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Die Krone der Dunkelheit #1

Die Krone der Dunkelheit: Die Krone der Dunkelheit 1

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High Fantasy von Nr. 1-SPIEGEL-Bestsellerautorin Laura Kneidl

Magie ist in Thobria, dem Land der Menschen, verboten - doch Prinzessin Freya wirkt sie trotzdem. Und das nicht ohne Grund. Vor Jahren wurde ihr Zwillingsbruder Talon entführt und seitdem versucht Freya verzweifelt, ihn zu finden. Endlich verrät ihr ein Suchzauber, wo sich Talon aufhä in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland jenseits der Mauer, das von rätselhaften Fae und blutdürstigen Elva bewohnt wird.

Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Wächter Larkin begibt sich Freya auf den Weg dorthin und muss ungeahnten Gefahren ins Auge blicken. Während sie noch um ihr eigenes Schicksal kämpft, regt sich eine dunkle Macht in der Anderswelt, die Thobria und Melidrian gleichermaßen bedrohen wird...

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First published October 2, 2018

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Laura Kneidl

39 books1,763 followers

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Community Reviews

5 stars
971 (43%)
4 stars
827 (36%)
3 stars
342 (15%)
2 stars
86 (3%)
1 star
31 (1%)
Displaying 1 - 30 of 290 reviews
Profile Image for Tami.
Author 36 books2,738 followers
November 8, 2018
Wowowow. Das Buch war so gut! Freu mich schon total auf die Folgebände!
Meine vollständige Rezension gibt es jetzt in meinem Lesemonat 🎬📚
Profile Image for Anniebananie.
701 reviews493 followers
August 31, 2019
WOW! Ich bin mehr als positiv überrascht von dem Buch!
Ich hatte zugegebenermaßen nicht mal allzu hohe Erwartungen an das Buch. Ich kannte von Laura Kneidl bisher nur die "Berühre mich. Nicht"-Dilogie (mochte ich sehr), hätte daher aber nicht damit gerechnet, dass mir auch High Fantasy von der Autorin gefallen könnte, aber so war es.
Zuersteinmal war das Worldbuilding große Klasse, am liebsten war mir der Magieaspekt mit den 4 Elementen. Alles war meines Erachtens nach auch super gut durchdacht und aufgebaut. Es gab mehrere für mich überraschende Plottwists und auch das Erzähltempo mochte ich sehr.
Auch sehr gelungen fand ich, dass die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird. War auch von Anfang an direkt drin in der Story.
Der Schreibstil war wie gewohnt super, die Charaktere alle sehr dreidimensional erschaffen und der Plot gut durchdacht. Auch die Bilder der Charaktere in der Mitte des Buches fand ich eine tolle Idee.
Ich könnte jetzt noch weiter schwärmen, aber ich glaube ich statte gleich lieber noch einer Buchhandlung einen Besuch ab um zu schauen ob Band 2 schon zu bekommen ist :)
Profile Image for justmiaslife.
355 reviews363 followers
June 24, 2020
- Rezensionsexemplar wegen Testlesen -
Rezension folgt am Erscheinungsdatum
Profile Image for Marius Kulin.
145 reviews200 followers
April 13, 2019
3/5 ⭐️ Tendenz sinkend!
Ich wollte wollte wollte es wirklich lieben aber es ging halt leider einfach nicht.
Ich war schon skeptisch, als ich den Klappentext gelesen hatte - hörte sich an wie etwas von SJM & n paar anderen Fanatsyromanen zusammengewürfeltes. Das war es zwar Gott sei dank nicht, aber besonders besser hat es das nicht gemacht.
Charaktere? Auf den ersten Blick unglaublich gut aufgebaut hat, auf den zweiten dann doch etwas fragwürdig, inwieweit sie überhaupt relevant für die Geschichte sind. Tiefe fehlte teilweise auch aber ich mochte den Diversity-Anteil!
Setting? Keine Frage, das war 1A, kann man nicht meckern.
Schreibstil? War gut, aber etwas zu viel Text auf einen Haufen. Hätte es schöner gefunden, wenn anstattea zu beschrieben eher mehr gezeigt worden wäre.
Handlung? Das Rad nicht neu erfunden ABER dennoch mit Potenzial richtig interessant zu sein.
Umsetzung? Möps. Leider super super langatmig und viel zu gezogen. Die Wandern nur und reden über heiße Luft und Gott und die Welt - da bringt auch ein Angriff der Elva nicht wirklich viel Spannung.
Beziehung der Charaktere? Größtenteils super unglaubwürdig und viel zu geforced. Viel wird einfach angenommen und abgewinkt. Die sehen sich einmal und bäm - Schockverliebt! Sorry, aber nein!?
Spannung, Wendungen, Plottwists? Waren da, waren wenn sie da waren auch gut; für meinen Geschmack aber viel zu wenig.

Ich wollte es ja wirklich lieben & ich habe es mir ganz ganz toll ausgemalt aber es hat mich doch sehr enttäuscht. Ich werde Band 2 trotzdem lesen, sooo schlimm war es nicht aber ich hatte wirklich erwartet, dass es viel viel besser werden würde.
Schade drum. Kann man lesen - muss man aber nicht.
Profile Image for beanwithasoul.
166 reviews105 followers
October 10, 2021
WAS WAR DAS BITTE? Der komplette 3. Teil im Buch... excuse me???

Ich verbeuge mich vor Laura. Ich bedanke mich bei Laura dafür, dass sie trotz mehrerer Zweifel an der Geschichte dran geblieben ist und sie versucht hat weiterhin umzusetzen. DKDD ist eine unfassbar große Abwechslung im Fantasybereich, wie ich finde. Die verschiedenen Perspektiven-Kapitel hat Laura sehr gut umgesetzt. Die Sprache ist so lebendig und spannend geschrieben, es war wahnsinnig einfach in die gesamte Geschichte reinzukommen. Ich liebe dieses Buch. Einfach nur großartig. Ich möchte Ceylan, Kheeran, Freya und Larkin noch nicht gehen lassen. Besonders wenn wir uns erst Mitte 2019 wiedersehen. Oh maaaan.

5000000005/5 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️!!!
Profile Image for Mandy, Erste ihres Namens, Mutter der Kaninchen.
606 reviews85 followers
January 14, 2022
Da fängt das neue Jahr gleich wahnsinnig gut an 🤩 Ich bin so froh dieses Buch endlich gelesen zu haben, denn es hat meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern übertroffen ❤️ Der Schreibstil ist grandios und vermittelt zu 100% Fantasy-Feeling. Von ihren Romance Büchern wusste ich bereits, dass sie toll schreiben kann, aber hier ist es wirklich nochmal ein ganz anderes Niveau. Ich hatte die ganze Zeit Kopfkino und durch die spannende Handlung, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Das Magiesystem und die Welt sind etwas ganz besonderes und ich bin schon richtig gespannt, was mich in den nächsten Bänden erwarten wird. Die Charaktere waren unglaublich gut und allein schon 5 Sterne wert. Sie sind alle verschieden und einzigartig, besonders Freya und Ceylan haben es mir angetan ⭐️

Ich habe rein gar keinen Kritikpunkt und würde die Geschichte jedem Fantasyfan absolut empfehlen!
Profile Image for Rain.
720 reviews122 followers
December 12, 2018

Ich bin bestimmt nicht die Einzige, die nach Berühre mich. Nicht. Laura Kneidls neues Buch kaum erwarten konnte. Dass ich Die Krone der Dunkelheit lesen würde, sobald es draußen war, war selbstverständlich. Nun habe ich es vor einigen Tagen beendet und bin zwiegespalten.



Fangen wir mit den Figuren an. Insbesondere in englischen Büchern spielt diversity eine immer größere Rolle, wogegen man in Deutschland kaum oder zumindest sehr viel weniger davon mitbekommt. DKDD ist der erste deutsche Fantasyroman, in dem ich bewusst wahrgenommen habe, dass nicht alle Figuren weiß und hetero sind. Zwei der Hauptfiguren sind schwarz und es wird immer wieder darauf eingegangen, wie dies ihr Leben beeinflusst (oder eben nicht) und eine Nebenfigur ist schwul. Es ist definitiv ein Schritt in die Richtung und Laura Kneidl hat sich damit meinen Respekt verdient.



Das Buch hat relativ viele Protagonisten die sich auf mehrere Handlungsstränge verteilen. Zum einen gibt es die Prinzessin Freya. Sie will das ihr zugedachte Schicksal, zu heiraten und irgendwann das Land zu regieren, nicht nimmt und unter anderem deshalb sucht sie nach ihrem Bruder Talon, der vor Jahren von Fae entführt wurde. Doch die beiden standen sich sehr nah und das merkt man Feyras Handlungen an. Sie vermisst ihren Zwillingsbruder, doch sie ist auch ein neugieriger Mensch und sie steht für das ein, woran sie glaubt.

Eine ebenso starke weibliche Figur ist mein Liebling, die Kriegerin Ceylan, die um jeden Preis Wächterin an der Mauer sein will, die das Reich der Fae und der Menschen von einander trennt. Sie erinnerte mich öfter mal an Celeana aus der Throne of Glass-Reihe. Sie kämpft darum, ihrem Traum in einer männerdominierten Position nachgehen zu können und sie lässt sich nichts von ihnen gefallen.

Weitere Hauptfiguren der Fae Prinz Kheeran, der Assassine Weylin, der beauftragt wurde, ihn umzubringen, sowie der Wächter Leigh, der Feyra auf ihrer Reise begleitet. Anders als bei den weiblichen Figuren hatte ich bei ihnen häufiger das Gefühl, dass sie nur einen „Daseinszweck“ haben. Es wird angedeutet, dass sie mehr ausmacht, als ihre jeweilige Aufgabe, doch insbesondere bei Weylin und bei Leigh kann man das fast vergessen.



Man merkt schon an dieser Aufzählung, wie viele Protagonisten das Buch hat und aus der Perspektive von jedem von ihnen wird die Geschichte erzählt, von manchen mehr, von anderen weniger. Nach jedem Kapitel wechselt die Sicht. Das war eines meiner größten Probleme. Ich habe das Buch über einen relativ langen Zeitraum gelesen und musste mich immer wieder neu in der Welt einfinden und sobald ich gerade anfing, rein zu kommen, endete das Kapitel und ich konnte wieder von vorne anfangen. Ich kann mir vorstellen, dass Leser, die das Buch nicht so lange ziehen wie ich, dieses Problem nicht haben, doch ich habe mich zwischendurch einige Male dabei erwischt, dass meine Motivation, weiterzulesen, niedrig war.



Ich mochte das World Building. Laura benutzt eine bildhafte Sprache, durch die die Umgebung greifbar wird und man einen Teil der Welt, die sie erschafft, miterlebt. Ich hätte mir noch ein wenig mehr über die Vergangenheit gewünscht, darüber, wie die Welt, wie sie dargestellt hat, entstanden ist. Vor allem was genau passierte, als Fae und Menschen sich von einander abgrenzten. Da DKDD erst der erste Band der Trilogie ist, finde ich das verzeihbar.



Wie fand ich die Idee an sich? Naja, sie ist nichts komplett Neues. Die Prinzessin, die ihr Schicksal nicht mag, findet man in jedem zweiten YA Fantasy Buch, auch die Kriegerin, die sich beweisen will, ist in Fantasy nicht selten. Ähnliches trifft auf die Fae zu, die in Seelie und Unseelie aufgeteilt sind. Vielleicht habe ich kein Buch mit genau dieser Kombination gelesen, dennoch hatte ich das Gefühl, alles schon mal gesehen zu haben und zu wissen, in welche Richtung sich alles entwickelt. Mir fehlte dieser Funke, der der Kombination Leben einhaucht.



