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Allow a Sunflower to Bloom

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Eigentlich wollte Emmee nach Frankreich ziehen, Kunst studieren – und ihre Mutter suchen. Obwohl sie in einer liebevollen Pflegefamilie aufgewachsen ist, spürt sie den Wunsch, ihre Wurzeln zu finden. Doch als der Traum vom Studium platzt, landet Emmee stattdessen in einer WG in Wien. Zwischen neuen Freundschaften und ihrem geheimnisvollen Mitbewohner Casimir lebt sie sich langsam ein. Doch dann erhält sie plötzlich anonyme Nachrichten, ihr leiblicher Vater meldet sich unerwartet – und Casimir bittet sie, bei einem Treffen mit seinen reichen Eltern seine Freundin zu spielen ...

416 pages, Kindle Edition

Published July 11, 2025

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About the author

Mara Schnellbach

4 books21 followers
Mara Schnellbach, geboren 2003 in München, verbrachte ihre Kindheit am Chiemsee und lebte nach ihrem Schulabschluss für ein Jahr in Wien. Hier spielt auch ihr Roman »Allow a Sunflower to Bloom«, in den die Geschichte ihrer eigenen Herkunft als Pflegekind eingeflossen ist. Am liebsten schreibt Mara Geschichten, die das wirklichkeitsnahe Leben junger Menschen thematisieren. Auf Social Media findet man sie unter @maraschnellbach

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Displaying 1 - 22 of 22 reviews
Profile Image for annikasplatzindieserwelt.
141 reviews76 followers
August 15, 2025
Ich habe „Allow a Sunflower to Bloom” von Mara Schnellbach gelesen und what should I say? Ich habe gelacht, ich habe geweint, vor allem aber habe ich gefühlt und alles geliebt - ich habe ein neues Lieblingsbuch 💛🌻

Es geht um Emmee und Casimir. Um das Erwachsenwerden. Um das, was Familie ist und sein kann. Es geht um das Freisein. Um ganz viel Wien-Liebe. Um die tollste Chaos-WG im 4. Bezirk. Um Liebe, Verlust, Ankommen - um ganz viele Gefühle, die alle gefühlt werden dürfen.

„Allow a Sunflower to Bloom“ ist poetisch, fesselnd, tiefgreifend - einfach echt ❤️‍🩹 Von Seite 1 hat mich Mara mit ihrem so besonderen Schreibstil in ihren Bann gezogen und mich bis Seite 400 nicht mehr losgelassen. Das war ein so besonderes und tolles Leseerlebnis 💛

Selten habe ich ein Buch gelesen, das mich so begeistert hat und sich anfühlt, wie ein Gedicht; wie ein Museum aus den schönsten Worten, Zitaten und schriftstellerischer Fähigkeit ✨

Mara hat mit „Allow a Sunflower to Bloom“ ein so emotionales, rundum perfektes Buch geschaffen, das sich einen ganz großen Platz in meinem Buch-Herz erkämpft hat, geschaffen. Ich liebe Emmee und Casimir, ihre sanfte, doch so starke Liebesgeschichte, die cuten Momente zwischen ihnen, die Gefühlsintensität und Emotionswucht - die Schmetterlinge tanzen immer noch in meinem Bauch 🦋
Profile Image for justmiaslife.
357 reviews364 followers
July 6, 2025
Leider nicht unbedingt meine Art von Charakteren und meine Geschichte, obwohl ich das Grundthema und den Own Voice Anteil total mochte. Und der Schreibstil war sowieso das wahre Highlight. Ganz sweet für zwischendurch!
Profile Image for booksbyjune.
64 reviews5 followers
August 20, 2025
Der Klappentext und die Gestaltung haben mich sofort neugierig gemacht und meine Erwartungen sogar übertroffen. Mara schreibt einfach so unglaublich schön. Ihre Worte waren voller Gefühl und haben es mir leicht gemacht, komplett in die Geschichte einzutauchen. Ich konnte mich richtig gut in die Protagonisten hineinversetzen und habe ihre Emotionen auf jeder Seite gespürt. . ݁₊᪥⋆. ݁

