Stolze Hüften aus Knochen, Stein, gebranntem Ton. Wir nennen sie Göttinnen, doch wer oder was waren sie wirklich? In Büchern über die Steinzeit sehen wir vorrangig Männer beim Jagen, Feuerstein schlagen oder Höhlen bemalen. Die meisten Menschenbilder aber, die uns von Eiszeitmenschen selbst hinterlassen wurden, zeigen Frauen. Was waren das für Gesellschaften, die sie und ihr Geschlecht so zentral und ohne Scham darstellten? Nach Jahren der Recherche kehrt Ulli Lust zurück mit ihrem groß angelegten Sachcomic über die Anfänge der Kunst und die Bedeutung der Empathie für das Überleben unserer Spezies: Rund um die archaisch-weiblichen Figurinen entfaltet sich eine vergessene Welt, in der die Heldenreise Gruppensache war, die nur gemeinsam bestanden werden konnte, von Frauen, Männern, Kindern oder auch nichtbinären Menschen in mitunter reich geschmückter Rolle.
Ulli Lust was born in 1967 in Vienna, Austria. Her cartooning work has mainly comprised comics reportages; Today Is the Last Day of the Rest of Your Life is her first graphic novel, and her first work to be translated into English. She lives and works in Berlin, Germany.
4,5 Sterne. Sehr gut gemachter Comic, der auch Einsteiger in die Menschheitsgeschichte einführt und so manches schiefe Bild, das durch die patriarchale Sichtweise in der Forschung entstanden ist, geraderückt. Unfassbar, wie manche Forscher einfach grundsätzlich Männer in der Hauptrolle sehen.
Ich liiieebeee solche Graphic Novels, die mir interessante Themen näher bringen, für die ich im reinen Textzustand zu wenig Verständnis aufbringe. Ich habe mich immer schon für Archäologie und frühe Menschen interessiert, aber ein Sachbuch habe ich nie darüber gelesen. Aber mit der reichen Bebilderung und dem Fokus auf Frauen ging das ganz wunderbar 💜
Fänd ich super, wenn Ulli Lust mit diesem Sachcomic den Deutschen Sachbuchpreis 2025 gewinnen würde, für den „Die Frau als Mensch“ nominiert ist.
Lust hat in dieser skizzenhaft gehaltenen Graphic Novel etliche Frauenstatuetten abgebildet. Diese Statuetten wurden über 30.000 Jahre lang hergestellt, sie werden etwa zehn Mal so häufig gefunden wie Statuetten, die Männer oder Tier-Mensch-Mischwesen darstellen. In wissenschaftlichen Texten werden die Frauenbilder der Eiszeit trotzdem oft nur kurz behandelt. Natürlich, denn Geschichte wurde lange fast ausschließlich von Männern geschrieben.
Ulli Lust beginnt ihren ausführlichen und akribisch recherchierten Comic (ich habe noch nie eine Graphic Novel mit so vielen Fußnoten gelesen!), dem eine Fortsetzung folgen soll, mit einer persönlichen Anekdote. Aufgewachsen in den Siebzigern in Niederösterreich war Lust schon früh konfrontiert mit christlichen Darstellungen und mit Scham gegenüber dem eigenen Körper. Daher rührt ihre Faszination für die Abbildungen des weiblichen Körpers aus der Frühgeschichte der Menschheit, denn diese sind befreiend fern von jedwedem Schamgefühl.
Schon seit einigen Jahren wandelt sich das Bild des frühen Menschen und auch das des Neandertalers/ der Neandertalerin: Kooperation war für die Jäger*innen und Sammler*innen viel wichtiger als Aggression und Konkurrenz. Die Vorstellungen in unseren Köpfen sind noch immer stark geprägt von den Anthropologen und Archäologen der Vergangenheit, die ihre eigenen patriarchalischen Sichtweisen in ihre Entdeckungen hineininterpretierten. Ulli Lust findet klare Bilder für Eigenschaften, die das Großziehen von Nachwuchs erst möglich machten: Zuwendung, Großzügigkeit, Hilfsbereitschaft, Frieden.