Zuletzt will ich kurz auf die Beziehungen zwischen verschiedenen Figuren eingehen. Es gibt keine offene, im Zentrum stehende Liebesgeschichte, es werden lediglich Andeutungen gemacht, dass da in den folgenden Bänden noch was kommen könnte/wird. Ich mochte es, dass Laura den Figuren den Raum gegeben hat, ihre Ziele zu verfolgen, bevor etwas Ernsteres zwischen ihnen entsteht. Noch bin ich nicht bei allen überzeugt, dass sie tatsächlich ein Paar werden sollten, doch ich bin gespannt, wie sie sich noch entwickeln.



Fazit

Die Krone der Dunkelheit ist vielleicht nicht offiziell YA Fantasy, doch sie liest sich definitiv so. Es gibt bessere und schlechtere, dieses Buch würde ich etwas über dem Durchschnitt einordnen. Wenn man Lust hat, auf eine solche Geschichte, kann man es bestimmt ganz gut lesen, ansonsten verpasst man nicht allzu viel, falls man es ausfallen lässt.
Profile Image for Eylem.
160 reviews29 followers
October 24, 2019
2 - 2.5 ⭐️ Sterne

Also eins steht definitiv fest: Laura Kneidl und ich, das wird einfach nichts mehr mit uns.

Nach meinem absolut größten Lebensflop „Someone New“ war eigentlich für mich klar, dass ich in Zukunft nie wieder ein Buch von Laura Kneidl lesen möchte. „Die Krone der Dunkelheit” lag zu diesem Zeitpunkt jedoch schon auf meinem SuB, da ich es damals sofort beim Erscheinungstermin gekauft habe. Nachdem ich auf Instagram auch sehr viele Nachrichten zu meiner Meinung erhalten habe, meinten viele, dass Laura Kneidl das Fantasygenre auf jeden Fall viel besser beherrsche. Und ich bin ja auch der Meinung, dass jede Autorin irgendwann eine 2. Chance verdient hat, also habe ich nach Someone New ein paar Monate später zum ersten Band von „Die Krone der Dunkelheit” gegriffen.

Ich kann euch sagen, dass für mich die Theorie, dass Laura Kneidl das Fantasygenre besser schreiben kann als New Adult, auf jeden Fall stimmt. Trotzdem konnte mich das Buch nicht überzeugen, diesmal aus ganz anderen Gründen. Es ist für mich kein Lebens- oder Jahresflop, aber eben auch kein Highlight, denn ich hatte einfach zuuu viel Kritikpunkte zur ganzen Geschichte von Freya, Ceylan, Kheeran & co.

Ich bin wirklich nicht die Erfahrenste, was das Fantasygenre angeht, und möchte hier auch eigentlich nur meine Meinung zu diesem sehr gehypten Buch äußern. Ich weiß, das für seeeehr viele dieses Buch ein Jahreshighlight war & würde mich sehe freuen, wenn ihr dennoch meine Meinung akzeptieren würdet 🙈

Fangen wir mit dem 1. Kritikpunkt an: Das Worldbuilding war für mich einfach eine 1:1 Kopie von meiner Acotar-Königin Sarah J. Maas. Ich fand es zugegeben sehr schade, dass man einfach so eine Welt „klaut“ und dass man als eine der größten deutschen Autoren keine einzige eigene Idee einbauen kann.

Mein 2. Kritikpunkt ist, wie bestimmte Themen wie Demütigung & gar Vergewaltigung hier behandelt wurden (wie gesagt, ich bin kein Fan von GoT und habe bisher auch nicht soo viel Fantasybücher gelesen, das ist nur meine persönliche Meinung ☺️). Ich weiß nicht, wie es in anderen Fantasybüchern so ist, aber die Art wie das bei DKDD angesprochen wurde, war einfach überhaupt nicht meins. Ich werde jetzt auch nicht näher darauf eingehen können, da ich auf keinen Fall andere Leute spoilern möchte 😬

Zum 3. Kritikpunkt: BITTE WENIGER BESCHREIBUNG UND BITTE MEHR HANDLUNG. Ganze 430 Seiten lang hat sich die Geschichte einfach nur gezogen und gezogen und gezogen und ist vor sich hin geplätschert. Dann wurde es für 50 Seiten wieder spannened, bis diese Langatmigkeit wieder von vorne angefangen hat.

4. Kritikpunkt: Und diese ach so grooooße Wendung auf S. 430 (das letzte Kapitel vor dem 3. Teil) konnte einfach nichts in mir auslösen, weil ich es schon geahnt habe. Ich habe einfach gar nichts gefühlt, keine Aufregung, Nervosität, einfach gar nix.

5. Kritikpunkt: Ich hätte diesem Buch einen ganzen Stern mehr gegeben, wenn es weniger Freya und mehr Ceylan oder Kheeran gegeben hätte. Ceylan war einfach der coolste Charakter überhaupt und ich hätte sooo gerne mehr von ihr & Kheeran gelesen. Aber leider war dem nicht so: Denn Laura Kneidl musste ja so viel von Freya & Larkins ach so abenteuerlicher Reise erzählen. Aber vergeblich 😩

Die letzten 70 Seiten habe ich auch nur noch quergelesen, besser gesagt überflogen.
Zum Fazit kann ich euch leider nur sagen, dass in diesem 630-Seitigen Buch mir nur 2 Charaktere gefallen haben. Der ganze Rest war einfach nichts für mich. Ich bin wieder absolut enttäuscht und werde in Zukunft mein Geld für bessere Autoren ausgeben.
Profile Image for katharina ✨.
485 reviews58 followers
October 30, 2018
Ich wollte dieses Buch mögen. So sehr. Das wollte ich wirklich.

Die Krone der Dunkelheit ist eines dieser Bücher, das einem seit seinem Erscheinungstag andauernd auf Instagram über den Weg läuft – und jeder liebt es. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen. Ich habe mich riesig auf das Buch gefreut, da ich die Werke der Autorin ansonsten wirklich gerne mag und auch wenn der Klappentext mich nicht so ganz überzeugt hat, so war ich doch der festen Überzeugung, dass Laura Kneidl mich nicht würde enttäuschen können. Aber was soll ich sagen, ich lag offensichtlich falsch. Wobei enttäuscht vielleicht auch etwas hart ist, aber Die Krone der Dunkelheit hat mir jedenfalls nicht so sehr gefallen wie ich gehofft hatte.

Die Krone der Dunkelheit ist kein schlechtes Buch, das möchte ich damit nicht sagen. Aber es war irgendwie eben auch nicht das, was ich von einem guten Fantasybuch erwarte.

Eines meiner größten Probleme mit der Geschichte hatte ich weniger mit der Geschichte/Handlung an sich, sondern viel mehr mit den Charakteren. Wir lesen aus mehreren Sichten, was ich grundsätzlich gut fand, aber ich hatte einfach Schwierigkeiten damit mich für irgendeinen der vielen Erzähler zu interessieren. Ich hatte einfach keinen Grund mit ihnen mitzufiebern, ich wusste zu wenig über sie um sie wirklich zu mögen. Einige haben für die Handlung nicht einmal eine entscheidende Rolle gespielt, obwohl sie eine Vielzahl von Kapiteln hatten. Ich weiß bis heute nicht was ich an Ceylan so toll finden soll, außer, dass sie ein stereotypischer Kick-Ass Charakter ist. Bis auf dass sie für einen anderen Erzähler ein potenzielles Love Interest darstellt hat sie zumindest in diesem ersten Roman der Trilogie nichts dazu beigetragen die Handlung voran zu bringen und war für mich als Leser damit fast schon überflüssig. Nicht, dass es neben Freyas und Larkins gefühlt nicht enden wollender Reise nicht ganz nett war zwischendrin in eine andere Sicht zu schlüpfen und ein paar Action-Szenen präsentiert zu bekommen, aber trotzdem… bis zum Ende konnte ich mich nicht für Ceylan begeistern. Dafür wusste ich einfach zu wenig über sie. Klar, man erfährt ein wenig über ihre Vergangenheit, was sie dazu gebracht hat unbedingt ein Wächter werden zu wollen, aber ihre sture Art und das Befehle missachten und sich konsequent selbst überschätzen gingen mir ehrlich gesagt fast schon ein wenig auf die Nerven. Ein klarer Fall von Celaena-Sardothien-Syndrom. Es hat jedenfalls nicht dazu geführt, dass ich Ceylan sonderlich gut verstanden habe oder mit ihr mitfühlen konnte. Ich hatte das Gefühl ich lese nur über einen Charakter, aber erlebe nicht mit ihm zusammen seine Abenteuer.

Und mit Freya und Larkin hatte ich leider ein ähnliches Problem.
Prinzessin Freya sucht ihren totgeglaubten Bruder Talon, von dem sie sich sicher ist, dass er noch lebt. Dabei holt sie sich Hilfe von dem in Ungnade gefallenen Wächter Larkin, der ihr ganz bedingungslos hilft und sie beschützt, aus dem einfachen Grund, dass sie die Prinzessin ist und er Anhänger der Königsreligion, ergo betet er sie an – und verguckt sich ein wenig in sie, was auf Gegenseitigkeit beruht. Und damit wären wir eigentlich bei meinem größten Problem mit den beiden: Ich fand die Beziehung zwischen Freya und Larkin fast schon befremdlich, besonders wenn sie – wie angedeutet – in eine Romanze umschlägt. Die Rollenverteilung für eine Beziehung und wenn sie auch freundschaftlicher Natur ist, ist einfach etwas ungesund meiner Meinung nach, wenn eine der Parteien als Göttin verehrt wird, ob Freya das nun bewusst ausnutzt oder nicht.

Abgesehen davon hat sich Freyas Reise von Amaruné nach Nihalos – die Stadt der Unseelie – wahnsinnig in die Länge gezogen. Die ersten vierhundert Seiten des Buches passiert beinahe nichts, dann kommt ein Plot Twist, weitere rund einhundertfünfzig Seiten Langeweile, bevor das große – zugegeben (endlich) spannende – Finale samt Cliffhanger kommt. Was auch der Grund ist, weshalb ich so lange für das Buch gebraucht habe. Mir fehlte einfach die Motivation weiter zu lesen, da weder die Charaktere, noch die Handlung, mich dazu animiert haben.

Neben der doch eher seichten Handlung und den mäßig interessanten Charakteren war es außerdem der Schreibstil, der mir das Lesen schwer gemacht hat, beziehungsweise die penetrante Benutzung von Ausrufezeichen. Ich bin jemand der eine übermäßige Benutzung von Ausrufezeichen hinter jedem Hallo und Danke und gefühlt jedem zweiten Gedanken (womit ich jetzt leicht übertreibe, aber es hat mich einfach so so sehr genervt) nicht leiden kann. Was zugegeben eine eher persönliche Abneigung darstellt, aber nichtsdestotrotz. Es waren für meinen Geschmack eindeutig zu viele (unnötige) Ausrufezeichen, denn ich bin über jedes gefühlt gestolpert.

