Am Ende will doch einer sterben (Todesboten #3): Folgeband zum TikTok-Phänomen AM ENDE STERBEN WIR SOWIESO +++ Mit exklusivem Bonus-Material (Interview und Filmszene)
Band #3 der TODESBOTEN-Reihe | Fulminant und bewegend – die Geschichte nach dem TikTok-Phänomen und Megaseller AM ENDE STERBEN WIR SOWIESO!
Paz wartet schon seit Langem auf den Anruf des Todesboten. Er hat eine traumatische Kindheit erlebt und kann seine Einsamkeit nicht länger ertragen. Als ein für ihn furchtbarer Tag erneut ohne Anruf endet, beschließt Paz, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Alano ist der Erbe des Todesboten, der alle dazu ermutigt, das Leben jeden Tag aufs Neue zu schätzen. Alano hat jedoch nicht mehr das Gefühl, Kontrolle über sein eigenes Dasein zu haben. Als er auch noch bedroht wird, will er sein Leben endgültig ändern. Das Schicksal führt Paz und Alano zusammen und sie müssen sich gemeinsam großen Herausforderungen stellen, damit am Ende niemand stirbt …
Exklusives BONUS- Interview mit Adam Silvera und Filmszene aus Scorpius Hawthorne und die unsterblichen Kinder des Todes
Adam Silveras
#1: Der Erste, der am Ende stirbt (Orion und Valentino)#2: Am Ende sterben wir sowieso (Mateo und Rufus)#3: Am Ende will doch einer sterben (Paz und Alano)
Adam Silvera is the #1 New York Times bestselling author of They Both Die at the End and More Happy Than Not and History Is All You Left Me and Infinity Son and Infinity Reaper and with Becky Albertalli, What If It's Us and Here's to Us.
His next book The First to Die at the End releases October 4th, 2022, with the final Infinity Cycle book to follow soon after.
He was born in New York and now lives in Los Angeles where he writes full-time.
Die ersten beiden Bände habe ich geliebt, aber dieser Band hat leider eine extreme Schwäche: Die Länge…
Paz und Alanos Geschichte ist auf den ~ 750 Seiten noch nicht auserzählt, doch das hätte sie sein können. Denn auch 500 Seiten hätten mir völlig gereicht.
Durch Paz Krankheit machen die vielen Wiederholungen und Negativ-Strudel absolut Sinn, jedoch wird es für mich als Leserin irgendwann zu Repetitiv, wodurch dann leider auch ein bisschen Gefühl fehlt. Ich konnte dadurch eher weniger gut mit Paz mitfühlen, weil mich die Geschichte ab und an verloren hat.
Gleichzeitig wurde ich aber anfangs nicht genug abgeholt. Schließlich kennt man die Figuren bereits aus vorherigen Bänden, aber anfangs fühlt es sich an, als glaube der Autor, wir hätten alle so ein krasses Gehirn wie Alano.
Adam Silvera hat im Interview geschrieben, dass Paz und Alano ihm sehr ans Herz gewachsen seien und er sich in Paz wiederfinde. Das merkt man auf positive Art, aber leider auch auf negative. Es fühlt sich ein bisschen so an, als hätte der Autor zu viele Szenen im Kopf und könnte sich von keiner trennen.
Auch war mir die Insta-Love in diesem Band einfach zu viel. Für mich ist es auch ein ganz schmaler Grad zwischen „beide retten sich gegenseitig“ und „Beide sind ungesund abhängig voneinander und wollen sich unbedingt retten“. Das lasse ich aber erstmal so stehen, vielleicht löst der Folgeband das noch auf.
Die wichtigste Frage: Werde ich den (hoffentlich) Letzten Band lesen? Klar! Ich hoffe sehr, dass die Geschichte dann ein wenig an Fahrt aufnimmt und mich wieder völlig umhaut
Titel: Am Ende will doch einer sterben Autor: Adam Silvera Verlag: Arctis Preis: 28,00€ Seitenzahl: 768 Seiten Übersetzerinnen: Katharina Diestelmeier, Meritxell Janina Piel, Alexandra Rak
Meine Meinung:
Bereits seit Jahren bin ich ein großer Fan von Adam Silvera und liebe besonders seine “Todesboten”-Reihe. Somit habe ich mich riesig auf “Am Ende will doch einer sterben” gefreut, auch wenn ich gleichzeitig große Angst davor hatte, wie sehr mir dieses Buch das Herz brechen wird.
