Alleine der Titel wäre schon einen Bonusstern wert! Leo Lukas ist wieder mal in seinem Element bei der Beschreibung einer etwas extravaganten Kultur vermischt mit Anspielungen auf aktuelle Entwicklungen. Auch pseudo-religiöse hierarchische Machtstrukturen beschreibt er gut, wie auch verbohrtes Festhalten an Überholtem. So hat mir der Roman sehr viel Spaß gemacht. Spannend war er auch, obwohl ich die Koinzidenz unglaubwürdig fand: Just als man sie braucht, taucht diese alte seltsame Roboterzivilisation auf. Dann gibt es noch kosmische Andeutungen, wenn der Sternenwürfel mit dem Schwarm aus dem gleichnamigen Zyklus in Verbindung gebracht wird. Also mit jenem 500er Zyklus, den ich immer als erste Vorbereitung zur großen PR-Kosmologie gesehen habe. Hier geht es um das allgemeine Konzept der Sternenschwärme und das müsste eigentlich zu den Kosmokraten führen. Mal sehen, ob das nur ein Köder für Altlesern ist oder ob mehr dahinter steckt.
P.S. Sehr schön fand ich die Würdigung von Sabine Kropp im "PR-Report".
"Könntet ihr euch irgendwann darauf einigen", sagte Meghan Ontares, "dass ihr beide absolut volltaffe Supermacker seid, und damit aufhören, euch gegenseitig anzuflegeld?" "Selbstverständlich", sagte Rhodan. "Aber Konkurrenz macht mehr Spaß." (S. 101)
Mit Band 3320 der Erstauflage steigt die Serie in eine neue Phase ein, die sich mit der titelgebenden Organisation „dem Orden der Datenkunde“ befasst. Der Roman liefert interessante Ansätze zu Themen wie Informationskontrolle, digitaler Einflussnahme und der Macht über Wissen. Die titelgebende Gruppierung wird dabei als mysteriös und vielschichtig eingeführt, was Spannung und Neugier weckt, ohne gleich alle Karten offenzulegen.
Inhaltlich zeigt sich der Roman ambitioniert: Er bietet Einblicke in die Strukturen des Ordens, eröffnet neue Handlungsräume und bringt Figuren ins Spiel, deren Bedeutung sich erst andeutet. Leider wird dieses Potenzial nicht durchgehend ausgeschöpft. Der Mittelteil des Hefts wirkt über weite Strecken zäh, mit Dialogen und Szenen, die sich lose aneinanderreihen und oft mehr andeuten als erzählen. Es entsteht ein fragmentarischer Eindruck, der das Leseerlebnis streckenweise erschwert und das Gefühl verstärkt, dass der Roman mehr Set-up als eigenständige Geschichte bietet.
Trotzdem lohnt sich das Durchhalten: Das letzte Drittel zieht spürbar an, entwickelt endlich erzählerischen Drive und wirft Fragen auf, die neugierig machen. Die finalen Seiten lassen erahnen, dass mit dem Orden der Datenkunde ein komplexer und potenziell gefährlicher Akteur ins Spiel kommt und dass die kommenden Romane auf diesem Fundament spannend aufbauen könnten.
Fazit: „Der Orden der Datenkunde“ ist ein Heft mit interessanten Ideen, das unter seiner zähen Erzählweise leidet. Stellenweise wirkt es eher wie ein Mosaik aus Versatzstücken als wie eine runde Geschichte. Doch das spannende Ende macht Lust auf mehr und darauf, dem Orden in den nächsten Bänden weiter auf den Grund zu gehen.
Der PHOENIX-Zyklus hat mich einfach - auch in diesem Roman wieder. Eine wie immer locker-luftige Schreibe von Leo Lukas wird hier kombiniert mit - einmal mehr - ordentlichen Enthüllungen: Der Sternwürfel, den die Wyconder erbauten, ist einem Schwarm zumindest nicht unähnlich. Das Tabu des Technik-Diebstahls bei den Wycondern fußt auf der eigenen "Ursünde" des der einstigen eigenen Technik-Diebstahls. Die Wyconder wurden über Jahrtausende von einem Teil ihres Volkes darüber belogen. (Wobei sich da auch die Frage stellt: zu welchem Zweck eigentlich? Alles nur über die Jahrtausende zum Kult gewordene Schuld?) Irgendwie hat mit dieser ganzen Sache auch der neunstrahlige Stern im Kreis als - als Symbol/Wahrzeichen der alten Wyconder? - zu tun, dem schon Sichu auf Kushlur begegnete. Ich war kurz davor auch hier die 5 Sterne zu zücken... Am Ende ist das hier nur knapp dran vorbei. 4/5
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Eigentlich eine sehr spannende Geschichte: Die Ursprünge der Wyconder versiegelt unter der fundamentalistischen Herrscherin eines geheimnisvollen Ordens.
Leider wird das eigentlich wichtige und für die weitere Handlung interessante auf wenigen Seiten ausschließlich im Epilog preisgegeben… warum?
Diese gehetzte Ende macht für mich überhaupt keinen Sinn.
Trotz des hohen Niveaus der einzelnen Romane, die bisher wirklich stark waren, ist das neben Hubert Haensels Einstieg in die Welt der Wyconder der zweitschwächste Roman. Aber damit bildet er eine Klammer um das doch faszinierende Volk des Wyco-Systems, was ja auch wieder ein schönes Symbol ist.
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Völlig okaye Mittelprächtigkeit. Nicht gut genug für 4 Sterne, nicht schwach genug für 2 Sterne. Irgendwann kommt allerdings der Zeitpunkt an dem ich einem Heft wegen dem Cover einen Stern abziehen muss, denn alles was auf dem Titelblatt nicht AI-generiert zu sein scheint ist der Schriftzug. Dass im Impressum überhaupt noch ein menschlicher Name als Künstler genannt wird ist schon leicht abstrus.
I don't know. Irgendwie ganz gut, aber weggehauen hat er mich nicht. Der Roman hatte ein paar tolle Passagen, aber auch ein paar Längen. Zudem musste ich grade überlegen, was eigentlich passiert ist (habe ihn vor zwei Tagen beendet). Das ist an sich kein so gutes Zeichen, wenn man vergessen hat, worum es geht.
Insgesamt würde ich mal sagen ein Roman der Mittelklasse.
Rhodans Crew ist zurück ins Wyconder gebiet und Terrybor die oberste Schlichterin der Wyconder gerät in die fugen zwischen fundamentalistische Traditionalisten.
Kann man gut lesen haut ein nicht super um ist, aber solide. 3,5