Weiterhin fühlte sich der Schreibstil für mich sehr gestelzt an; mir fehlte die Lockerheit. Das Setting ist eher mittelalterlich angehaucht und das merkt man auch der Sprache etwas an. Etwas, das mich eigentlich nicht stört, sondern dass ich ansonsten vielmehr positiv auffasse. Hier hat sich die Verwendung von Ausdrücken wie „Seid gegrüßt“ und zahlreichen weiteren allerdings eher verkrampft angefühlt, irgendwie unnatürlich. Ich weiß auch nicht, zu einem großen Teil waren es sicherlich auch die Ausrufezeichen, aber der Erzählstil hat mir insgesamt einfach wenig zugesagt; ich habe mich durch einige Passagen und ellenlange Beschreibung eher durch gequält, als dass ich das Lesen genossen haben.

Wie ich befürchtet habe, habe ich bisher nur gemeckert und Die Krone der Dunkelheit steht jetzt als ziemlich schlechter Roman da, was eigentlich nicht das ist, was ich erreichen wollte.
Die Krone der Dunkelheit ist, wie ich oben bereits gesagt habe, keinesfalls ein schlechtes Buch. Ich hatte zwar massive Probleme hier und da, aber nichtsdestotrotz ist es ein recht solider Einstieg in eine Fantasywelt, von der ich mir in den nächsten Bänden mehr erhoffe – vor allem mehr Überraschungen und mehr Sinn hinter den hier vorgestellten Charakteren. Neben Ceylan fand ich nämlich zum Beispiel den Piraten Elroy handlungstechnisch nicht weiter wichtig (bisher), was mich enorm gewundert hat, da er eine der Figuren ist, von denen es Zeichnungen im Buch gab.

Handlungstechnisch gestaltet sich Die Krone der Dunkelheit wie ebenfalls bereits erwähnt recht seicht. Zwar fängt es ziemlich aufregend an, aber dadurch, dass man immer wieder zwischen Sichten springt passiert letztendlich eigentlich nicht viel und zum Teil nehmen gewisse Sichten auch die Spannung aus dem weiteren Geschehen, wie ich finde. So liest man beispielsweise einige Kapitel aus der Sicht von Weylin, einem Assassinen, der einen der Hauptcharaktere ausschalten soll, was natürlich aber jedem Angriff aus Sicht seines Ziels die Überraschung nimmt.
Außerdem wirkten einige Handlungsstränge arg konstruiert, während andere sich viel natürlicher und passender angefühlt haben. Besonders Ceylans Auftauchen bei Kheerans Krönung ergibt einfach so wenig Sinn, dass es mich fast ein wenig geärgert hat, dass man sie nicht eleganter von A nach B bewegt hat.
Man merkt dem Buch einfach was die Handlung angeht extrem an, dass es sich dabei um den ersten Band einer Reihe handelt. Viele Sachen werden ins Rollen gebracht, einige Fragen geklärt, ein paar offen gelassen, aber bisher ehrlich gesagt auch nicht genug, dass ich mir vorstellen könnte, wie man ganze zwei weitere Bände damit füllen möchte. Zwar endet Die Krone der Dunkelheit recht offen und die Schicksale der Charaktere sind allesamt nicht in Stein gemeißelt, aber nichtsdestotrotz wurden hier keine riesigen Konflikte aufgeworfen, es haben sich keine großen, unlösbaren Probleme aufgetan. Durch die vielen Sichten passiert letztendlich dementsprechend halt auch nicht so viel, wodurch die Handlung insgesamt sehr überschaubar bleibt.

Aber da ich schon wieder nur am Meckern bin, was ich eigentlich gar nicht wollte/vor hatte, kommen wir zum Fazit.
Wir halten fest: Die Krone der Dunkelheit erfindet das Rad nicht neu. Es wird sich altbekannter Elemente bedient, die ganz nett umgesetzt werden. Ein Fall von kann man lesen, muss man aber nicht. Das Buch macht vieles falsch, aber auch einiges gegen Ende wieder richtig, auch, wenn das für mich zu spät war, denn zwischenzeitlich hatte ich die Lust an der Geschichte einfach verloren. Dennoch interessiert mich das Schicksal von ein paar Charakteren zumindest genug, dass ich gewillt bin dem zweiten Teil noch eine Chance zu geben. Denn Die Krone der Dunkelheit ist keine totale Katastrophe, auch, wenn das jetzt vielleicht so klingt. Es ist ein solider Fantasyroman, der mich einfach nicht vom Hocker gerissen hat.
Profile Image for Lieblingsleseplatz .
233 reviews43 followers
October 23, 2018
Das Cover ist wunderschön und wird dem Inhalt echt gerecht (und das will was heißen!). Der Sand der Sanduhr ist richtig spürbar und man möchte das Buch die ganze Zeit streicheln… wenn der Inhalt nur nicht so spannend wäre!

Die Geschichte wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Das macht sie sehr lebendig. Die Kapitel aus Freyas und Ceylans Sicht überwiegen jedoch. Richtig so, sind sie für mich doch die wahren Hauptdarsteller. Durch die Wechsel wird nicht nur die Perspektive eine andere, sondern auch die Schauplätze wechseln. So kommt nie auch nur ein Moment der Langeweile auf. Ähnlich wie bei Game of Thrones wird der Leser immer tiefer und tiefer in die Handlung gesogen – ohne Chance auf Entkommen!

Freya Draedon ist Prinzesschen wider Willen. Seit ihr Zwillingsbruder Talon spurlos verschwunden ist, muss sie sich mit dem Gedanken anfreunden, eines Tages den Thron ihres Reiches zu besteigen – was sie um jeden Fall verhindern will! Ihren Bruder wieder zu finden ist die einzige Chance auf ein Leben ohne Regierungsgeschäfte. Das ist aber nicht der einzige Grund, warum sie sich auf die gefährliche Suche nach Talon macht – nie hat sie seinen Verlust überwunden. So schreckt sie auch nicht davor zurück, verbotene Magie dafür anzuwenden… Sie macht sich bei Nacht und Nebel gemeinsam mit Larkin Welborn, einem verurteilten unsterblichen Wächter, auf die Reise ins magische Land der Fae um ihren Bruder wieder nach Hause zu holen. Doch was sie wirklich findet, hätte Niemand erwartet…

Ceylan Alarion will nur eins: eine unsterbliche Wächterin werden! Dabei sind ihre gefährlichsten Gegner nicht mal die Monster oder ihre männlichen Kollegen, sondern meist sie selbst… Ich habe echt lange überlegt was ich über Ceylan schreiben soll. Nicht, weil sie so nichtssagend wäre – NEIN! Weil ich sie abgöttisch liebe! Ich bin #teamceylan – voll und ganz! Selten habe ich mich so in eine Protagonistin hinein fühlen können wie in diese mutige Kämpferin, die das Herz allzu oft auf der Zunge trägt und sich so immer wieder in Schwierigkeiten bringt…

Es gibt noch so viele tolle Charaktere in Die Krone der Dunkelheit… Kheeran, Aldren, Leigh, Weylin oder mein Lieblings-Pirat Elroy … Und obwohl mein Favorit schon immer Ceylan war, verstehe ich auch gut, dass viele Leser absoluter Freya-Fan sind oder auch ihr Favorit einer der anderen Protagonisten ist… Denn die große Stärke von Laura Kneidl liegt eben in der Ausarbeitung ihrer Charaktere. Völlig egal ob New Adult, Dystopie oder High Fantasy – immer schafft sie es, ihren Figuren so viel Leben und Natürlichkeit einzuhauchen, dass man meint, es gibt sie wirklich irgendwo. Das ist eine großartige Leistung, denn ich bin jetzt weiss Gott keine amerikanische Studienanfängerin (wie in Berühre mich. Nicht.) oder eine unsterbliche Wächterin (leider) – aber immer bin ich dank der Autorin voll und ganz in den Köpfen der Protagonisten! Wahnsinn!

Die Krone der Dunkelheit ist tolles High Fantasy. Freunde dieses Genres werden begeistert sein! Aber ich glaube, die Geschichte würde auch in einem anderen Setting prima funktionieren (ok, das mit der Magie wäre dann schwierig) – aber ihr wisst schon was ich meine – Laura Kneidl hat einfach ein super cooles Buch geschrieben, das auch Leser begeistert, die nicht unbedingt schon immer im Fantasy-Bereich zu Hause sind.

Ich erzähle es wirklich JEDEM:
Lest dieses Buch!
Die, die schon meinem Rat gefolgt sind, haben es nicht bereut. Geht mit all den vielschichtigen Charakteren auf die Reise – durchs magische Land und zu sich selbst.

Das Buch endet – wie soll es auch anders sein – mit einem großem Knall und dem großen Verlangen nach einer Fortsetzung. Keine Sorge, nächstes Jahr ist es soweit. Ich vergebe von ganzem Herzen 5 von 5 Lieblingslesesessel für Die Krone der Dunkelheit!
Profile Image for Denise.
639 reviews
October 27, 2018
Was für ein Buch 😨😍😍😍😍.

Die Krone der Dunkelheit ist erst mein zweiter Fantasy Roman von Laura Kneidl und ich bin begeistert!
Die Geschichte ist durch die vielen Charaktere so vielschichtig und tiefgründig, dass man richtig mitgerissen wird!
Außerdem kommt natürlich auch die Spannung nicht zu kurz und man fiebert bis zur letzten Seite mit 😄.

Ich könnte euch gerade nicht mal sagen wen ich am sympathischsten finde 🤔😳. Wahrscheinlich Kheeran 🤔, oder Freya, oder Ceylan, oder Leigh 🤔. Ach ich hab keine Ahnung 😂😂😂😂. Ich denke ich würde mich aber für Kheeran entscheiden 😄😍💕
Profile Image for Daniela.
529 reviews36 followers
June 26, 2020
Puh :/ Würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich hier nicht enttäuscht wurde. Es passiert einfach sooooo wenig. Und dann kam endlich mal was nach 400? Seiten und es war keine große Sache. Dafür, dass ein Teil vom Plot sich darum gedreht hat... hatte ich echt mehr erwartet als ein „okay, cool.“ und das war im Prinzip die Reaktion. Freya war langweilig, fad, hatte null Persönlichkeit. Ohne sie hätte mir das Buch sooo viel besser gefallen. Die Welt war interessant. Aber Freya und auch die Kapitel von Larkin waren langweilig :( Die Geschichte läuft ohne großes Auf und Ab durch viel zu viele Seiten. Der Cliffhanger bringt mich auch nicht zum weiterlesen.
Profile Image for Laura.
90 reviews23 followers
October 9, 2018
Dieses Buch klang nach etwas, das genau meinen Geschmack treffen könnte – und das hat es über weite Strecken auch. Es ist komplexes High Fantasy, die Welt und der Plot sind gut durchdacht und es gibt gelungene Twists. Zu Beginn war ich ziemlich begeistert, da die Charaktere und ihre Storylines vielversprechend klangen und ich den Schreibstil sehr mochte. Umso mehr hat mich die Geschichte zum Ende hin enttäuscht, weil sich immer mehr Unstimmigkeiten eingeschlichen haben und die Auflösungen teils zu einfach und lieblos konstruiert waren. Generell fehlte mir das gewisse Etwas, sodass ich dem Buch insgesamt 3 Sterne gebe.