Am Beispiel des Volkes der Khoisan aus dem Süden und Südwesten Afrikas gelingt eine Vorstellung des Lebens der Menschen der Frühzeit. „So wie westliches Verhalten durch die generelle Annahme eines Mangels verständlich wird, erklärt sich das Verhalten von Jägern und Sammlern dadurch, dass diese Menschen auf einen Überfluss vertrauen.“
Angereichert mit Zitaten von Paläoanthropolog*innen, Geolog*innen und Archäolog*innen, verliert sich „Die Frau als Mensch“ manchmal etwas in Details und es kommt Langeweile und vermeintliche Zusammenhanglosigkeit auf. Die fast kriminologische Arbeit der Forscher*innen beim Enträtseln von Gräbern und Statuetten hat mich daraufhin allerdings wieder abgeholt.
Selten lese ich Comics und noch seltener Sachcomics. Darauf bin ich irgendwie gestossen, vermutlich über eine gute Besprechung, und weil es in der Bibliothek rumstand, in der ich manchmal arbeite, habe ich es mitgenommen, genau im richtigen Moment. Es hat mir die Zeit im Bett mit einer leidigen Grippe wesentlich leichter gemacht und ich habe viel gelernt über das Leben der Menschen während der Eiszeit (und darüber hinaus). Was mir in der Primarschule beigebracht wurde, war doch arg männerzentriert und später kam das Thema nicht mehr vor. Zudem sind die Zeichnungen und die Panels sehr schön. Etwas gestört hat mich der Grundton des "Frauen waren halt schon immer die besseren Menschen". Das waren sie nicht, denke ich, auch wenn sie in der Geschichte und andernorts systematisch übergangen wurden (und werden). Darum nur vier statt fünf Sterne.
Toll gezeichnet, sehr atmosphärisch, die Sachbuchaspekte wechseln sich mit erdachten Szenen ab. Einzig das mit dem Schamanismus hat mich nicht so interessiert, aber das ist persönlicher Geschmack. Ich hab mir schon oft gewünscht, steinzeitliche Landschaften zu sehen, hier wird der Wunsch erfüllt.
Die Frau als Mensch von Uli Lust gelesen dank Netgalley (als PDF-Datei, daher am Bildschirm gelesen – Datei enthielt kein Coverbild) Die Rolle der Frau in der Urzeit – ein Sachbuch mit unterhaltsamen Einsprengseln als Graphic Novel. Das Buch enthält viel Wissenswertes über das Leben der Frau am Anfang unserer Geschichte. Wo die Fakten nicht genug Basis bilden werden aktuelle Beispiele aus ähnlichen kulturellen Gruppen als Beispiele zum Weiterdenken gebracht. Der „unterhaltsame“ Bereich, also Geschichten werden sehr sparsam eingestreut (Einstieg heute, der verletzte Fremde, Initiationsritus der jungen Frau). Mit über 230 Seiten für die eigentliche Novel (allerdings immer einer Trennseite mit einer einzelnen Darstellung zwischen den Kapiteln) und über 20 Seiten Fußnoten und Quellen ist es nicht nur ein recht umfassendes Werk, sondern auch eins, was die basierenden Fakten eindeutig darstellt. Mein Beispiel für den Zeichenstil zeigt nicht zufällig eine Szene, die die patriarchalische Sicht in der Anthropologie über den größten Teil dieser Wissenschaft und die damit verbundenen Perspektivprobleme deutlich zeigt. Normalerweise mag ich den spielerisch erzählenden Stil mehr, doch dieses Buch bietet viele Fakten und Unterhaltung – lohnt sich, nicht nur für Frauen. #DieFraualsMensch #UliLust #GraphicNovel #NetGalleyDE! #KathrinliebtLesen #Bookstagram #Rezension
Ein tolles Werk, das die Geschichte der Menschheit – insbesondere der frühen Menschheitsentwicklung – als Graphic Novel erzählt. Der visuelle Stil ist fantastisch: Man fühlt sich fast wie in einer Doku.
Trotz des Titels und Covers ist der Fokus nicht ausschließlich auf die Frau gerichtet. Im Gegenteil: Viele Kapitel greifen allgemeine Gesellschaftsstrukturen, Stammeskulturen oder geschichtliche Entwicklungen auf und schwenkten mir teilweise fast etwas zu sehr vom Kernthema Geschichte an sich ab.
Die Frauenperspektive ist sehr natürlich und glaubwürdig dargestellt, was ich sehr faszinierend fand, weil man die Menschheitsgeschichte selten durch diesen Blickwinkel sieht. Das ist mir erst durch dieses Buch richtig bewusst geworden. Stellenweise war mir der Feminismus aber wiederum auch etwas zu plakativ.
