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Dem Mond geht es gut

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Der neue Roman von Paulina Czienskowski

Eine traurigschöne Mutter-Tochter-Geschichte mit poetischer Strahlkraft

Mit der Geburt ihres Kindes blickt eine junge Frau anders in die Welt. Wörter schwinden, während Liebe und Verlustphantasien sie vereinnahmen. Erst jetzt erkennt sie, wie stumm ihre Mutter und Großmutter im Leben stehen. Wie sie versäumt haben, ihre eigenen zu erzählen. Wie Fragen nach Zugehörigkeit und Brüchen ständig einsickern. Mit tastender Genauigkeit nähert sie sich den sprachlosen Rätseln, zeichnet sinnlich wie schonungslos ihre Leben inmitten des Nebels ihrer Gedächtnisse nach. Denn woher soll ein Kind wissen, wohin es geht, wenn es nicht weiß, woher es kommt? In ihrem neuen Roman zeigt Paulina Czienskowski in zyklischen Bewegungen, was es bedeutet, zum Echo zu werden - drei Frauen, drei Mütter und ein neues Leben, das enttarnt, als wäre alles mit Spiegelfolie ausgekleidet.

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Published March 12, 2025

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Paulina Czienskowski

5 books22 followers

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Community Reviews

5 stars
49 (20%)
4 stars
92 (38%)
3 stars
68 (28%)
2 stars
26 (10%)
1 star
2 (<1%)
Displaying 1 - 30 of 33 reviews
Profile Image for Clara.
90 reviews8 followers
April 10, 2025
so sanft, so brutal, so poetisch. hat wunden aufgerissen aber auch geheilt. ein buch über mutter(sein), mutter werden, kind sein und kind bleiben. das buch hat mich unheimlich berührt, ich fand's ganz ganz kostbar, auch wenn ich absehen kann, dass es nicht für jede*n etwas ist. hoffe, dem mond geht es immer gut.
Profile Image for Antonia.
51 reviews15 followers
June 26, 2025
Vielleicht funktioniert dieses Buch besser in gesprochener Form. Für mich ist kein Rhythmus beim Lesen entstanden, ich denke das funktioniert alles deutlich besser, wenn man der Autorin beim Vorlesen zuhört. Die Sätze haben es mir schwer gemacht, nicht in ihrem Wortsalat zu verhungern. Sie sind wie flüchtig aufgeschriebene Gedanken, die manchmal auch miteinander in Verbindung stehen, aber eher wie ein Reflexionsprozess aus einem Tagebuch wirken. Und man darf auf keinen Fall den Fehler machen schneller zu lesen, wenn man rauswill aus dem ewig Deskriptiven und gerade nicht versteht wer hier mal wieder mit „Du“ angeredet wird, weil dann überliest man einen wahren und schönen, versteckten Satz irgendwo im Dickicht. Also liest man so schleppend vor sich hin und vereinsamt in der Traurigkeit des Beschriebenen. Oder ist mehrere Doppelseiten lang verwirrt, weil man nicht folgen kann oder den Anschluss schon verloren hat. Weil es keine Kapitel oder inhaltliche Dramaturgie gibt, es sind einfach alles Gedanken, die wie Wellen auf einen zu schwimmen und man muss irgendwie damit umgehen. Manchmal möchte man die Figuren gerne schütteln (außer natürlich das Baby) und aus ihrer Lethargie befreien.
Profile Image for Ileana (The Tiniest Book Club).
205 reviews34 followers
April 23, 2025
Klarer Fall von „muss ich lesen, weil das Cover so großartig ist“: „Dem Mond geht es gut“ ist der zweite Roman von Paulina Czienskowski, ein lyrischer, schwebender Text über das Mutterwerden/ Muttersein.

Die Protagonistin richtet sich an das Du, an ein Gegenüber, an die eigene Mutter. Sie erzählt von dem Fremdkörper, der sie anschwellen lässt wie in einem Traumszenario, von den Zweifeln, dem plötzlichen Gefangensein in der Verantwortung für ein anderes Lebewesen, den großen Ängsten um das Wohlergehen dieses neuen Wesens, aber auch von der Angst um den Verbleib des Selbst.
„Alles, was ich gerade bin, bin ich in Abgrenzung zum Kind. Jeder Satz über mich, ist auch einer über das Kind. Jeder trägt nun den Namen vom Kind: Kind.
Weiterschreiben, will bleiben.“

„Dem Mond geht es gut“ ist ein vorsichtiges Herantasten an eine Sprachlosigkeit, an eine mysteriöse Person, die doch unerträglich nah steht. Es gibt keine Handlung, keinen Plot, sondern ein Wortefinden, das ich besonders eindrücklich fand im Vergleich zur Sprachfindung des kleinen Kindes.