Zunächst zu den positiven Aspekten: Mein Highlight ist definitiv das Worldbuilding, insbesondere in Sachen Setting, aber auch was das Magiesystem anbelangt. Einzelne Komponenten des Magiesystems haben sich mir zwar nicht ganz erschlossen, aber das hat mich nicht weiter gestört. Ansonsten lebt das Worldbuilding von großem Detailreichtum, man bekommt ein Gespür für die Welt und das Gesellschaftssystem. Dadurch, dass Freya und Larkin viel herumreisen, lernt man außerdem große Teile der Welt kennen und es gibt tolle Alltagselemente.

Was ich ebenfalls gelungen fand, war die komplexe Vorgeschichte und wie sich diese Stück für Stück entfaltet, mit dem Höhepunkt am Ende des zweiten Teils, als Talons Identität offenbar wird. Dieser Moment war zugleich mein Highlight, und obwohl ich den Twist schon ein bisschen vorher habe kommen sehen, ist er ziemlich gut gemacht.

Nicht ganz so gut hat mir dagegen die Entwicklung des Plots gefallen, denn der war mir schlichtweg zu dünn für solch ein umfangreiches High Fantasy Projekt. Die Handlung ist um die Krönung des Fae-Prinzen Kheeran zentriert; es gibt im Hintergrund ein Komplott, um den Prinzen zu töten, und parallel dazu sucht Freya nach ihrem verlorenen Bruder. Die verschiedenen Storylines werden im Zuge der Krönung zusammengeführt, aber drumherum passiert herzlich wenig. Über weite Strecke reisen Freya und Larkin nur durch die Gegend und Kheeran philosophiert darüber, dass er nicht König sein will. Weylin dagegen scheitert ein ums andere Mal dabei, Kheeran zu töten, und die bloße Tatsache, dass er eine POV bekommt, raubt der Geschichte jegliche Spannung, da man immer schon vorher ahnt, dass er scheitern wird. Abgesehen von dem Twist am Ende des zweiten Teils kam bei mir deshalb nicht wirklich Spannung auf – und selbst der Effekt, der mit dem Twist einhergeht, hält nicht lange an, da danach alles viel zu schnell aufgeklärt und von den Charakteren akzeptiert wird. So wurde zum Beispiel zwischen Freya und Kheeran überhaupt keine Beziehung aufbaut, es war zu viel tell und zu wenig show – das gilt im Übrigen auch für die Konstruktion der meisten Charaktere. Ihre Motive und Ziele werden klar benannt, aber wirklich glauben konnte ich ihnen das alles nicht, weil es sich nicht in ihrem Verhalten niedergeschlagen hat.

Mein größtes Problem in dieser Hinsicht ist Ceylan. Die taffe Wächterin und Kämpferin, die vom character design her eigentlich genau meinen Geschmack trifft. Tatsächlich war sie aber der Charakter, den ich am allerwenigsten mochte. Ich verstehe nicht wirklich, welche Funktion oder Daseinsberechtigung sie in dieser Geschichte hat, denn ihre Storyline war vollkommen irrelevant für den Plot, sie baut keinerlei zwischenmenschliche Beziehungen auf und tut auch sonst nichts außer sich zu beschweren und zu sagen, wie sehr sie die Fae hasst. Ich persönlich fand sie einfach nur anstrengend. Auch habe ich ihr von vornherein nicht abgekauft, dass es ihr großer Traum ist, eine Wächterin zu werden. Dafür wirkte sie zu unvorbereitet, ihr fehlte die Leidenschaft und generell die Charaktertiefe. Des Weiteren ist es viel zu plakativ, dass sie die einzige Frau unter den Wächtern ist und auch die erste, die je aufgenommen wurde. Generell hat mir nicht gefallen, dass das Gesellschaftssystem mal wieder so klassisch patriarchal ist; da hätte ich mir irgendwie etwas Innovativeres gewünscht.

Eine andere Sache ist die Liebesgeschichte zwischen Ceylan und Kheeran – bislang ist nichts in der Hinsicht passiert, aber es wird sehr stark darauf hingedeutet. Zu stark für meinen Geschmack, denn die beiden sind sich genau einmal begegnet und haben gefühlt 2 Sätze miteinander gewechselt. Dann denkt Kheeran auf einmal ununterbrochen an sie. Das ist nicht romantisch, sondern völlig überzogen. Ebenso bei der nächsten Begegnung: Ceylan steht im Verdacht, die Königin ermordet zu haben und Kheerans erster Gedanke ist: „Das würde sie mir nie antun.“ Dabei haben die beiden überhaupt keine Verbindung, die ein derartiges Vertrauen rechtfertigen würde! Kheeran habe ich viel mehr mit Aldren geshippt, denn die beiden haben tatsächlich eine enge Bindung. Aldren war allgemein mein liebster Charakter. Ich finde es schade, dass er nicht mehr Raum bekommen hat.

Die sich anbahnende Beziehung zwischen Freya und Larkin ist etwas glaubhafter und könnte in den Folgebänden auch ganz gut werden, allerdings finde ich sie zugleich auch etwas bedenklich. Von Larkins Seite ist von Anfang an eine große Verehrung für Freya vorhanden, da er sie aufgrund seiner Religion als Göttin ansieht. Im Zuge dessen idealisiert er sie total – das ist alles andere als die Grundlage einer gesunden Beziehung. Auch finde ich Larkin als individuellen Charakter ziemlich nichtssagend und, ähnlich wie Ceylan, ein bisschen überflüssig. Als Freyas Beschützer erfüllt er zwar eine Funktion für den Plot, aber sobald Freya ihren Bruder gefunden hat, gerät Larkin in den Hintergrund und sagt sogar selbst, dass er jetzt keine Bedeutung mehr hat. Irgendwie ziemlich ironisch. Sein character design gefällt mir nicht; er definiert sich dadurch, anderen zu helfen, aber abgesehen davon scheint er keine Eigenschaften zu haben. Auch sagt er, dass er von Freya gebraucht werden will und sich sonst genauso gut umbringen könnte… ebenfalls keine Basis für eine gesunde Beziehung. Am meisten enttäuscht hat mich jedoch, dass nicht mehr hinter Larkins Inhaftierung steckte. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, warum er eingesperrt gewesen ist, aber niemand sonst hat diese Frage gestellt. Zugleich wurde aber auch kein Geheimnis darum gemacht, es schien einfach… irrelevant und wurde so hingenommen. Auch das zeigt, dass Larkin als Charakter recht blass ist, denn selbst die potentielle spannende Hintergrundgeschichte ist am Ende nur Schein.

Alles in allem fand ich die Handlung auf den ersten Blick zwar gut durchdacht, aber in den Details haben sich dann doch mehr und mehr Unstimmigkeiten aufgetan. Zum Beispiel erschließt sich mir absolut nicht, warum Valeska bis jetzt gewartet hat, um Weylin erneut mit Kheerans Ermordung zu beauftragen. Und warum beauftragt sie nicht einfach jemand anderen, nachdem Weylin damals ihren Befehl nicht ausgeführt hat und auch jetzt immer wieder scheitert? Es lässt sie inkonsequent und nachsichtig erscheinen, was eigentlich nicht zu ihr zu passen scheint. Auch die Figuren konnten mich überwiegend nicht überzeugen, emotional mitreißend fand ich leider keinen von ihnen, und so bin ich noch unentschlossen, ob ich mir den zweiten Band kaufen werde.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Anja.
385 reviews10 followers
November 30, 2018
Ich quäl mich einfach nur noch durch die Seiten, es passiert einfach gefühlt nichts deshalb...
Abgebrochen auf Seite 364!
Profile Image for Luzie.
1,012 reviews103 followers
September 1, 2020
This review may contain SPOILERS!
I've struggled quite a bit with how I should rate this book. The first thing that came to mind while I started this story, was how it read like a mixture of "Throne of Glass", "A Court of Thorns and Roses" and "The Dark Artifices". I was scared this was gonna be a story that lacked originality. Luckily I crawled my way through the first part, cause the second and especially the third, were the parts that really captured my attention. My favorite characters range between Ceylan, Kheeran, Leigh, Larkin and Freya (even though she seems way too naive sometimes). On the other hand I also thought there were characters which were pretty annoying, and even killed my mood to read this book (unfortunately). The main one being ... Elroy! I just thought his character was too insignificant to be that cocky, which in turn made him unlikable to me and thereby just unnecessary. All in all though, the whole story turned from "meh" to "I wonder how this will play out" pretty quickly in the end, and I do wanna continue reading this series and see how it will all end.
4/5 stars
Profile Image for Elli.
146 reviews
September 1, 2019
Ich fand es gut, allerdings find ich die Welt generell etwas langweilig. Die Unterschiede zwischen den Fae und den Menschen sind mir zu gering und spielen eine viel zu geringe Rolle. Außerdem hätte ich mir mehr Politik erhofft, die bisher kaum zum Tragen gekommen ist. Ich freu mich aber auf den zweiten Teil!
Profile Image for Anabelle Stehl.
Author 21 books556 followers
October 5, 2018
Es war so gut, dass ich jetzt ziemlich beleidigt bin, bis 2019 auf Teil 2 warten zu müssen. 😩
Profile Image for Nina.
309 reviews52 followers
April 19, 2019
Auch ich bin endlich einmal dazugekommen, dieses unfassbar gehypte Buch zu beenden.

Für die ersten 200 Seiten hab ich ewig gebraucht, was aber wohl auch daran lag, dass ich in letzter Zeit eher weniger Lust auf Fantasy hatte.

Die restlichen Seiten hab ich dann recht schnell gelesen und da konnte mich die Geschichte auch wirklich begeistern, auch wenn ich den wahnsinnigen Hype um das Buch immer noch nicht so ganz nachvollziehen kann.
Ja, es ist gut, aber es hat auch seine Schwachstellen. Für mich lag die größte davon bei den Charakteren, insbesondere Freya. Sie ist mir die ganze Geschichte über einfach viel zu eindimensional geblieben. Ihr größtes Ziel ist es, ihren Bruder zu finden. Und viel mehr erfahren wir auch nicht über sie. Ich hoffe mal, dass sich das in den nächsten Bändern ändern wird.

Das Worldbuilding und die vielen unterschiedlichen POVs haben mir aber richtig gut gefallen. Zunächst war ich zwar etwas skeptisch demgegenüber, da mich viele POVs doch gerne mal verwirren, das war hier aber überhaupt nicht der Fall.

Gut gefallen hat mir auch die Handlung, auch wenn eine Wendung tatsächlich recht offensichtlich war. Ich hab sie dennoch überhaupt nicht kommen sehen und musste dann wirklich erstmal den Kopf über mich schütteln...

4,5 Sterne von mir und ich freu mich schon richtig auf den zweiten Band.
Profile Image for Leah City of Words and Pages.
676 reviews294 followers
November 28, 2018
Insgesamt ein schöner Einstieg in eine High Fantasy Welt 🤗.
Ich hätte mir mehr wörtliche Rede als die ganzen Beschreibungen, Monologe etc. gewünscht, weil es dadurch manchmal langweilig und langatmig war ...

Am liebsten hätten ich nur die Geschichte über Ceylan gelesen, sie mochte ich mit Leigh am aller liebsten ❤️.

Der Handlungsstrang mit Freya war für mich uninteressanter und ihre Beziehung zu Larkin nicht so wirklich greifbar.

