Sie will Rache – dafür muss sie das gefährlichste Wesen der Welt an sich binden.
Um Drachenreiterin zu werden, ist Lyra gezwungen, am Bindungsritual der Dragonblood Academy teilzunehmen. Denn es braucht zwei Menschenseelen, um einen Drachen zu rufen. Ihre Gedanken verschmelzen mit denen ihres Seelenpartners – seine dunkle Stimme zieht Lyra unwiderstehlich in ihren Bann. Doch als sie ihm zum ersten Mal gegenübersteht, zerbricht ihre Welt. Kael ist nicht nur ein gefährlicher Krieger, sondern auch der Sohn des Mannes, der ihren Vater ermordet hat. Kann Lyra ihm vertrauen? Oder wird sie an ihrer Rache festhalten, selbst wenn sie dadurch alles ihren Drachen, ihre Freiheit und vielleicht sogar ihr Herz?
»Ein knisterndes Fantasy-Spektakel, das jeden Fourth Wing- und ASRAI-Fan begeistern wird. Absolute Leseempfehlung! Ich liebe es! « – Spiegel-Bestsellerautorin Liane Mars
Die Geschichte konnte mich zu Beginn wirklich sehr für sich einnehmen und ich habe die ersten 50% innerhalb eines Tages verschlungen! Danach hat das Buch jedoch nachgelassen. Lyras Dickkopf hat mich genervt und Kaels Flirtversuche waren einfach nur cringe und fehlplatziert. Man erfährt außerdem nichts über die Welt oder die anderen Häuser, was unfassbar schade war. Die Noxumbra erinnerten mich an die Venin aus Fourth Wing und der Weg sie zu töten gleicht dem Prinzip aus Game of Thrones. Es gab keine Nebencharaktere, die man tiefgehender kennenlernen durfte, sodass Lyra auch niemanden hatte mit dem sie wirklich offen reden konnte. Das Ende des Buches hat mit dann den Rest gegeben: Für mich überhaupt nicht nachvollziehbar, unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen ... Die Geschichte konnte mich einfach nicht von sich überzeugen, es sollte wohl nicht sein.
I kept turning pages thinking, “Okay… now the plot twist is coming.” But it never did.
The concept? Super intriguing: different houses, dragons, politics. As a fantasy girlie, I was instantly hooked. In my head, this was going to be epic.
But our FMC was introduced as this strong, ambitious, highly skilled woman… and then somehow turned into a little mouse who constantly got overshadowed by the MMC. Hated it!!
And this whole “the dragon chooses the stronger-willed one, that’s the house you belong to” thing? Wtf? And when I read that he had the stronger will? I was actually pissed, it made her seem even weaker. It ended up feeling like she only existed to be protected by him, even though she says she doesn’t want that. She never really gets out of it, and she just… felt kind of untalented in the end.
Also: way too little dragon content. WAY too much romance. No real secondary plot. Just… lame.
Wie kann man dieses Buch am besten zusammenfassen???
Naja, es ist eine Geschichte 😅
Fangen wir mit den positiven Aspekten an.
Die Welt ist irgendwie gut aufgebaut und die Drachen sind gut beschrieben. Auch die Idee mit den vier Häusern und den dazugehörigen Drachen ist interessant. Meine Liebste Szene fand statt, als Lyra, Kael mit Ansicht ins Wasser springen ließ.
Zu dem negativem Teil... was soll man dazu noch sagen? Vielleicht hätte ich vorher nicht Fourth Wing lesen sollen. Das hat schon eine gewisse Erwartungshaltung in mir hervorgerufen, da es als Anmerkung hinten auf dem Buch so steht...., das wenn man diese Reihe gelesen hätte, dieses Buch etwas für einen ist.
Es tut mir leid euch enttäuschen zu müssen aber das stimmt überhaupt nicht.
Es gibt viel zu viele seltsame Traditionen, die die Hauptcharaktere praktisch dazu zwingen etwas miteinander zu machen und ihnen keine Freiheit lassen sich selbst weiterzuentwickeln, wobei das auch irgendwie interessant sein könnte, da sie eben gezwungen sind miteinander zu arbeiten. Es ist dennoch seltsam und wirkt extrem erzwungen.
Die Nachnamen?? Bitte lass mich nicht darüber reden, die klingen ja sogar ausgedacht und nicht so, als wenn es wirklich nur Menschen wären die in diesen Häusern leben
Sylvia Windweaver Anführerin des Hauses Aeris
Marcus Earthshield Anführer des Hauses Terra
Zumindest sind die Häuser irgendwie kreativ benannt worden.
Am Ende, als alles irgendwie okay wurde, kommt dann DAS????? Irgendwie ist es kreativ, aber es passt auch irgendwie zur Geschichte.
Aber wieso gab es dazu keine Hinweise bis auf die Migräne von Lyra?? Klar will sie noch immer Rache nehmen, aber irgendwann kann sie das doch auch runterschlucken.
Vor allem da es ihr doch gefallen hat in Haus Noctis zu sein. Es ist so, als wenn das Ende hinzugedichtet worden wäre, nur um noch irgendwie für Spannung zu sorgen und einen weiteren Teil schreiben zu können.
Das Lyra nur so tut als wäre sie so schwach ist nachvollziehbar aber... vielleicht ist es auch nur meine persönliche Meinung dazu, aber ich hasse es generell, wenn die Protagonistin so schwach ist, obwohl sie zu den hohen Familien des Hauses Ignis gehörte.
Das ganze Buch über hab ich mich aufgeregt, das sie sich immer hinter Kael versteckt hat, dann bekommen wir am Ende einen Hoffnungsschimmer und dann richtet es sich doch wieder gegen ihre Beziehung zu Kael und das Haus Noctis????
Das Ende hätte meiner Meinung nach, nicht sein müssen, auch wenn es ein guter Versuch, von der Autorin war, an die Fourth Wing Reihe anzuknüpfen... Ich kann so viel sagen, das meine Reise in diese Welt mit diesem Buch enden wird
Hoffentlich halte ich mich daran und vergesse es nicht😅
This entire review has been hidden because of spoilers.
08/15, sehr vorhersehbar und mal wieder ne naive, klischeehafte Protagonistin. Kael macht nichts anderes als eklige Kommentare von sich geben. Die Momente zwischen den beiden, in denen es mal normal war, fand ich ganz süß, aber zu 90% wars eher unangenehm. Auch der Spitzname „Dornröschen“ ist so cringe gewesen und wurde inflationär benutzt 😟 das Buch war emotional überhaupt nicht tief für mich. Den Plottwist am Ende fand ich dann eigentlich ganz cool und auch unerwartet, hebt das Buch also auf 2 Sterne statt 1. Ob ich den zweiten Teil lese, weiß ich noch nicht :)
„It Takes A Monster…“ von Karolyn Ciseau ist der Auftakt der „Dragonblood Academy“-Dilogie.