Fazit: Ein visuell starker Graphic Novel mit viel Kraft, weil er zeigt, wie die Geschichte der Menschen aussieht, wenn sie mehr von Frauen erzählt würde.
Könnt ihr euch an die französische Comic Serie „Es war einmal… Der Mensch“ erinnern? Ich habe sie geliebt und auch im Erwachsenenalter noch mal gestreamt. Es ist fantastisch, wie dort Geschichte vermittelt wird. In dieser Graphic Novel hat @ulli ein ähnliches Prinzip entwickelt. Sie reist zu den Ursprüngen der Menschheit, (sogar etwas davor) und dann durch die folgenden Jahrtausende. Dabei stellt sie eines in den Fokus, die kunstvolle Darstellung der Weiblichkeit und den Einfluss den Frauen auf Strukturen und gesellschaftliches Zusammenleben genommen haben.
Wenn wir die Steinzeit rekonstruieren, sind in den allermeisten Museen und Publikationen männliche Rekonstruktionen in den Fokus gerückt. Bei Ausgrabungen findet man aber mehrheitlich weibliche Abbildungen aus Stein und ähnlichem Material. Warum ist das so? Ist die Frau einfach nur das Objekt der Begierde? Oder hat sie einen höheren Stellenwert als heute? Dies ist dies die erste Frage, der die Autorin versucht, auf den Grund zu gehen. Auf Basis vieler Quellen hat sie ein facettenreiches Werk geschaffen, welches ein Mix aus biologischem und historischem Sachbuch, Graphic Novel und Nachschlagewerk ist. Was macht eine Frau damals aus, war es die Fähigkeit aus dem monatlichen Blut neues Leben wachsen zu lassen— so dachte man, war sie genauso an der Jagd beteiligt wie die Männer, oder doch nur die „Sammlerin“? Es gibt viele Indizien, die auf eine größere Vielfalt hinweisen, als man bisher angenommen hat. Interessant ist, dass die Autorin auch einen Blick auf Menschenaffen und Hominiden, wie zum Beispiel die Neandertaler wirft. Besonders begeistert hat mich das ich viel über die San, die „Söhne und Töchter der ersten Menschen“, erfahren habe. Ich hatte vor acht Jahren die Ehre Zeit mit Ihnen verbringen zu dürfen und einen Einblick in ihre Kultur zu erhalten. In diesem Kapitel wurde ein politischer Blick auf den Umgang mit den San geworfen, und der war mir bis dato unbekannt.
Die detailreichen Zeichnungen und der umfangreiche Text machen das Buch zu einer anspruchsvollen Lektüre. Es gibt so viele Details zu entdecken und zu verarbeiten. Es reicht nicht, es einmal zu lesen. Hier werde ich sicherlich noch öfter meine Nase reinstecken. Mit großer Freude habe ich gesehen, dass es einen zweiten Teil über die Eiszeit geben wird. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Reihe weiter entwickelt.
Mir ist bewusst, dass eine Graphic Novel vielleicht nicht unbedingt der Favorit für den deutschen Sachbuchpreis sein wird. Verdient hätte sie es, denn sie transportiert, auf sehr anschauliche Art und Weise Geschichte und Biologie, aber auch Soziologie und Feminismus. Insgesamt bin ich von der Machart dieses Sachbuch sehr begeistert und kann es jeder Person empfehlen, die eine anspruchsvolle Lektüre schätzt, aber keinen Drang hat, einen langatmiges und trockenes Werk in die Hand zu nehmen. Das hier ist erfrischend anders! Natürlich drücke ich meinem Patenbuch feste die Daumen für den Gewinn des deutschen Sachbuchpreises.
Dieses Buch hat sehr viele Wissenslücken über die frühe Geschichte der Menschheit bei mir geschlossen. Es liest sich insgesamt gut, und die zahlreichen Zeichnungen helfen hervorragend dabei, sich vorzustellen, wie alles ausgesehen haben könnte. Im Buch wird (zumindest aus meiner Laiensicht) stets klar unterschieden zwischen dem, was aktuell vermutet wird, was wir tatsächlich wissen und was Spekulation ist. Dass es so viel Raum für Spekulation gibt, macht das Ganze umso spannender.
Entgegen dem Titel geht es im Buch nicht ausschließlich um Frauen, doch sie nehmen zu Recht einen großen Teil ein – einfach weil es in den letzten Jahrhunderten so viele fehlerhafte Interpretationen über die Rolle von Frauen in der Frühgeschichte gab. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich mit früher Menschheitsgeschichte auseinandersetzen möchte oder dem Mythos „Männer sind Jäger, Frauen sind Sammler" aufgesessen ist.
