Jump to ratings and reviews
Rate this book

Die Welt autistischer Frauen und Mädchen: Warum sie anders genau richtig sind

Rate this book
Autistisch, weiblich, stark

Autistische Frauen und Mädchen erhalten oft eine sehr späte Diagnose, denn ihre Symptome sind auf den ersten Blick unauffällig und werden häufig missinterpretiert. "Ich bin anders, ich bin falsch." – diesen schmerzhaften Glaubenssatz verinnerlichen viele Autistinnen schon früh. Sie kämpfen gegen starke Selbstzweifel und können psychische Folgeerkrankungen entwickeln. Dieses Hörbuch hilft ihnen, sich selbst besser zu verstehen und mit Belastungen umzugehen. Es zeigt auch, dass sie zwar anders sind, aber eben genau richtig so – denn mit Autismus gehen viele besondere Stärken einher.

Audible Audio

Published March 20, 2025

Loading...
Loading...

About the author

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
227 (43%)
4 stars
228 (43%)
3 stars
61 (11%)
2 stars
5 (<1%)
1 star
1 (<1%)
Displaying 1 - 30 of 45 reviews
Profile Image for Cheryl.
104 reviews12 followers
August 3, 2025
2.5 Sterne

“Die Welt autistischer Frauen und Mädchen” ist für mich weder ein sonderlich gutes, noch schlechtes Buch über das Thema, allerdings würde ich es genau aus diesem Grund auch nicht empfehlen, das schon mal vorweg.

Die erste Hälfe des Buches empfinde ich nicht nur als schwach, sondern viele Dinge auch als Falsch. Es wird zum Beispiel erklärt, dass Autismus, aber zb auch ADHS und einige andere Störungen und Erkrankungen unter den Begriff “Neurodivergenz” gefasst werden und Neurotypisch entsprechend der Gegenbegriff ist. Der Begriff für nicht autistische Menschen (also auch solche, die zB ADHS haben und deswegen zwar neurodivergent, aber nicht autistisch sind) ist “allistisch”, dieser Begriff findet allerdings keine Erwähnung und keinen Gebrauch, stattdessen wird neurotypisch für nicht autistische Menschen verwendet, weil es ja so verbreitet ist. Bei einem Buch, dass laut Autorinnen, den Anspruch hat mit Falschinformationen aufzuräumen, kann ich über solche Fehler nicht hinwegsehen, denn auch im weiteren Verlauf werden zum Beispiel neurodivers und neurodivergent zusammengemischt.
Weiterhin wird Hans Asperger in einem kurzen Abschnitt so dargestellt, als hätte er dazu beigetragen Autismus als Spektrum zu erkennen. Mit keinem Wort wird erwähnt, dass er als Nazi agiert und zig Kinder in den Tod geschickt hat, weil er nicht von einem Spektrum ausging, sondern zwischen “von Wert für sie Gesellschaft / arbeitsfähig” und “unnütz” unterschied.
Immer wieder widersprechen sich die Autorinnen innerhalb des Buches zu unterschiedlichen Themen, berichten sehr einseitig von Autismus, teilweise sehr klischeebehaftet, obwohl das Buch ja mit Klischees aufräumen soll und legen den Fokus massiv darauf, dass Mädchen und Frauen im Schnitt später diagnostiziert werden, als männliche Personen, weil sie so stark maskieren und verstecken. Es wird nur ganz kurz angeschnitten, dass in der Diagnostik vielleicht Dinge falsch interpretiert werden (hier aber auch im Zusammenhang mit Masking) und mit keinem Wort werden weitere Faktoren genannt und näher beleuchtet.
Weiterhin kam mir das Buch insgesamt sehr unstrukturiert vor, es gibt Infoboxen, die mir willkürlich gesetzt erschienen, es gibt kein Glossar o.ä., der Schreibstil ist nicht kohärent und es wird viel bildliche Sprache und Sprichwörter verwendet, ohne Erklärung dieser, obwohl am Anfang des Buches erwähnt wird, dass autistische Menschen Probleme mit dem Verstehen eben dieser Stilmittel haben.
Leider wird man auch hauptsächlich mit “Wall of Text” konfrontiert und hätte ich dieses Buch zu Anfang meines Verdachtes gelesen, wäre ich jetzt vermutlich kaum schlauer, was das Thema Autismus bei Frauen und Mädchen betrifft, da wenig konkret ausgesprochen oder besprochen wird.