Puh, was habe ich hier bloß gelesen? Mein Bauchgefühl hat mich nicht getrogen, denn nach Lesen des Klappentextes hatte ich eigentlich bereits beschlossen, dass ich dieses Buch nicht würde lesen wollen. Im Endeffekt kam es dann nur dazu, weil eine Freundin es mir ausgeliehen hat – und dann war es sogar noch schlechter als ich befürchtet hatte.
Es gibt keinerlei Worldbuilding. Die wenigen Erklärungen, die wir überhaupt erhalten, sind lückenhaft, unstimmig und sinnbefreit. Die Protagonistin ist bis zum Epilog einfach eine hohle Nuss, deren einzige Motivation aus Rache und Vorurteilen besteht, und zugleich das Klischee der Jungfrau in Nöten, die alle 2 Kapitel von dem charakterlosen 0-8-15 „Shadow Daddy“ gerettet werden muss.
Die Gesellschaft, insbesondere die Traditionen des Drachenreitens, sind klischeehaft und ekelhaft sexistisch. Und die Drachen? Werden im Grunde einfach wie irgendwelche Tiere behandelt – abgesehen von der dämlichen Seelenverbindung, die notwendig ist. Wer sich auch denkt, dass zwei Reiter einer zu viel sind, hat auch recht, denn eigentlich soll der Mann reiten, während die Frau Zuhause die nächste Generation an Drachenreitern produziert. Absolut fantastisch.
Ciseau hat auch einfach nicht verstanden, wieso Bücher wie „Eragon“ und „Fourth Wing“ so beliebt sind. Spoileralarm: es sind die Drachen. Wenn sich beide Drachenreiter also überhaupt nicht für dieses eindrucksvolle, mächtige Wesen interessieren, keinerlei Bindung zu ihm aufbauen und nur von dem „Tier“ reden…dann brauche ich bitte gar keine Drachen. Kurzum: wenn man schon „Fourth Wing“ kopiert, dann sollte man sich eher an Tairn und Andarna, statt an Xaden und Violet orientieren…
Zum Schluss gibt es dann noch eine große Enthüllung, die überhaupt keinen Sinn ergibt und unfassbar schlecht umgesetzt ist. Allein die Wahl des Erzählers…so funktioniert das einfach nicht.
Ich könnte jetzt noch in meiner üblichen Rant-Manie eine wirklich ewig lange Liste an Gründen aufstellen, wieso ich „It Takes A Monster…“ überhaupt nicht mag. So viel Energie kann und möchte ich für dieses Buch aber nicht aufbringen. Es war schlecht. So schlecht, dass ich kurz davor war, abzubrechen – und ich habe noch nie ein Buch abgebrochen. Keine Empfehlung.
☆ Vielleicht ist das meine wahre Strafe: Dass ich mich in meine eigen Lüge verliebt habe. ☆
Habe ich das Ende kommen sehen? Nein tatsächlich nicht, aber dieses Amulett kam mir schon immer spanisch vor.
Leider muss ich allerdings sagen, dass ich das Buch nicht wirklich überzeugend fand. Charaktere außerhalb der Hauptprotagonisten wurden kaum beleuchtet und generell wirkten alle Charaktere sehr flach.
Gefühlt alles in diesem Buch verläuft nach Schema F, da reiht sich sogar das Ende des Buches mit ein.
Sonst bin ich eigentlich nicht so ein Fan Bücher als Abklatsche zu bezeichnen, weil natürlich Inspiration wird immer irgendwo her genommen. Aber die Noxumbra? Die Story mit dem Untoten Drachen? Die Toten, die wieder auferstehen und blaue Augen dann haben?
Game of Thrones is calling...
Auch bin ich einwenig verwirrt, warum die in der Geschichte Dornröschen kennen, dass wird auch nicht näher erläutert. Also ist das das einfach auch ein Märchen oder wurd da nicht drüber nachgedacht?
Leicht zu lesen ließ es sich aber, ich bin mir allerdings nicht sicher, ob mich die Story so überzeugt hat, dass ich weiterlesen möchte.
Vor allem da das Ende ja auch wieder nach Drama ohne Ende schreit und ich da keinen Bock drauf habe.
Ich bin sooo begeistert!! Perfekt für alle, die Fourth Wing oder Asrai gerne gelesen haben. Der plottwist hat mich zerstört. Ich weiß nicht, wie ich so lange auf Teil 2 warten soll🥲
"Vielleicht musst du in die Dunkelheit gehen, um dein eigenes Licht zu finden."
"Manchmal braucht es mehr Mut, die Waffen niederzulegen, als sie zu erheben. Mehr Stärke zu vergeben, als zu rächen."
3,5-4 ⭐️ Ja, man erkennt schon Ideen aus Fourth Wing und auch Game of Thrones wieder 😅 ehrlich gesagt, hat’s mich überraschenderweise gar nicht mal soooo gestört .. ich kann die Kritik echt gut nachvollziehen, ich hatte aber trotzdem ein gutes Leserlebnis und fand den Plottwist nice :) werde mir den zweiten Band nächstes Jahr gerne einverleiben.
4.5 | Takes a Monster – düster, emotional und überraschend
Ich habe It Takes a Monster gekauft, ohne wirklich zu wissen, worauf ich mich einlasse – einzig gelockt durch „Drachen“, „Drachenreiter“ und natürlich dem "Enemies to Lovers"-Trope. Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht. Schon auf den ersten Seiten hat mich die düstere, fast schon greifbare Atmosphäre in ihren Bann gezogen. Die Geschichte entwickelt eine echte Sogwirkung. Eine, bei der man wirklich vergisst, dass man nur „noch ein Kapitel“ lesen wollte. So schnell habe ich schon lange mehr kein Buch verschlungen! Der Vergleich mit Fourth Wing kommt nicht von ungefähr: Wer sich in solch intensiven Welten und tiefen Gefühlsabgründen wohlfühlt, ist hier genau richtig. Auch wenn das Buch aus Lyras Perspektive geschrieben ist, ist Kael ein wunderbarer Kontrast dazu. Rätselhaft und vor allem untrennbar mit ihrer Vergangenheit verbunden.
In diesem Buch geht es vor allem um die inneren Kämpfe, die Beziehungen und die überraschenden Wendungen, die die Handlung antreiben und weniger um die magischen Wesen wie Drachen. Und überraschend ist hier fast schon untertrieben: Das Ende hat mich komplett überrumpelt. Plötzlich stand alles, was ich bis dahin zu wissen glaubte, auf dem Kopf. Das war einerseits genial, denn so ein Twist hebt die Geschichte auf ein neues Level, andererseits war damit wieder alles offen. Aber genau das macht eben auch die Vorfreude auf den nächsten Band aus. 😱 Jetzt weiß ich als Leserin nicht mehr, wem ich trauen kann. Absolut grandioser Schachzug.