Meine einzige Kritik ist, dass das Buch streckenweise durch den Zeichenstil und die Erzählstruktur etwas chaotisch wirkt, was mich aber nie lange zum Stocken gebracht hat.
Ich fand die grafische und inhaltliche Aufbereitung toll. Zum Einen ist es immer noch eine Seltenheit, Frühgeschichte aus einem weiblichen Blickwinkel näher gebracht zu bekommen, zum Anderen fand ich den Comic-Stil und die Vermischung von Infoseiten und Geschichten sehr gelungen. Ich habe bei Lektü re dieses Buches mehr gelernt als bei den letzten Museumsbesuchen in einschlägigen Einrichtungen. Meiner Meinung nach hat Ulli Lust hierfür zu Recht den Deutschen Sachbuchpreis bekommen.
*Das Buch wurde mir von netgalley als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.
Erst kürzlich habe ich bei "Witches, Bitches, It-Girls: Wie patriarchale Mythen uns bis heute prägen" von Rebekka Endler gelesen, dass Frauen aus historischen Erzählungen und Museen herausgestrichen wurden. Dass weiterhin der Mythos gesponnen wird, Frauen seien Sammlerinnen gewesen und hätten sich nur um die Familie und Community gekümmert, während Männer ständig auf der Jagd waren.
Mir wurde ja bereits unterstellt, es sei "woke", diese Geschichtserzählung zu hinterfragen. Dabei wurde bereits mehrfach bewiesen - und ja, teilweise weil mehr Frauen in der Wissenschaft tätig sind und von Männern hingeklatschte, aber bewiesenermaßen falsche Annahmen angefangen haben, zu hinterfragen -, sei es durch DNA-Analysen oder andere wissenschaftliche Erkenntnisse, dass die (prä-)historischen Menschen egalitär aufgestellt waren, wo alle Menschen gleichermaßen in alle Tätigkeiten involviert waren.
Mehr noch, und das zeigt Ulli Lust eindrucksvoll in ihrem Graphic Novel "Die Frau als Mensch" auf: Frauen scheinen einen besonderen Wert in diesen Communitys genossen zu haben. Nicht zuletzt wurden bspw. tausendfach mehr Kunstwerke gefunden und ausgegraben, die maßgeblich Frauenfiguren zeigen als Männer. Gräber, die zuvor Männern zugeschrieben wurden, durch DNA-Analysen eindeutig Frauen zugeordnet. All das ist in der Wissenschaftswelt bekannt, allerdings in der breiten Masse (noch) nicht angekommen - nicht zuletzt, weil Museen diese Narrative nicht umsetzen, zu wenige Medienhäuser darüber berichten.
Umso schöner (im doppelten Sinne) ist es zu sehen, wie Ulli Lust mit gängigen Mythen in ihrem Werk aufräumt und die Geschichtsschreibung "geraderückt" - und das mit sehr eindrucksvollen Zeichnungen. Absolute Empfehlung!
Vielen Dank an Netgalley und Reprodukt für das Rezensionsexemplar. Es hat meine Meinung zum Werk nicht beeinflusst
Sachbuch mal anders - aber es ist ein Sachbuch: vollgepackt mit Zahlen und wissenschaftlichen Erkenntnissen und Theorien. Aber zum Glück auf Comic-Leser*innen-Niveau, also sehr verständlich. Ich habe nach dem Lesen auf jeden Fall große Lust bekommen, das Museum für Ur- und Frühgeschichte meiner kleinen verstaubten Heimatstadt einmal umzukrempeln, die Bilder der herumsitzenden Frauen aufzuscheuchen und überall „Venus“-Figurinen hinzustellen. Es ist Wahnsinn, welchen Einfluss Perspektive in der Geschichtsschreibung auf die heutige Gesellschaft hat. Ich bin sehr dankbar, dass Ulli Lust sich diesem Mammutprojekt (hihi) gewidmet hat und aktuellere Erkenntnisse zur Urzeit vom faden Calibri-paper in eine bunte, greifbare Welt übersetzte hat.
