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Disko

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1975 in der norddeutschen Provinz: Nach dem Tod ihrer Mutter hält die 14-jährige Beeke nichts mehr auf dem tristen Hof ihrer Eltern, sie flüchtet mit dem Zug nach München. Hier soll ihr älterer Bruder seit Jahren ein wildes, freies Leben führen - und zwar als Disko-Produzent. Was das genau ist, weiß Beeke nur vage. »Du hast damals geschrieben, dass in München ein ganz neuer Sound entsteht, Munich Sound. Das sei das ganz große Ding.« In München spürt sie die fiebrige Aufbruchstimmung, tagsüber schläft sie, nachts sucht sie in Diskotheken nach ihrem Bruder. Doch als sie ihn endlich findet, ist die Situation ganz anders, als sie es sich vorgestellt hat. Und dann erfährt Beeke, warum sich ihr Bruder gezwungen fühlte, seinen Heimatort Hals über Kopf zu verlassen. Empathisch, humorvoll und mit viel Zeitkolorit lässt Till Raether eine einzigartige Zeit aufleben - die musikalische Avantgarde der 70er Jahre in München - und beschreibt ein Lebensgefühl zwischen gesellschaftlichem Aufbruch und Auseinandersetzung mit den Lebenslügen der Eltern-Generation.

236 pages, Hardcover

Published March 19, 2025

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Till Raether

30 books22 followers
Till Raether is a German journalist, columnist, and author.

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Community Reviews

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Jasna.
146 reviews3 followers
March 5, 2026
Die ungewöhnliche Erzählperspektive hat mich reingezogen, ebenso Beeke und diese verworrene Geschwistergeschichte. Der Disco-Part hat mich ein bisschen genervt, die Nebenfiguren auch.
Profile Image for Max Zimmermann.
148 reviews1 follower
April 11, 2026
Die Handlung im Buch ist ziemlich dünn. Eine Frau beschreibt im Nachhinein, wie sie als 14 jährige ihren großen Bruder in München sucht nachdem der Vater gestorben ist.

Das Interessante sollen die Beziehungen der Personen sein. Ist ganz ok.

Ich mag, dass das Buch den größten Teil in München spielt und auch das Thema Disko in 70ern find ich gut.

Würde das Buch glaube ich nicht weiterempfehlen.
This entire review has been hidden because of spoilers.
24 reviews
July 8, 2026
Die Geschichte war zwischendurch sehr schmerzhaft zu lesen, da die Hauptfigur Beeke auch nach so langer Zeit sich soviel Schuld auflastet und sich garkein schönes Leben erlauben will, obwohl sie damals erst 14 war und keiner von einer 14-jährigen soviel Verantwortung erwarten kann.
Ich finde, ein zentrales Thema des Buches ist eben die Schuld, die in dieser wirklich komplett dysfunktionalen Familie von den Geschwistern abwechselnd auf sich oder auf alle anderen abgewälzt wird. Im Endeffekt hat aber halt keiner Schuld, sie sind alle Opfer ihrer Umstände und leben diese auf verschiedene Arten aus: der Bruder, der nach München flieht, die Zwillinge, die eine Art Symbiose bilden und sich gegenseitig so festhalten, als wären sie eine Person und Beeke, die sich weder Gefühle wie Liebe, noch irgendeine Art von Erfolg in ihrem Leben erlaubt.
Man erfährt aber auch nie richtig, wieviel die Geschwister Beeke von ihren vermeintlichen Verfehlungen überhaupt wirklich übel nehmen und wieviel sich einfach in ihrem Kopf abgespielt hat.
Es schmerzt dann umso mehr, am Ende zu sehen, wie bereitwillig der Bruder sich doch mit ihr treffen will - und wie viel Zeit sie eigentlich verschwendet hat aus Angst.
Man merkt: mich hat diese Geschichte wirklich in den Bann gezogen, weil sie trotz der eher dürftigen Handlung und der unemotionalen Erzählweise so viel tiefer geht, wenn man sich auf die Hauptfigur einlässt und sich erlaubt, mit ihr mitzufühlen.
This entire review has been hidden because of spoilers.
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