Emmee war für mich eine wundervolle Protagonistin. Feinfühlig, stark und gleichzeitig verletzlich, sodass ich sie sofort ins Herz geschlossen habe! Casimir hat die Geschichte so perfekt ergänzt und zusammen hatten die beiden eine sehr zarte, tiefe Dynamik, die mich von Anfang an berührt hat. Ihre Verbindung über die Liebe zur Kunst war etwas ganz BesonderesDieses Thema hat dem Buch eine zusätzliche Tiefe gegeben. Ich konnte die Leidenschaft, die die beiden teilen, beim Lesen richtig fühlen.
Das Setting in Wien hat eine wunderschöne Atmosphäre geschaffen. Besonders die Szenen in den Museen haben mich begeistert, weil sie so lebendig beschrieben waren. Auch der Aufbau des Buches mit der Gestaltung der Kapitel hat mich total angesprochen und der Geschichte eine besondere Tiefe verliehen.

Was mich außerdem beeindruckt hat, war die Art, wie Mara ernste Themen in ihre Geschichte eingeflochten hat. Alles wirkte ganz natürlich und gleichzeitig so berührend, dass es mir beim Lesen mehrfach die Kehle zugeschnürt hat. Es war wunderschön zu sehen, wie die Charaktere wachsen, wie sie sich entwickeln und dabei auch die Nebenfiguren eine Bedeutung bekommen haben.

Die Aufmachung des Buches ist genauso gelungen wie die Geschichte selbst und passt perfekt dazu.

fazit: Dieses Buch war melancholisch, tiefgründig und unglaublich emotional. Es hat mich komplett abgeholt und wird mir lange im Kopf bleiben.
Profile Image for Tabitha Anna Teufel.
42 reviews1 follower
July 19, 2025
„Aber es änderte sich eben so viel.
Sommer gingen vorbei, jedes Jahr.
Küsse gingen vorbei, denn wir mussten atmen.
Lieder gingen vorbei, meist schon nach drei Minuten.
Wir gingen vorbei, mitten in unserem Anfangspunkt.“

Ich bin gaanz verzaubert von diesem besonderen Schreibstil, dem absolut echt gewordenen Wien-Rand im Spätsommer und den Gedanken, die Emmee und Casimir teilen🌻🌻 riesengroße Empfehlung💛
Profile Image for Lina.
42 reviews
July 30, 2025
ein neues mara-buch 🥹 man verliert sich wirklich im lesen und kann gar nicht mehr aufhören. die charaktere sind so wundervoll ausgearbeitet, sodass man voll zu ihnen relaten kann und für ihr persönliches happy-end mitfiebert 🫶🏻
Profile Image for faespellsandcoffee.
37 reviews59 followers
October 10, 2025
Mit Mara Schnellbachs Own-Voice-Roman Allow A Sunflower to Bloom über das Leben von Pflegekindern hat sie etwas Besonderes geschaffen: ein sensibles und herzvolles Zusammenspiel aus Kunst, Mental Health und Erwachsenwerden, das tief ins Herz trifft und sich wie eine warme Umarmung ums Herz legt. Die Handlung spielt im Sommer, was sich auch im tiefblauen Cover mit Sonnenblumen widerspiegelt. Zu den zentralen Tropes zählen Found Family, Slow Burn, Forced Proximity und eine Prise Fake Dating.

Die Verbindung von bildender Kunst und Poesie zeigt sich in jedem Kapitel, das der Erzählung der Geschichte eine besondere ästhetische Dimension verleiht: Jedes Kapitel trägt den Titel eines bekannten Gemäldes, dessen Schöpfer im einleitenden Absatz genannt wird. Die perfekt stimmenden gewählten Werke spiegeln sich auf subtile Weise in den Gefühlen und Gedanken von Emmee und Casimir wider. So bleiben die kunsthistorischen Bezüge nicht nur dekorativ, sondern lassen sich zu jedem Kapitel ein zentrales Gefühl zuordnen, das in den Vordergrund gerückt und erzählerisch ausgearbeitet wird. Auf diese Weise ermöglicht es den Leser*innen die inneren Bewegungen der Figuren nicht nur zu verstehen, sondern auch tief mitzufühlen. Genau diese Intensität macht das Buch so besonders.