Und es gab einen krassen Plottwist 😱!
2,988 reviews17 followers
November 23, 2020
Prinzessin Freya lebt in Thobria, dem Land der Menschen und dort könnte sie für ihre Magie getötet werden. Sie ist auf der Suche nach ihrem Zwillingsbruder und dieser soll in Melidrian sein. Der Wächter Larkin soll sie begleiten und sie beide zurück nach Thobria bringen. Doch alles läuft anders als gedacht. Gleichzeit versucht Ceylan eine Wächterin zu werden, doch noch nie war eine Frau ein Wächter geworden. Zwei Frauen, zwei Schicksale...
Sehr interessanter Beginn mit vielen Informationen bzw. Kleinigkeiten für das Land, den Charakteren und die Atmosphäre. Manch mal zu viele, aber evtl. sin die auch wichtig für später. :) Man lernt jeden Charakter erst etwas näher kennen. Freya, Larkin, Ceylan und noch ein paar andere Figuren, die sich immer wieder mit ihren Geschichten abwechseln. Trotz des Wechsels bleibt es spannend und man ist gespannt wohin einen die Geschichte bringt. Dann die letzten 3 Std. sind einfach der Hammer. Es packt einen und lässt einen nicht so schnell wieder los. Voller Spannung lauschte man dem Geschehen und fragt sich wohin einen die ganzen Intrigen noch bringen werden. Man merkt das man sich dem Ende des Bandes nähert. Die Fäden der Figuren vereinen sich und es geht zum Höhepunkt hin. Geheimnisse werden gelüftet und neue tauchen auf. Band 2 muss ich gleich beginnen, denn ich will wissen ob die Wahrheit siegt und ob ich mit meinen Vermutungen recht habe. :)
371 reviews14 followers
February 2, 2020
Bücher wie „Die Krone der Dunkelheit“ machen es mir oftmals schwer, eine Rezension zu schreiben. Nicht, weil sie besonders gut oder schlecht wären, sondern weil sie sich in einer merkwürdigen Grauzone dazwischen bewegen. Ich könnte es in diesem Fall nichtmal als Hassliebe bezeichnen, da dieses Buch in mir zu keinem Zeitpunkt nennenswert starke Gefühle hervorrufen konnte. Es war gut geschrieben, die Charaktere waren vielfältig und die erdachte Welt war interessant. Die Handlung bewegte sich allerdings auf einem immer gleichen Spannungniveau. Keine Höhen, keine Tiefen. Gleichbleibend gut, aber eben ohne diese kleinen Augenblicke, die das Blut in Wallung bringen. Jeder Handlungsschritt war vorhersehbar. Angefangen damit, dass ich schon relativ zu Beginn des Buch wusste, wer Talon war, bis hin zu der Tatsache, dass ich es vorhersehen konnte, wer am Ende alles den Löffel abgibt.
Ähnliches empfand ich in Bezug auf die Charaktere. Sie waren allesamt besonders und irgendwo auch interessant, konnten mich aber irgendwie nicht fesseln. Einzig und allein Leigh brachte mich einige Male zum Schmunzeln.
Auch meiner Mutter, die Laura Kneidls Bücher normalerweise förmlich verschlingt, hat „Die Krone der Dunkelheit“ nicht überzeugen können. Sie sagte, die Autorin habe sich damit an ein Genre herangewagt, das nicht zu ihr passe. Da „Die Krone der Dunkelheit“ mein erstes Buch von ihr war, kann ich das nicht beurteilen, aber die Tatsache, dass der flüssige, aber stellenweise zu moderne Schreibstil mit der Handlungsatmosphäre kollidierte, untermauert diese Theorie (siehe z.B. S 70f: „In seinem betrunkenen Zustand würden ihm die Männer ihres Vaters eh keinen Glauben schenken (...)“).
Ich bin außerdem der Meinung, dass das Buch an einigen Stellen hätte gekürzt werden können. (Welchen Beitrag haben z.B die Lästereien über Freya zur Geschichte geleistet?)
Nichtsdestotrotz möchte ich wissen, wie es mit den Charakteren weitergeht, weshalb ich auch dem nächsten Band der Reihe eine Chance geben werde.
Profile Image for ninoimwunderland.
86 reviews43 followers
February 3, 2019
4,5⭐️
Es hat wirklich Spaß gemacht! Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es lies sich flüssig lesen und die Spannung zog sich nur so durch die Zeilen. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, die von Freya, Larkin, Ceylan, Kheeran und Weylin. Auch wenn ich es z.B. am Anfang interessanter fand, Freya’s Abschnitte zu lesen, würde ich im Laufe der Zeit immer mehr in Ceyla’s und Kheeran’s Bann gezogen. Die Charaktere sind aber alle sehr vielschichtig und einzigartig. Ich habe das ganze Buch über darauf hingefiebert, was wohl passieren wird, wenn alle aufeinandertreffen und als es dann soweit war, war es einfach nur genial und vor allem aber unerwartet. Achja, wer allerdings auf eine große Liebesgeschichte hofft, kommt in DKDD definitiv zu kurz, denn das Augenmerk liegt auf der Handlung, was meiner Meinung nach aber absolut passend war. Ich finde, die Liebesgeschichte muss nicht immer im Fokus stehen, solange es zu Geschichte passt und das tat es definitiv.
Zum Ende habe ich übrigens nur eines zu sagen: Wo ist Band 2?!?!?!
Profile Image for Verena Hoch.
193 reviews22 followers
January 22, 2022
Die Geschichte konnte mich nicht mitreissen... Ich konnte mich mit keiner Figur identifizieren und mitfiebern. Manche Teil empfand ich als sehr konstruiert.
Das Ende ist kein Ende, sondern soll dazu anregen das nächste Buch zu lesen, was ich nicht tun werde...
Profile Image for Pineapples BookNook.
68 reviews4 followers
January 18, 2019
Inhalt:

Das Ausüben von Magie ist in Thobria, dem Land der Menschen, strengstens verboten. Doch Prinzessin Freya bedient sich ihrer trotzdem, um ihren entführten Zwillingsbruder zu finden. Nach vielen erfolglosen Versuchen verrät ihr ein Suchzauber endlich, wo sich ihr Bruder aufhält – in Melidrian, dem sagenumwobenen Land der Fae. Gemeinsam mit dem unsterblichen Wächter Larkin begibt sich Freya auf eine gefährliche Reise, die sie vor ungeahnte Herausforderungen stellt.

Zeitgleich versucht die junge Ceylan, eine Wächterin an der Grenzmauer zwischen Thobria und Melidrian zu werden. Nachdem ihr ganzes Dorf von den blutrünstigen Elva ausgelöscht wurde, setzt sie alles daran, um Rache zu nehmen und solche Unglücke zukünftig zu verhindern. Durch ihre Sturheit wird sie schließlich auch als erste Frau in die Riege der Wächter aufgenommen. Doch Ceylan rebelliert und beugt sich nicht den Regeln der Gemeinschaft. Zur Strafe wird sie als Repräsentantin der Wächter nach Melidrian geschickt, um der Krönung des Fae-Prinzen Kheeran beizuwohnen. Ungewollt muss sich Ceylan ins Reich des Feindes begeben und sich ihrer Vergangenheit stellen.

Cover:

Das Cover ist eine wirkliche Meisterleistung und passt für mich perfekt zum Inhalt des Buches. Die Sanduhr bildet das zentrale Motiv der kompletten Trilogie und ist ein richtiger Blickfang. Mir gefällt es sehr gut, dass der rieselnde Sand haptisch hervorgehoben wird und dem Cover somit eine besondere Note verleiht. Die Krone ist ein tolles, verspieltes Detail, das einen schönen Bezug zum Titel schafft.

Meinung:

Schon lange ist „Die Krone der Dunkelheit“ in aller Munde. Bei mir musste das Buch jedoch einige Zeit sein Dasein auf dem SuB fristen. Mittlerweile ärgere ich mich sehr, dass ich „Die Krone der Dunkelheit“ nicht schon viel früher gelesen habe, denn das Buch hat es wirklich in sich!

Der Einstieg fällt überraschend leicht. Laura Kneidl schafft es, den Leser mit dem Setting und den Charakteren sehr „schonend“ bekanntzumachen. Man wird nicht, wie sonst in vielen High Fantasy Romanen, einfach ins Geschehen geworfen und durch eine Fülle an Informationen erschlagen. Ich habe es extrem genossen, auf jeder Seite etwas Neues zu entdecken und die tollen Figuren etappenweise kennenzulernen. Somit bleibt auch die Neugierde des Lesers bis zum Ende des Buches konstant erhalten, denn auf jeder Seite wartet entweder ein unerwarteter Plottwist oder eine verblüffende Enthüllung. Laura Kneidl punktet Kapitel für Kapitel mit ihrem detailreichen und atmosphärischen Schreibstil. Gekonnt verknüpft sie Action, Gefühl und Spannung zu einer vielschichtigen Handlung, die mich bis zur letzten Seite gefesselt hat. Besonders gelungen finde ich die unterschiedlichen Erzählperspektiven, die einen genaueren Blick auf die fünf Hauptakteure des Buches ermöglichen. Zunächst scheinen alle Protagonisten nichts gemeinsam zu haben, bis sich ihre Handlungsstränge schließlich miteinander kreuzen und gemeinsam in einem grandiosen Finale münden.

Laura Kneidl hält sich bei ihrer Charakterausarbeitung abseits gängiger Fantasy-Klischees und setzt auf Individualität. In „Die Krone der Dunkelheit“ dürfen auch Frauen Heldinnen sein und Männer aus größter Gefahr gerettet werden. Die Entwicklung der Figuren steht deutlich an erster Stelle und tröstet über die zeitweise ruhigere Storyline hinweg. Viel mehr möchte ich auch gar nicht zu den Protagonisten verraten, sonst wird diese Rezension noch länger!

Weitere Highlights an diesem Buch sind für mich die Weltenkarte, das Glossar und die wunderschönen Illustrationen in der Mitte des Buches. Gerade bei High Fantasy ist es unerlässlich, dass man sich als Leser schnell im Setting zurechtfindet. Die Karte und das Glossar unterstützen hierbei perfekt und runden das Gesamtpaket ab.

Der zweite Band „Die Krone der Dunkelheit – Magieflimmern“ wird schon am 02.07.2019 im Piper Verlag erscheinen. Das Trilogiefinale „Die Krone der Dunkelheit – Götterdämmerung“ ist für Juli 2020 geplant. Ich freue mich schon so sehr auf die beiden kommenden Bücher.

Fazit:

„Die Krone der Dunkelheit“ begeistert ab der ersten Seite. Laura Kneidl schafft es, High Fantasy leicht und lebhaft zu gestalten und dem Leser viele unglaublich schöne Lesestunden zu bescheren. Das World Building und die Charaktere sind perfekt aufeinander abgestimmt und harmonieren großartig. Endlich gibt es mal wieder ein Buch, das den Fokus auf die Figuren legt, aber dennoch nicht an Action und Spannung spart. Für mich ist „Die Krone der Dunkelheit“ mein erstes Jahreshighlight 2019 und ich vergebe hiermit feierlich die goldene Ananas.

Profile Image for Bianca .
554 reviews
April 6, 2019
Zum Cover: Ich kann es nicht anders sagen, aber dieses Cover ist wunderschön. Es glitzert und hat diesen Effekt, dass man diesen Glitzer spürt, wenn man über das Print-Buch streichelt. So etwas finde ich immer wahnsinnig faszinierend und unglaublich toll. Vor allem finde ich es aber toll, wenn das Cover auf irgendeine Weise mit der Geschichte verbunden ist, und das ist dieses hundertprozentig. Die Sanduhr hat ihre Bedeutung und auch der schwarze Sand darin, denn so wie sie dort auf dem Cover zusehen ist, kommt sie auch im Buch vor. Zwar ohne die Krone darin, aber auch diese hat durchaus ihre Bedeutung, auch wenn es eher sinnbildlich gemeint ist, wieso sie in dem schwarzen Sand versinkt. Trotzdem ein sehr gutes Cover, das auch von den Farben her wirklich wundervoll harmoniert.