Ein kleiner Wermutstropfen waren ein Paar Rechtschreibfehler, die den Lesefluss an manchen Stellen etwas gestört haben. Dennoch: Die Stärke der Geschichte, die emotionale Tiefe und die packende Atmosphäre überstrahlen solche Makel.
Manche Szenen erinnern etwas an fourth Wing oder an Game of Thrones, aber sonst war’s ne süße Story und das Ende hab ich wirklich nicht mehr erwartet. Bin gespannt auf Teil 2 ☺️ Hätte mir aber mehr Infos zu der Welt gewünscht und zu den Drachen. Gefühlt waren die Drachen mehr Transportmittel, als Teil der eigenen Story. Aber es könnte sein, dass sich das in Teil 2 noch ändert.
Die Grundidee der Geschichte war nicht schlecht und stellenweise auch interessant, hat mich vom Vibe an "Die Bestimmung" und "Forth Wing" erinnert, allerdings hat mich die Umsetzung nicht ganz von sich überzeugen können.
Mir wurde die Welt zu wenig erklärt. Warum die Bedrohung der dunklen Wesen vorhanden ist oder warum zwischen den Häusern so ein langjährige Zwietracht herrscht. Vielleicht hab ich auch irgendwas nicht mitbekommen😅
Leider hat mich die Protagonistin Lyra auch etwas genervt. Ihre impulsiven Handlungen und ihre teils kindischen Reaktionen konnte ich nicht nachvollziehen. Ich habe auch null Tension zwischen ihr und Kael gespürt. Kael fand ich in Ordnung.
Das Ende kam sehr abrupt und war für mich jetzt nicht so ein krasser Cliffhanger das ich den zweiten Teil unbedingt sofort lesen muss, wenn überhaupt.
Ich war sehr neugierig auf das Buch, als ich es geholt habe. Leider habe ich mich durch die letzten 100 Seiten dieses Buches wirklich gequält – und es hat sich leider nicht gelohnt.
Das Buch beinhaltet nur sehr wenig World Building. Die vier Häuser oder die Umgebung der Akademie werden leider nur ein paar Mal erwähnt und nicht weiter erläutert. Weiterhin gibt es auch keine Erklärung oder Hintergrundinformationen zur Akademie als solche. Das Akademiesetting hätte man sich sparen können, da es kaum genutzt wird. Es finden nur sehr wenige Szenen im Unterricht statt, in den meisten dieser Szenen werden die Schüler unnötig in Lebensgefahr gebracht, was so überzogen rüberkommt, dass es schon fast lächerlich ist. Trotz dieser lebensgefährlichen Situationen und Parcours stirbt einfach nie jemand – es wird sogar gesagt, dass es in den letzten Jahren keine Toten gab, nur Verletzte. Außerdem gibt es kaum nähere Infos zu den Drachen, die nur als Tiere dargestellt werden und kaum eigenen Charakter haben. Die Größenverhältnisse der Drachen werden nicht einheitlich beschrieben. Es kommt keine direkte Kommunikation zwischen Menschen und Drachen vor, die über das Rufen hinausgeht. Die einzige Bedrohung für die Akademie wirkt sehr antiklimaktisch, da sie allein durch Drachenfeuer besiegt werden kann und für gewöhnlich von einem Schutzzauber, der ein einziges Mal Erwähnung findet und nicht erläutert wird, abgehalten wird.
Grundlegendes Motiv der Geschichte ist die Seelenverbindung, die bei mir jedoch ein paar Fragen aufgeworfen hat. Zwei Menschen binden ihre Seelen aneinander und können von da an die Gedanken, Gefühle und auch Schmerzen des jeweils anderen hören und spüren (was ich mir persönlich sehr anstrengend vorstelle, so auf Dauerschleife). Diese Bindung muss eingegangen werden, um ein Drachenreiter zu werden (ja, 2 Personen, ein Drache). Viele Menschen entscheiden sich gegen die Verbindung und einige Paare sind total unglücklich miteinander und verstehen sich gar nicht, weswegen sie keinen Drachen bekommen. Das scheint mir in einem Setting mit soulmate-ähnlichen Verbindungen nicht sehr sinnig und lässt es eher so wirken, als würden die Paare von den Priestern einfach ausgewürfelt werden. Wieso die Drachen sich überhaupt an Menschen binden, wird im Verlauf der Geschichte leider nicht erklärt. Ich denke, sie würden auch ohne Menschen prima gegen die Bedrohung klarkommen, haben also eigentlich keinen Grund für diese Verbindungen. Weiterhin wird nicht geklärt, wie die Drachen ihre Menschen aussuchen, ohne sie jemals zu Gesicht zu bekommen.
Die gesamte Geschichte hat Lyras Rache als hauptsächlichen Handlungspunkt, um viel mehr geht es im Grunde auch nicht. Sie ist gespickt mit vorhersehbaren Ereignissen und künstlichen, angeblichen Gefahren, bei denen ewig niemand stirbt. Gespräche und Ereignisse, die die Charakterentwicklung und Entwicklung von Beziehungen oder Spannung zwischen den Charakteren vorantreiben könnten, werden mehrere Male von Alarmglocken oder anderen Ereignissen unterbrochen. Das gesamte Prinzip der Seelenverbindungen wird stellenweise anscheinend vergessen, besonders enttäuscht hat mich dies bei einem der großen Plottwists (zumindest wurde für diese Unstimmigkeit keine andere Erklärung gegeben). Der Plottwist am Ende ist an sich eine spannende Idee, kam nur leider viel zu spät, um das Buch noch irgendwie zu retten.
Teilweise kommen auch starke Unstimmigkeiten in der Geschichte vor. Ein und dasselbe Ereignis wird zweimal im Abstand von knapp 100 Seiten von denselben zwei Charakteren besprochen, als könnten sich beide nicht mehr an das erste Mal erinnern. Weiterhin soll der Tod von Lyras Vater, den sie rächen will, 8 Jahre her sein, doch in den letzten 10% des Buches sind es auf einmal 15 Jahre. Die größte Unstimmigkeit ist jedoch, wie bereits erwähnt, dass das Prinzip der Seelenverbindung bei einem großen Plotpunkt überhaupt nicht berücksichtigt wurde.