Das Cover vom Buch finde ich richtig schön. Es passt sehr gut zu den anderen Bänden und vor allem liebe ich, wie detailreich es eigentlich auch ist. Als ich es das erste Mal gesehen habe, ist mir nicht direkt aufgefallen, wie besonders der Mond eigentlich ist oder dass man einen Sensenmann im Schatten von einem der Charaktere entdecken kann. Auch der Farbschnitt passt hervorragend zu den anderen Hardcovern, obwohl ich auch sagen muss, dass ich von der Dicke des Buches sehr überrascht war. Gerade im Vergleich zu den vorherigen Bänden ist ein deutlicher Unterschied bei diesem Band zu erkennen.
Paz und Alano waren für mich zwei sehr unterschiedliche, wenn auch sympathische Charaktere, die mich beide auf ihre Weise überzeugen konnten.
Die Handlung hat mir gut gefallen. Bereits aus den ersten zwei Bänden kenne ich die “Todesboten”-Welt schon sehr gut, weswegen ich mir am Anfang eingeredet habe zu wissen, worauf ich mich hier wieder einlasse. Es war auf jeden Fall toll, wieder zurück in die Welt zu kehren, doch der Schmerz, den ich hier gefühlt habe, war etwas, das mich komplett eingenommen hat. Für mich war dieser Band vom Inhalt her und den Themen, die hier im Buch eine Rolle gespielt haben, der heftigste aus der Reihe. Es war gar nicht einfach zu verfolgen, was so passiert ist, gerade da ich diese Geschichte sehr intensiv fand. Es spielt zudem im Jahr 2020, in dem auch Corona eine Rolle spielt, was ich persönlich auch gar nicht so einfach fand. Ich glaube für die meisten war die Coronazeit nicht einfach und gerade 2020 hat bei mir einige Narben hinterlassen, dennoch habe ich vor allem versucht mich auf die Geschichte zu konzentrieren. Zudem muss ich sagen, dass die Handlung für mich auch eher schleppend am Anfang voran gegangen ist, da es hier sehr viel Schmerz gab und dies nicht so einfach war um gut voran zu kommen. Es war ein sehr intensives Buch, dass definitiv wichtige Themen aufgegriffen hat und mit der nötigen Ernsthaftigkeit an diese rangegangen ist. Somit finde ich haben diese Themen auch die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient haben. Gerade, da es ein Jugendbuch ist, wurde hier denke ich, gut mit der Verantwortung umgegangen, die dieses Buch hat. Dennoch ist die Geschichte auch sehr schmerzvoll gewesen und in meinen Augen vielleicht auch nicht für jeden etwas, sowohl Jugendlichen als auch Erwachsenen.
Für mich gab es leider einige Punkte in "Am Ende will doch einer sterben", die mich nicht so ganz überzeugen konnten. Ich bin mir nicht sicher, ob ich diesen Band unbedingt als den schwächsten der Reihe bezeichnen würde, da es vieles gab, das mir gut gefallen hat. Die Emotionen sind direkt bei mir angekommen, ich habe mitgefiebert und war auch von den Charakteren begeistert. Aber für die Summe an Seiten fand ich ist einfach sehr viel passiert und am Ende nicht genug. Es sind so einige Fragen offen geblieben, weswegen ich schon gespannt bin auf den nächsten Band. Eigentlich hatte ich sogar angenommen, dass die Geschichten aus der "Todesboten"-Welt mit diesem Band enden würde, freue mich nun aber trotzdem sehr auf ein weiteres Buch.