Die Protagonistin analysiert die Familienbeziehungen von Mutter und Großmutter, sie versucht sich selbst einzuordnen in ein feministisches Erbe. Ihr
Verständnis für die weibliche Position wächst durch die Geburt des Kindes, die alten Geschichten erscheinen nun in einem neuen Licht.

Der Roman entwickelt in seiner Liminalität eine Sogkraft, die schwer zu erklären ist und die für mich nur häppchenweise zugänglich war. Bei längerem Lesen empfand ich den Text als ermüdend, wünschte mir ein greifbares Gegenüber zur schwebenden, tastenden Spache.
„Dann ist man selbst die Mutter, und alles wirkt plötzlich verdreht. Und niemand scheint in der Lage zu sein, zu verhindern, dass die Gedanken gewohnte Gänge nehmen, dass der Körper bebt wie der der Eltern, damals ihre Sätze, eure, sie kommen einfach und es ist, als könnte ich nichts dagegen tun, ein Vollautomat, das Fenster schlägt zu, kein Luftzug, Fäuste, in den wütenden Händen meine Haare, der Ton peitscht, dabei wollen wir es doch genau nicht so machen, wollen es genau anders.
Profile Image for C..
12 reviews
August 3, 2025
Das Schönste, was ich seit Langem gelesen habe - Sprache, Form, Beobachtungen und Beschreibungen - Letzteres oft für Dinge, die manchmal so schwer zu benennen sind. So klug, so vielschichtig und auch vertraut.

Hab es mit Pausen gelesen, weil ich jedem Satz meine volle Aufmerksamkeit schenken wollte. Liest sich Streckenweise, trotz der teils fast lyrischen Form, sehr gut.

Hätte gerne noch mehr über die Protagonistin an sich im Heute erfahren.
Profile Image for Insa.
18 reviews1 follower
May 1, 2025
Lyrische Prosa ist ganz toll bis sich an nem lyrischen roman versucht wird und da wünsche ich mir dann hin und wieder kontext, paar eckdaten
16 reviews
July 29, 2025
Für mich liest sich das Buch wie unendliche Strophen eines Liedes.
Profile Image for Lara Theres.
15 reviews
December 19, 2025
Das konnte mich leider nicht richtig abholen. Mir fehlte aufgrund des monologischen Stils und den (Gedanken-)Sprüngen einfach der rote Faden. Oft konnte ich nicht ganz folgen. Der poetische Schreibstil gefiel mir zwar teilweise ganz gut, verstärkte aber auch meinen Eindruck, manchmal nicht mitzukommen.
482 reviews2 followers
March 12, 2025
Was für ein Meisterwerk! Von Anfang an war ich direkt in Paulina Czienskowskis Schreibstil verliebt, der sehr poetisch, atmosphärisch und gefühlsgeladen ist. Dazu das Thema, wir begleiten die Erzählerin, die frisch Mutter geworden ist, ihre Mutter und ihre Großmutter. Es passiert eigentlich nicht viel und das Buch ist auch nicht chronologisch aufgebaut, aber zwischen den Zeilen und in den Beziehungen steckt so viel. Immer wieder scheinen die drei Figuren zu verschmelzen, obwohl sie doch alle total verschieden sind. Auch spannend ist, wie die Erzählerin, die ja eigentlich die Hauptfigur ist, bewusst am blassesten bleibt, beinahe verschwindet, während sie beobachtet. Die anderen beiden Frauen konnte ich mir richtig gut vorstellen und es hat sich alles so echt angefühlt. Überhaupt hat mich dieses Buch so viel fühlen lassen. Die Männer der Geschichte werden nur als "Der Mann" oder "Der Vater" betitelt und wirklich alles wirkt so bewusst und perfekt auf den Punkt an diesem Buch.
Eine wirklich so tiefgehende und emotionale Beschreibung von Gefühlen und den Beziehungen zwischen den drei Frauen, vereint mit einem unfassbar tollen Schreibstil. Für mich ein Highlight und definitiv eine große Empfehlung!
Profile Image for Kathi.
8 reviews
April 11, 2025
Lest dieses Buch! Es hat so viel mit mir gemacht und so viel in mir bewegt. Paulina Czienskowski lässt ganz nebenbei Sätze fallen, die man auf der Haut fühlen kann, die man wieder und wieder lesen möchte, weil sie so poetisch, so traurig, so wahr, so erschreckend, so feinfühlig sind.