Zum Inhalt: Vor Jahren wurde Freyas Zwillingsbruder entführt und seitdem versucht Freya verzweifelt, ihn zu finden. Endlich verrät ihr ein Suchzauber, wo er sich aufhält: in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland, das von magischen Wesen und grausamen Kreaturen, den Elva, bewohnt wird. Gemeinsam mit dem unsterblichen Wächter Larkin begibt sich Freya auf den Weg dorthin und muss ungeahnten Gefahren ins Auge blicken.
Zur selben Zeit setzt die rebellische Ceylan alles daran bei den Wächtern aufgenommen zu werden, welche die Grenze zwischen Thobria und Melidrian schützen. Doch ihr Ungehorsam bringt sie bei den Wächtern immer wieder in Schwierigkeiten, bis sie schließlich bestraft wird: Sie soll als Repräsentantin an der Krönung des Fae-Prinzen teilnehmen. Dafür muss sie nach Melidrian reisen, in ein Land, in dem es vor Feinden nur so wimmelt.
Und während sich die beiden Frauen ihrem Schicksal stellen, regt sich eine dunkle Macht in der Anderswelt, welche Thobria und Melidrian gleichermaßen bedrohen wird.

Meine Meinung: Wenn man sich in diese Geschichte einfach hineinfallen lässt und sich nur auf den Spaß beim Lesen freut, gefällt einem dieses Buch wirklich sehr gut. Mir geht es jedenfalls so.
Ich liebe die Welt und die Charaktere, auch wenn beides durchweg nicht sonderlich besonders ist und so auch in anderen Geschichten existieren könnte, dennoch haben sie mich mitgenommen. Sowohl will ich mehr über die Welt erfahren, als auch über die Charaktere. Das ist schon ein deutliches Anzeichen dafür, dass mir diese Geschichte sehr zugesagt hat, und dazu noch Laura Kneidls fantastischem Schreibstil, der einen einfach in sich hinein zieht und nicht mehr loslässt, bis das Buch einem wieder ausspuckt. Ganz ehrlich das Buch hat mich förmlich gefressen, selbst wenn ich doch recht lange an ihm gelesen habe, was bei über 600 Seiten kein Wunder ist. Bei mir zumindest. Ich bin halt ein langsamer und genießerischer Leser, der aus Worten sehr viel hinauszieht.
Natürlich konnte ich hier auch ein paar interessante Zitate finden, aber mehr oder weniger ist dieses Buch wirklich ein reines Buch, das unterhalten soll und Freude während des Lesens hervorrufen soll. Es soll fesseln und das hat es auf jeden Fall getan.
Und auch wenn ich die Plottwists teilweise doch leicht vorhersehbar fand, hat mich das nicht gestört, denn mir blieb gar keine Zeit darüber groß nachzudenken, denn – Schwupps! – passierte schon der nächste Hammer, der mich doch noch überraschen konnte. Das hat Laura Kneidl wieder einmal wirklich super hinbekommen und hach, Band 1 hat einfach viel zu schnell geendet… ~ Ich brauche mehr von der Reihe! Wieso erscheint Band 2 erst im Sommer von 2019? >.<

Fazit: So, ich denke, man hat mitbekommen, dass ich diese Reihe jetzt schon liebe und es kaum noch abwarten kann, bis der zweite und dritte Band erscheint. Deshalb kann ich auch nicht anders und muss dem ersten Band von „Die Krone der Dunkelheit“ von Laura Kneidl 5 Sterne geben. Ich hatte einfach so riesigen Spaß beim Entdecken dieses Abenteuers von Freya, Kheeran, Larkin, Ceylan, Leigh, Elroy und mehr erwähne ich hierbei mal lieber nicht. Das würde den Rahmen sprengen. Aber man sieht: Dieses Buch wartet mit großem Spaß darauf, dass ihr es endlich lest!
Profile Image for Barbara (My Book&Serie&Movie Blog).
257 reviews15 followers
September 1, 2019

Quelle: Piper Verlag
Buch Infos:

Buch: 640 Seiten
Autorin: Laura Kneidl
Verlag: Piper Verlag
ISBN: 978-3-492-70526-4


Die Krone der Dunkelheit Reihe:

1. Band: Die Krone der Dunkelheit
2. Band: Magieflimmern (erscheint am 02.09.2019)
3. Band: Götterdämmerung (erscheint im Sommer 2020)
4. Band: Schicksalsklinge (Erscheinungsdatum noch unbekannt)








Klappentext

Magie ist in Thobria verboten - doch Prinzessin Freya wirkt sie trotzdem. Vor Jahren wurde ihr Bruder entführt, seitdem versucht sie verzweifelt, ihn zu finden. Endlich verrät ihr ein Suchzauber, wo er sich aufhält: in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland, das von magischen Wesen bewohnt wird. Gemeinsam mit dem unsterblichen Wächter Larkin begibt sich Freya auf die gefährliche Reise dorthin.

Zur selben Zeit setzt die rebellische Ceylan alles daran, bei den Wächtern aufgenommen zu werden, welche die Grenze zwischen Thobria und Melidrian schützen. Nicht zuletzt, weil sie Rache nehmen möchte an jenen blutrünstigen Kreaturen von jenseits der Mauer, die einst ihr ganzes Dorf ausgelöscht haben. Doch ihr Ungehorsam bringt Ceylan immer wieder in Schwierigkeiten ....

Quelle: Piper Verlag



Meine Meinung

Das Buch habe ich im Rahmen in einer Leserunde auf Goodreads gelesen.

"Die Krone der Dunkelheit" war das erste Buch von der Laura Kneidl das ich gelesen habe. Deshalb konnte ich leider nix viel darunter vorstellen . Ich habe die ersten 50 Seiten schon gebraucht. Das ich erstmal in die Handlung rein kam. Danach hat die Handlung mir so richtig gut gefallen. Ich habe in der Leserunde fast bei jeden Abschnitt eine neue Theorie erstellt. Ich konnte nicht anders. Ich war so richtig in der Handlung drinnen. Daher musste ich fast bei jeden Abschnitt eine neue Theorie schreiben. Deshalb habe ich gleich den zweiten Band vorbestellen. Ich unbedingt weiter lesen.

Laut den Buch Cover Klappe sind in der Handlung neun Protagonisten zeitgleich präsent. Nun ja es sind Freya und Ceylan Sichtweisen hauptsächlich sehr präsent nach meine Meinung. Und auch die Sichtweisen von Larkin, Kheeran und Weylin waren kurz ein Kapitel lang präsent. Die anderen Protagonisten waren leider nur einfache Nebenfiguren derzeitigen Szene anwesend waren. Das finde ich wirklich ein bisschen schade. Ich hätte gerne die anderen sehr gerne besser kennen gelernt. Ich finde das man den Charaktere besser kennt lernen kann. Vielleicht werden die anderen Protagonisten in den kommenden Bände noch präsenter hoffe ich zumindest mal.

Freya ist die Kronprinzessin von Königreich Thobria. Seit Jahren sucht sie nach ihrem Zwillingsbruder Talon. Er wurde von ein paaren Jahren entführt. Freya ist die einzige noch daran fest hält das ihr Zwillingsbruder noch lebt. Deshalb will sie mit den Wächter Larkin nach Nihalos der Stadt der Fae reisen. Weil sie vermutete das ihr Bruder dort lebt oder gefangen gehalten wird.

Zeitgleich versuch die Ceylan die erste weibliche Unsterbliche Wächterin auf der Mauer zu werden. Die Mauer dient als Grenze Menschen Reich Thobria und Fae Reich Melidrian.

Laura Kneidl's Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Am Anfang war es ein bisschen ungewohnt ihr Schreibweise zu lesen. Aber des hat sich bald erlegt. Dann konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Handlung war einfach zu spannend. Ich finde sogar das Laura Kneidl die deutsche Sarah J. Maas ist.


Mein Fazit

Der erste Band ist verdammt guter Auftakt zur einer sehr guten Fantasy Reihe. Der Auftakt ist vergleichbar mit der Reihen "Throne of Glass"; "Das Reich der sieben Höfe" und "Game of Throne". Aber trotzdem ist die Reihe "Die Krone der Dunkelheit" kein Abklatsch von den genannten Reihe. Sondern die Reihe steht auf eigene Füße.
Profile Image for paperlove.
1,301 reviews87 followers
January 9, 2019
Der Hype um "Die Krone der Dunkelheit" im Herbst ist auch mir nicht entgangen und ich bin gerade dadurch auf das neuste Buch von Laura Kneidl aufmerksam geworden. Nicht nur das wunderschöne Cover, sondern auch die packende Inhaltsangabe haben mich neugierig auf das Buch gemacht.

Soweit ich weiss, handelt es sich hierbei um den ersten High Fantasy Roman der Autorin, deshalb war ich sehr gespannt, was für ein Worldbuilding sie sich ausgedacht hat. Das Buch ist am Anfang mit einer Karte ausgestattet, die dem Leser einen Überblick über die Welt geben soll, in der die Geschichte spielt. So etwas finde ich immer sehr hilfreich, wirkt aber bei der Printversion vermutlich viel besser, weil man auch während dem Lesen hin und her blättern kann, um sich zu orientieren, wo sich die einzelnen Charaktere gerade befinden. Bei einem Ebook funktioniert das leider nicht ganz so einfach, deshalb habe ich die Karte nur ein einziges Mal, vor dem Lesen, studiert. Trotzdem eine schöne Idee, bei der ich mir gewünscht hätte, das Buch auch einmal "in Echt" in den Händen zu halten. Ungefähr in der Mitte des Ebooks sind dann noch einmal ein paar Illustrationen enthalten, die zeigen, wie die wichtigsten Charaktere aus der Geschichte aussehen. Das fand ich eine sehr tolle Idee. Ich weiss nicht, ob die Illustrationen in der Printversion farbig sind, aber ich könnte mir vorstellen, dass auch sie im "Original" besser als Schwarz/Weiss auf einem eReader aussehen.

Die Story selbst wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei sich die verschiedenen Charaktere zu Beginn noch fast alle an unterschiedlichen Orten befinden. Oftmals habe ich bei häufigen Orts- und Perspektivenwechsel Mühe damit, einen Überblick zu behalten, wer genau wer ist, aber in diesem Buch ist es mir erstaunlich einfach gefallen, in die Welt hineinzutauchen und mich darin mitsamt den verschiedenen Wesen und Protagonisten zurechtzufinden. Hilfreich war dabei vermutlich der Umstand, dass Kneidl ein sehr gemächliches Erzähltempo an den Tag gelegt hat, das es einem vereinfacht, die Charaktere und deren Verbindungen untereinander nach und nach zu erfahren. Gleichzeitig ist das Erzähltempo aber auch etwas, das ich als Kritikpunkt anfügen muss, denn vor allem in der ersten Hälfte des Buches zieht sich die Geschichte stellenweise schon sehr in die Länge und für meinen Geschmack hätten einzelne Erzählstränge etwas kompakter erzählt werden können und das Buch hätte um gut mindestens 100 Seiten gekürzt werden können, ohne das relevante Informationen verlorengegangen wären.