Im zweiten Teil wird das Buch inhaltlich besser und hilfreicher, da es hier um die Themen Komorbiditäten, Diagnostik, Therapie und Selbsthilfe geht. Die Autorinnen bewegen sich hier stärker im Bereich der Psychologie und therapeutischen Umsetzung, was eben ihr Fachgebiet und Beruf ist.

Positiv möchte ich auch hervorheben, dass die Autorinnen generell offener und verständnisvoller im Thema Autismus wirken als viele andere in ihrem Fachgebiet, dennoch gibt es hier noch einiges, was die Autorinnen lernen und reflektieren könnten, denn von Therapeutinnen und Doktorandinnen in der Psychologie erwarte ich einfach durchaus mehr.
Profile Image for Aimée.
Author 5 books8 followers
April 6, 2025
Sehet: Ein Meer von Pagemarkern! Für viele Autistinnen war Rudy Simones "Aspergirls" ein wegweisendes Erstlingswerk auf ihrem Weg zur Diagnose. Ich glaube, für deutsche Autistinnen könnte dieses (gerade erst erschienene) Buch künftig wegweisend werden. Aber wieso?



1. Die drei Autorinnen sind vom Fach: eine spät diagnostizierte Autistin und eine Fachärztin für Psychiatrie und eine Psychologische Psychotherapeutin. Alle drei arbeiten an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik Freiburg.

2. Der Text ist leicht, witzig und mit popkulturellen Anspielungen gespickt.

3. Sie erklären absolut alles. Von der Löffeltheorie über den Unterschied zwischen Spezialinteressen und Inselbegabung hin zu Übersetzungshilfen medizinischer Begriffe (Deutsch & Englisch) - ich habe keinen einzigen Begriff googlen müssen, um den Text zu verstehen.

4. Es gibt immer wieder Arbeitshilfen für den Alltag - Entspannungsübungen, das eigene Leben beobachten oder hilfreiche Links.

5. Viele Ratgeber, die ich bisher zum Thema gelesen habe, beginnen in der Kindheit und arbeiten sich vor. Hier werden aber Kindheit und Jugend nur in einem Kapitel (von 9) abgehandelt und dafür viele andere Themen, die das ganze Leben über relevant sind, vorgestellt. So zum Beispiel Komorbiditäten, Energiehaushalt, Reizüberflutung, Stärken und Schwächen und ob man eine Diagnose verfolgen sollte und was man denn damit anfängt, wenn es so weit ist.

6. Sie ziehen das Thema des Titels konsequent durch und verwenden das generische Femininum.



Also: Falls ihr euch mal mit Autismus bei Frauen beschäftigen wolltet und nicht wusstet, wo ihr anfangen sollt: Hier.

~ 06.04.2025
Profile Image for Maria Mario.
162 reviews
July 14, 2026
Leihgabe von meiner Mutti, yo :D
Viel gelernt und war echt cute geschrieben, ab und zu fand ich es aber zu „einfach“ formuliert, da hat mir dann doch der wissenschaftliche Kontext gefehlt. Aber man kann ja nicht immer alles haben noich
Profile Image for Lisi.
236 reviews10 followers
May 29, 2025
Was mir besonders an dem Buch gefallen hat, war seine Barrierefreiheit/Zugänglichkeit! Dadurch, dass es als Hörbuch verfügbar ist und in einer sehr einfachen verständlichen Sprache geschrieben ist! Alle Fachbegriffe werden verständlich erklärt, es gibt für jedes Verhalten mehrere Beispiele und wenn Hilfsangebote vorgestellt werden, wird man als Leser*in Stück für Stück an sie herangeführt! Der Ton ist sehr wertschätzend und liebevoll & ich glaube gerade als betroffene Person muss das Buch sehr gut geeignet und validierend sein! Ich selbst konnte auch einiges mitnehmen, wie z.B mehr Wissen zu den Komorbiditäten von Autismus und der Löffeltheorie! Denke man kann das Buch wirklich allen Betroffenen & Bezugspersonen von Betroffenen sehr ans Herz legen!🌟
Profile Image for Dean_o.
266 reviews69 followers
January 16, 2026
Als erstes Sachbuch zu dem Thema für mich absolut gut und verständlich geschrieben.
Deckt viele Themen ab und wird vorallem zum Ende hin mit konkreten Tipps sehr hilfreich.
Als Einstieg und erste Übersicht absolut empfehlenswert!
Profile Image for teresa.
68 reviews
April 18, 2025
guter allgemeiner überblick, gerade das self help kapitel war super für mich

