20.07.2014 Optisch ein gelungenes Buch. Ich bin schon neugierig ober der Inhalt mithalten kann. 03.08.2014 Soeben ausgelesen und es bleiben gemischte Gefühle zurück. Wäre es ein Personenlexikon der Frauen in der Alpingeschichte dann würde ich die große Datenfülle und die Akribie mit der hier gearbeitet wurde besonders würdigen können. Da steckt sehr viel Arbeit dahinter. Aber das Buch will mehr. Es ist ein Ringen um Gleichbehandlung und konterkariert diese Absicht in den ersten Porträts. Dieses ewige Erwähnen der ersten Frauenbegehung nervt. Nach hundert Seiten hatte ich einen regelrechten Östrogenschock. Ines Papert meint dann endlich auf Seite 261 dass sie auf die erste Begehung durch eine Frau verzichtet denn wenn man es ernst meint mit der Gleichberechtigung müsse man auf die Sonderbehandlung des weiblichen Geschlechts verzichten. So sehe ich das auch. Oder Dörte Pietron meint, dass ihr das ganze Frauenspezifische auf die Nerven geht. Ich habe die Reiseerzählungen einer Alexandra David-Neel gelesen oder die Tagebuchaufzeichnungen einer Isabelle Eberhardt - diese Berichte waren ohne jede Wehleidigkeit. Aber zum Glück ist die jüngere Frauengeneration viel Selbstbewusster. Manchmal habe ich ja den Eindruck, dass sich Frauen untereinander (wie in der Mode und im Aussehen)gegenseitig mehr unter Druck setzen als es durch Männer geschieht. Schade, denn viele der Leistungen ob jetzt erste Begehung oder nicht sind einfach großartig.