Was die Charaktere angeht, hat die Autorin eine grosse Vielfalt bewiesen. Auf der einen Seite haben wir Prinzessin Freya, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, ihren verschollenen Bruder Talon ausfindig zu machen. Mit Hilfe von Magie (die in ihrem Land eigentlich strengstens untersagt ist) kann sich den Aufenthaltsort ihres Bruders herausfinden, doch zu ihrem Leidwesen, befindet sich der sich ausgerechnet im Land der Fae, die den Menschen nicht sehr wohlgesinnt sind und wo sich auch andere gefährliche Wesen aufhalten. Sie beschliesst deshalb den Wächter Larkin aus dem Gefängnis zu befreien und mit seiner Hilfe zu ihrem Bruder zu gelangen.
Auf der anderen Seite haben wir Ceylan, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, als erste weibliche Novizin bei den Wächtern aufgenommen zu werden, deren Aufgabe es unter anderem ist, auf einer Mauer die Grenzen zweier Ländern zu schützen. Sie hat es vor allem ihrer Dickköpfigkeit und ihrem leichtsinnigen Mut zu verdanken, dass sie es tatsächlich schafft, ihr Ziel zu erreichen und eine Novizin zu werden. Bei einer Aufnahmezeremonie lernt sie den Fae-Prinzen Kheeran kennen, der kurze Zeit später wieder in sein Königreich zurückkehrt um sich auf die bevorstehende Krönung vorzubereiten. Für diesen Anlass reisen viele Gäste heran, darunter auch ein böswilliger Halbling, der es sich zum Ziel gemacht hat, den Fae-Prinzen noch vor seiner Krönung umzubringen.
Das sind nur einige ausgewählte Charaktere, die man im Laufe der Geschichte kennenlernt, es würde den Rahmen sprengen, auch noch die vielen Nebencharaktere zu erwähnen, die ebenfalls im Buch vorkommen.

Positiv fand ich, dass Laura Kneidl versucht, in ihrem Buch Diversity einzubauen. Ein Thema ist dabei Homosexualität, das in der Welt der Fae sehr offen gelebt wird. Schade fand ich, dass es aber lediglich bei dieser Andeutung blieb, denn an einer Stelle berichtet Prinz Kheeran zwar, dass er schon das Bett mit einer weiblichen und einem männlichen Fae geteilt hat und sehr viele Fae homosexuelle Beziehungen eingehen, aber er selbst gehört - natürlich und leider - nicht dazu. Stattdessen greift Kneidl lieber auf das altbewährte Mittel einer "klassischen" Mann-Frau-Konstellation zurück und deutet eine potentielle Liebesbeziehung zwischen Kheeran und Ceylan an, die vermutlich im weiteren Verlauf noch eine Rolle spielen könnte. Sehr schade, dass die Autorin an dieser Stelle eine Gelegenheit für Diversity bei einem wichtigen Protagonisten auslässt, für die sie selbst die perfekte Vorlage geliefert hat. Für mich muss Diversity nicht auf Biegen und Brechen in jedes Buch eingebaut werden, aber hier hat es mich nach der Erläuterung der sehr offen gelebten Sexualität der Fae schon fast irritiert, dass Kheeran sich selbst als eindeutig heterosexuell einordnet.

Obwohl das Buch seine Längen aufweist, konnte es mich dennoch durchweg gut unterhalten und es war nie so, dass ich das Gefühl hatte, ich müsste mich zum Weiterlesen zwingen. Trotzdem war ich überrascht, wie wenig man am Ende eigentlich über die Hintergründe des Worldbuildings erfährt, wenn man bedenkt, dass das Buch über 600 Seiten lang ist. Ich hätte mir hier mehr Hintergrundinformationen zu dem bestehenden Konflikt zwischen den Menschen und den Fae gewünscht. Die Fae selbst werden noch einmal zwischen Seelie und Unseelie unterschieden, wobei mir bis zuletzt nicht ganz klar war, was denn den Unterschied überhaupt ausmacht - das wäre für mich als Leserin vor allem deshalb noch wichtig gewesen zu erfahren, weil man dadurch die Beweggründe des Bösewichts hätte verstehen können, der den Mord an Kheeran in Auftrag gegeben hat.
Das Worldbuilding von Kneidl erinnert zudem teilweise an andere High Fantasy Romane, wobei es vermutlich bei der Masse an Büchern auch schwierig ist, das Rad neu zu erfinden. Aber gerade bei der Erwähnung der Mauer, die durch die Wächter beschützt wird, ist mir die Ähnlichkeit zu Game of Thrones schon sehr ins Auge gestochen und auf mich hat die Idee deshalb ein bisschen abgekupfert gewirkt.

Eine weitere Kleinigkeit, die ich schade fand, war die Einführung des Piraten Elroy, der in meinen Augen etwas stiefmütterlich behandelt wurde und dadurch auch widersprüchlich beschrieben wurde. Elroy ist ein Charakter, der sofort mein Interesse wecken konnte und über den ich gerne mehr erfahren hätte. Er ist einer der wenigen, der Freya zu Beginn ihrer Reise - trotz Verkleidung - sofort als Prinzessin erkennt und sie darauf anspricht. Das deutet für mich darauf hin, dass er nicht auf den Kopf gefallen ist. Freya und Larkin gehen mit ihm kurze Zeit später einen Deal ein, damit Elroy sie mit seinem Schiff und seiner Crew ins Land der Fae bringt. Der Deal basiert allerdings auf einer wenig durchdachten und sehr schlechten Lüge von Larkin und Freya, die Elroy aber weder bemerkt, noch irgendwie hinterfragt. Stattdessen geht er den Deal gutgläubig ein, bringt Freya und Larkin problemlos zu ihrem Wunschort und verabschiedet sich dann für den ganzen Rest der Geschichte. Dadurch, dass Elroy zuvor aber als sehr cleverer und gerissener Charakter eingeführt wurde, hat mich diese Leichtgläubigkeit sehr irritiert. Ich nehme an, dass es in den Folgebänden ein Wiedersehen mit ihm geben wird und die Lüge von Larkin noch ein Nachspiel haben wird, aber für mich hat es durch die Art und Weise wie Elroy eingeführt wurde, überhaupt keinen Sinn gemacht. Für mich hat der Ablauf des Deals total konstruiert und unglaubwürdig gewirkt, denn Elroy hat im Gegenzug für seine Hilfe gefordert, dass Larkin das bestgehütete Geheimnis der Wächter preisgibt, wogegen sich Larkin anfangs auch noch lautstark gewehrt hat. Kurze Zeit später hatte er nach einem Gespräch mit Freya dann einen kompletten Sinneswandel und das Geheimnis ohne zu Zögern preiszugeben - das hätte Elroy doch misstrauisch machen müssen. Das hätte man sicher irgendwie besser lösen können. Und trotzdem hoffe ich natürlich sehr, dass wir noch mehr von Elroy sehen werden.

Nachdem man die Gelegenheit hat, alle Charaktere einzeln besser kennenzulernen, gelingt es der Autorin am Ende auf eine sehr geschickte Art und Weise die einzelnen Erzählstränge zu einem Ganzen zusammenzuführen. Auslöser dafür ist vor allem auch ein Plot Twist, den ich nicht habe kommen sehen und der mich deshalb positiv überrascht hat. Am Ende des Buches erwartet den Leser schliesslich ein (vorübergehender) Showdown, der die Handlung ein ganzes Stück voranbringt und mich sehr neugierig auf die Fortsetzung gemacht hat.

Fazit:
Laura Kneidl hat mit "Die Krone der Dunkelheit" einen interessanten Auftakt für eine High Fantasy Trilogie geliefert, in dem sie sich vor allem auf die Einführung der verschiedenen Charaktere und Orte ihres Worldbuilding fokussiert. Das Erzähltempo ist sehr gemächlich und führt dazu, dass das Buch stellenweise seine Längen aufweist, allerdings nie so, dass ich das Interesse an der Story verloren hätte. Dennoch hätte das Buch vermutlich etwas kompakter und temporeicher erzählt werden können. Durch vielschichtige Charaktere und einem spannenden Showdown am Ende des Buches hat mich die Autorin für ihren Fantasyroman begeistern können und ich bin gespannt, wie die Geschichte von Freya, Kheeran und Co. weitergehen wird, nachdem die Grundsteine nun gelegt wurden. Von mir gibt es für das Buch aufgrund einiger Schwächen 4 Sterne.
Profile Image for Klaudia.
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October 2, 2018
Inhalt

Eine Mauer trennt das magische Melidrian von Thobria, dem Land der Menschen. Genau dort will Ceylan dienen, um die Menschen vor den Elva zu schützen, die ihr Leben zerstört haben. Ihr Hass auf die Fae und ihre rebellische Ader werden jedoch zu ihrem Verhängnis – als Strafe für ein Vergehen soll sie an der Krönung des Unseelie-Prinzen Kheeran teilnehmen. Gleichzeitig versucht Prinzessin Freya, ihren geliebten Bruder wiederzufinden, der vor Jahren entführt wurde. Dazu benötigt sie die Hilfe des Wächters Larkin, der sein unsterbliches Leben in einer Zelle fristet. Gemeinsam müssen sie nach Melidrian reisen – und Freyas Magie geheim halten, die im Land der Menschen streng verboten ist. Doch auf der anderen Seite der Mauer regen sich dunkle Mächte und Intrigen, auf die niemand vorbereitet ist …

Meine Bewertung

Bei diesem Buch aus der Feder von Laura Kneidl fällt es mir schon schwer, überhaupt einen Anfang zu finden. In meinem Kopf ist es ein einziges „Ja, Ja, Ja!“, weil mich „Die Krone der Dunkelheit“ sofort mitgerissen hat. Obwohl es nur der Auftakt der Reihe ist und ich bei High Fantasy meist etwas länger brauche, um mich hineinzufinden, hat mir nicht nur die Welt gut gefallen, sondern auch die Charaktere waren allesamt dermaßen beeindruckend, dass ich keinen Favoriten benennen kann. Dafür kann ich aber sagen: Das ist mein bisher liebstes Buch der Autorin. Mit Magie, Intrigen, Witz und viel Spannung hat sich Laura Kneidl einen Weg in mein Herz geschrieben.

Während es im Vorfeld bei der Veröffentlichung des Klappentextes oft Spekulationen gab, dass das Buch sich an „A Court of Thorns and Roses“ anlehnen würde, sind diese Zweifel hoffentlich endlich bei allen gestoppt. Ich kann nur sagen: An Sarah J. Maas habe ich hierbei nicht denken müssen, denn Laura Kneidls Schreibstil allein reicht schon aus, dass man gar keine Vergleiche zieht. Ich fand ihn sehr atmosphärisch und jeweils angepasst an die jeweilige Person, deren Geschichte weitergeführt wurde. Gerade Ceylans Sichten haben mir immer wieder viel Spaß bereitet, weil sie doch deutlich angriffslustiger und selbstbewusster drauf ist als manch anderer. Dafür habe ich bei ihr auch so manches Mal die Hände vors Gesicht geschlagen und gehofft, dass sie sich etwas zurückhält – nichts da. Gerade solche Charaktere lassen mich aber umso mehr mitfiebern, wenn ich nicht mit ihren Entscheidungen übereinstimme.