Der Schreibstil konnte für mich persönlich teilweise Emotionen gut rüberbringen, an vielen Stellen ist er mir aber nicht ausführlich genug, wirkt kurz angebunden und teilweise auch abgehakt. Viele Informationen über die Welt und Charaktere werden nur erzählt und nicht aktiv dargestellt. Einige Dialoge wirken sehr unnatürlich und gezwungen und es ist oft nicht klar erkennbar, ob Gespräche zwischen den beiden Hauptcharakteren laut ausgesprochen werden oder nur innerhalb der Seelenverbindung stattfinden.
Lyra hat kaum andere Charakterzüge als das Verlangen nach Rache für ihren Vater. Von Anderen wird sie als stark, intelligent und als Klassenbeste beschrieben, was in der Handlung leider gar nicht dargestellt wird. Sie handelt teilweise unlogisch und leichtsinnig und kommt dumm und naiv rüber. Weiterhin muss sie andauernd gerettet werden. Am Ende der Handlung wird ihr Charakter noch einmal komplett umgekrempelt, was diesem Buch aber leider keine Punkte mehr einbringen konnte.
Kael ist übertrieben selbstbewusst und wird als sehr stark und besonders beschrieben (zumindest ist er besser und vernünftiger als Lyra). Er kann Lyra gegenüber führsorglich sein, doch hauptsächlich ist er auf sexueller Ebene sehr aufdringlich und eklig durch unzählige wirklich unangenehme Sprüche, immer und immer wieder aufs Neue. Es wird beschrieben, wie er gelernt hat, nie die Beherrschung zu verlieren, doch im Verlauf der Handlung verliert er dann doch mehrmals die Beherrschung.
Da ich mit beiden Charakteren leider überhaupt nicht warm geworden bin, konnte ich auch der Romanze nichts abgewinnen. Zwischen den Charakteren gibt es aufgrund von Lyras Rachemotiv nur sehr wenige persönliche Gespräche, wodurch sich die Charaktere auf persönlicher Ebene nur wenig näherkommen. Das Thema Sex wird sehr inflationär genutzt, dafür kommt es aber kaum zu körperlicher Nähe oder tatsächlicher, gut geschriebener Spannung.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es mir bei diesem Buch leider an Allem gefehlt hat. Das World Building, die Handlung, die Charaktere und die Romanze konnten leider nicht überzeugen. Das Konzept im letzten Kapitel hat mir eigentlich gefallen, damit könnte man einiges anstellen, doch dafür müsste erstmal die Basis besser ausgearbeitet werden. Weiterhin bin ich enttäuscht davon, dass dieses Buch in physischer Form nur als Special Edition für 24€ erhältlich ist. Das ist ein wirklich stolzer Preis. Von außen ist das Buch zwar schön gestaltet, hat sich aus meiner Sicht mit diesem Inhalt allerdings überhaupt nicht gelohnt.
3,5 Sterne, aufgerundet auf 4, weil ich es genau zum richtigen Zeitpunkt gelesen habe. Sehr schwaches Worldbuilding (Worte wie "Dirty Talk", "Paillettenrock" und "Dornröschen" als Spitzname in einer High Fantasy) aber dafür immersive Landschaften, die sich lebhaft vor meinem inneren Augen entfaltet haben; ein Love Interest, der die ganze Zeit nur eklige Sprüche klopft und deswegen leider die negativste Sache an diesem Buch ist; ein Plot, der ab der Hälfte irgendwie eher vor sich hinplätschert, aber doch irgendwie Spaß macht. Ich bin mit eher niedrigen Erwartungen drangegangen und hatte Lust auf etwas Seichtes, in das ich eintauchen kann. Das hat das Buch auch abgeliefert und deswegen mag ich es.
Kann meiner Meinung leider nicht mit Fourth Wings oder Asrai mithalten. Die Idee ist gut. Den beiden Büchern sehr ähnlich, was ich erstmal nicht schlimm finde sondern gut, denn ich wollte ja so ein Buch lesen. Die Umsetzung hat mir wenig gefallen. Zu viel Tell anstatt Show. Viel zu wenig Teilhabe an der Beziehung, den Gedanken und den Dingen, die es irgendwie ausmachen. Daher hat es sich zwischendurch etwas gezogen und manche Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen, da ich nicht Teil der Entwicklung war und es mir nicht gereicht hat, dass man mir den Fakt dann nur mitteilt. Sprich: wir redet Wochen und lernten uns kennen. - als Leser bekommt man jedoch nur oberflächliche, kleine Auszüge mit. Als leider nicht meins.
3⭐️ Es hat Spaß gemacht zu lesen und nach den Sneak Peaks war ich echt gespannt. Leider entsprach es nicht so meinen Erwartungen. Das Worldbuilding war nahezu nicht existent und auch der Drachen Content fiel extrem flach. Die fmc wurde uns als absolute Badass vorgestellt, aber dann war sie doch nur ein kleines schüchternes Mäuschen (oder hat sich zumindest so dargestellt) und das hat mich sehr genervt. Der mmc hat die ganze Zeit super unpassende Flirts gebracht und das hat ihn für mich unsympathisch und kindisch gemacht. Vielleicht werde ich noch weiter lesen, nachdem das Ende etwas mehr versprach.
Ich fand das Buch durch und durch spannend. Es war immer ein roter Faden zu erkennen und man wollte dauerhaft wissen was als Nächstes passiert. Das Ende habe ich ehrlich nicht erwartet.
Don‘t get me wrong, ich habe das Buch gemocht. Nur haben mich ein paar Sachen etwas irritiert. Erstens, woher kam die Connection zwischen den beiden nach den drei Wochen. Die haben vielleicht 5-mal miteinander geredet und aufeinmal redet Lyra von deepen Gespräche zwischen ihr und ihrem Seelenpartner- Huh? Außerdem was war das für ein Ende? Der Plottwist war so unnötig. Ich sehe einfach nicht den Sinn dahinter, da auch mit den Elementen der Story davor easy ein zweiter Teil hätte geschrieben werden können. Ebenfalls von der Persönlichkeit des Charakters sehe ich den Plottwist einfach kein bisschen.
Absolutes Jahreshighlight 😍 einfach durchweg spannend. Das Ende hat mich so zerstört 😭 Hab es überhaupt nich kommen sehen und kann es kaum erwarten weiterzulesen
Puh, wo fange ich an? Vielleicht das Gute zuerst: - Ich habe mich mit „It takes a Monster“ nie gelangweilt und ich kam mit dem Schreibstil die meiste Zeit sehr gut zurecht. Tatsächlich flog das Buch geradezu an mir vorbei und ich habe es in wenigen Tagen beendet. Das ist ein dicker Pluspunkt. - Ich mochte die Prämisse sehr, dass Drachen sich nur an miteinander verbundene Seelen binden, die im Einklang miteinander sind. - Es gibt zwar keine nicht-binäre Personen, aber zumindest werden gleichgeschlechtliche Paare als komplett normal und ebenwertig dargestellt. - Den Plottwist am Ende habe ich nichtmal ansatzweise kommen sehen (vorrangig, weil ich nicht erwarte, dass ein Ich-Erzähler mich anlügt).