hätte mir mehr kritische auseinandersetzung mit dem begriff "asperger" gewünscht und irgendwie war es komisch, dass "neurotypisch" genutzt wurde, um alle nicht-autistischen menschen zu beschreiben, also auch personen mit adhs usw
Profile Image for Damla.
92 reviews9 followers
October 23, 2025
„Wie viel Autismus ist normal?
Beim Lesen dieses Buches werden sich wahrscheinlich auch viele nicht autistische Frauen und Mädchen in einigen Schilderungen wiedererkennen. Das liegt daran, dass kein einzelnes autistisches Merkmal ausschließlich bei Autismus vorkommt.“

Wenn die Gesellschaft an Autisten denkt, sind diese meist „Superbrains“, Leben zurückgezogen, haben ihre festen Routinen und sind vor allem männlich. Dass Autismus auch Frauen und Mädchen betrifft und erforscht wird, ist gerade mal 15 Jahre her! Obwohl in den ersten Studien auch bereits Mädchen mit dem Spektrum beobachtet wurden, wurden sie nicht wirklich in die „Ergebnisse“ miteinbezogen.

Manon Mannherz, Ismene Ditrich und Christa Koentges beschreiben in „Die Welt autistischer Frauen und Mädchen“ eben diese und vor allem auch alles, was damit zusammenhängt. Wieso werden Mädchen und Frauen so spät diagnostiziert? Worin liegen die Unterschiede in der Symptomatik? Und wie beeinflusst Autismus das Leben von Frauen und Mädchen? Die Autorinnen gehen hier auf den gesamten Verlauf ein, vom Kleinkindalter bis hin zur Menopause und erklären auch, was es mit dem Maskieren auf sich hat.

Und wie im Zitat am Anfang: auch ich habe mich bei vielen Beschreibungen „ertappt“ gefühlt und das kennen viele bestimmt auch von Reels in den sozialen Medien, die sich auf Autismus- oder ADHS-Symptome beziehen. Aber die Autorinnen erklären sehr gut, wie komplex es ist, eine richtige und präzise Diagnose zu erhalten und dass manche Symptome auch bei anderen Diagnosen auftreten können oder inwieweit sie zum „normalen“=neurotypischen Leben dazugehören.

Ich mochte das Buch sehr gern! Es erklärt die Grundlagen und vor allem auch, welche Auswirkungen eine fehlende Diagnose oder auch das ständige Maskieren auf das Leben hat. Besonders gut gefällt mir, dass die Autorinnen Tipps für Außenstehende geben, um das Leben für Personen mit Autismus einfacher gestalten zu können und sie besser zu verstehen.
Profile Image for Tina N..
260 reviews25 followers
June 9, 2026
Eine ausführliche Rezension folgt beizeiten. Ich kann aber schon mal sagen, dass dieses Buch mir so unfassbar gut getan hat und hilfreich war, dass ich es mir selbst kaufen werde, auch um immer mal wieder was nachzuschlagen.

(Ich hatte es mir aus der Bibliothek geliehen…)
Profile Image for Bêrî.
55 reviews
July 7, 2025
bin begeistert!! mit hilfreichen tipps für den alltag
Profile Image for Caja.
32 reviews
August 4, 2025
war supi, fühl mich gesehen <3
Profile Image for Svenja.
168 reviews
March 10, 2026
A good comprehensive guide about autism.