Freya, die auf der Suche nach ihrem verschwundenen Bruder ist, hatte für mich den interessantesten Handlungsstrang und den besten Reisegefährten. Sie und Larkin haben sich gut ergänzt, trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, dass sie in das „Damsel in Distress“-Trope abrutschen, was bei Prinzessinnen und ihren Leibwachen schnell geschieht. Auch wenn Freya keine offensive Kämpferin wie Ceylan ist, hat sie ihre eigenen Geheimnisse und Rebellionen. Ihre Entschlossenheit und ihre Empathie haben mich sehr beeindruckt.

Obwohl in diesem ersten Band natürlich viele Informationen und Charaktere eingeführt werden, hatte ich nie das Gefühl, dass es zu einem Infodump kommt. Auch die Welt mit der Mauer, die das Menschenreich von dem der Seelie und Unseelie teilt, war ein cooler Handlungsort. In krassem Kontrast zu den patriarchalen Strukturen, die Ceylan ein Stück weit aufbricht, steht da schon die Welt der Unseelie, aus der Kheeran stammt. Ich fand es sehr cool, wie natürlich dort auch mit anderen Lebensweisen umgegangen wurde, dass es in einem Fantasyreich einfach mal selbstverständlich sein konnte, dass auch andere Sexualitäten ebenso normal sind. Auch die Spaltung der Magie, die verschiedenen Fähigkeiten, Zeremonien, Götter und natürlich die unsterblichen Wächter waren sehr faszinierend.

Die Handlung empfand ich als ausgewogene Mischung zwischen Action und stilleren Kapiteln, wobei es gerade zum Ende hin deutlich anzieht. Natürlich braucht die Einführung am Anfang ein wenig mehr Zeit, wenn es zwischen so vielen Charakteren ablaufen muss, aber ich habe mich nie gelangweilt oder überfordert gefühlt. Ganz im Gegenteil, am Ende hat es Laura Kneidl geschafft, mich mit einem Plot Twist noch mal richtig ins kalte Wasser zu schmeißen. Obwohl es rückblickend echt klar ist, habe ich es überhaupt nicht kommen sehen, finde aber die Art und Weise, wie man als Leser selbst rätseln und alles entdecken kann, sehr gut gelöst.

Was soll ich also mehr sagen, als dass ich hier ein absolutes Lesehighlight vor mir habe? „Die Krone der Dunkelheit“ war trotz der über 600 Seiten viel zu schnell vorbei und ich freue mich schon auf die nächsten Bände!
Profile Image for Sana.
418 reviews7 followers
March 3, 2019
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,,Sie sind hoffnungslos [...] Ich kann es nicht anders beschreiben. Sie sind gelangweilt von ihrem langen Leben und wissen nichts mit sich anzufangen. Sie existieren nur, um da zu sein, und füllen ihre Tage mit Wein, Affären und Intrigen, ohne etwas zu bewirken. Wenn sie sterben, werden sie zu Rauch und Asche, ohne ihren Abdruck auf dieser Welt zu hinterlassen.'' - Prinz Kheeran (S. 518)



Freya ist die Prinzessin des Reiches Thobria, das nach dem Krieg zwischen Mensch und den zwei Rassen der Fae durch eine Mauer von deren Land getrennt ist. Schon bald soll sie die Thronfolge ihres Vater übernehmen, doch das Mädchen hat kein Interesse an der ihr vorbestimmten Aufgabe. Sie möchte ihren Zwillingsbruder Talon finden, der vor sieben Jahren entführt wurde und der von ihren Eltern längst aufgegeben wurde. Doch Freya wirkt verbotene Magie aus, und findet eine Spur, wo er sich befinden könnte - ausgerechnet im verbotenen Reich Melidrian. Gemeinsam mit dem eingebuchteten Wächter Larkin macht sie sich auf den Weg, um ihn zu finden.
Gleichzeitig sind die Zustände in Melidrian denkbar heikel, denn Prinz Kheerans Vater ist überraschend ums Leben gekommen und er soll als Sohn seinen Platz auf dem Thron übernehmen. Einem Posten, dem man einem gerade mal achtzehnjährigen Fae nicht zutraut, der sich dazu noch nie wirklich zuhause gefühlt hat. Und sein Interesse für die Menschenwelt wächst, als er Ceylan kennenlernt, die erste weibliche Novizin der unsterblichen Wächter, die die Mauer zwischen beiden Reichen bewachen.




Es nervt, immer diejenige sein zu müssen, die an den Hypes des Jahres etwas auszusetzen hat. Alleine aus diesem Grund lasse ich von umjubelten Büchern häufig die Finger. Doch Die Krone der Dunkelheit in einer Leserunde zu lesen, hat nur bestätigt, dass Laura Kneidls Auftakt zu einer High Fantasy Reihe Durchschnitt ist. Nicht mehr und vielleicht sogar weniger als das.

Besonders schlimm daran ist, dass man auch als jemand, der nicht viel im High-Fantasy-Bereich liest, ganz klar erkennt, wovon sich Kneidl inspirieren lässt. Niemand kann das Rad neu erfinden, aber derart wenig Eigenes und Individuelles in seine Welt zu verpacken, dass man es nur als faden Abklatsch anderer, bekannterer Welten erkennt, spricht nicht gerade für die Welt. Es gibt zwar keine auffälligen Logiklücken, allerdings fehlt dem Buch trotz seiner Dicke die Fülle an Informationen, die normalerweise für das Genre üblich sind. Vielleicht möchte die Autorin sich das für die nächsten beiden Teile aufheben, so oder so beschränkt sie sich nur auf die notwendigsten Umrisse des World-Buildings, wobei besonders die Funktionsweise von Magie eher zugunsten der Konstruktion der Geschichte wirkt als einer eigenen Logik zu folgen. Einige Dinge werden nicht erklärt, zum Beispiel, wie Magie denn in der Menschenwelt schwinden kann, nur weil eine Mauer errichtet wurde. Auch die politischen Gegebenheiten sind in aller Kürze beschrieben, und das obwohl man aus der Sicht zweier Personen liest, die im Königshaus der Unseelie (einer der Fae-Arten) und der Menschen aufwachsen und Adelshäuser sowie andere wichtige Eckpunkte innerhalb einer Monarchie auswendig kennen sollten wie ihre Westentasche. Aus diesem Grund fühlt sich die Geschichte schnell substanzlos an und die vielen Perspektiven wie ein Lückenfüller, damit das nicht auffällt.

Dies liegt maßgeblich daran, dass innerhalb dieser Perspektiven - insgesamt fünf an der Zahl, wovon einige miteinander verwoben sind - recht wenig für diese Seitenanzahl geschieht. Zwar zeichnen sich viele Fantasy-Romane durch lange Reisen aus, auf denen die Welt dem Leser nähergebracht wird, aber wenn weder die Welt aufregend ist noch die Reise auf die wichtigsten Punkte reduziert, dann wird es spätestens ab der Mitte mühselig. Man verfolgt einerseits Freya und Larkin, die sich wohl auf ihrer Heldenreise näher kennenlernen sollten, dies aufgrund von Mangel an Charakter aber kaum zu bewerkstelligen ist, außerdem Kheeran, der seine künftige Krönung verhindern möchte, den Assasinen Weylin, der diesen umbringen möchte, und Ceylan, die als taffes Straßenmädchen die Möchtegern-Feminismus-Keule schwingen darf und Soldatin werden möchte. So sollte wohl die Welt aus verschiedenen Blickwinkeln gezeigt werden, da jedoch fast alle Plotlines sich nicht von der Stelle bewegen, scheitert die Autorin auch leider dort.

Denn die Charaktere sind mit die größte Schwäche an diesem Buch, denn sie bieten nahezu nichts Interessantes und sind eine herbe Mischung aus allen Tropen dieses Genres. Nicht nur sind alle drei Männer im Vordergrund vom Schicksal gezeichnete Kämpfer, die sich aber überhaupt nicht entsprechend ihres Alters oder ihrer Erfahrung verhalten, auch die Frauen werden oberflächlich zwar als stark verkauft, sind es aber nicht. Freyas einzige Charaktereigenschaft besteht darin, ihren Bruder finden zu wollen, ansonsten hat das Mädchen keinerlei Motive oder Tiefe zu bieten. Noch schlimmer ist jedoch Ceylan, die ein Abklatsch von Celaena Sardothien aus der Throne of Glass Reihe. Zwar als starke Frauenfigur deklariert, stellt sie sich nur als störrische Zicke heraus, die wagemutig ihr Können zeigen will und sich dabei maßlos überschätzt. Und sorry, aber wenn du keinen Befehlen als Novize Folge leisten kannst, weil du meinst, du wüsstest es besser, dann hast du in der Armee, die aus lauter Hierarchie besteht, nichts verloren. Allerdings ist sie nicht alleine in ihrer Dummheit als erfahrene Kämpferin: Larkin, ein jahrhundertealter Wächter, ist zu blauäugig, Fallen als solche zu erkennen, und der Assassine der ersten Klasse Weylin muss sich Tipps von einer zufälligen Passantin besorgen, um herauszufinden, wie man sich in den Königspalast schleichen kann. Doch neben ihrer Einfältigkeit fällt auch auf, dass alle Figuren unglaubliche Schönheiten sind und auch aufgrund dieser Zuneigungen zueinander entwickeln. Man ist so davon gefesselt, dass man es kaum erwarten kann, die Abschnitte, in denen sie sich mit lüsternen Blicken beäugen, zu überspringen.

Somit geht die Handlungsweise der Charaktere nur selten damit einher, wie Laura Kneidl sie einem verkaufen will. Deswegen ist es schwer, wirklich Sympathien aufzubauen oder gar mit ihnen mitzufiebern. Der eigentliche Plot an sich kommt nämlich auch erst drei Viertel des Buches in die Gänge, wo sich die Stränge miteinander verweben und, neben Angriffen von Monstern, etwas Spannendes und auch Lebensbedrohliches geschieht. Durch ihren flüssigen und einfachen Schreibstil gelingt es ihr, den Leser wenigstens für das Ende noch an die Seiten zu binden und sich zu fragen, was dort los ist. Jedoch wird diese Frage wohl erst im zweiten Teil beantwortet werden, denn das Buch endet sehr offen und mit einem Versprechen auf Revolution, der sich die Autorin hoffentlich stellen wird.




Laura Kneidl schreibt in ihrem Nachwort, dass dies ihre erste Romanidee überhaupt gewesen ist, ihr Agent ihr jedoch riet, sie noch eine Weile in der Schublade zu lassen. Und dies merkt man, denn weder die Figuren noch die Welt wirken ausgebaut oder individuell. Sie beschränkt sich auf die notwendigsten Informationen, ist selbst jedoch scheinbar recht wenig im High Fantasy Genre zuhause, da manche Ausdrücke - wie ,,Rehkacke'' oder ,,Hey'' - in diesem mittelalterlichen Setting einfach nicht benutzt werden würden. Dies sind Details, auf die High Fantasy Leser achten, sie jedoch zielt hiermit ganz klar in den Jugendbuchbereich. Und nicht nur von der Vereinfachung ihrer Welt lässt sich das ablesen, auch die vielen Figuren-Tropen und die poserhafte Darstellung von Mut und sexueller Anziehung verleihen Die Krone der Dunkelheit einen bitteren Nachgeschmack, der nicht notwendig wäre. Zwar unterhaltsam und leicht, jedoch mit den großen Durststrecken und fehlender Innovation gerade so noch durchschnittlich. Hype? Nicht wirklich.


Gesamtwertung: 2.5/5 Punkten
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