Die Fortsetzung der ungewöhnlichsten Coming-Out-Geschichte aller Zeiten
Heimlich ein Sextoy auf einer Secondhand-Plattform zu kaufen, war Damians schlechteste und beste Idee zugleich. Denn obwohl die Aktion ihn seine Beziehung gekostet hat, fand er so heraus, was er wirklich Emil. Der hatte das Toy zwar nur als Scherz eingestellt, aber die Online-Chats zwischen ihnen haben Damian endgültig klar Ich stehe auf Jungs!
Doch was bedeutet das im echten Leben für die beiden? Denn während sich Damian durch seine erste Pride Season eine völlig neue Welt eröffnet, bekommt Emil es mit der Angst zu tun. Wie zeigt er Damian, ehrlich zu sich zu stehen, wenn er selbst immer nur eine Maske trägt?
Und dann sind da noch die Entfernung und die Hürden des spießigen Kleinstadtlebens, denen sich die beiden stellen müssen … Hält die frische Beziehung all diesen Herausforderungen stand? Und schaffen es die beiden, sich zu öffnen und dem anderen wirklich zu vertrauen?
Gemeinsam erzählen die Bestseller-Autoren darkviktory und Kostas Kind eine Geschichte, die da ansetzt, wo viele andere aufhören. Einfühlsam, authentisch und mit viel Witz zeigen sie auf, wie es nach dem Happy End weitergeht und durchleben mit Emil und Damian die Höhen und Tiefen des ersten Beziehungsjahres.
Wer könnte authentischer, liebenswerter, lebendiger und schöner diese queere Romance besser erzählen, als die beiden Autoren selbst? Darkviktory und Kostas Kind brennen für das, was sie machen, und das merkt man dieser zweistimmigen Lesung an.
Secondhand Toyfriend Vol. 2 erzählt die Geschichte von Emil und Damian aus dem ersten Band weiter. Auch diesmal darf man beim Hörbuch den angenehmen Stimmen der beiden Autoren lauschen, und die Geschichte wird erneut abwechselnd aus beiden Perspektiven erzählt.
Auch wenn ich diesen zweiten Band wieder den Jugendbüchern zuordnen würde, fühlen sich die angesprochenen Thematiken und Probleme deutlich reifer an. Emil und Damian haben mit den Herausforderungen aufgrund der räumlichen Distanz zwischen ihnen zu kämpfen, müssen ihre Beziehung definieren und herausfinden, wer sie miteinander sind. Zugleich steht das Ende ihrer Schulzeit an, und sie müssen sich nicht nur über ihre beruflichen Perspektiven klar werden, sondern sich auch mit den Vorstellungen ihrer Eltern auseinandersetzen.
Mir hat sehr gefallen, wie die Geschichte der beiden weiter erzählt wurde und welche Entwicklungen sich ihnen in den Weg stellten. Vor allem mochte ich sehr, dass nicht mit Fehlern und Fehlentscheidungen gespart wurde, wodurch beide Protagonisten authentisch und nahbar blieben. Insbesondere die Darstellung dieser Fehler empfand ich als große Stärke des Buches, denn die Botschaft an die Lesenden ist sehr deutlich: Fehler machen gehört zum Leben, insbesondere zum Erwachsenwerden, dazu und bedeutet nicht das Ende.
Auch in diesem Buch spielt ein Toyfriend eine wichtige Rolle, und der Humor der beiden Protagonisten hat die sonst sehr ernste Geschichte immer wieder aufgelockert. Die erste Hälfte des Buches hat sich nach meinem Empfinden ein bisschen gezogen, und ich hätte mir zum Ende hin noch ein bisschen mehr Einblick in Damians Gefühlswelt (insbesondere nach seinem letzten Fehler) gewünscht. Dennoch hat mir auch dieser Teil wieder sehr gefallen.
Fazit: Eine sehr sinnvolle, spannende und authentische Fortsetzung von Band eins, in der Emil und Damian weiter (zusammen-) wachsen und sich neuen Herausforderungen stellen müssen. Ich spreche eine klare Lese- oder Hörempfehlung aus.
Damian und Emil fühlen sich sehr zueinander hingezogen, doch wie sollen sie herausfinden, ob sie eine Beziehung wollen, wenn sie nicht hundertprozentig sie selbst sind und weit voneinander entfernt wohnen? Auch die eventuellen Anfeindungen lassen die beiden zögern. Können sie unter solchen Bedingungen glücklich werden?
Damian und Emil sind sympathische Jungs, deren Gefühle und Gedanken ich gut nachvollziehen konnte. Die beiden sind Jugendliche, da ist es klar, dass sie mal Fehler machen und noch nicht wissen, wie man eine gute Beziehung führt. Trotzdem fühlt man mit ihnen mit und wünscht ihnen nur das Beste. Die Geschichte mochte ich gerne. Es geht um die ersten Anfänge einer Beziehung, behandelt aber auch das Leben der beiden allgemein. Es geht also auch zum Beispiel darum, was man nach der Schule macht oder um familiäre Probleme. Mir hat das gut gefallen, da die Story so mehr Tiefe gewonnen hat und den Lesern/Hörern zeigt, dass man seinen eigenen Weg gehen soll und das alles irgendwie schon gut wird, auch wenn es zwischenzeitlich nicht so scheint. Dass die Autoren den Charakteren ihre Stimme geben, finde ich gut. Denn schließlich wissen sie am besten, wie ihre Protagonisten fühlen. Ich bin aber auch etwas skeptisch, da nicht jeder das Zeug dazu hat, ein Hörbuch einzusprechen. Die beiden können das aber auf jeden Fall und es hat Spaß gemacht, ihnen zuzuhören. Das Duo weiß auch, wie es Emotionen gut rüberbringt, insbesondere die fröhlichen und schönen Momente wirken sehr glaubhaft, aber auch die bewegenden. Ich kann das (Hör-)Buch vor allem jugendlichen Lesern empfehlen, da auch die Protagonisten in diesem Alter sind und sich vermutlich mit sehr ähnlichen Problemen rumschlagen. Der Humor in der Geschichte ist gut und die beiden Protagonisten kann man nur ins Herz schließen.