In der Nähe von Meersburg wird eine Leiche in einem Swimmingpool entdeckt. Wer ist der Mann, und was haben die fünf toten Fische im Pool zu bedeuten? Hauptkommissar Max Madlener nimmt die Spur des Mörders auf. Und stößt mit Hilfe seiner jungen Assistentin und einer Pathologin, die schon bald mehr als nur eine Kollegin wird, auf ein ungeheuerliches Motiv....
n einem Swimmingpool in der Nähe von Meersburg wird eine mit Gewichten beschwerte Leiche gefunden. Eine unangenehme Überraschung für die Besitzer, die gerade aus dem Urlaub zurück gekommen sind! Bei der Leiche werden fünf Fische gefunden- passenderweise Bodenseefelchen. Hauptkommissar Max Madlener nimmt die Ermittlungen auf, auch wenn er eigentlich in seiner neuen Stelle nur geparkt werden sollte.
Ein Ermittler, der hinter seinem Rücken Mad Max genannt und zu Sitzungen beim Therapeuten verdonnert wird und Täter, die ihre Opfer in einer geheimen Klinik foltern und dann töten, passt nicht an den beschaulichen Bodensee Ich muss gestehen, dass ich am Anfang, als das erste Opfer entführt wurde und zum ersten Mal seinen Peinigern gegenüber stand dachte "das ist schon stark" und mir überlegte, ob der Autor nicht ein bisschen übertreiben würde.
Aber es hat gepasst. Max Madlener ist trotz seiner Vergangenheit ein ganz normaler Ermittler. Immer ein bisschen unter Strom und immer ganz im aktuellen Fall drin. Und die Art, wie die Toten ums Leben bekommen sind, passt zu ihren eigenen Verbrechen. Denn hier gibt es zwar Täter und Opfer, aber die Grenzen verschwimmen. Selbst Max und seine Kollegin Harriet sind sich nicht immer sicher, auf wessen Seite sie stehen.
Max erinnert mich von seiner Geschichte her ein bisschen an John Rebus. Trotzdem ist er keine Kopie, sondern eine eigene interessante Persönlichkeit, dem ich gerne bei weiteren Ermittlungen über die Schulter schauen möchte.
++ sympathische Figuren und eine spannende Handlung [#1 - Max Madlener]
Dieses Buch hab ich in einer Fundgrube entdeckt. Ich kannte den Autor vorher nicht, obwohl er ganz in meiner Nähe wohnt.
Hauptkommissar Max Madlener, der von den Kollegen unter vorgehaltener Hand "Mad Max" genannt wird, wurde von Stuttgart nach Friedrichshafen zwangsversetzt, weil er den Tod eines 17-jährigen Jungen zu verantworten hat. Eigentlich soll er sich nur um alte Fälle kümmern, damit er irgendwie beschäftigt ist. Als nacheinander ältere Herren ermordet werden, holt sein Vorgesetzter auch ihn ins Team. Zusammen mit seiner Assistentin Harriet Holtby deckt er relativ schnell das Motiv auf. Aber bei den Tätern gibt es einige offene Fragen, bei denen sich die SOKO nicht ganz einig ist.
Max Madlener ist ein sehr sympathischer Typ, mit ein paar schrulligen Eigenarten und einem lästigen Lippen-Herpes in Stresssituationen. Seine Assistentin Harriet fand ich richtig toll. Sie ist hochintelligent, sehr engagiert und sieht optisch etwas eigenwillig aus.
Mir hat dieser Auftaktband sehr gut gefallen und ich werde mir die Folgebände zügig besorgen.
Harriet war cool, aber Madlener ging mir mit seinem pubertären Anti-Alles-Getue ziemlich auf die Nerven. Die Mörder habe ich tatsächlich eher spät erraten, aber die Story war trotzdem sehr konstruiert. Leider gar nicht mein Fall.