Die Erzählerin beobachtet, beschreibt und erkennt Momente, Erinnerungen, vielleicht auch Fantasien dreier Leben. Sie erzählt die Leben ihrer Mutter und ihrer Großmutter, die selbst stumm im Leben stehen, weil sie gelernt haben, als Frau zu schweigen, Dinge hinzunehmen. Die Erzählerin versucht Worte zu finden für eine Sprachlosigkeit und eine Angst vor dem eigenen Verstummen, die sie nach der Geburt ihre eigenen Kindes erreicht. In der liminalen Phase sucht, tastet, erahnt sie Sätze, Worte, Gedanken ihrer eigenen Geschichte.

Paulina Czienskowski beschäftigt sich auf so sanfte, emotionale, erschreckende Art mit weiblichen Körpern, mit der Macht, die andere über sie haben, mit Erschöpfung und Erinnerungen und der Frage nach Herkunft und Zugehörigkeit in Abgrenzung zu den anderen Menschen in einem Leben und den Leerstellen, die andere hinterlassen.

„Dem Mond geht es gut, niemand macht sich Sorgen um den Mond“ aber wie geht es der Mutter und wer sorgt sich um sie?
Profile Image for Robert.
138 reviews4 followers
May 20, 2025
6/10
2020 gehörte Taubenleben von Paulina Czienskowksi zu meinen Jahreshighlights. Dem Mond geht es gut ist nun das neueste Buch der Autorin. Die Protagonistin wird Mutter und reflektiert ihr eigenes Aufwachsen. Sie richtet den Text an ihre Mutter und schreibt, wie sie sie heute wahrnimmt, wie sie sie als Kind wahrgenommen hat und wie sie sich das Aufwachsen der Mutter als Tochter der Oma vorgestellt hat. So ist Dem Mond geht es gut eine Reflexion über das Muttersein, das Aufwachsen, das Erziehen und das Sein an sich.
Stream of Consciousness Literatur ist normalerweise absolut gar nicht mein Fall. Auch hier habe ich mich oft genug orientierungslos gefühlt, was aber auch an dem Format gelegen haben kann, denn ich habe das Buch als Hörbuch gehört. An anderen Stellen hatte ich jedoch sofort Bilder vor Augen und konnte mich tief in die Welt des Buchs hineinfühlen. Insgesamt war es für mich eher eine mixed bag, auch wenn ich die positiven Reviews ebenfalls gut verstehen kann.
Profile Image for Bibi Scholtyssek.
22 reviews1 follower
October 20, 2025
Meine Mutter sagte oft, wenn ich mich über sie beschwerte: Du kannst das nicht verstehen. Erst, wenn du selbst Kinder hast.

Ich habe keine Kinder und weiß nicht, ob ich jemals welche haben werde. Daher bin ich dankbar, diese lyrische Suche nach fehlenden Worten begleitet zu haben. Obwohl ich es also als wichtiges Buch betrachte, hat es etwas an mir gezehrt. Vielleicht ist aber gerade das die Intention gewesen? 3,5 Sterne.
Profile Image for miri:).
47 reviews
August 22, 2025
Wowowow das mochte ich richtig gerne. Thematik und Sprache haben mich total abgeholt!
Profile Image for Nadja Beng.
11 reviews1 follower
September 8, 2025
Intergenerationale Verwebungen ganz wunderschön in Worten dargestellt
Profile Image for lia.
60 reviews
April 29, 2025
roh und emotional, mich hats verzaubert.
Profile Image for Svea.
35 reviews
June 21, 2025
Zähes Leseerlebnis, aber tiefgründige Gedanken mit Identifikationspotenzial
Profile Image for Ex Libris.
92 reviews1 follower
November 3, 2025
Paulina Czienskowski schreibt mit einer Ruhe, die nicht besänftigt, sondern aufschließt. Dem Mond geht es gut ist ein Roman der Zwischentöne: Er erzählt von Liebe und Fürsorge, von Abgrenzung und Sehnsucht, vor allem aber von den feinen Rissen, die Beziehungen menschlich machen. Der Mond im Titel ist kein großes Symbol, eher ein stiller Begleiter, der an Zyklen erinnert: an Wiederholungen, Phasen des Auf- und Abflauens, an das Licht, das selbst in dunklen Nächten reicht.

