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Objektverlust

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112 pages, Paperback

Published March 1, 2025

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Luca Schuldt.
17 reviews
November 26, 2025
Viele interessante Gedanken zur narzisstischen Gesellschaft und zum "Menschen ohne Welt", aber insgesamt auch sehr repetitiv und mitunter driftet Gass auch in Kulturpessimismus ab
Profile Image for Basti Moods.
73 reviews7 followers
March 8, 2026
Auch wenn ich kein großer Filmschauer oder Kinogänger bin, war das Buch vor allem wegen den gesellschaftstheoretischen Schlussfolgerungen sehr spannend zu lesen. Gass sieht im heutigen Kino und im Film den realitätsgerechten Ausdruck der heutigen spätmodernen Gesellschaft. Dem Kino und dem Film vor gut 50 Jahren schrieb er noch ein Potential zu, was heute verlorengegangen scheint: eine andere Wahrnehmung der Realität, die einen "Überschuss an Realität" (50) möglich machte, sich nicht ständig mit einem Selbst beschäftigen zu müssen und sich eher als Gesellschaft wahrnehmen zu können, d.h. Ungesehenes und Unverstandenes zu reflektieren, quasi eine aufklärerischer "Zwang zur Wahrnehmung" (27). Heutige Filme/das heutige Kino ist weniger auf eine gesellschaftliche Reflexion im einzelnen Subjekt aus, sondern ist dem narzisstischen Subjekt, so Gass, perfekt angepasst (sonst würden es ja niemand schauen). Das spätmoderne Subjekt (Gass nimmt viel Bezug auf Alexandra Schauer), ist unfähig über etwas anderes als sich selbst nachzudenken, es hat den Bezug auf die Welt und den Anderen verloren: Es zählt nur noch das eigene Ich, dass im neoliberalen Zeitalter unsicherer denn je ist und zur permanenten Selbstoptimierung gezwungen ist, um nicht zu Grunde zu gehen (vgl. 89). Oliver Nachtwey hatte dafür die Metapher der herabfahrenden (und immer schneller werdenden) Rolltreppe benutzt, die man hinaufgehen muss. Sobald man stehen bleibt (oder gleichschnell bleibt), sinkt man ab.

Gass trauert weniger dem alten guten Kino und Film hinterher, da er weiß, dass diese nicht mehr herzustellen sind (und da sie auch nie perfekt waren) und will durch seine (von mir nicht immer nachvollziehbare, da ich vllt nur 20% der Filme kenne) Kritik eine rettende Kritik formulieren, gegen die eben beschriebenen gesellschaftlichen Tendenzen im Film/Kino, die einmal progressiver/kritischer waren: "Daran zu erinnern, was verloren ging, ist keine Nostalgie, sondern entschlossene Verteidigung des Lebenssinns gegen Gegenwartsklimbim." (11)
Profile Image for Lorenz Ruesch.
98 reviews
July 30, 2025
"Kino im Mittelmass, Film jenseits der Filmgeschichte, Film über Filmgeschichte, Meta-Kino, Kino über Kino, Kino ohne Welt."
Displaying 1 - 4 of 4 reviews

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