Der Schreibstil von Adam Silvera schafft es jedes Mal, mich komplett zu überzeugen. Adam Silver schafft authentische, liebenswerte Charaktere, eine spannende Atmosphäre und vor allem schreibt er Geschichten, bei denen man so richtig mitfiebert.
Über den Wunsch zu Sterben und psychische Gesundheit in der Welt des Todesboten
Da ich die ersten beiden Bände uneingeschränkt geliebt habe, war die Freude groß als ich nun „Am Ende will doch einer sterben“ den dritten Band der Todesboten-Reihe von Adam Silvera in den Händen halten durfte. Schnell war aber klar, diese Geschichte wird anders. Zunächst einmal hebt sich der Roman deutlich durch seine Länge von den Vorgängern ab. Auf fast 800 Seiten entwickelt sich eine intensive, teils verstörende und mitunter äußerst deprimierende Geschichte. Erstmals verlässt Autor Adam Silvera auch seinen üblichen 24-Stunden-Erzählrahmen, was thematisch aber auch äußerst wichtig ist um authentisch die psychische Entwicklung vom suizidalen Paz beschreiben zu können. Insgesamt lässt mich das Buch am Ende mit gemischten Gefühlen zurück. Ein locker-leichtes Leseerlebnis sucht man hier vergeblich, es ist wirklich schwere Kost. Dabei finde ich es bewundernswert wie authentisch Silvera den Todeswunsch eines suizidalen Jugendlichen herausarbeitet und außerdem auch noch aufzeigt wie sich das Leben mit einer Borderline-Persönlichkeits-Störung anfühlen kann. Allerdings ist die Intensität und Detailliertheit mit welcher alles geschildert wird, sicher nicht für alle gut aushaltbar.
Eine Schwäche des Buches ist für mich darüber hinaus auf jeden Fall die Seitenanzahl. Die Handlung weist immer wieder Längen, Wiederholungen und Stillstand auf und meiner Meinung nach hätte man auch gut auf 300 Seiten verzichten können ohne etwas zu verpassen. Zudem war die Liebesgeschichte für mich diesmal absolut nicht „fühlbar“, im Gegensatz zu den vorherigen Bänden stellten sich keine Gänsehaut und Tränen ein. Allgemein blieben mir die beiden Protagonisten Alano und Paz aber auch eher fremd, so dass ich sie nicht immer als authentisch erlebte. Gerade aufgrund des so wichtigen Themas hätte ich mir mehr Emotionen erhofft. Was mich aber schlussendlich richtig ärgerte war das doch sehr offene Ende. Nur ein Bruchteil der im Roman aufgetauchten Fragen wird beantwortet und so bleibt der Lesende unbefriedigt zurück und wird mit einer wagen Hoffnung auf einen folgenden Band vertröstet. Auch deshalb gibt es von mir diesmal Sternabzug. Letztlich vergebe ich 3 ½ Sterne, welche ich auf 4 aufrunde.
Dieses Buch nimmt uns mit auf eine Reise in die düstere Welt von Paz und Alano, zwei jungen Männern, die mit dem Tod und psychischer Belastung kämpfen. Die Geschichte behandelt schwere Themen wie Suizidgedanken und mentale Gesundheit auf intensive Weise – mit viel Gefühl, aber auch mit einigen erzählerischen Schwächen.
– Handlung Die Handlung begleitet Paz, der auf den Anruf des Todesboten wartet, und Alano, den Erben dieses düsteren Amtes. Während sie sich mit ihrer eigenen Einsamkeit, Bedrohungen und inneren Dämonen auseinandersetzen, geht es um die Suche nach Hoffnung und Lebenssinn. Allerdings zieht sich die Geschichte oft, es gibt zu wenig Spannung und viele Fragen zur Welt bleiben offen.
– Charaktere Paz und Alano sind glaubwürdig und emotional vielschichtig. Ihre inneren Kämpfe werden eindringlich dargestellt, sodass man als Leser gut mitfühlen kann. Dennoch wirken die Figurenbeziehungen mitunter oberflächlich, und ihre Entwicklung stagniert gelegentlich.