I would have liked more real-life examples and cases included to gain a better understanding of the world through the lens of an autistic person. We gained some insight into this, but I would have liked more to develop a better understanding. Then again, autism is a spectrum and may show differently in each person. So, fully understanding autism will not be possible from an outside perspective.

The authors also focus on how to recognise autism, how to access support, and how to live your best life with it. It also provides guidance for parents and support people of autistic people.

As an overall guide and an introduction to autism, I would recommend it. However, if you are looking for a deeper insight, this might not be what you are looking for.
Profile Image for Finya.
161 reviews2 followers
November 19, 2025
„Autistinnen […] passen sich im Laufe ihrer Kindheit und Jugend häufig so gut an, dass sie nicht mehr ‚offenkundig anders‘, sondern nur noch ‚irgendwie anders‘ sind.“
Profile Image for Nathalie.
17 reviews
April 30, 2026
Das Buch ist stark, wenn es darum geht, weiblichen Autismus sichtbar zu machen und typische Muster verständlich zu beschreiben – gerade auch das Thema Masking wird gut greifbar. Für Menschen, die sich selbst darin wiedererkennen, kann das ein wichtiger erster Schritt sein.
Was mir jedoch klar gefehlt hat, sind konkrete, alltagstaugliche Strategien. Die angebotenen Achtsamkeitsübungen wirken austauschbar und wenig spezifisch für die tatsächlichen Herausforderungen, die zuvor so treffend beschrieben werden. Nach der Erkenntnis bleibt man als Leserin etwas allein zurück mit der Frage: "Und was mache ich jetzt damit?"
Unterm Strich ist es ein gutes Buch zur Einordnung und Selbstreflexion – aber kein praxisnaher Leitfaden für den Umgang im Alltag.
Wer sich wiedererkennt, wird profitieren. Wer konkrete Lösungen sucht, wird eher enttäuscht sein.
Profile Image for Mel.
89 reviews
January 21, 2026
Tolles Buch!
Ich bin nicht selbst betroffen, habe jedoch jemanden im Umfeld, der Betroffen ist.
Ich habe hier viel gelernt. einiges war mir natürlich auch schon bekannt.

Der Titel richtet sich primär an selbst Betroffende oder Frauen, die glauben selbst betroffen zu sein.
Ich hätte mir hier aber auch noch zusätzlich ein paar Tipps erhoft, wie man es schafft auf autistische Menschen besser einzugehen, sie besser zu Unterstützen. Nicht das es das nicht gab, aber ich hätte mir es an einigen Stellen etwas klarer, bzw. ein eigenes Kapitel dazu gewünscht.
Sei es ein welche Möglichkeiten habe ich bei welcher Reizüberflutung.
Welche Möglichkeiten des Stimmings gibt es. Was haben andere gefunden, das Sozial nicht ausgrenzend war, und auch ganz sicher nicht selbstverletzend aber gleichzeitig die eigenen Bedürfnisse erfüllt. Hier auch wirklich diverse Beispiele. Vieles davon wird nicht funktionieren.
Aber eben Alternativen die man Testen kann statt beispielsweise des selbstverletzenden Verhaltens.
Die Wartezeit auf Therapieplätze ist sehr lang.