Am Ende des Buches findet sich ein Anhang aller Kapitelüberschriften, jeweils ergänzt mit dem Titel des Kunstwerks, den Namen des Künstlers, dem Entstehungsjahr sowie dem aktuellen Standort oder Standorte des Originals. Diese Übersicht bietet eine wertvolle Ergänzung und vertieft den kunsthistorischen Kontext der Erzählung.

Da es sich um sensible Themen handelt, gibt es auf der letzten Seite des Buches eine Info zu Triggerwarnungen. Aufgelistet werden traumatische Erfahrungen von Pflegekindern und das System des Jugendamts, Panikattacken, körperliche und psychische Gewalt, toxisches Verhalten in Beziehungen (Ehe und Erziehung), Tod und Trauer, chronische Erkrankung und Schizophrenie und psychotische Episoden. Die Triggerwarnungen in diesem Buch greifen Themen auf, die in der Literatur noch immer selten behandelt werden, obwohl sie im echten Leben eine wichtige Rolle spielen. Mara gelingt es, das Thema Pflegekinder und die oft komplexen Strukturen des Jugendamts in eine authentische, feinfühlige Erzählung zu verpacken.

Im Mittelpunkt steht Emmee, die seit ihrer Kindheit mit ihrer Schwester Madita in einer Pflegefamilie lebt. Ihre Gedanken- und Gefühlswelt wird mit großer Tiefe und viel Empathie dargestellt. Die Gespräche zwischen den beiden sind so lebendig geschrieben, dass ich diese Szenen sehr gerne gelesen und die beiden so sehr ins Herz geschlossen habe. Auch ihr Alltag in der WG ist von inneren Konflikten geprägt. Denn Emmee hat einen großen Wunsch: Sie möchte ihre leibliche Mutter finden. Doch das beschäftigt sie mehr als sie zeigen will. Alles, was sie von ihr kennt, ist eine abstrakte Verbindung zur Kunst - eine Kunstgefühlsliebe. Von ihrem leiblichen Vater bleibt ihr nur die Erinnerung einer gezeichneten Sonnenblume auf ihrem Handgelenk, doch er meldet sich plötzlich unerwartet. Besonders berührend ist die liebevolle Beziehung zu ihren Pflegeeltern, geprägt von voller Wärme, Verständnis und stiller tiefen Liebe. Manche Szenen haben mich tief bewegt und zu Tränen gerührt, da Emmee und Madita beide gezweifelt haben, dass sie nicht von ihren Pflegeeltern geliebt werden und den Wunsch nach Antworten haben, warum sie von ihren leiblichen Eltern abgestoßen wurden. Dieses Buch vermittelt auf leise, aber auch kraftvolle Weise, dass Pflegekinder gesehen und verstanden werden sollten – und dass sie niemals das Gefühl haben dürfen, allein zu sein.


Mara gelingt es, diese komplexen Spannungsfelder über Pflegeeltern und physische Gewalt eindringlich mit Schärfe, Zerrissenheit und Feingefühl zu signalisieren und präsentieren. Allow a Sunflower to Bloom ist an alle gerichtet: „Für diejenigen, die Angst haben mit allem, was sie ausmacht zu lieben und gleichzeitig so viel fühlen, dass es irgendwann überschwappt.“, so Mara in ihrem Releasepost. So zeigt Mara, dass Literatur Räume schafft – nicht, um der Realität zu entfliehen, sondern um ihr zu begegnen, sie zu verstehen und zu fühlen. Zugleich bietet sie einen Zufluchtsort in den Gedanken und Gefühlen der Figuren – und genau darin liegt ihre wahre Kraft.

