Savannah, 1748. Die Bewohner der jungen Kolonie Georgia sehnen sich nach einem sicheren und gerechten Leben. Doch auch auf Nellies Plantage verhärten sich die Fronten zwischen den schwarzen und weißen Arbeitern. Und Nellie hat eine Tallulah Woodpecker, Witwe des Farmers, dessen unehelich gezeugten Sohn Nellie adoptiert hat. Tallulah ficht die Adoption an und spekuliert so auf das Erbe, das ihr als kinderloser Witwe verwehrt bleibt. Nellie kämpft um den Jungen, und stellt damit auch die Liebe zu ihrem zweiten Mann Nate auf eine harte Probe ...
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Band 1: Savannah – Aufbruch in eine neue Welt
Band 2: Savannah – Hoffnung auf eine neue Freiheit
Fesselndes Finale der Südstaaten-Saga und Kopfkino pur
**Inhaltsangabe Verlag:** Savannah, 1748. Die Bewohner der jungen Kolonie Georgia sehnen sich nach einem sicheren und gerechten Leben. Doch auch auf Nellies Plantage verhärten sich die Fronten zwischen den schwarzen und weißen Arbeitern. Und Nellie hat eine Gegenspielerin: Tallulah Woodpecker, Witwe des Farmers, dessen unehelich gezeugten Sohn Nellie adoptiert hat. Tallulah ficht die Adoption an und spekuliert so auf das Erbe, das ihr als kinderloser Witwe verwehrt bleibt. Nellie kämpft um den Jungen, und stellt damit auch die Liebe zu ihrem zweiten Mann Nate auf eine harte Probe.
**Meine Inhaltsangabe:** Savannah, Georgia, 1748: Das Leben der Siedler ist weiterhin beschwerlich, dennoch ist Nellie auf ihrer Plantage mit ihrem Mann Nate und ihren (Adoptiv-)Kindern glücklich und zufrieden. Bis eines Tages die Witwe des leiblichen Vaters von Elmer, Tallulah Woodpecker, die Adoption anficht, um durch Elmer die Baumwollplantage zurückzuerhalten, die ihr als kinderlose Frau als rechtmäßiges Erbe verwehrt wurde. Für Nellie ist klar, dass sie ihren angenommenen Sohn niemals hergeben wird. Doch dann kommen Unruhen auf, die Sklavenhaltung soll legitimiert werden, die Lage zwischen den schwarzen und weißen Plantagenarbeitern und Siedlern spitzt sich zu und gipfelt in einem tödlichen Aufstand. Wieder einmal ist Nellies Glück, ihr Streben nach Freiheit, Zufriedenheit und Selbstbestimmung, in Gefahr und fordert so manches Opfer.
Erster Satz: »Die hölzernen Räder der Kutsche knarzten in einem ungleichmäßigen Rhythmus über den unebenen Boden.«
**Mein Eindruck:** Ich habe diese über 540 Seiten nahezu in einem Rutsch weggesuchtet. Sofort war ich wieder drin in der Story und so gefesselt, dass ich das Buch einfach nicht weglegen konnte (gut, dass ich gerade Urlaub habe). Malou Wilkes Beschreibungen von Landschaft und Leuten, ihre so gut recherchierten Umstände der Besiedelung Georgias, die politischen Entscheidungen und menschlichen Herausforderungen und Entbehrungen haben mich komplett eingenommen. Wie auch in den Vorbänden habe ich mitgelitten und -gefiebert, mich furchtbar aufgeregt und einmal mehr festgestellt, wie gut es uns (speziell uns Frauen) heute doch wirklich geht! Ich bin tatsächlich traurig, dass ich nun von Nellie & Co. nichts mehr lesen werde. Das Finale ist super gelungen und versöhnlich, dennoch würde ich alle Figuren gerne noch ein Stück weiter ihres Weges begleiten um zu erfahren, wie es ihnen ergeht. Wer berührende historische Roman mit realem geschichtlichen Hintergrund mag, sich in Bücher versenken und diese wie Kopfkino erleben, statt nur lesen möchte, dem kann ich die Reihe sehr ans Herz legen. Einfach nur gut, mitreißend, fesselnd, bewegend und sehr interessant! 5/5 Sterne.
Eine reiche, vielschichtige bis zuletzt spannende Geschichte Das Cover versprüht das sommerliche Ambiente von einladender, üppiger Natur rund um den Savannah-River mit Blaureiher und blühenden Ranken. Sehr interessante Charaktere agieren in diesem Band, verflochten mit ihren juristischen und historischen https://bookcircle.thalia.de/r/94658-... in seiner indianischen Gesellschaft zumindest im 18. Jahrhundert. Interessant ist auch die Figur der Tallulah Woodpecker, Witwe des Farmers, der das Erbe der Plantage als kinderlose Witwe verwehrt bleibt nach damaliger Rechtsprechung in der Kolonie Geogia. Als Nellies üble Gegenspielerin sorgt sie für viel Spannung, Dramatik und Gewalt, deutet aber auch deren Vereinsamung und Härte im Kampf ums Überleben an. Neben dem Drang um verbessertes Erbrecht für Frauen geht es aber auch um verstärkte Spannungen zwischen der weißen und schwarzen Bevölkerung. Mit dem fatalen Schicksal von Noble Ireland, Freeman (Freier), Sohn des ehemaligen Sklaven Grover, seiner Verbindung zum Sklavenaufstand und zu Karoline werden die widrigen, beängstigenden Lebensumstände ohne Möglichkeit auf rechtlichen Schutz klar dargestellt. Georgia wurde ja letztendlich ein Sklavenstaat wie alle anderen, ohne die Gleichheit unter den Menschen herauf beschwören zu können. Dass auch die Kolonisten – meist Handwerker - sich als Bürger mit Rechten sahen, zeigt die Gründung der Gewerkschaft Union Boys. Diese Romanreihe bewahrt die „herrschenden Gedanken einer Epoche“, aber auch die Gedanken der herrschenden Klasse.