann auf der Suche nach einem Schläger, der ihre jüngere Schwester heftig verprügelt hat, zu guter Letzt auf Rache aus für den Tod ihres Vaters.

Auf ihren ruhelosen Streifzügen trifft sie auf Koba, den jungen Einbrecher aus Georgien. Mit zwei Kumpanen steigt er auf Geheiß seiner Bosse in ausgekundschaftete Vorstadtvillen ein, die reiche Beute versprechen. Manchmal bekommt er einen Anteil, manchmal wird er windelweich geschlagen. Er will weg, auf und davon nach Kanada, in das Land seiner Sehnsucht.

Und dann ist da noch Lippold, ein White Collar Krimineller, gerade frisch aus dem Knast entlassen, aber schon wieder auf der Suche nach der Gelegenheit, die das große Geld verspricht. Aber zuerst gilt es noch, eine alte Rechnung zu begleichen.

Groschupf bleibt diesmal sehr an der Oberfläche, reißt vieles nur an, aber unter die Haut geht da leider nix. Die harte, kalte, stakkatoartige Sprache, für die ich ihn üblicherweise schätze, und die diesmal nur zu Beginn zu finden ist, bleibt hierbei leider völlig auf der Strecke. Schade.
Profile Image for Melanie.
447 reviews4 followers
March 8, 2025
Skin City von Johannes Groschupf hat mich wirklich mitgerissen. In drei Erzählsträngen erleben wir eine kurze Zeit im Sommer 2024 in Berlin. Da ist der junge Georgier Koba, der 2 Anderen zusammen organisierte Einbrüche in den Stadtvillen Berlins begeht, der brutale Jacques Lippold, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde und sich als Kunstberater neu erfindet und die junge Polizistin Romina, die als Kind mit ihrer Familie aus einem rumänischen Dorf nach Berlin gezogen ist und sich aus dem ärmlichen Herkunfts-Milieu ihrer Roma-Familie scheinbar befreit hat. 
Alle drei Stränge sind miteinander verflochten und werden am für mich perfekt gemachten Schluss zusammenfinden. 
Mir hat an dem Buch am besten gefallen, wie die Figuren gezeichnet wurden bis hin zu allen Nebenfiguren. Jede Figur handelt und spricht absolut authentisch und wurde plastisch und lebendig für mich. 
Ein weiteres Highlight ist, wie der Leser nach und nach die Verbindungen zwischen den einzelnen Strängen und Figuren entdecken darf - und auf jeden Fall das wirklich gut gemachte Ende! 
Auch die Schilderungen von Berlin waren großartig gemacht natürlich und wie der Autor uns so viele verschiedene Facetten dieses Molochs von einer Stadt zeigt - ärmliche, hässliche Viertel ebenso wie unfassbar protzige und reiche Stadtvillen, Naturseen und Kunstgalerien, einen Künstlerball und natürlich das Gefängnis. 
Der Ton des Buches ist wie die Stadt, in dem es spielt - manchmal hart und roh, manchmal schillernd und protzig, erfolgreich und erfolglos, schmerzhaft und brutal, aber auch schön und berührend. 
Eine klare Leseempfehlung von mir!!!!
Profile Image for Elke Sonne.
518 reviews
March 8, 2025
Verbrechen in allen Facetten

„Skin City“ ist der vierte Band der "Berlin Noir"-Serie des Autors Johannes Groschupf. Die Handlung ist in sich abgeschlossen und ich konnte das Buch ohne Verständnisprobleme lesen, obwohl es für mich der erste Band der Reihe war.
Die Handlung beginnt im Sommer 2024 in Berlin.
Koba ist gerade aus Georgien nach Berlin gekommen und räumt dort mit einigen seiner Landsleute eine Villa nach der anderen aus. Die Polizistin Romina Winter ermittelt in diesen Fällen, ist aber gerade privat sehr eingebunden, da ihre kleine Schwester verschwunden ist. Außerdem ist da noch Jacques Lippold, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde und nun in der Berliner Kunstszene als Finanzberater unterwegs ist. Natürlich nicht mit den besten Absichten…

Um diese drei Protagonisten entstehen unterschiedliche Handlungsstränge, die jeweils im Wechsel erzählt werden. Die Charaktere werden gut beschrieben, sind interessante Persönlichkeiten, von der jede seine ganz eigene Geschichte hat.