Leider hatte das Buch aber aus meiner Sicht eine Menge kleinerer und größerer Probleme, die diese Pluspunkte wieder wettmachen. Ich gehe sie mal der Reihe nach an (Achtung, das dauert jetzt ein wenig …).
Die Welt Tja, also wirklich viel erfahren wir darüber gar nicht, weil die gesamte Geschichte in der Dragonblood Academy stattfindet. Wie das Leben der Menschen außerhalb davon aussieht, wird nicht näher beschrieben. Tatsächlich wirkt es manchmal, als gäbe es das gar nicht, denn wir erfahren, dass Drachenreiter zu werden die einzige Möglichkeit ist, Mitglied der Gesellschaft zu sein. Alle anderen sind „Schatten am Rande“ (wie auch immer das funktionieren soll, denn es muss ja auch irgendjemand Nahrung anbauen etc., das können ja nicht alles Ausgestoßene sein …). Wie es scheint, ist die gesamte Gesellschaft des Landes Nordaris, in dem die Geschichte spielt, in 4 Häuser eingeteilt: Ignis, Noctis, Terra und Aeris. Jedes dieser Häuser hat eine eigene Provinz in diesem Land und eine Drachenart, mit der es verbandelt ist. Zudem gibt es die „Schattenlande“, aus dem die Feinde kommen, gegen die die Drachenreiter kämpfen. Dabei handelt es sich um so eine Art Mischung aus White Walkern (Song of Ice and Fire) und Veneni (Fourth Wing). Es sind schattenartige Gestalten, die Tote und Schattenwölfe für sich kämpfen lassen und aus noch ungeklärten Gründen das Nachbarland bzw. die Academy angreifen. Das hätte man alles gerne noch weiter ausführen können.
Die meiste Zeit macht die Welt einen generischen Fantasy-Eindruck, doch es gibt ein paar Dinge, die diesen Eindruck aufbrechen, z. B. die Existenz von Zigaretten, Wörter wie „Paillettenrock“ oder „Höschen“, aber auch der Spitzname „Dornröschen“, den der MMC inflationär für die FMC verwendet (was ich nicht nur nervig, sondern eben auch komisch finde, weil das bedeutet, dass es in dieser Welt dieselben Märchen gibt wie bei uns).
Die Protagonistin Lyra Lyra stammt aus Haus Ignis. Da dort alles mit Feuer zusammenhängt und rot, bronze oder golden ist, hat sie natürlich entsprechend rote Haare, damit man sie auch gleich richtig zuordnen kann. Das ist aber irgendwie auch das einzige Besondere an ihr – so der Eindruck, den man fast das gesamte Buch über von ihr hat. Wie lange sie schon in der Ausbildung ist, als das Bindungsritual stattfindet, ist unklar. Obwohl es seit ihrer Kindheit ihr erklärtes Ziel ist, Drachenreiterin zu werden, scheint sie nicht allzu kompetent oder zielstrebig. Sie scheint nicht besonders kräftig, besonders gebildet, besonders gewitzt, besonders willensstark oder besonders selbstbeherrscht. Sie passt im Unterricht nicht auf und jammert rum, wenn etwas nicht fair ist. Insgesamt macht sie einfach einen sehr unspektakulären Eindruck und wirkt oftmals mehr wie eine verwöhnte Prinzessin in Nöten als wie eine Kriegerin. Entsprechend fand ich sie die meiste Zeit eher enttäuschend. Erst zum Ende des Buches ändert sich das radikal. Der Kampf gegen den toten Drachen war stark und die Offenbarung zum Schluss hat mich gleichermaßen beeindruckt und entsetzt.
Der Love Interest Kael Kael ist ein absolut stereotyper Romantasy-Dude. Er ist groß, muskulös, dunkelhaarig, absurd sexy, kampferprobt, ein paar Jahre älter als Lyra und aus irgendwelchen Gründen rattenscharf auf sie, seit er sie als 11-Jährige davon abgehalten hat, seinen Vater anzugreifen. Er ist dominant und besitzergreifend, verschlossen und gewaltbereit, aber Lyra gegenüber natürlich überraschend sanft und verständnisvoll. Dabei sind seine „Flirts“ mit ihr leider oft eher unangenehm als verführerisch und auch sehr unvermittelt. Ach ja, und natürlich kommt er aus Haus Noctics, dem „Haus der Schatten“. Ich kann solche Typen langsam nicht mehr sehen. Kann sich nicht mal wieder jemand was anderes ausdenken? Nach dem Ende des Buches frage ich mich, ob er im zweiten Band einen ähnlichen Reveal bekommt, wie Lyra?
Die Academy Die Academy war schnell einer der Punkte, die keinen Sinn für mich ergaben. Denn es ist nicht wirklich eine Schule, es sind vier Türme und in jedem davon werden Drachenreiter unabhängig von den anderen Türmen ausgebildet. Jeder Turm hat eigene Räumlichkeiten, eigenes Lehrpersonal und vermittelt andere Inhalte. Es gibt z. B. eine Geschichtsstunde in Turm Noctis, in der alles anders dargestellt wird, als die Protagonistin es in Turm Ignis gelernt hat. Nur kurz nach dem Bindungsritual der Drachenreiter gibt es mal eine gemeinsame Übung, ansonsten bleiben die Bewohnenden der Türme die meiste Zeit unter sich (Besuche in den anderen Türmen sind im ersten Bindungsjahr verboten, danach offenbar auch eher selten) und hegen auch ganz unverhohlene Feindschaften gegen die anderen Türme. Dabei leben nicht nur Lehrpersonal und die Schülerschaft in der Academy, sondern ganze Familien und im Fall von Haus Ignis eine ganze religiöse Gemeinschaft. Es ist also irgendwie mehr eine Stadt mit vier Hochhäusern, in denen alle Leben, und einem gemeinsamen Marktplatz (eine Arena), an dem man im Zweifelsfall mal zusammenkommen kann. Über die Türme Terra und Aeris erfahren wir in der Geschichte im Prinzip nichts, da sich das Leben der Protagonistin ausschließlich in den anderen beiden Türmen abspielt. Das ist ebenfalls schade. Aber die Struktur der Schule ist eben auch einfach nicht sinnvoll. Warum werden nicht alle Drachenreiter eines Jahrgangs grundsätzlich gemeinsam unterrichtet? Und warum muss das Vertrauenstraining nach dem Ritual gleich so übertrieben gefährlich sein? Und wo ist überhaupt die Leitung der Academy? Zudem werden sowohl bei Ignis als auch bei Noctis kritikwürdige Gesellschaftsstrukturen beschrieben. In Haus Ignis gibt es das sogenannte „Fußvolk“. Auch wenn nie näher erklärt wird, was das bedeutet, wird durchaus klar, dass es in der Hierarchie weit unten steht und nicht angesehen ist. Wie man zum Fußvolk wird oder wie der Gegenpart dazu heißt, bleibt offen, aber es ist klar, dass Lyra und ihre Familie etwas „Besseres“ sind. In Haus Noctis gilt derweil das „Recht des Stärkeren“, was unterm Strich bedeutet, dass Mobbing an der Tagesordnung steht und von allen toleriert wird. Wer sich nicht wehren kann, hat halt Pech gehabt. Das wirkte sehr gewollt.