Formal arbeitet das Buch mit dichten, oft kurzen Kapiteln, die wie Vignetten wirken. Zwischen den Szenen bleiben bewusst Leerstellen und gerade diese Pausen tragen. Was nicht gesagt wird, wiegt nach. Czienskowskis Sprache ist knapp und präzise, gleichzeitig poetisch, ohne zu dekorieren. Sie vertraut der Beobachtung: ein Blick, eine Geste, ein Satz – und plötzlich verschiebt sich ein ganzes Leben um ein paar Millimeter.

Themen wie Verantwortung, Körperlichkeit, Freundschaft und Familie stehen nie als Thesen im Raum; sie entstehen aus Situationen, die sich vertraut anfühlen, weil sie unaufgeregt und konkret sind. Das Buch hat ein feines Sensorium für Ambivalenzen: Man kann jemanden lieben und doch Distanz brauchen. Man kann stark sein und trotzdem müde. Diese doppelte Wahrheit hält der Text aus – und macht ihn so tröstlich.

Emotional wirkt Dem Mond geht es gut lange nach. Nicht, weil es laut wäre, sondern weil es wahrhaftig ist. Die Sätze lassen einen nicht los; sie legen sich wie kühle Handflächen auf eine überreizte Stirn. Am Ende bleibt das Gefühl, gesehen worden zu sein – in all dem, was schwer zu benennen ist.

Fazit: Ein stilles, kluges, sehr zärtliches Buch, das mit wenigen Mitteln viel sagt und nachhaltig leuchtet. Für alle, die Literatur lieben, die nicht erklärt, sondern versteht.
Profile Image for Lisi.
191 reviews5 followers
May 31, 2025
Ganz ganz tolles Cover, zu aller erst. Der Inhalt war auch toll, ein bisschen weniger toll als ich es nach dem Cover erwartet hätte. Es ist ein langer Text, ein Gedankenstrom über das was es heißt, Frau, Mutter & Großmutter zu sein. Die Ich Erzählerin verwebt ihre eigenen Erfahrungen als neue Mutter mit denen, die sie bei ihrer eigenen Mutter und diese wiederum bei ihrer Mutter beobachtet haben & füllt die Lücken dessen, was ihr ihre Mutter und Großmutter nie erzählt haben. Das Buch ist emotional, nostalgisch und sehr lyrisch - einerseits sehr schön, einerseits auch ein bisschen “too much” an manchen Stellen. Hatte das Gefühl, die Formulierungen sind in ihrer Blumigkeit teilweise etwas über das Ziel hinausgeschossen- zumindest für meinen Geschmack. Dadurch, dass es keinen wirklichen Plot gibt & man über die Ich-Erzählerin selbst relativ wenig weiß, war es teilweise auch nicht ganz leicht zu folgen & man musste oft Zeilen mehrfach lesen, um den Sinn zu verstehen. Das kann schön sein, aber eben nicht, wenn das ganze Buch voll davon ist. Trotzdem habe ich es gern gelesen und viel gefühlt! Vielleicht eher ein Buch zum fuehlen!
Profile Image for kristinaliest.
644 reviews9 followers
May 12, 2025
Paulina Czienskowskis neuer Roman „Dem Mond geht es gut“ ist eine poetisch dichte Erkundung weiblicher Erinnerungen und generationsübergreifender Sprachlosigkeit. Im Zentrum steht eine junge Mutter, deren Blick sich mit der Geburt ihres Kindes auf schmerzhafte wie berührende Weise verändert. Zwischen Liebe, Verlustangst und einer verstörenden Stille tastet sie sich durch das Erinnerungsgeflecht dreier Generationen – ihrer selbst, der Mutter und der Großmutter. In feinen, oft assoziativen Bewegungen wirft Czienskowski Fragen nach Herkunft, Identität und den nicht erzählten Geschichten auf.

In ihrer fragmentarischen Erzählweise verlässt Czienskowski bewusst klassische Romanstrukturen. Die Texte wirken tagebuchartig, fast wie lose Gedanken, die sich weniger zu einer Handlung als zu einem emotionalen Raum verdichten. Für Leser*innen, die einen zusammenhängenden Erzählfaden oder eine klar umrissene Geschichte erwarten, kann das enttäuschend sein.

