"Im Schatten Simyalas" entführt uns ins ferne Aventurien, einige Jahre nach der Wettfahrt zwischen Asleif Phileasson und Beorn dem Blender, aus der "Phileasson-Saga" von Berhard Hennen und Robert Corvus. Und auch wenn Beorn eine wichtige Rolle spielt, so kann man das Buch auch lesen ohne vorher die gesamte Saga zu kennen. Wir folgen zwei Handlungsstränge, die hier noch nicht aufeinander treffen, zum einem der Thorwaler Bardin Eyvin, die ihren Vater Beorn sucht und zum anderen einer zusammengewürfelten Gruppe um den Adeligen Wulfhardt, die in einige Intrigen hineingezogen werden. Die Welt Aventurien ist Rollenspielern und Fantasyfans bestimmt ein Begriff und wird auch hier wieder detailliert ausgebreitet. Die Story an sich ist spannend und klar von einer Rollenspiel-Kampange inspiriert, beinhaltet allerdings wenig Überraschungen oder Neues. Das muss sie meiner Meinung nach allerdings gar nicht, denn trotzdem bleibt das Buch unterhaltsam und kurzweilig. Es eignet sich hervorragend für "Zwischendurch" wenn man zwar Lust auf klassische Fantasy hat, aber nicht den nächsten ellenlangen Wälzer anfangen möchte. Dem Schreibstil fehlt es an manchen Stellen ein wenig an Eleganz und Pfiff, lässt sich aber locker lesen und passt sehr gut zu Welt und Geschichte. Das klare Highlight sind die Charaktere, die allesamt gut ausgearbeitet und völlig unterschiedlich sind. Für mich war eigentlich jede der Hauptfiguren ein Sympathieträger, mit interessanten Hintergrundgeschichten und Ansichten, die teilweise auch miteinander kollidieren. Mich hat "Im Schatten Simyalas" hervorragend unterhalten und Lust auf mehr Aventurien gemacht, daher auch eine klare Empfehlung von mir.