Auch richtet sich das Buch primär an Erwachsene. Da im Titel aber von Mädchen gesprochen wird, hatte ich mir auch etwas mehr Raum für Mädchen vor der Pubertät gewünscht.
Profile Image for Gerry.
32 reviews
February 16, 2026
Ein lesenswertes wie leicht zu lesendes Buch über das Anderssein. Und auch wenn der Titel suggeriert es ginge nur um eine bestimmte Gruppe, muss man festhalten, dass es im Grunde viel grundsätzlicher ist. Man lernt viel darüber, dass Menschen eben unterschiedlich sind bzw. die Welt unterschiedlich wahrnehmen. Und manchmal sind diese Unterschiede auch wesentlich. Und, dass Frauen in der Vergangenheit weniger im Blick waren in dieser Hinsicht, hat nun mal auch wieder damit zu tun, dass sie oft mit den Gegebenheiten anders umgehen.
Die wichtigste Erkenntnis ist, und das kann man wohl nicht häufig genug sacken lassen, dass die Annahme, dass die Menschen um einen herum die Welt genauso wahrnehmen wie man selbst, ein Trugschluss ist. Und was macht man damit? Wie in einem anderen Buch über ein leicht anderes Thema geschrieben steht: "Wenn du wissen willst, wie ich empfinde, dann frag doch einfach!"
Die vielen Ratschläge in diesem Buch sind nicht nur für Betroffene sicherlich sehr hilfreich. Auch für neurotypische Menschen sind sie Anregungen in einer reizüberfluteten Welt die Ruhe zu bewahren.
Profile Image for Anya Dakota.
2 reviews
September 11, 2026
My therapist recommended me this book and I personally think the information was a bit basic for me. As well as that, there were a few things that seemed a bit off, such as calling anyone that’s not autistic “neurotypical” and not “allistic”. Although I did get some interesting information and tips from it, and would likely recommend it to someone that knows little to nothing about autism.
Profile Image for Maya.
283 reviews
April 12, 2025
Ich bin begeistert!!! Das Buch eignet sich sowohl für die Annäherung zum Thema als auch für die Weiterbildung auf dem Weg der Diagnostik und danach. Den Autorinnen ist es gelungen einen perfekten Überblick zu schaffen, aber auch wertvolle Feinheiten und Details miteinzuschließen. Ich bin wirklich beeindruckt, und ich fühle mich gesehen.
Profile Image for Gabriele.
307 reviews2 followers
April 30, 2025
Sehr verständliche und treffende Analyse. Eines der besten Bücher über Autismus der letzten Jahre. Ich würde dieses Buch einigen Leuten empfehlen, die ihren Horizont erweitern könnten. Leider besteht eben bei diesen Leuten kein Interesse.
Profile Image for Katharina Seitenreich.
54 reviews12 followers
September 4, 2025
Ein perfektes Einsteiger-Buch zur Thematik! Die meisten Aspekte sind kurz und knackig geschildert, und sicherlich für Interessierte nicht ergiebig genug, aber wie gesagt, als Einstieg und zur Gewinnung eines ersten Überblicks ist es ideal gelungen. Weiters werden weitere Bücher sowie Adressen genannt, mit welchen eine Vertiefung direkt möglich wird. Leicht verständliche Sprache, nachvollziehbare Fallbeispiele, relevante Begriffsklärungen. Danke an das AutorInnen-Team für dieses tolle Buch!
Profile Image for Kimberly L..
752 reviews41 followers
June 23, 2026
Dieses Buch gibt auch einen guten Rundumblick der Diagnose und klärt über einiges auf, auch wenn vieles auch wieder von Person zu Person individuell ist, hilft es doch ungemein einen solchen groben Einblick zu bekommen. Natürlich ist es immer besser sich mit mehr als einer Quelle zu befassen!
Profile Image for Lea.
58 reviews1 follower
November 17, 2025
Insgesamt war das Buch sehr validierend und damit erleichternd für mich. Emotional hat mich das Buch sehr angesprochen und bereichert indem wie ich mit mir umgehe etc.. Weil ich eben emotional sehr begeistert zugehört habe die 4 Sterne.

