Nach einem Autounfall hat Maxim ihr Gedächtnis verloren und fangt wieder von vorne an. Elwis hilft ihr dabei. Auf der Suche nach ihrer Vergangenheit stößt sie immer öfters an ihre Grenzen. Ihre Macken und Ticks, die sie schon seit etlichen Jahren begleiten, bereiten ihr zunehmend Schwierigkeiten. Sie hat aber auch Fähigkeiten entwickelt, die sie zu einer absoluten Kampfmaschine mutieren lassen und den Teufel in ihr wecken. Nebenbei tauchen immer wieder kompromittierende Fotos in der Presse auf, die ihre Liebe zu Elwis auf eine harte Probe stellen. Als er ihr nicht mehr vertraut, bekommt ihre Beziehung einen gewaltigen Riss und Maxim nimmt sich eine Auszeit auf Hawaii. Nachdem sie glimpflich einem Attentat entkommt, weiß Max, dass alles wieder von vorne losgeht und sie erneut vor einer riesigen Herausforderung steht, die ihr alles abverlangt.
Ein Roman, der alles Packend, spannend, prickelnd, gefühlvoll
„Max Field: Das verlorene Leben“ ist der dritte Band der Max-Field-Serie von Jess Mason und führt erneut mitten in das Leben einer Frau, die alles verloren hat – und nun alles aufs Spiel setzen muss, um sich selbst zu retten.
Nach einem Autounfall ohne Erinnerungen beginnt Max ihr Leben von vorn. Was zunächst nach klassischer Amnesie-Geschichte klingt, entwickelt sich schnell zu einem spannungsgeladenen, psychologisch fein austarierten Thriller. Max hat Macken, Ticks, kämpft mit inneren Dämonen – und entwickelt gleichzeitig außergewöhnliche Fähigkeiten, die sie zu einer beinahe überlebensgroßen Figur machen. Das verleiht der Erzählung Wucht, auch wenn es stellenweise etwas ins Übersteigerte kippt.
Die Geschichte verwebt geschickt Themen wie Identitätsverlust, Vertrauensbruch, Trauma, Selbstermächtigung und Liebe. Besonders emotional: die zerrüttete Beziehung zu Elwis – ein starker, verletzlicher Gegenpart, der den menschlichen Konflikt spiegelt. Max flieht, wird zur Gejagten, überlebt ein Attentat, und weiß: Ihre Vergangenheit lässt sie nicht los.
Stilistisch bleibt Jess Mason ihrem Tempo treu: schnörkellos, dialogstark, mit viel innerem Monolog. Die Sprache ist alltagstauglich, aber gelegentlich pointiert auf Kosten der Feinheit – hier wäre stilistisch noch mehr Tiefe möglich. Die Struktur ist durchdacht, Cliffhanger und Twists gut gesetzt. Wer die Vorgängerbände kennt, wird die Charakterentwicklung zu schätzen wissen.
Fazit: Ein spannender, emotionaler Serienband mit einer ungewöhnlich komplexen Protagonistin. „Das verlorene Leben“ überzeugt vor allem inhaltlich – als Actiondrama, Psychothriller und Selbstfindungsgeschichte. Sprachlich solide, aber nicht literarisch fein geschliffen. Für Fans der Reihe ein Muss – und für Leser, die starke Frauenfiguren mit Tiefe suchen, eine lohnende Empfehlung.