Die Drachen Wie erwähnt ist jedem Haus eine Drachenart zugeordnet. Diese sind etwas irreführend benannt: Feuerdrachen, Luftdrachen, Erddrachen und Schattendrachen. Doch eigentlich unterscheiden sie sich (bisher) nur äußerlich, denn alle vier Arten können fliegen und Feuer spucken. Es wäre cooler gewesen, wenn sie unterschiedliche Magien gehabt hätten, dass Luftdrachen z. B. mit Blitzen angreifen, Erddrachen mit Pflanzen und Erdbeben etc., aber dem ist nicht so. Sie binden sich an verbundene Drachenreiter. Warum genau, hat sich mir nicht erschlossen. Ich sehe für die Drachen keinen Vorteil in diesem Bündnis und es gibt mehrere Situationen, die zeigen, wie gefährlich es für Drachen ist, wenn die gebundenen Menschen nicht kompatibel sind. Sie könnten die Noxumbra doch auch locker ohne die Menschen abfackeln? Es besteht eine Art mentale Verbindung zwischen dem Drachen und seinen Menschen, die aber mehr eine Einbahnstraße ist. Nachdem der Drache Lyra und Kael zu sich gerufen hat, können die sie ihm über diese Verbindung Befehle geben (die er ignorieren kann), aber es gibt darüber sonst keine Kommunikation vom Drachen an die beiden (zumindest bisher). Dadurch sind die Drachen auch mehr schmückendes Beiwerk oder besonders gefährliche Reittiere, als wirklich eine zentrale Rolle und echte Persönlichkeiten zu haben, wie das z. B. in Fourth Wing der Fall ist.
Die Nebencharaktere Es gibt nicht viele relevante Personen in dieser Geschichte, hier und da tauchen mal Mitschüler und Professoren auf, die aber nicht ausgearbeitet sind und kaum etwas zur Geschichte beitragen. Ansonsten gibt es noch die Familien der beiden Hauptfiguren: Lyra hat eine religiös-fanatische Mutter und zwei jüngere Schwestern sowie eine beste Freundin, Eira (die zu dem ominösen „Fußvolk“ gehört und im Laufe der Geschichte ein Sinnbild für gescheiterte Drachenreiter wird). Kael hat einen älteren Bruder und einen Vater, die beide aus Prinzip bösartig und herablassend sind, damit Kael im Vergleich dazu wie ein guter Kerl wirkt. Zudem soll Kaels Vater acht Jahre zuvor Lyras Vater getötet haben, was für den Hass zwischen den beiden Familien sorgt (und dadurch ein bisschen Romeo-und-Julia-Vibes erzeugt). Das war es eigentlich.
Die Seelenpartnerschaft Das an sich sehr spannende Konzept wird leider im Verlauf des Buchs komplett ausgehöhlt. Es geht hier nicht um Seelenverwandtschaft, sondern es ist vielmehr eine arrangierte Ehe. Zu Beginn des Buchs findet ein Ritual statt, das die Seelenpartner für drei Wochen erstmal temporär verbindet. In dieser Zeit sehen sie sich nicht, doch ihre Gedanken und Gefühle sind miteinander verbunden. Sie dürfen sich weder ihre Namen noch ihr Haus verraten. So sollen sie sich anonym und ohne Vorurteile kennenlernen, bevor sie entscheiden, ob sie sich dauerhaft binden wollen. So weit, so gut. Doch sobald Lyras Bindung mit Kael beginnt, wird mir als Leserin vermittelt, dass es schon ein Machtgefälle in ihrer Beziehung gibt, denn nicht nur weiß Kael von Anfang an, wer sie ist – wie sich später herausstellt, wusste er es sogar schon im Voraus – er kann auch seine Gedanken vor ihr abschirmen, sodass sie ihn in dieser Kennenlernphase überhaupt nicht wirklich kennenlernen kann. In den drei Wochen erlebe ich als Leserin sehr wenige Gespräche zwischen den beiden, immer wieder erwähnt Lyra, dass er seit Tagen nichts zu ihr sagt und die wenigen Gespräche sind eher feindselig von Lyras Seite aus. Für mich ist Kael also immer noch ein völlig Fremder, als Lyra sich dann dauerhaft bindet – ein Schritt, der deshalb schwer nachvollziehbar ist (und erst am Ende so richtig Sinn ergibt). Im späteren Verlauf wird aber mehrfach erwähnt, wie Lyra begonnen hätte, ihm in dieser Zeit zu vertrauen und wie viel sie miteinander gesprochen und gelacht hätten. Da habe ich mich dann immer gefragt, warum die Autorin mich daran nicht hat teilhaben lassen. Das hätte die Beziehung doch viel glaubhafter und nachvollziehbarer gemacht. Absurder wird das Ganze mit der Seelenpartnerschaft, weil das endgültige Ritual dann doch sehr an eine Eheschließung erinnert (ihre Hände werden rituell zusammengebunden, statt Eheringen erscheinen auf ihren Händen magische Bindungsmale, es wird gesagt, dass nur der Tod die Verbindung beenden kann) und dann auch von einer Bindungsnacht die Rede ist, die nötig sei, um den Bund zu vollenden und die stattfindet, nachdem ein Drache ein Paar an sich gebunden hat. Diese Bindungsnacht war aus mehreren Gründen problematisch für mich: 1. Es wird gesagt, dass die Partnerschaften harmonisch sein sollen, aber durch den dominanteren Partner entscheidet sich, welcher Drache das Paar erwählt. Da Lyra eine Ignis und Kael ein Noctis ist, war also ausgeschlossen, dass ein Luft- oder Erddrache sie binden kann. Diese Einschränkung fand ich nicht nur unnötig, sondern enttäuschend. Zudem zeigt sie für alle anderen sichtbar, dass die Partnerschaft eben nicht ebenbürtig ist. Die Drachenart bestimmt dann auch, in welchem Turm beide ab der Bindungsnacht leben müssen – nämlich in dem Turm der dominanteren Person. Ich hätte es viel spannender gefunden, wenn beide Partner sich in einem neuen Turm zurechtfinden müssten. 2. Es wird gesagt, dass es unterschiedlich lange dauern kann, bis ein Drache ein Paar wählt, doch die Bindungsnacht fand dann irgendwie für alle neu gebundenen Drachenreiter aus allen Türmen gleichzeitig statt? 3. Obwohl Männer und Frauen gleichermaßen Drachenreiter sind, tragen nur die Männer beim Umzug in der Bindungsnacht ihre Lederrüstung, während die Frauen als „Zeichen der Reinheit“ ein weißes Nachthemd tragen müssen. Bei solchen Traditionen kriege ich einfach das Kotzen, denn es symbolisiert schon wieder ein Machtgefälle, Frauen sind hier nur die Trophäen. Ich verstehe nicht, warum Autorinnen solche Dinge heutzutage noch in ihre Bücher schreiben. Mich macht das nur wütend und es dient keinem wirklichen Zweck, außer dass die Welt rückständig und patriarchal wirkt – wer will denn sowas? 4. Es wird nicht erklärt, inwiefern genau die Bindungsnacht nötig ist und den Bund verändert. Wieso macht es für den Drachen einen Unterschied, ob seine Menschen miteinander schlafen? Im letzten Drittel des Buches wird die ganze Sache mit der Seelenpartnerschaft dann völlig lächerlich, als sich herausstellt, dass die Priester beeinflussen können, welche Personen verbunden werden, so wie bei Kael und Lyra. Zudem gibt es gleich mehrere Paare, die überhaupt nicht miteinander auskommen und deren Verbindungen sowohl die Drachenreiter als auch die Drachen in Gefahr bringen. Das passt so gar nicht zusammen und hat mich sehr enttäuscht.
