Stefanie Stahl‘s Buch das Kind in dir muss Heimat finden hat mir sehr geholfen mich zu verstehen, weshalb ich zu diesem Buch gegriffen habe.
Zuallererst finde ich es schade, dass sie immer nur von einer heterosexuellen Beziehung ausgeht und wie dadurch Frauen auf Männer reagieren und andersherum oder wie man als Mann oder Frau reagieren sollte. Sie spricht außerdem von typisch weiblichen und männlichen Eigenschaften, die man einfach nicht verallgemeinern kann. Ich finde es einfach schade, dass sich nicht jede*r damit identifizieren kann, wenn man sich aber doch selbst helfen will.
Außerdem spricht sie immer von der Mutter als engste Bezugsperson. Sie erklärt zwar, dass sie damit alle Bezuspersonen meint, aber man hätte es auch einfach super leicht ersetzen können, sodass sich alle, auch die die nicht in einem heteronormativen Familienbild aufwachsen, mit repräsentiert fühlen.
Grundsätzlich halte ich dennoch sehr viel von ihr, sie arbeitet psychoanalytisch, dass sollte man vorher wissen, dass sie alle Probleme in der Kindheit sieht. Sie gibt aber anderen Erfahrungen außerhalb der Kindheit gar keine Gewichtung, wo ich nicht ganz mitgehe.
Das Buch richtet sich eher an Menschen, die in einer Partnerschaft sind, gerade dabei sind sich zu trennen oder an ihren Problemen arbeiten wollen. Es richtet sich weniger an die, die keine Partnerschaft erst eingehen können, weil sie Bindungsängste haben. Das sollte man vorher vielleicht wissen.