*Rezensionsexemplar
Profile Image for Jelaine.
59 reviews1 follower
October 13, 2025
Ein bewegender Coming of Age Roman, der von Sommerregen in Wien träumen lässt

Die Stadt Wien. Eine WG. Fünf junge Menschen, die auf der Suche nach sich selbst sind. Wer bin ich – unabhängig von Familie und Herkunft?
Ein ergreifender Coming-of-Age-Roman und eine Liebeserklärung an die Kunst, die erste Liebe und den Sommerregen in Wien.

„Springen wir? […] Ich entschied, zu springen. Mit ihm. Und von inneren Klippen, ohne ein Sicherungsseil. Er hielt meine Hand – wer brauchte da ein geflochtenes Gummiseil? Während des Sprungs war ich nur Emme. Lebendig und frei und ohne mein Gepäck, das Dauerschmerz auf meinen Schultern bedeutete.“

Genauso wie Emme und Casimir springt man dank Mara Schnellbachs wundervollem – ich würde sogar sagen poetischem – Schreibstil mitten in die Geschichte hinein. Es ist nicht mein erster Roman von Mara und garantiert auch nicht mein letzter. Dank ihres lebendigen und neologistischen Schreibstils fühle ich mich immer wieder wohl zwischen ihren Seiten. Es ist wie ein Kunstwerk, an dem man sich nicht sattsehen kann.

Apropos Kunst: Besonders gefallen hat mir die Nutzung bekannter Kunstwerke als Symbol für die verschiedenen Emotionen, Handlungen oder Gedanken in jedem Kapitel. Sowohl Emme als auch Casimir schleppen viel Ballast mit sich, weshalb es ihnen oft schwerfällt, diesem mit Worten Ausdruck zu verleihen und sich mitzuteilen. Da Kunst in beider Leben eine große Rolle spielt, wurde hier mit der Symbolik der Kapitelnamen wirklich toll und bewegend gearbeitet.

Die Geschichte greift viele unterschiedliche Themen auf, wodurch sie sich realistisch anfühlt. Ich habe keinen persönlichen Bezug zum Thema Pflegekinder, doch die Autorin schafft es, dieses seltsame und zerreißende Gefühl, eins zu sein, ganz nah an den Leser heranzubringen. Ich habe tief mit Emme und ihrer Schwester Madita mitgefühlt, wollte sie umarmen – manchmal auch schütteln – und war durchgehend gespannt, wie sie ihre inneren Konflikte lösen würden.

Und inmitten all der Sorgen und Ängste keimt dennoch etwas Schönes auf: die Liebesgeschichte zwischen Emme und Casimir. Selten habe ich von einer so zarten und tiefgehenden Beziehung gelesen. Wer ein Fan von Slow Burn ist und vielleicht auch gerne an seine erste große Liebe zurückdenkt, kommt hier voll auf seine Kosten.

Schlussendlich lässt sich sagen, dass der Roman eine große Vielzahl an Themen aus unterschiedlichen Lebensbereichen mit genügend Tiefgang behandelt. Ich habe noch nie einen Young-Adult-Roman gelesen, bei dem ich absolut nicht vorhersagen konnte, was als Nächstes geschehen und wie er letztendlich ausgehen würde. Das war wirklich schön und gleichzeitig bittersüß – so wie das echte Leben auch ist: manchmal stürmisch, wenn man stark zusammenhalten muss, dann wieder sonnig, wenn man gemeinsam die Wärme genießt und die Stärke findet, den Sprung ins kalte Nass zu wagen. Denn oftmals liegt genau dort das, was wir unser Leben lang gesucht haben.

