Man muss was tun, findet Antonia »Toni« Das Klima kollabiert, und noch immer zählt nichts als die Gier. Mit engsten Vertrauten plant sie eine gewaltlose Aktion, um das ekelhafte Geschäftsgebaren einer erfolgreichen Fleischgroßhändlerin anzuprangern. Doch was als subversiver PR-Gag gedacht war, verwickelt alle Beteiligten in eine mörderische Kollision …
Broilerkomplott erzählt rasant und lebensnah von einer jungen Klimaaktivistin mit kurzer Lunte und einer unterforderten Provinzpolizistin mit Bindungsangst. Zunächst scheint es bloß um Fleischkonsum und Hähnchen zu gehen. Aber bei dieser fatalen Gockelei haben auch Profitgeier und Gelegenheitsdiebe ihre Finger im Spiel – und ein Killer.
Antonia „Toni“ Hansen ist Aktivistin. Zusammen mit zwei Freunden will sie eine gewaltlose Aktion bei einer Berliner Fleischfabrikantin durchführen, als sie beobachten, wie der Chauffeur der Fabrikantin von einem Unbekannten ermordet wird. Als die Fabrikantin die Leiche findet, ruft sie nicht etwa die Polizei, sondern will diese offenbar verschwinden lassen. Toni und ihre Freunde fahren hinterher bis ins Brandenburgische und geraten immer mehr in die Bredouille.
Ein forscher Krimi, der keine Anlaufzeit benötigt und zumeist bis zum Schluss die nötige Spannung hält. Überzeugend für mich die beiden Perspektiven von Toni und der Provinzpolizistin Nina, dagegen fand ich die dritte Perspektive des Mafiakillers nicht überzeugend, zu klischeehaft. Auch so muss man bei manchen Aktionen von Toni die Stirn runzeln, doch es hält die turbulente Story aufrecht. Ein Krimidebüt, das mich ein wenig hin und hergerissen zurücklässt.