Zwanzig Männer. Ein Schloss. Eine Krone. Und eine Prinzessin, die sich beugen muss.
Prinzessin Catherine Valeria Desmond hat keine Wahl, jedenfalls keine echte. Denn ohne Ehemann darf sie Veronis nicht regieren. Also wird aus ihrer Zukunft eine öffentliche „Auswahl“ mit einem Moderator, einem Kamerateam und unzähligen Regeln. Hinter der Fassade einer Tradition steckt in Wahrheit ein berechnendes System. Es geht um Quoten, Werbung, Kontrolle. Und Catherine soll lächeln, flirten, liefern, inklusive der Erwartung, möglichst schnell einen Nachfolger zu zeugen. Zwischen ihrer scharfzüngigen Zofe Magda, den Anwärtern und einem Publikum, das Drama fordert, versucht Catherine, wenigstens eines zu sich selbst. Doch als Gefühle ins Spiel kommen und Gerüchte um den gefährlich faszinierenden Jasper West die Runde machen, merkt Catherine, dass es hier nicht um Liebe geht … sondern um Macht. Und das Selbst wenn sie sich entscheidet, wird die Show nicht enden.
Für alle, die Dating-Show-Vibes à la Bachelorette lieben und royale Auswahlspiele wie in Selection verschlingen. Band 1 der vierteiligen Reihe. Royal Romance Dystopie Romance.
Die Grundidee dieses Buches hat mich von Anfang an angesprochen. Die Geschichte rund um Catherine und die 20 Anwerber bietet viel Potenzial und versprach eine Mischung aus Romantik, Intrigen und der Suche nach dem richtigen Partner. Genau deshalb bin ich mit hohen Erwartungen an das Buch herangegangen.
Grundsätzlich hat mir die Geschichte gefallen und sie ließ sich angenehm lesen. Dennoch fehlte mir über weite Strecken das gewisse Etwas, das mich emotional vollkommen in die Handlung gezogen hätte.
Mein größter Kritikpunkt sind die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander. Mir haben tiefgründige Gespräche und bedeutungsvolle Momente zwischen Catherine und den Anwerbern gefehlt. Viele Begegnungen wirkten recht oberflächlich und wurden schnell wieder beendet, bevor sich eine echte Dynamik entwickeln konnte. Die Handlung springt häufig von einer Szene zur nächsten, wodurch Gespräche und wichtige Entwicklungen oft zu kurz kommen. Dadurch fiel es mir schwer, eine stärkere Bindung zu den Figuren aufzubauen oder ihre Entscheidungen vollständig nachzuvollziehen.
Besonders Jasper hat mich ab etwa der Mitte des Buches zunehmend frustriert. Sein ständiges Hin und Her wirkte auf mich irgendwann eher ermüdend als spannend. Im Gegensatz dazu gewann Liam für mich immer mehr an Sympathie. Er brachte eine angenehme Dynamik in die Geschichte und entwickelte sich zeitweise zu meinem Lieblingscharakter. Leider verlor auch er gegen Ende etwas von seinem Reiz, sodass keiner der Anwerber bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen konnte.
Auch Catherine selbst konnte mich nicht vollständig überzeugen. Für eine zukünftige Prinzessin und spätere Herrscherin wirkte sie auf mich häufig zu unentschlossen. Natürlich finde ich es grundsätzlich nachvollziehbar, dass sie an ihren Entscheidungen zweifelt – gerade angesichts der Verantwortung, die auf ihr lastet. Allerdings hatte ich oft das Gefühl, dass sie bereits eine Wahl getroffen hatte, diese innerlich jedoch selbst nicht wirklich mittragen konnte. Diese Unsicherheit zog sich durch einen großen Teil der Geschichte und wurde am Ende letztlich auch bestätigt. Für mich nahm das ihrer Entwicklung etwas die Überzeugungskraft.
Ein weiterer Punkt war die Spannung. Obwohl die Handlung einige interessante Ansätze bietet, hatte ich selten das Gefühl, unbedingt weiterlesen zu müssen. Es fehlten überraschende Wendungen oder emotionale Höhepunkte, die mich wirklich hätten mitfiebern lassen. Vieles blieb für meinen Geschmack an der Oberfläche, obwohl die Welt und die Ausgangssituation deutlich mehr hergegeben hätten.
Trotz meiner Kritik möchte ich betonen, dass das Buch keineswegs schlecht ist. Der Schreibstil liest sich flüssig und die Grundidee besitzt großes Potenzial. Gerade deshalb fällt es mir schwer, meine Enttäuschung ganz auszublenden, denn ich hatte das Gefühl, dass aus dieser Geschichte deutlich mehr hätte gemacht werden können – insbesondere im Hinblick auf die Charakterentwicklung, die Beziehungen zwischen den Figuren und den Spannungsaufbau.
Insgesamt war es für mich ein solides Buch mit einer interessanten Prämisse, das seine Möglichkeiten jedoch nicht vollständig ausschöpft. Ich bin gespannt, ob die Fortsetzung einige der Punkte aufgreift und den Figuren sowie ihrer Welt mehr Tiefe verleiht.
Es gab eine Zeit, in der ich den Bachelor tatsächlich gern verfolgt habe, und die Buchreihe The Selection habe ich vor Jahren regelrecht verschlungen. Die Aussicht auf eine Kombination beider Konzepte in Romanform klang daher äußerst verlockend – zumal das Cover ansprechend gestaltet war und sofort mein Interesse weckte.
Im Zentrum steht eine Prinzessin, die im Rahmen einer Reality-Show ihren zukünftigen Prinzen finden soll. Ihr bisheriges Leben war stark behütet, mit kaum Berührungspunkten zur Außenwelt - Männer eingeschlossen. Die Auswahl der Kandidaten erfolgt nicht durch sie selbst, und schnell wird deutlich, dass jeder Bewerber seine ganz eigene Motivation verfolgt.
Catherine ist zweifellos eine interessante Figur: mal liebenswert, mal frustrierend naiv. Natürlich sorgt die Anwesenheit von zwanzig attraktiven Männern für eine spannende Dynamik, doch gelegentlich hätte ich mir weniger hormongetriebene Teenager-Momente gewünscht. Es gibt Augenblicke, in denen erkennbar wird, dass sie gegen das bestehende System rebellieren möchte, doch ihre Erwartungen wirken mitunter klischeehaft und wenig reflektiert.
Die Dialoge bleiben oft oberflächlich, und am Ende wusste ich über die Hauptcharaktere erstaunlich wenig. Insgesamt bietet das Buch kurzweilige Unterhaltung, konnte mich jedoch nicht ausreichend überzeugen, um die Reihe fortzusetzen.