Virginia Woolf fragt, wie man ein Buch lesen soll, Hans Fallada berichtet von seltsamen Leerstellen im Regal, Theresia Walser beschreibt ihre »Büchermauer«, Günter de Bruyn erzählt, wie er zur Literatur kam, Marie Luise Kaschnitz spricht über das »letzte Buch«.
Eine kurzweilige und gut zusammengestellte Lektüre! Es werden Fragen beantwortet wie: Muss man Bücher vollständig lesen? Was sollte man lesen? Was definiert ein gutes Buch?
Franz Kafka schrieb in einem Brief an einen Freund: „Ich glaube, man sollte überhaupt nur solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen. Wenn das Buch, dass wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann das Buch? Damit es uns glücklich macht, wie du schreibst? Mein Gott, glücklich wären wir eben auch, wenn wir keine Bücher hätten, und solche Bücher, die uns glücklich machen, könnten wir zur Not selber schreiben. Wir brauchen aber die Bücher, die auf uns wirken wie ein Unglück, das uns sehr schmerzt, wie der Tod eines, den wir lieber hatten als uns, wie wenn wir in Wälder verstoßen würden, von allen Menschen weg, wie ein Selbstmord, ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. Das glaube ich.“
Hier stecken einige schlaue Gedanken und viel Liebe zur Literatur drin.