Anmerkung: Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten, was meine ehrliche Meinung jedoch nicht beeinflusst hat.
Profile Image for AsClearAsDay.
18 reviews
August 31, 2025
Als ich mich entschied "Allow a Sunflower to Bloom" zu lesen, wollte ich etwas lesen, das mich entspannt. Das ist mit diesem Buch gelungen. Es hat mich entspannt und vor allem entschleunigt. Es hat mir eine innere Ruhe gegeben, weil selbst das Drama in diesem Buch nicht laut war oder aufwühlend, sondern leise und dafür intensiv.
Mara Schnellbach hat ein Talent für Worte und schreibt sehr schön, ihr Stil erinnerte mich an den von Merit Niemeitz. Mara verliert sich nicht in ellenlangen Beschreibungen, sie kommt auf den Punkt und tut das mit poetischen Formulierungen - manchmal etwas ZU poetisch, aber das ist auch nicht schlimm. Ich habe das Gefühl, die Langsamkeit des Schreibprozesses zu erkennen, während ich las. Allerdings keine Langsamkeit im Sinne von nervig, vielleicht trifft eher "Bedachtheit" zu. New Adult Romane sind mein guilty pleasure und es gibt wenige, die mich nicht nerven. Dieses ist eines davon. Ich fand es gut. Ich fand die Art, wie die Charaktere teilweise miteinander sprachen und welche Worte sie wählten, sehr anders und sehr fern von der Realität. Gleichzeitig gibt es Menschen, die so sind, die gibt es auch in der Realität, die sind leise und wortgwandt und nicht so, wie die meisten in ihrem Alter. Also hat es mich nicht gestört, dass alle viel reifer für ihr Alter schienen, viel erwachsener.
Die typischen Themen wurden angesprochen: "Ich bin in meinen Zwanzigern und weiß nicht, wer ich bin und was ich will" und natürlich wurde auch die typische Struktur eingehalten, in welche die Love Interests sich erst annähern und schließlich aus irgendeinem Grund voneinander entfernen, bevor sie letztendlich dann doch zueinander finden. Es ist nichts Neues gewesen. Aber das muss es auch nicht, denn die Umsetzung war anders und gut. Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Autorin sich für anders als alle anderen hält und sich darüber definiert, dass sie aufgrund ihrer Andersartigkeit besonders andersartige Bücher für "ihre girlies" schreibt - wie ich das bei vielen Autorinnen bemerkt habe. Das hat mir Mara gleich viel sympathischer gemacht. Auch das "Wir sind Helden Zitat", das versteckte und nicht benannte, das habe ich sehr geliebt.
Dieses Buch ist teilweise und besonders gegen Ende sehr over the top, sehr kitschig aber gleichzeitig zeigt es auch nochmal viel mehr Realität (von der Art, wie die Charaktere sprechen mal abgesehen, s.o.) als ich es aus anderen Büchern kenne.
Dieses Buch gibt mir das Gefühl, dass es mit Hingabe und viel Hirn geschrieben wurde, und das macht es für mich zu einem guten, authenthischen Roman. Danke, Mara!
Profile Image for StoriesToBeRemembered.
29 reviews
August 25, 2025
Allow a Sunflower to Bloom beschäftigt sich thematisch mit der Frage nach der eigenen Herkunft und behandelt die Geschichte von Emmee, die als Pflegekind großgeworden ist und nun in einer WG in Wien ihr Studium beginnen möchte. Im Laufe der Geschichte werden wir mit ihren Ängsten und Hoffnungen konfrontiert und begleiten sie dabei, wie sie nicht nur ihre Eltern kennenlernt und das Rätsel ihrer Herkunft löst, sondern auch dabei, wie sie ein neues Zuhause in ihrer WG und Liebe findet. Wir lernen außerdem Casimir kennen. Er ist der zweite Protagonist unserer Geschichte und kämpft mit einer Reichen aber lieblosen Familie und einem Bruder, der unter der Vergangenheit zu zerbrechen droht. Zusammen lernen die beiden einander zu vertrauen und zu stützen, während sie durch harte Zeiten gehen.

Die Prämisse der Geschichte, deren Kapiteleinstiege berühmte Gemälde thematisieren, fand ich von Anfang an spannend und wer Kunst liebt, der wird sich vielleicht freuen, eines seiner liebsten Werke erwähnt zu finden. Als ich das Buch anfing zu lesen, tat ich mich zunächst schwer, denn für mich hat es einen Moment gedauert, bis ich mich in die Geschichte einfinden konnte und mit dem Schreibstil warm wurde. Trotzdem fand ich das Setting interessant und die kleine WG mit ihren Bewohnern, die alle irgendein Päckchen mit sich zu schleppen schienen, hat mein Interesse gepackt. Insbesondere die Freundschaft die sich innerhalb der WG entwickelt hat hat mir gut gefallen. Sie waren für einander da, haben zugehört oder WG Abende und Nachmittage veranstaltet.