Der Schreibstil von Johannes Groschupf lässt sich leicht lesen und mir gefielen seine Beschreibungen von Berlin sehr. Es ist eine Stadt mit Leben, in der die unterschiedlichsten Menschen aufeinander treffen und nebeneinander leben.
Während die Spannung zu Beginn recht hoch ist, flacht sie zwischenzeitlich ein wenig ab.
Das Ende war passend und nachvollziehbar.
Mich hat das Buch insgesamt gut unterhalten und mir gefiel vor allem die Berliner Atmosphäre, so dass ich nun auch neugierig auf die drei vorherigen Bände der "Berlin Noir"-Serie geworden bin.
Profile Image for Salome Zimt.
34 reviews
March 14, 2025
Das Cover von Skin City hat mich sofort angesprochen. Es fängt nicht nur die Atmosphäre des Thrillers ein, sondern spiegelt auch die Härte wider, mit der die Geschichte den Leser trifft. Besonders gefällt mir, dass durch die Textur des Buches zusätzlich Spannung erzeugt wird – ein Detail, das ich sehr schätze.

Die Handlung ist insgesamt überzeugend umgesetzt und durchgehend fesselnd. An manchen Stellen habe ich mich allerdings gefragt, ob gewisse Szenen wirklich nötig waren, da sie der Geschichte aus meiner Sicht nicht unbedingt geholfen haben. Das ist jedoch Geschmackssache.

Stilistisch ist das Buch hervorragend geschrieben. Ich habe es während einer Zugfahrt gelesen und konnte es nicht mehr aus der Hand legen – jede Seite hat mich in ihren Bann gezogen, ohne dass es Längen gab. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, und die Art und Weise, wie sich die einzelnen Lebenswege kreuzen, bleibt unvorhersehbar. Das sorgt für einen konstanten Spannungsaufbau, der bis zum Schluss nicht abreißt.

Die Figuren sind vielschichtig und interessant, auch wenn mir manche durch ihre Handlungen mit der Zeit unsympathischer wurden. Besonders das Ende hat mich zum Nachdenken gebracht: Gibt es überhaupt eine Möglichkeit, alle Interessen unter einen Hut zu bringen? Die Geschichte ist so geschickt verwoben, dass man sich unweigerlich fragt, wie man selbst in einer solchen Situation gehandelt hätte.

Wer sich auf eine schonungslose, realitätsnahe Geschichte einlassen kann, wird mit Skin City eine packende Lektüre erleben.
86 reviews
March 10, 2025
Skin City, von Johannes Groschupf

Cover:
Das Cover gefällt mir, aber ich finde er passt nicht zum Buch.

Inhalt und meine Meinung:
Das Buch spielt in Berlin, ein Großstadtgefüge, ein Großstadtverhalten das ich mir auf der einen Seite gut vorstellen kann und dann doch wieder nicht.
Es beginnt mit zwei unterschiedlichen Handlungen die relativ lange nebeneinander her laufen und keinerlei Berührungspunkte aufweisen. Dann zum Schluss kommt die Verbindung relativ schnell und unverhofft. Aber genau dieser letzte Teil ist dann in meinen Augen auch recht abstrus, konstruiert und höchst unglaubwürdig.
Genauso wie die „Liebesszenen“, die ich total unpassend und fehl am Platz finde.

Als Thriller würde ich das Buch auch auf keinen fall bezeichnen, Gänsehaut gab es für mich in keinem Moment.

Autor:
Johannes Groschupf, 1963 in Braunschweig geboren, wuchs in Lüneburg auf. Studium der Germanistik, Amerikanistik und Publizistik in Berlin (West).. Johannes Groschupf hat zwei mittlerweile erwachsene Kinder und lebt in Berlin.