So auch in meinem Fall: Ich hatte mit einem klassischen Roman gerechnet, einer fortlaufenden Geschichte mit Entwicklung und Spannungsbogen. Stattdessen fühlte sich das Lesen für mich an wie das Blättern in zusammenhanglosen Tagebuchseiten – poetisch, ja, aber oft auch schwer greifbar und ohne erkennbare Dramaturgie. Die stilistische Form steht hier klar im Vordergrund, doch wer inhaltliche Klarheit sucht, könnte sich verloren fühlen.

„Dem Mond geht es gut“ ist weniger Roman als literarisches Echo – zart, tastend, rätselhaft. Für manche Leser*innen mag das genau den Reiz ausmachen. Für mich blieb es jedoch eher eine verpasste Verbindung.
246 reviews
March 20, 2025
Die Hauptfigur ist Mutter geworden und reflektiert darüber die Mutter-Tochter Konstellationen in ihrer Familie. Zwischen der Angst unsichtbar zu werden und sich selbst zu verlieren sowie der Sorge um das Wohlergehen des jungen Lebens in ihrer Verantwortung, fragt sie sich, wie es wohl bei ihr und ihrer Mutter war. Und bei ihrer Oma. An sich sind die vielen Vergleiche, die Stillen Beobachtungen und gedachten Fragen interessant und stark reflektiert, ich fand es aber nach einiger Zeit ermüdend. Es mag daran liegen, weil ich nur eine Seite kenne, keine Mutter bin sondern nur Tochter und in dem unerfüllten Wunsch andere Fragen habe. Es mag auch daran liegen, dass ich das hier gezeichnete Männerbild als schwierig und nicht zeitgemäß empfunden habe. Der Mann und der Vater - nicht einmal eine Zugehörigkeit durch das Wort „dein“ statt „der“ war für mich befremdlich. Natürlich liegt der Fokus des Werkes auf den Mutterfiguren, dennoch habe ich mich damit schwer getan. Durch das auslassen von Namen soll es zwar sinnbildlich für alle Mütter und Töchter stehen können. Mich hat das aber nicht angesprochen. Dennoch sehr sprachgewandt geschrieben, bildlich. Aber ich bin wohl nicht die ideale Zielgruppe.
Profile Image for Jenny Witt.
21 reviews11 followers
April 1, 2025
3,5 ⭐️

Dem Mond geht es gut 🌙 ich habe in den letzten Tagen in sehr viele Neuerscheinungen reingelesen und bin in keine so richtig reingekommen. Alles war mir irgendwie zu laut, zu dies, zu das. Wahrscheinlich weil einfach auch alles einfach gerade sowieso schon laut und viel ist. Bei Paulina Czienskowski bin ich dann hängen geblieben. DEM MOND GEHT ES GUT war von Beginn an feinfühlig und präzise, wie es so in unausgesprochene Räume zwischen Mutter, Großmutter und Tochter hineinhorcht. Paulina Czienskowskis Sprache hat sich ganz zauberhaft und behutsam vorgetastet – jede Beobachtung treffend, manchmal schmerzhaft und doch auch wieder versöhnlich.

Es geht ums Tochter sein, selbst Mutter werden, darum, die eigene Mutter und Großmutter in den Erinnerungen zu befragen, zu hinterfragen, verstehen und auch nicht zu verstehen. Und es ging um Nähe und Abgrenzung, die durch Generationen hindurch klingt.


#paulinaczienskowski #buchrezension #buchtipp #lektüreempfehlung
Profile Image for ms_svensson.
46 reviews8 followers
May 15, 2025
In kurzen, poetischen Texten erzählt Paulina Czienskowski vom Mutterwerden – von Schwangerschaft, Geburt und der fragilen, intensiven Zeit danach. Zwischen Müdigkeit, Liebe, Überforderung und Glück entsteht ein literarisches Mosaik über einen der radikalsten Umbrüche im Leben.

„Dem Mond geht es gut“ liest sich wie ein Gedicht. Jedes Wort ist sorgfältig gewählt, jedes Bild trifft. Ich habe mich selbst in so vielen Zeilen wiedergefunden und wollte innehalten, zurückblättern, unterstreichen. Die Sätze so schön, es hat mir fast das Herz zerrissen.