Im Verlauf der Erzählung erleben wir, wie Emmee immer und immer wieder über sich hinauswächst und ihre Ängste überwindet. So lässt sie ihre Mauer nach und nach fallen und lässt Casimir herein. Emmee und Casimir haben beide auf ihre Art und Weise mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen, und trotzdem scheinen sie immer im genau richtigen Moment füreinander da zu sein. Sie finden Ruhe im jeweils anderen, während um sie herum Stürme toben. Die Entwicklung ihrer Beziehung fand ich schön zu lesen.

Alles in allem fand ich die Geschichte sehr gelungen. Allerdings war der Ton oft eher negativ, weshalb ich das Buch öfter beiseite legen musste. Die hoffnungsvolle Note am Ende hat mich allerdings sehr gefreut, denn trotz all der harten Zeiten schien es, als wären die Stürme letztlich vorbeigezogen und die Sonne hätte sich einmal mehr gezeigt.
Profile Image for Seidenpapier.
33 reviews
July 11, 2025
Viva la Vida mit Schmetterlingsnudeln

„Nur wer seine Wurzeln kennt, kann wachsen.“ – Mit diesem starken, poetischen Gedanken beginnt Emmees Geschichte. Eine junge Frau, die zwischen Wien und ihren eigenen Fragen nach Herkunft, Familie und Zukunft einen Weg zu sich selbst sucht.

Der Schreibstil ist bildhaft und kunstvoll, durchzogen von Symbolik und Emotion. Kunst, Musik, Beziehungen und Erinnerungen spielen eine zentrale Rolle – alles wirkt durchdacht und fein miteinander verwoben.

Besonders schön fand ich, wie Wien als literarischer Schauplatz lebendig wurde und wie Kunst als Sprache des Lebens durch die Seiten fließt. Der ein oder andere Satz bleibt mir im Gedächtnis, Viva la Vida – mit Schmetterlingsnudeln.
Trotzdem ist mir das Buch nicht leicht gefallen. Vielleicht lag es an der Fülle an Themen, an der Dichte der Gefühle oder schlicht daran, dass nicht jeder Tag ein guter Lesetag für eine so tiefgehende Geschichte ist. Manche Bücher brauchen Zeit – oder den richtigen Moment.

Die Charaktere wie Emmee, Casimir oder Madita wirken authentisch, und die Autorin gibt ihrer Geschichte viel Tiefe und persönliche Erfahrung mit. Das merkt man, und dafür verdient sie große Anerkennung.

Ein Hinweis: Am Ende des Buches finden sich Triggerwarnungen, die ich sehr wichtig finde. Sie sollten vor dem Lesen unbedingt beachtet werden.
„Allow A Sunflower To Bloom“ ist ein Buch für alle, die Geschichten mit emotionaler Tiefe suchen, die zwischen Kunst, Herkunft und dem leisen Aufblühen innerer Stärke gerne verweilen. Mich hat es an einigen Stellen berührt – an anderen vielleicht einfach (noch) nicht erreicht.

Vielleicht blühen manche Geschichten einfach später – wie Sonnenblumen, die der Sonne noch folgen müssen

3*
Profile Image for Ramona Lisa.
133 reviews
July 17, 2025
„Allow A Sunflower To Bloom“ hat mich in vielerlei Hinsicht beschäftigt. Die Sprache ist kunstvoll und stark bildhaft, teilweise fast überladen, aber dabei nicht unehrlich. Emmee als Hauptfigur bleibt mir ambivalent. Ich konnte sie in manchen Momenten gut nachvollziehen, in anderen hat mich ihre Art eher auf Abstand gehalten. Ihre Gedanken kreisen viel, oft zu viel. Das kann anstrengend sein, macht sie aber auch glaubwürdig.