Obwohl Lyra und Kael übrigens mental kommunizieren können, sprechen sie in den meisten Situationen normal miteinander, sogar mitten im Unterricht, wofür sie natürlich einen Anpfiff bekommen. Das war schon irgendwie dumm. Und in vielen anderen Situationen hört Kael Lyra angeblich nicht. Insgesamt frage ich mich, warum diese mentale Kommunikation überhaupt nötig war, denn sie macht eigentlich nur Probleme – und sorgt dafür, dass sich das Ende recht unglaubwürdig anfühlt.
Kontinuitätsfehler und Dopplungen Das waren die Sachen, die mich am meisten herausgerissen haben, auch wenn es zum Teil nur Kleinigkeiten waren. Immer wieder gibt es kleinere oder größere Widersprüche oder Wiederholungen, die den Eindruck vermitteln, hier wurden nachträglich Sachen verändert oder ergänzt und dabei vergessen, alle relevanten Stellen mitzuändern. Beispiele: - Bei der ersten Vertrauensübung legt Ian seiner Partnerin Eira die Augenbinde um, ein/zwei Absätze später hat aber dann plötzlich er die Augenbinde an und nicht sie. - Als Lyra und Kael ihren Drachen treffen, wird er so beschrieben: „Ein wilder, ursprünglicher Geruch geht von ihm aus – eine Mischung aus heißem Metall und Rauch, durchzogen von einer Süße, die an verbrannten Honig erinnert.“ Direkt im nächsten Absatz folgt dann: „Ein leichter Schwefelgeruch geht von ihm aus, vermischt mit etwas Wildem, Ursprünglichen“. Diese Dopplung von „wild“ und „ursprünglich“ so kurz hintereinander und gleichzeitig die Änderung des Geruchs hat mich irgendwie total irritiert. So als hätte man vergessen einen der beiden Absätze zu löschen, als man den anderen eingefügt hat. - Der Drache hat die goldene Augen, wie mehrfach erwähnt wird. Doch nach dem Kampf mit dem untoten Drachen sind sie plötzlich violett. Ich bin noch unschlüssig, ob das ein Fehler ist oder Absicht. - Als die Noxumbra während des Drachenmondfestes angreifen, wiederholt sich dieselbe Formulierung im gleichen Absatz: „Ich zähle sechs Noxumbra, die sich im Hintergrund halten und von dort ihre grausige Armee dirigieren. […] Aus der Entfernung sehe ich, wie sie mit schattenhaften Gesten ihre grausige Armee dirigieren.“ Auch das hat mich irgendwie stolpern lassen. - Als es bei einer Flugübung ein Gewitter gibt, spottet der Professor, dass schlechtes Wetter kein Grund dafür sei, nicht zu fliegen. Sobald aber ein erster Blitz knapp an einem Drachen vorbei geht, ändert der Professor sofort seine Meinung und befiehlt allen schnell zum Turm zurückzukehren. Was denn nun? Ich dachte, so ein bisschen schlechtes Wetter ist nicht schlimm? - Auf Seite 237 sprechen Kael und Lyra über Kaels Mutter. Dass ihr Tod seinen Vater verändert hat. Dort steht wortwörtlich: „Kaels Mutter verschied wenige Monate vor meinem Vater. Insofern sind wir verwandte Seelen: Wir haben beide einen Elternteil verloren. Doch über den Tod von Eileen Durnholde weiß ich kaum etwas, außer, dass es ein Unfall war.“ Dann auf Seite 322 sagt Kael: „Meine Mutter starb drei Monate vor deinem Vater“ und Lyra reagiert mit „Das wusste ich nicht“. Bitte was?! Im Prolog will sich Lyra für den Tod ihres Vaters rächen, ihre Mutter liegt da gerade in den Wehen. In der eigentlichen Geschichte ist die jüngste Schwester 8 Jahre, also ist der Tod des Vaters ebensolange her. Kaels Mutter soll drei Monate zuvor gestorben sein – wurde aber stattdessen ab diesem Zeitpunkt gefangen gehalten. Nach ihrer Befreiung sagt Kael dann plötzlich, sie wäre seit 15 Jahren gefangen gewesen – also fast doppelt so lang. Wie funktioniert das? Das sind wie gesagt alles keine riesigen Dinge, aber trotzdem haben sie mich jedes Mal irritiert und rausgerissen und sie wären absolut vermeidbar gewesen.
Fazit Tja, was bleibt ist eine sehr durchwachsene und – bis auf den Schluss – wenig originelle Romantasy mit Deko-Drachen, die ihre eigenen guten Ansätze zerschlägt und stattdessen sehr formelhaft beliebte Tropes zusammenmatscht zu einem ziemlichen Einheitsbrei. Erst das Ende reißt es wirklich raus und macht neugierig auf die Fortsetzung.
„It takes a Monster“ kann man durchaus lesen, wenn man dringend ein neues Drachenreiterbuch braucht, weil es mit den Empyreans zu lange dauert … solange man nicht zu genau über alles nachdenkt. Es konnte mich schon irgendwie unterhalten, aber es hätte eben viel mehr sein können. Schade! Ich hoffe, der zweite Band macht es besser.