Mein Fazit:
Ist der Einstig noch Spannend und vielversprechend, beginnt der Mittelteil schon recht abzuflachen. Der letzte Teil hat mir dann gar nicht gefallen. Deshalb vergebe ich 3 Sterne.
62 reviews
March 6, 2025
Düster und verworren

Johannes Groschupf hat mit "Skin City" ein düsteres und irgendwie trauriges Buch geschrieben.
Das Buchcover ist dunkel gehalten mit gelber Schrift und einem tätowierten geschorenen Mann von hinten.
Im Buch erwarten einen dann drei verschiedene Handlungsstränge die jeweils düster, packend und auch ehrlich echt und unbeschönigt geschrieben sind. Romina ist Polizistin und ermittelt in einer Einbruchserie, die wird verübt von einer Bande Georgier die alle ihre eigenen Träume und Wünsche haben, parallel wird Jaques aus dem Knast entlassen und schummelt sich als Betrüger wieder weiter nach oben und in die feine Gesellschaft. Zunächst sind diese Stränge unbehelligt voneinander und in ziemlich bildgewaltig, harscher und eindrücklicher Weise geschrieben. Dann fangen sie an sich mehr und mehr zu verzahnen. Glücklich und zufrieden ist am Ende keiner und es bleibt ein schaler Geschmack und Tristes zurück.
Dass es speziell ein Berlin-Roman ist wurde mir nicht unbedingt bewusst ist aber weder störend noch bereichernd für mich gewesen.
Allerdings habe ich es in einem kompletten Rutsch gelesen.
320 reviews
March 18, 2025
Zum Inhalt: Im heißen Sommer 2024 wird Berlin durch eine Einbruchsserien in Atem gehalten. Die Kriminalpolizistin Romina Winter wird auf diesen Fall angesetzt, da die Einbrecher ihre täglichen Touren wohl noch nicht beendet haben. Doch auch Privat muss Romina in eigener Sache ermitteln, nachdem Ihre jüngere Schwester angegriffen wurde. Auf einmal steht Romina vor der Entscheidung, ob Sie Ihren einst abgegebenen Eid, Ihre Amtspflicht gewissenhaft zu erfüllen, einhalten kann.
Meine Meinung: Ich muss gestehen, das mir hier etwas der Spannungsbogen fehlte. Meine Vorstellung von einem Thriller sind etwas höher angesiedelt. Die Story an sich, hat genügend Potential, welches jedoch leider nicht ausgereizt wurde. Der Aufbau dieser Story gefiel mir ganz gut. Mir hat es gefallen, das es aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben wurde. Man lernt die Charaktere besser kennen und bekommt auch Einblick auf das Milieu in der dieser Thriller spielt. Der Schreibstil des Autors gefällt mir gut. Er ist angenehm zu lesen. Das Buchcover ist auch ganz nach meinem Geschmack gestaltet.
Profile Image for Anne Dietrich.
188 reviews
March 7, 2025
Die dunkle Seite von Berlin

In Berlin pulsiert das Leben und es sind nicht die schönen Seiten der Stadt, die hier lebendig werden.
Der Autor nimmt seine Leser mit in einige Ecken, von denen ich mich lieber fernhalten werde, aber diese hier zu erleben, hat seinen Reiz und birgt atmosphärische Spannung.
Es gibt drei Handlungsstränge mit drei Protagonisten.
Da ist der Ex-Häftling, der in die Berliner Kunstszene will, die Polizistin Romina Winter, deren persönliche Geschichte eingebunden wird und georgische Einbrecher, die Stadtvillen im Akkord ausrauben.
Abgesehen von Romina, die auf mich einige Male etwas überzogen wirkte, haben mir die Charaktere gut gefallen.
Was haben diese Erzählstränge aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten miteinander zu tun und wie kommen sie zusammen?
Das dauert eine Weile, ist dabei aber sehr spannend zu lesen und mir hat insbesondere der Flair Berlins gut gefallen.
60 reviews
March 21, 2025
"Skin City" ist mein erstes Buch von Johannes Groschupf und ich war von Anfang von seiner Darstellung über Berlin und seiner Art und Weise, die Atmosphäre dieser Stadt einzufangen, gefesselt.

Diese düstere Stimmung passt wunderbar zur Geschichte.

Auch die unterschiedlichen Erzählperspektiven haben mir gut gefallen, da man als Leser dadurch nicht nur unterschiedlichen Einblicke bekommt, sondern die Geschichte dadurch authentischer und realistischer wirkt.