Die Handlung spielt hauptsächlich in Wien, das nicht nur Kulisse ist, sondern als Teil der Geschichte miterzählt wird. Die Themen sind vielschichtig. Pflegekindheit, Zugehörigkeit, Selbstzweifel, Nähe, Kunst, Angst vor dem Verlassenwerden. Manches davon ist subtil eingeflochten, manches sehr präsent. Es gibt Stellen, die ich stark fand, gerade weil sie nicht auf eine Pointe hinauswollen. Andere Szenen wirkten auf mich konstruiert oder zu gewollt poetisch.

Die Nebenfiguren wie Casimir, Madita und Xavier haben für mich gut funktioniert. Besonders Casimir hat eine Ruhe in die Geschichte gebracht, die der Erzählung guttut. Die Beziehungen zwischen den Figuren sind oft angespannt, manchmal unausgesprochen, selten einfach. Das macht sie realistisch, aber nicht immer leicht zu lesen.

Was mir gefallen hat, ist die Verbindung von Kunst und innerem Erleben. Jedes Kapitel wird mit einem Kunstwerk eingeleitet, das thematisch passt. Die Idee finde ich gelungen, auch wenn sie beim Lesen eine gewisse Aufmerksamkeit verlangt. Es hat den Kapiteln einfach das gewisse etwas verliehen.
Profile Image for coala.
1,404 reviews5 followers
July 21, 2025
Zwischen Sonnenblumen und Selbstfindung

Allow a Sunflower to Bloom erzählt eine Geschichte, die sich still entfaltet und dabei tief berühren kann. Emmee, die eigentlich in Frankreich Kunst studieren wollte, landet stattdessen in einer chaotischen WG in Wien und mit ihr zieht eine ganz eigene Mischung aus Unsicherheit, Hoffnung und Neuanfang ein.

Was dieses Buch so besonders macht, ist die feine Art, mit der große Themen wie Identität, Herkunft und Familie verhandelt werden. Nichts wird aufgebauscht, nichts überdramatisiert. Stattdessen fließen Gedanken und Gefühle ganz natürlich durch die Seiten. Das Zusammenspiel zwischen Emmee und Casimir ist dabei besondersgelungen. Es wirkt zu Beginn eher unterkühlt, verwndelt sich dann aber langsam in etwas Zartes und Echtes. Die Verbindung entsteht nicht über große Gesten, sondern über Blicke, kleine Gespräche und geteilte Unsicherheiten. Wien als Kulisse verleiht dem Roman ein warmes, leicht nostalgisches Sommerflair. Sonnenblumen, Altbauzimmer, WG-Küchengespräche, alles fühlt sich greifbar und lebendig an. Gleichzeitig sorgen die anonyme Nachricht, die unerwartete Nachricht vom leiblichen Vater und das Spiel der Fake-Beziehung für eine Spannung, die leise, aber konstant wirkt. Das Buch lässt einen nachdenklich zurück; nicht traurig, eher mit einem sanften Ziehen im Herzen. Der Roman spricht in leisen Tönen und hat auch zwischen den Zeilen viel zu erzählen.