– Schreibstil Adam Silveras erzählt mit einfühlsamer, klarer Sprache, die den düsteren Ton treffend einfängt. Dennoch hemmen Wiederholungen und langatmige Passagen den Lesefluss, was den Eindruck von zäher Erzählung verstärkt.
– Worldbuilding Das Konzept der Todesboten ist interessant, wird aber nur oberflächlich beleuchtet. Viele Details zur Welt und ihren Regeln bleiben unklar, was die Spannung mindert und Fragen offenlässt.
– Empfehlung Ein Buch für Leser:innen, die sich mit Themen wie psychischer Gesundheit und Trauer auseinandersetzen wollen und die die vorherigen Bände kennen. Wer mehr Action und klare Antworten sucht, wird hier eher enttäuscht.
Dieses Buch war so ganz anders als erwartet. Erstmal unterscheidet es sich sehr stark von den ersten beiden Bänden und dann ist es extrem düster. Die Content Notes sollten hier definitiv berücksichtigt werden, denn es geht sehr viel und sehr detailliert um Suizidgedanken und selbstverletzendes Verhalten. Diese sehr detaillierte Darstellung hat es sehr nachvollziehbar gemacht, gleichzeitig fand ich es stellenweise auch zu genau, was meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Die beiden Protagonisten sind sehr sympathisch und durch die tiefgehende Beschäftigung mit ihrem Innenleben konnte ich die beiden sehr gut greifen und nachfühlen und sie sind mir sehr ans Herz gewachsen. Auch die weiteren Themen, die hier in Bezug auf mentale und psychische Gesundheit behandelt wurden, fand ich interessant, besonders da es teilweise eine OwnVoice-Geschichte ist. Allerdings hat sich die Geschichte stellenweise sehr gezogen, und wir erfahren hier endlich mehr über die politischen Hintergründe und auch ein paar Hintergründe zum Todesboten, allerdings wird das alles angerissen und dann nicht richtig zu Ende geführt. Dadurch haben sich die zähen Teile umso weniger angefühlt, als hätte sich das Warten gelohnt und das Buch hat mich irgendwie unbefriedigt zurückgelassen. Insgesamt hat die Geschichte definitiv wichtige und gute Stellen, aber in Anbetracht der Länge des Buches, gibt es zu wenig Handlung und Infos zur Welt, die konsequent weitergeführt werden.
Vor dem Lesen des Buches unbedingt Triggerwarnung lesen!
Das ist mein erster Band, den ich von der Reihe gelesen habe und was soll ich sagen: Was für ein fantastisches Universum.
Schreibstil: Adam Silveras Schreibstil und das World Building des Buches haben mir total gut gefallen. Es ist sehr detailliert und durchdacht geschrieben.
Paz und Alano: Beide sind Charaktere, die mit ihrem Leben zu kämpfen haben. Persönlich konnte ich mehr mit Paz als mit Alano fühlen. Beide POV's waren bereichernd für das Buch. Besonders die Stimmungswechsel von Paz waren sehr gut beschrieben und verdeutlichten seine Diagnose gut.
Die Story: Zu Beginn des Buches fiel mir das Lesen sehr schwer. Es werden viele triggernde Inhalte detailliert beschrieben, teilweise über zig Seiten. Teilweise war das Buch etwas schleppend, was nicht an der fehlenden Handlung, sondern eher an den aufeinanderfolgenden Rückschlägen lag. Was ich ganz klar sagen kann: für mich ist das keine Liebesgeschichte. Beide Charaktere sind eher abhängig voneinander, als dass sie eine Beziehung eingehen könnten.
Triggernde Inhalte: Für mich hätten die triggernden Inhalte deutlicher vermarktet werden sollen. Ja, es gibt zwei Hinweise im Buch, aber vermarktet wird es doch eher als normales Jugendbuch. Gerade dafür war die Fülle an Inhalten meiner Meinung nach extrem und teilweise kaum auszuhalten. Das sollte für jede*n potenzielle*n Leser*in sofort sichtbar sein.