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Ja, sehr schön und fantasievoll geschrieben. Bis kurz vor dem Ende hätte ich es durchaus beim ersten Band belassen können, einfach mal zum rein schnuppern. Der Plottwist hat mich komplett umgeschmissen, jetzt muss ich die Reihe weiterlesen.
Ein Stern Abzug – weil: Story hätte mehr Tiefe verdient. Aber wow, dieses Buch hat mich trotzdem gefesselt!
Klar, am Anfang hatte ich starke Fourth Wing Vibes (nur ohne den Detailreichtum). Was mich echt gestört hat: Der Prolog spoilert schon einiges, und das killt ein bisschen die Spannung. 😬 Dazu bleiben Fragen offen: Was zur Hölle ist bitte die Ur-Asche? Ein Ort? Eine Religion? Oder einfach das „bei Gott“ der Fantasywelt? Nach dem x-ten Mal Lesen konnte ich’s nicht mehr sehen. 🙈 Auch die Häuser werden kaum erklärt, und die Drachen-Bindung? Ziemlich schwach beschrieben – mehr Sprint als epische Reise.
ABER 👉 die inneren Konflikte der Prota? 🔥 Richtig gut umgesetzt! Die ständige Frage, ob ihre Gefühle echt sind oder nur durch die Verbindung entstehen, hat mich mega mitgenommen. Plus: ein bisschen Spice war auch dabei. 😏
Und dann dieses Ende… Ich so: „Hab ich das gerade wirklich gelesen?!“ 🤯 Jetzt heißt es warten – und zwar viel zu lange – auf Teil 2. 🫠
Flammen gegen Schatten An dem Tag, an dem ihr Vater starb, hat Lyra Rache geschworen, an dem Mann, der ihn damals vom Rücken seines Drachen stieß. Jahre später wird Lyra selbst zur Drachenreiterin und muss dafür den heiligen Seelenbund eingehen, denn einen Drachen kann man nur zu zweit rufen. Doch als sie ihrem Seelenpartner das erste Mal in die Augen blickt, zerbricht ihre Welt: Er ist der Sohn eines Mörders und sie kann Freund und Feind nicht länger unterscheiden…
Beim Lesen des Klappentextes kann man sich ein wenig an Fourth Wing erinnert fühlen, denn es geht wieder an eine Schule für Drachenreiter mit verschiedenen Quadranten, sprich Türmen, einem mehr oder weniger Verbotenen Liebesdrama und in einen grausamen Krieg. Aber es gibt auch Unterschiede, den Seelenbund etwa, oder die verschiedenen Drachenarten. Ideen hatte die Autorin jedenfalls einige. Auch die Hintergrundgeschichte der Protagonistin, die ihren Vater rächen will, ist vielversprechend, wenn auch nichts Neues. Wo liegt also das Problem der Geschichte?
Auch wenn das Buch in das Genre Romantasy eingeordnet wird, so kann man doch trotzdem erwarten, dass sich eine Liebesgeschichte in einem nachvollziehbaren, realistischen Rahmen entwickelt und dass es nebenbei auch noch eine andere Handlung gibt, die aus mehr als einem seit Jahrhunderten andauernden Krieg gegen ominöse Schattenwesen (über die man auch im Laufe der Handlung kaum etwas lernt) besteht. Tja, falsch gedacht! Willkommen an der Dragonblood Academy, wir bilden Drachenreiter aus, wir kennen die Welt außerhalb unserer Mauern nicht.
Das Königreich und der restliche Krieg gegen die „Noxumbra“ (eine grammatikalische Grausamkeit gegen die lateinische Sprache, die sich mehr oder oder weniger zu „Nachtschatten“ übersetzen lässt, Gipfel der Kreativität) werden zwar ein paar Mal genannt, aber ein Bild einer Welt abgesehen von der Academy hat der Leser hier nicht im Kopf. Es gibt nur Felsen, Meer und Türme. Und einige doch sehr klischeehafte Namen für Drachenreiterfamilien, wie beispielsweise „Brightflame“, „Whitethorn“ oder „Nightsinger“. Es klingt eben nicht alles besser, wenn es Englisch oder Latein ist.
Dann sind da noch die Protagonisten. Lyra ist wohl eine ausgebildete Kriegerin, später Drachenreiterin, ist aber auch gefühlt alle fünf Minuten eine Jungfrau in Nöten, die vom grausam perfekt aussehenden, ach so muskulösen Kael gerettet wird. Ein bisschen Klischee darf sein und sicherlich braucht man hier auch nicht den großen Wurf des nächsten Fantasy-Klassikers erwarten, aber die Autorin hat es mit den Stereotypen echt auf die Spitze getrieben.
Dabei blieben die anderen Aspekte ihrer Charaktere aber auf der Strecke. Lyra wirkt naiv und als Person merkwürdig platt. Das klärt sich zwar am Ende mehr oder weniger auf, lässt sie aber in keinem besseren Licht dastehen. Kael hingegen verhält sich wie der letzte Mensch, ist extrem arrogant und sehr besitzergreifend. Irgendwann schlägt sein Spott dann in Beschützerinstinkt um, aber falls Lyra und Kael es mal geschafft haben, konstruktiv miteinander zu sprechen, dann habe ich es leider verpasst, vermutlich weil Lyra zu beschäftigt damit war, zu denken „Aber ich darf ihm nicht vertrauen, er ist der Feind. Mein Herz schlägt nur schnell, weil ich wütend bin. Ich hasse ihn“ Wie gesagt, zu viel des Guten und irgendwann auch nur noch nervig.
An manchen Stellen stolpern die Kapitel so vor sich hin, manche Passagen wirken unausgereift, dann wiederum gibt es Abschnitte, die trotz allem fesseln können, mit flüssigem Schreibstil überzeugen und Hinweise auf eine größere Geschichte geben, die sich im Schatten dieses überzogenen Liebesdramas versteckt. Unter dem Strich bleibt eine Geschichte der Gegensätze, voller guter Ideen, aber auch mit mäßiger Umsetzung, voller wunderbarer, majestätischer Drachen, aber auch voller Klischees (der Seelenbund muss vollzogen werden -Augenbrauenwackeln-) Wer gern Romantasy liest und ein paar Stereotype verschmerzen kann, wer gern den „dunkelhaarigen Bad Boy mit der nebulösen Vergangenheit und dem lockeren Mundwerk“ mag und sich ein bisschen berieseln lassen will, der kommt hier bestimmt auf seine Kosten. Ihr Potenzial hat diese Geschichte aber leider nicht mal ansatzweise ausgeschöpft.