Ein stilles Highlight unter den New-Adult-Romanen - poetisch, nahbar und voller Sonnenblumenglanz.
Profile Image for Sissarelli.
270 reviews32 followers
September 22, 2025
Ich hatte echt Schwierigkeiten in das Buch zu finden, ich kann gar nicht genau beschreiben wieso. Der Schreibstil war eigentlich gut und poetisch, die Story wirkte authentisch und war emotional, die Charaktere waren eigentlich sympathisch und doch wurde ich nicht wirklich warm mit ihnen. Das Buch hat mich vorallem wegen dem Cover angesprochen und zusätzlich Wien (<3) als Setting, vielleicht habe ich mit einer leichteren Sommerlektüre gerechnet und das war es halt ganz und gar nicht.
Die Geschichte ist sehr ruhig erzählt und hatte irgendwie eine negative Grundstimmung, ich glaub das hat dazu geführt, dass ich immer wieder pausieren musste und nicht den Drang hatte unbedingt weiterzulesen. Auch die ganzen Geheimnisse haben mich nicht so neugierig gemacht sondern mich irgendwann nur genervt. Man merkt das die Autorin Erfahrung als Pflegekind hat und das Thema hat mir gut gefallen, da ich keine Berührungspunkte damit hatte und so mehr darüber erfahren konnte. Es war kein schlechtes Buch, ganz und gar nicht, aber einfach nicht meins, Manchmal klickt es halt einfach nicht...
Profile Image for Deblioteca.
755 reviews5 followers
August 24, 2025
Wow dieses Buch hat mich an Emotionen umgehauen. Wieder ein ernstes Thema, ein Thema das von der Autorin erlebt wurde und so erhält es eine sehr persönliche Note. Für mich persönlich war der Einstieg, bzw. das einfühlen in die verschiedenen Personen ein bisschen schwierig. Es wird sehr viel geweint - und da hatte ich grosse Mühe, das jeweils zu verstehen. Andererseits hat es mich emotional auch ergriffen und ich mochte, wie die Geschichte verlief. Für mich an einigen Stellen zu viel, an Verlust, Trauma, an schlechter Familienkonstellation, ich denke, weniger wäre hier mehr gewesen, oder hätte mir besser gefallen. Das Thema mit der Pflegefamilie fand ich super interessant, und für mich hätte der ganze Fokus darauf gelegt werden können.

Der Schreibstil war super, flüssig, einfach zu verstehen. Bei jedem Kapitel gab es Gemäldepräsentationen, sehr spannend. Am Ende gibt es dann einen Glossar dazu.
Ein eindrückliche, spannende und bewegende Geschichte.
Profile Image for Stephi.
48 reviews
July 5, 2025
Mara Schnellbach erzählt mit großer Authentizität die Geschichte von Emmee, die zwischen WG-Alltag, Familiengeheimnissen und aufkeimender Liebe ihren Platz im Leben sucht. Mit feinem Gespür für Emotionen verwebt die Autorin Themen wie Herkunft, Identität und das Ankommen bei sich selbst. Besonders Casimir als geheimnisvoller Mitbewohner sorgt für emotionale Tiefe. Wien wird zur stimmungsvollen Kulisse einer Reise, die mehr ist als nur romantisch. Ein Highlight für Fans von "found family" und „forced proximity“.
Profile Image for a bookish fairytale ☁️.
158 reviews16 followers
October 3, 2025
5/5⭐️
absolutes Herzensbuch und absolut größte Leseempfehlung!!!
Ich habe selten so viel gefühlt, wie beim Lesen von diesem Buch. Die Gefühle sind echt und roh und Maras Schreibstil ist einfach magisch. Die Gefühle von Casimir und Emmee haben einen eingenommen und in ihr Gefühlschaos mitgenommen. Ich liebe das Setting und den Bezug zur Kunst…
Mara hat eine heftige Thematik in eine so wundervoll schmerzhafte Geschichte verpackt und jeder sollte sie lesen, wirklich, wirklich!!! Bitte, lest dieses Buch.
Es ist ALLES… 🫶🏼🌻🎨🫂🌱🦋💐
Profile Image for Jessi.
20 reviews
October 30, 2025
Eigentlich wollte ich ein Buch mit spice lesen. Im Endeffekt wurde ich dahingehend "enttäuscht", dass es nur kurz vor Ende eine einzige sehr kurze spicy Szene gab, aber das war dann doch egal, weil das Buch ansonsten total schön geschrieben ist. Und "schön" nicht als inflationärer Begriff verwendet, sondern wirklich literally SCHÖN !!!! Loved reading it !
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for alina.
83 reviews4 followers
May 14, 2025
Hab lange überlegt ob ich hier jetzt eine ewig-ausführliche Rezension schreibe, die alle von den Socken haut und dazu bringt das Buch zu lesen, aber ich glaub ich bleib bei dem einen Kommentar, den ich immer wieder wiederholt hab:

"Des is wie daheim."
Profile Image for matea.
110 reviews14 followers
November 2, 2025
Wie wunderschön kann ein Buch bitte sein?! Ganz viel Liebe an dich Mara 🫂💌
Displaying 1 - 22 of 22 reviews

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