Die Charaktere wirken auch daher so interessant, weil sie aus völlig verschieden Welten stammen. Es war spannend zu lesen, wie die einzelnen Erzählstränge langsam zueinander fanden.

Zudem hatten die Figuren ganz unterschiedliche Stärken und Schwächen und ich mochte alle drei Hauptfiguren sehr gerne.

Die Geschichte beginnt von Anfang an mit einem ordentlichen Tempo, welches bis zum Schluss anhält.

Ich hatte viel Freude mit der Geschichte und freue mich schon auf ein weiteres Werk von diesem Autor.
1 review
September 7, 2025
Bevor ich das Buch gelesen habe, sind mir die im Schnitt mittelmäßigen Bewertungen für dieses Buch aufgefallen. Ich habe es dann trotzdem gelesen, schlicht, weil mich Klappentext und die erste Seite angesprochen haben – und wurde positiv überrascht. Ich muss dazu erwähnen, dass es das erste Buch von Johannes Groschupf ist, das ich lese, und auch, dass ich zuvor kein Buch des Genres Berlin Noir gelesen habe. Ich war sehr begeistert und habe die Geschichte innerhalb zweier Abende verschlungen. Romina, Koba und Lippold, sie alle haben mich in ihren Bann gezogen und überzeugt. Klar, das Ende ist etwas abrupt. Ja, Rominas plötzliche Gefühle sind könnten sich für den einen oder anderen etwas an den Haaren herbeigezogen anfühlen. Und dann halt: Ja, genau das wollte ich gestern und heute lesen. Der knappe, präzise Stil des Autors hat mich überzeugt. Ich wertschätze den wirkungsvollen Text. Ich gebe fünf Sterne.
Profile Image for Johannes Frederking.
165 reviews4 followers
March 7, 2025
Mich hat an dem Buch die Kombination aus Cover und Titel angesprochen. Es klang nach einem actiongeladenen spannenden Kriminalroman. Das Buch hat gerade einmal 230 Seiten und das spürt man auch in der Handlung. Die Geschichte ist eigentlich spannend, doch viele der Handlungsstränge die eröffnet werden, werden nicht konsequent zu Ende erzählt. Ich habe einen guten Eindruck in die Berliner Geografie und ihre Viertel erhalten, genauso wie in die Welt befreundeter und verfeindeter Gruppierungen in Berlin. Doch die Spannung, die im Buch aufgebaut wurde, konnte leider nicht bis zum Ende gehalten werden. Dadurch blieb es letztlich für mich ein unbefriedigendes Leseerlebnis. Auch finde ich manche Handlungen schwer nachvollziehbar. Dabei sind die Schlüsselfiguren an sich gut beschrieben. Schade, hier wurde in meinen Augen viel Potential verschenkt.
176 reviews1 follower
March 10, 2025
"Skin city" von Johannes Groschupf handelt von verschiedenen Kriminellen, deren Schicksale sich im Laufe der Geschichte zusammenführen. Die Geschichte spielt in Berlin. Der Erzähler begleitet Wohnungseinbrecher und man bekommt einen Einblick in die Maschinerie, die dahinter steckt. Ein weiterer Protagonist kommt aus dem Gefängnis und startet direkt sein nächstes kriminelles Geschäft. Auf der anderen Seite des Gesetzes steht eine Polizistin, die im Zwiespalt steckt. Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben und hat viele überraschende Wendungen. Der Erzählstil ist sehr flüssig und schnell. Man taucht in die jeweiligen Welten der Protagonisten ein und erlebt Berlin so aus verschiedenen Perspektiven. Ich empfehle das Buch jedem, der gerne Thriller liest und die tiefgründigen Gedanken hinter der jeweiligen Tat kennen lernen möchte.
Profile Image for Rainer F.
313 reviews32 followers
July 21, 2025
akzeptabel, aber bleibt deutlich hinter Berlin Prepper und Berlin Heat zurück. Die stadt als protagonistin. Nicht sehr spannend. romina winter gelungt dem autor nicht ubd taucht dennoch immer wieder auf.
Displaying 1 - 24 of 24 reviews

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