Story: Seit einem traumatischen Ereignis in seiner Kindheit, ist Paz höchst suizidal und sehnt den Anruf des Todesboten herbei. Nichts scheint ihm helfen zu können und als er sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und sich vom Hollywood Sign stürzen will, tritt Alano in sein Leben. Alano ist der Erbe des Todesboten und scheint ein Leben in Luxus zu führen. Doch für Alano ist es mehr ein goldener Käfig, was ihn selbst psychisch labil macht. Es gelingt ihm Paz davon zu überzeugen dem Leben mit Alano an der Seite eine Chance zu geben und statt Abschiedstagen Anfangstage zu feiern …
Eigene Meinung: Mit „Am Ende will doch einer sterben“ legt Adam Silvera den lang erwarteten dritten Teil seiner „Todesboten“-Reihe vor. Das Buch erschien im Sommer 2025 im Arctis Verlag in Deutschland und ist mit 768 Seiten wesentlich umfangreicher als die vorherigen Bände. Die Geschichte legt den Fokus auf ein neues Pairing, allerdings tauchen auch Figuren aus den vorherigen Büchern am Rande auf.
Die Geschichte ist dieses Mal nicht auf einen Tag ausgelegt, denn weder Paz noch Alano erhalten einen Anruf von den Todesboten. Stattdessen beleuchtet das Buch mehrere Tage, was aufgrund der sehr ernsten, fast schon düsteren Themen auch notwendig ist. Adam Silvera stellt mit Paz eine Hauptfigur vor, die nicht nur suizidal ist, sondern auch unter Borderline leidet und daher an vielen Fronten zu kämpfen hat. Dementsprechend ausführlich und fesselnd sind die Beschreibungen seiner Gedanken, denn der Autor nimmt sich viel Zeit die verschiedenen Facetten der Krankheit zu beleuchten. Dadurch wirkt das Buch an einigen Stellen vielleicht etwas lang und man hat den Eindruck, die Figuren drehen sich im Kreis, gleichzeitig ist das die Stärke der Geschichte. Es braucht Zeit, um Paz richtig zu verstehen, seine Gedanken und Gefühle einzuordnen und warum er handelt wie er handelt. Ihm zur Seite wird der Erbe der Todesboten gestellt – Alano Rosa, der zwar im Luxus lebt, aber keinerlei Freiheiten genießt. Sein Leben wird von verschiedenen Seitenbedroht, da sich die Welt gewandelt hat und sich viele teils politische Bewegungen gegen den Todesboten entwickelt haben. Dennoch hält er an seinem Vorhaben fest, den Jungen zu retten, der am ersten Tag, an dem die Todesboten ihren Dienst aufnahmen, alles verloren hat. Adam Silvera baut mit diesem Buch seine Welt noch weiter aus und gibt ihr wesentlich mehr Tiefe, als durch die bisherigen Bücher. Die Leser*innen erhalten Einblick in die Hintergründe, ohne dass das Geheimnis der Todesboten wirklich enthüllt wird. Dafür lernt man das Unternehmen, den Erfinder und dessen Familie sehr gut kennen, ebenso die Probleme, die daraus erwachsen. So gestaltet der Autor eine greifbare und nachvollziehbare Welt, in der es im Hintergrund politische Machtkämpfe, Intrigen und teils aggressive Gruppierungen gibt, die gegen alles gehen, was der Todesbote geschaffen hat. Da Alano neben Paz die Hauptfigur ist, bekommt man wesentlich mehr von der Welt mit, als es bei den bisherigen Bänden möglich wäre. Lag der Fokus bei den ersten beiden Bänden auf dem Abschiedstagen und der wachsenden Liebe zwischen den beiden Protagonisten, ist „Am Ende will doch einer sterben“ wesentlich intensiver. Der Fokus liegt nicht nur auf der wachsenden Beziehung zwischen Paz und Alano, sondern auch auf den psychischen Problemen der beiden, ihrer teils traumatischen Vergangenheit und dem gesellschaftlichen und politischen Umfeld.
