Realität vs. virtuelles Leben. Queeres Glück trifft menschenfeindliche Arbeitswelt. Und Moral trifft auf einen eiskalten Konzern.
PRISM ist sowohl ein virtuelles Konstrukt als auch Arbeitsplatz von Penelope, Sofie und Kader. Gemeinsam schreibt das Polykül an dem Code, der Ermittlungen auf Basis der Erinnerungen Verstorbener möglich macht. Was klingt wie eine wesentliche Verbesserung der Welt, gleitet rasch ab in eine düstere Zukunftsvision.
Wer gewinnt, wenn die Idylle einer gefundenen Familie und die Unbarmherzigkeit des Systems aufeinandertreffen?
Katherina Ushachov was born in Odessa in 1990. For twenty years (1997 - 2017) she has been living in various parts of Germany. After acquiring her Master of Arts diploma in "World Literature" she moved to rural Vorarlberg, Austria. Ever since her childhood, she feels welcome in the network of various genres of the fantastic realm, writing dystopian fiction, fairy tale adaptations and historical vampire novels with equal passion. Katherina Ushachov writes postings for various blogs, loves drawing and playing ancient games with her Gameboy. She works as a copy-editor, claiming that she roots for the books of her clients like she would for her own.
PRISM ist wieder einer dieser Bücher die ein ganz eigenes Elebnis sind. Es ist so schwer was dazu zu schreiben ohne zu spoilern.
Die Art wie erzählt wird war genau meins, nicht sehr ausschweifend aber genung Details um ein Bild zu bekommen. Trotz vielen Zeitsprüngen gibt es keine Rückblenden. Keine Ahnung wie Katherina Ushachov es geschafft hat mehrere Jahre Geschichte in so wenig Seiten zu packen ohne das ich beim lesen das Gefühl hatte wichitges verpasst zu haben. Und ich finde die Zeitsprünge in der Geschichte nicht nervig. Die Protas sind alles so liebenswert.
Einzig das Ende ging mir etwas zu schnell und war etwas emotionsarm obwohl sehr viel passiert (bis auf das Ende vom letzten Kapitel. Das war so gut und alles auf einmal).
Wenn der Klappentext neugierig macht und die Leseprobe auch dann lest das Buch!
Eine super Idee, gut umgesetzt und das auf so wenigen Seiten. Bis auf das Ende. Das ging mir zu schnell und lässt ein paar Dinge für mich unbeantwortet.
Penelope, Sofie und Kader leben in einem Polykül und sind zeitgleich Arbeitspartner*innen, die PRISM entwickeln. PRISM ist eine Technik, mit der das Bewusstsein in eine virtuelle Realität hochgeladen wird, um so Verbrechen aufzuklären.
Obwohl gelegentlich erwähnt wird, dass die Nutzung von PRISM moralisch fragwürdig ist, wird dies im Roman nicht wirklich exploriert. Wie PRISM funktioniert und eingesetzt werden kann, wird nur selten gezeigt. Die Arbeit der drei Figuren wird als etwas Lästiges geframet und erhält nicht viel Platz in der Erzählung, obwohl gerade das den interessanten Aspekt des ausgemacht hätte. Anstatt sich mit der neuen Technik auseinanderzusetzen, erleben wir hier verschiedene Etappen aus dem Leben von Penelope und ihrer Tochter. Mit dabei ihre beiden Partner*innen, die etwas blass bleiben.
Was gut läuft, ist die Repräsentation. Da alle drei Hauptfiguren queere POCs sind, haben sie zusätzliche Hürden zu bewältigen in ihrem Leben, was in der Handlung stark beleuchtet wird. Es gibt immer wieder kleinere Situationen, in denen gezeigt wird, dass die Figuren in einer heteronormativen Gesellschaft nicht gesehen werden. Schade ist es, dass in einigen beschriebenen Situationen ausbleibt, woher die Diskriminierung rührt, da von Penelope oft eingeworfen wird, dass es an ihrer Arbeit an PRISM liegen könnte und nicht etwa an ihrer Herkunft oder Sexualität.
Interessant ist es, wie verschiedene Farbcodes in den Text eingebaut wurden. Ansonsten konnte „PRISM“ mich sprachlich nicht wirklich überzeugen, wobei ich schon deutlich Schlimmeres gelesen habe.
Gegen Ende spitzt sich die Handlung sehr schnell zu, wird aber ebenso schnell wie enttäuschend aufgelöst. Ich hätte mir letzten Endes mehr Science-Fiction und weniger Familiendrama gewünscht.