Kleiner Abzug, weil die Storyline thematisch/zeitlich doch manchmal hin- und herhüpfte und für mich nicht mehr erkennbar war, in welchem Jahrtausend ich mich befinde und wohin dieser oder jene Name oder Fund nun eigentlich gehörte. Zwei, drei Übersichten hätten mir das Leseerlebnis dahingehend erleichtert.
Was für ein Buch! Ulli Lusts „Die Frau als Mensch“ ist weit mehr als nur eine Graphic Novel – Geschichte wird neu erzählt und sprengt dabei alte Denkmuster. Die Autorin räumt nämlich gründlich mit dem patriarchalen Blick auf die Steinzeit auf: Schluss mit dem Mythos, dass Frauen immer in der zweiten Reihe standen! Stattdessen zeigt sie anhand archäologischer Funde, DNA-Analysen und anthropologischer Forschung, dass Frauen in frühen Gesellschaften gleichberechtigt waren – bei der Jagd, in der Gemeinschaft, im Überlebenskampf. Und das ist kein Wunschdenken, sondern wissenschaftlich belegt! Und das Beste: Ulli Lust schafft es, all das nicht nur informativ, sondern dabei auch unterhaltsam und humorvoll rüberzubringen. Es freut mich sehr, dass der Titel für den Deutschen Sachbuchpreis 2025 nominiert ist und drücke die Daumen!
Eine etwas andere Erzählung der Anfänge der Menschheitsgeschichte, mit dem Fokus auf die Rolle der Frau und dem Aufhänger, dass viel der ersten von Menschen geschaffenen Kunst Frauen und Weiblichkeit darstellen. «Dabei geht das Buch weit über eine rein deskriptive illustrative Darstellung hinaus und es ist ein originelles Ineinandergreifen von wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Archäologie, Anthropologie und Kunstgeschichte, immer wieder inspiriert von Alltagserfahrungen.» Period.
Das Ganze ist ansprechend gezeichnet und dargestellt, für meinen Geschmack aber gerade bei der Darstellung von Menschen zu simplistisch und alltäglich.
Bonuspunkt für das Zitieren und Auftreten lassen von Alan Moore. The GOAT.
Eine sehr toll gezeichnete Graphic Novel. Anhand des Klappentexts hatte ich eine Geschichte erwartet, die sich rein auf Feminismus oder die Geschichte der Frau spezialisiert. Der Comic geht dann aber sehr tief auf die Geschichte der Eiszeitmenschen und anderen noch heute als Jäger und Sammler lebender Völker ein. Das war keineswegs unerwünscht, nur unerwartet. Ich habe viel gelernt und die Autorin illustriert fantastisch ihre witzigen Interpretationen von Überbleibseln eines vergangenen Lebens, die man so unterhaltsam von Wissenschaftlern und Archäologen wohl nicht bekommen würde. Eine eindeutige Leseempfehlung von mir.
Schön anzuschauendes und zu lesendes, informatives Buch über die Frühstgeschichte der Menschheit. Statt des Standardblicks auf die männliche Seite der Geschichte, wird hier die weibliche in den Blick genommen. "Trotzdem" geht es um die Menschheit als Ganzes und es ist ein Buch, das Allgemeinwissen für alle vermittelt. Niemand muss Angst vor vermeintlich feministischer Ideologie haben 😉
Spannend, wie Forschung und Anthropologie durch den Male Gaze bewertet wurden und das hier ein neuer blick auf die kulturgeschichtliche Entwicklung dargestellt wird. Anschaulich gestaltet, gut nachvollziehbar. hat Spaß gemacht.
Viele interessante Fakten und Gedanken, tolle Zeichnungen. Allerdings nicht ganz das, was ich mir aufgrund dessen Titels vorgestellt hatte. Es hat mich nicht so richtig gecatcht und der rote Faden hat mir gefehlt, daher hab ich es letztlich nicht beendet.
I always love Ulli Lust, and this was choc-full of interesting info - but it was presented in kind of a disjointed way and it was a bit less about feminine/feminist themes as I had expected. Maybe I'll re-read once the next volume is out and it will make a bit more sense.
Interessant, aber oft zu detailliert. Ich muss an David Graebers Bücher denken: „Wenn ich noch eine Seite mehr über irgendeinen Stamm von Buschleuten lesen muss, schmeiße ich das Buch weg!“
Die Geschichte der Menschheit auch aus Sicht der Frau erzählt. Sehr fundierte Graphic Novel mit den neuesten Erkenntnissen der Erforschung der Anfänge der Menschheit. Bin gespannt auf den 2 Teil.