Die Figuren sind, wie von Adam Silvera gewohnt, sehr authentisch und nachvollziehbar in Szene gesetzt. Man kann sich sehr gut in beide hineinversetzen und lernt mit Paz jemanden kennen, der wirklich mit sich und seiner Umwelt zu kämpfen hat. Auch Alano hat es nicht leicht, auch wenn man zu Beginn den Eindruck hat, sein Leben läuft nahezu perfekt. Man merkt, dass der Autor sehr viel persönliches in beide Figuren eingearbeitet hat – im Interview am Ende des Buches wird dies ganz besonders deutlich. Das ist auch der Grund, weswegen einem die Geschichte um Paz und Alano so nahegeht – man leidet mit den Figuren, verliert sich in Paz Gedankenkarussell und begreift welche Last auf Alanos Schultern liegt. Auch die übrigen Figuren sind sehr realistisch in Szene gesetzt – seien es die Eltern der beiden jungen Männer, der Freundeskreis oder das Umfeld, man versteht, was sie umtreibt und welchem Credo sie folgen.
Stilistisch legt Adam Silvera ein gewohnt solides, packendes und tiefgründiges Buch vor, das noch wesentlich mehr an die Essenz geht als seine bisherigen Bücher. Ernste Themen wie Suizidgedanken, Selbstverletzung, Depressionen, Borderline und Psychosen sind allesamt schwere Kost und dieses Mal ist ein Blick in die Triggerwarnung zu empfehlen, sollte man selbst mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. Adam Silvera punktet mit sehr realistischen Figuren, intensiven Beschreibungen und sehr guten Dialogen. Trotz all der schweren Themen, bleibt aber auch das Gefühl und die sich langsam entwickelnde Liebe zwischen Paz und Alano nicht auf der Strecke – sie wirkt wie ein Lichtfunke, der Leser*innen durch die Handlung trägt.
Fazit: „Am Ende will doch einer sterben“ ist ein intensives, tiefgründiges und packendes Buch von Adam Silvera, das durch authentische Figuren, einer herausfordernden Geschichte und einem stimmigen Schreibstil besticht. Es ist in vielerlei Hinsicht schwere Kost, denn das Leben von Alano und Paz ist alles andere als leicht und die Probleme, mit denen sie zu kämpfen haben, scheinen übermächtig zu sein. Der Autor spricht im dritten Band der „Todesboten“-Reihe viele ernste Themen an – Suizid, Selbstverletzung, Depressionen, Borderline und fordert den Lesenden einiges ab. Trotz all der düsteren und schwergängigen Themen, bleibt jedoch die sich entwickelnde Liebe der Hauptfiguren nicht auf der Strecke, wodurch am Ende ein Hoffnungsschimmer bestehen bleibt. Wer die bisherigen Bände der „Todesboten“-Reihe mochte, wird auch um diesen Teil nicht herumkommen – Adam Silvera trifft auch dieses Mal ins Schwarze und man darf gespannt sein, wie es mit der Reihe weitergeht.
Dieses Buch hat mein Herz zerrissen – auf die schönste, schmerzhafteste Art. 💕😭
Die Charaktere fühlen sich an wie echte Menschen. Ihre Ängste, Träume, Zweifel – alles ist so greifbar und tief. Ich habe jede einzelne Seite mitgefiebert, gehofft, gezittert.
Was Adam Silvera hier erzählt, ist nicht einfach nur eine Liebesgeschichte – es ist eine Geschichte über Leben und Tod, über Angst und Hoffnung, über das Jetzt. Und sie trifft mit voller Wucht.
Die Themen sind realistisch und vielschichtig dargestellt – von Identität über Verlust bis hin zu den kleinen Momenten, die das Leben lebenswert machen.
Und die Liebesgeschichte?
So zart, so ehrlich, so intensiv.
Ich. Brauche. Mehr. 😭
Ich werde nie wieder ganz dieselbe sein.
Ein Buch, das bleibt. Ein Buch, das einen verändert. Ein absolutes Highlight
Lieblings Zitate (von nicht gerade wenigen musste ich mir welche aussuchen, auch wenn es mir schwer fiel):
Ich beneide die Todgeweihten, die an ihren Abschieds. tagen intensiver leben, als ich es in meinem ganzen Leben je getan habe.