Die Texte sind leise, klar und dabei voller Kraft – ehrlich, intim und niemals pathetisch. Mit Raum für Ambivalenz – für das Schöne wie das Schwere. Denn auch das ist, was Mutterschaft ausmacht.

Ein poetisches, zärtliches Buch über ein Thema, das selten so eindringlich erzählt wird. Empfehlung von Herzen und sicher ein ganz besonders Geschenk zum nächsten Muttertag.
Profile Image for janasbuecherwelt.
304 reviews21 followers
Read
June 11, 2025
"Dem Mond geht es gut" von Paulina Czienskowski ist laut Beschreibung des Verlags "eine traurigschöne Mutter-Tochter-Geschichte mit poetischer Strahlkraft". Ich bin etwas unentschlossen, ob ich dem zustimmen kann.

Denn für mich hat sich die erste Hälfte extrem verwirrend gelesen und sehr gezogen. Die zweite Hälfte wurde deutlich besser, aber die Strahlkraft konnte ich leider auch weiterhin nicht für mich finden.

Ich bin mir sicher, dass dieses Buch sehr vielen Leser:innen sehr gut gefallen wird, es sicherlich dem ein oder anderen Buchgeschmack sehr entspricht. Nur leider wurden wir keine Freunde. Durch die Verwirrung in der ersten Hälfte fiel es mir schwer wirklich dranzubleiben und den Funken zu finden.

Buchdetails: erschienen am 12.03.2025 im Blumenbar-Verlag - 192 Seiten - gelesen als eBook (16,99€, HC 23,00€) auf meinem Pocketbook Era.
Profile Image for Nele Bee.
25 reviews
August 12, 2025
Anfangs hat es einige Seiten gebraucht, bis ich in einen Lese-Flow kam. Ich habe das Buch in drei Sitzungen durchgelesen. Anders wäre es gar nicht möglich gewesen, weil es zum einen total catchy ist und zum anderen lyrisch auch eher anspruchsvoll zum Lesen ist, sodass man, wenn man einmal im Flow war, auch sehr invested war. Die Thematik ist sehr tiefgründig und die Wortwahl wirklich außergewöhnlich schön. Ich kann‘s empfehlen, wenn man mal Lust auf etwas Neues hat. Aber es war schon auch teilweise anspruchsvoll, die verschiedenen Stimmen voneinander zu trennen. Aber alles in allem eine schöne Erfahrung!
Profile Image for lisamarie.
2 reviews
May 5, 2025
die frage nach dem echo unserer mütter und großmütter in uns frauen, die wortlosigkeit, die stillen fragen, anspielungen und erwartungen. die frage wer wir sind, denn wir sind doch aus ihnen unseren müttern und großmüttern die uns in sich getragen und wir nun sie für immer in uns tragen werden. sie spielt mit wort und klang. lässt uns innehalten und dann wieder schwimmen in unserem eigenem selbstmitleid. ihre worte malen bilder die schon immer in unseren köpfen, lassen unsere körper die eigenschaften unserer mütter in uns spüren.
1 review
November 12, 2025
So ein wunderschönes Buch. Viel zu echt spiegelt es das Leben so vieler Frauen wieder, und spricht über das, wofür sonst die Worte fehlen.
Die Worte tanzen in meinem Kopf. Sie schreien tonlos danach, laut ausgesprochen zu werden, und auch beim stillen Lesen konnte ich sie auf meiner Zunge schmecken.

Sicher nicht für alle Leser:innen etwas, denn die Geschichte wird eher in Gedankenfetzen und Gefühlen erzählt als in greifbaren Fakten. Für mich war es gerade deswegen so ein schönes Buch. Hab es auch gleich meiner Mama vorgelesen :)
Profile Image for Antonia Simon.
60 reviews37 followers
July 22, 2025
Ich könnte es nicht besser sagen als die Rezensentin "Antonia" ein Stück weiter unten.
Lyrik schön und gut aber für einen Roman fehlen mir Zusammenhänge, ein Handlungsstrang an dem ich mich entlanghangeln kann. Ich konnte mir durch den tagebuchartigen Schreibstil nichts merken; es ist mir nicht aufgefallen, wenn ich eine Seite doppelt gelesen habe - wahrscheinlich hätte ich auch welche auslassen können. Hab ich auch getan, auf Seite 106 abgebrochen und ich glaube nichts verpasst zu haben.
Displaying 1 - 30 of 33 reviews

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