Memento mori. Memento mori. Memento mori. Vergiss nicht, dass du sterben wirst. Vergiss nicht, dass du sterben wirst. Vergiss nicht, dass du sterben wirst. Ich vergesse nicht, dass ich sterben muss. Ich vergesse nicht. Ich vergesse nicht. Ich vergesse nicht. Das ist meine Zukunft und als ich in die Gegenwart zurück-kehre, stehe ich an der Dachkante. Ein Schritt nach vorn, dann stürze ich dreißig Stockwerke tief und sterbe an der Stelle, an der ich beinahe ermordet worden wäre.
Der Todesbote kann mich nicht anrufen, aber wäre es nicht besser, statt einer Firma, die Menschen darüber informiert, dass sie sterben werden, einen Dienst zu haben, der vorher-sagt, wie lange unsere Liebesbeziehungen halten? Den Lie-besboten sozusagen. Dann könnten sich alle auf den Moment vorbereiten, in dem ihnen das Herz gebrochen wird. Könnten damit abschließen. Könnten sich zu einem letzten Kuss vorbeugen oder sogar zum ersten Kuss, bevor die Gelegenheit für immer verstrichen ist. Aber eigentlich habe ich gar keinen Liebesboten nötig, um zu wissen, dass meine Beziehung zu Paz von Anfang an unter einem schlechten Stern stand.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Finished it now a few days ago, but I'm still unsure about the rating. It's definitely the heaviest one, in terms of themes (and pages). So please, please mind the content notes.
I really liked Paz and Alano, so how they were treated made me really angry, so much so that I didn't really enjoy reading. I think I didn't like a single side character.
Also, the ending. It's super open, because there will be another book, and I didn't like that. I liked that you got a finished story with the other books, but this one doesn't feel finished.
Very conflicted regarding this book. I did finish the 767 pages (German edition) in ... 5ish hours? So there's that. 😅
Paz ist vom Schicksal gebeutelt und höchst suizidal. Nichts scheint ihn retten zu können, bis Alano in sein Leben tritt. Ausgerechnet der Erbe des Todesboten schafft eine Verbindung zu ihm, aber auch er hat etwas zu verbergen.
Der Roman rückt die psychische Erkrankung von Paz in den Vordergrund und erzählt langsam und sehr eindringlich von Paz Leben, seiner Verzweiflung, seiner Denkweise, aber auch davon, wie Personen mit ihm umgehen können. Und so setzt der Roman ein Statement für Menschlichkeit und Verständnis.
Die Länge des Romans schreckt dabei nicht ab, sondern verleiht Tiefe und suizidalen Menschen eine wichtige Stimme.
Wie jedes Andere Buch von Adam war dieses Mal wieder ein Meisterwerk. Es hat mich so zu Tränen gerührt und ich konnte es oft einfach nicht weglegen. Über 700 Seiten habe ich mit Paz und Alano geliebt und gelebt. So viele Verbindungen zu den anderen Teilen, die alten Charaktere. Ich hatte so eine Angst vor dem Ende… und dann hat es so geendet? So offen?😭Warum? Ich komme immer noch nicht auf das Ende klar. Ich glaube ich muss noch mehr darüber nachdenken aber ich liebe es jetzt schon!
Kurz gesagt: Ich liebe dieses Buch! Ist es das Beste der Reihe? Nein. Das Buch fängt sehr stark an, versucht aber zwei verschiedene Geschichten gleichzeitig zu erzählen, was dem Buch zum Verhängnis wird. Das tun die anderen zwar auch, aber hier funktioniert es für mich nicht wirklich. Wäre das Buch in zwei Teile geteilt worden und hätte sich auf einen Charakter pro Buch fokussiert, wäre es dem Buch glaube ich zugute gekommen. Trotzdem ist das Buch ein Highlight in meinem Bücherregal! Aber Vorsicht: Dies könnte Adam Silveras heftigstes Buch bis jetzt sein...