Wenn ich das Buch allerdings etwas mehr nüchtern betrachte, gibt es da einige Punkte, bei denen ich mir eine bessere Ausarbeitung wünschen würde. Ich denke die Autor:innen versuchen das Thema Autismus bei Frauen/afab Personen/ nicht cis Männern etc. (obwohl das Thema gender eher nur kurz angerissen wird) recht neutral bzw. ermutigend rüberzubringen. Bis zu einem bestimmten Grad finde ich das auch wichtig. Gleichzeitig fehlt die Einordnung von Hans (fucking Nazi) Asperger und er wird erwähnt als Person, die zu der Autismus Forschung beigetragen hat. Ich finde es sehr toll und wichtig, dass dieses Buch zugänglich geschrieben ist aber einfach zu erwähnen, dass der Begriff Asperger nicht mehr benutzt wird weil (kp hab vergessen was die dazu gesagt haben) und dabei auszulassen, dass er ein Nazi war, der den Asperger Begriff genutzt hat um Menschen nach ihrer “Funktionsfähigkeit” auszusortieren und entweder direkt sterben zu lassen oder sie noch ein bisschen ausbeuten zu können bis sie daran sterben, ist einfach problematisch. Da Autist:innen sowieso großen
Wert auf soziale Gerechtigkeit legen und dazu tendieren Dinge und Normen zu hinterfragen, traue ich es ihnen und mir auch zu sich damit auseinander setzten und sich klar davon differenzieren zu können.
Wenn dann Hilfsorganisationen für Autist:innen erwähnt werden, die mit dem Namen ‘Aspies’ beginnen, gibt das mir ein ganz unwohles Gefühl und signalisiert mir, dass ich mir da eher nicht Hilfe holen kann. Es ist eben als autistische Frau ja sowieso super schwer an die richtigen Expert:innen zu kommen und deshalb bin ich schnell sehr misstrauisch. Die autistische community kann sehr gate-keepy sein und mehr noch sind Ärzt:innen, die sich mit Autismus beschäftigen oft sehr gate-keepy.

Das Buch hätte auch gerne noch etwas mehr darauf eingehen können, dass Autismus zu einer so
großen Schwierigkeit im Alltag führt, da unsere Umwelt einfach komplett auf nicht Autisti:innen ausgerichtet ist etc. auch wenn das leicht angerissen wird. Manchmal sind mir Dinge auch etwas zu verallgemeinert formuliert.

Ich hasse es zur Zeit reviews zu schreiben, weil mein
Kopf viel zu woozled ist und ich nicht klar denken kann und kein Bock so viel Mühe in meine Formulierungen zu stecken, da ich keine Literaturkritikerin bin und höre jetzt einfach mal auf lol weil ich kein bock mehr hab.
Profile Image for Vale.
83 reviews
February 5, 2026
Generell ist das ein sehr gutes Buch, auch voller Empathie. Kann definitiv gelesen werden.

Zwei Kritikpunkte habe ich allerdings, die mich ein wenig stutzig gemacht haben:
Einerseits ist das die doch sehr geringe Auseinandersetzung mit dem Begriff 'Asperger' und Hans Asperger an sich. Man versucht ja nicht umsonst, sich von ihm zu distanzieren. Was er in der Forschung erreicht hat, sei dahingestellt: er war ein unmoralischer Nazi, und hatte für die Diagnostizierten auch keinen Respekt.
Andererseits, und das seh ich häufiger in Non-Fiktion und Sachbüchern zu dem Thema oder ähnlichen Themen: die Diskussion um medikamentöses Behandeln von psychischen Krankheiten. Mit dieser Info wird immer gerne schnell um sich geworfen, obwohl viele dieser Medikamente aktuell sehr in Kritik stehen. Vor allem sind das SSRI, SNRI, die ja meist verschrieben werden, und Benzodiazepine, die zwar weniger verschrieben werden, aber umso schädlicher sein können. Im Sinne, diese Medikamente können sogar bleibende Schäden hinterlassen und selbst bei SSRI, die ja bekanntlich 'kein Abhängigkeitspotenzial haben', schlagen sich einige bis zum Rest ihres Lebens mit eben dieser Abhängigkeit rum, obwohl die Medikamente teilweise nicht mal was helfen. Was schon bei neurotypischen Menschen ausfällt wie Tag und Nacht, kann bei Neurodivergenten nur noch unklarer sein, da ja Komorbidität nicht nur bedeutet, dass die Dinge zufällig zusammen existieren. Oft (oder sogar meist) sind Angststörungen und Depressionen ein direktes Resultat der Maske, und muss auch so behandelt werden. Hier find ich die Anordnung des Buchs auch einfach fragwürdig. Man spricht erst über Komorbiditäten und wie diese generell behandelt werden, geht aber erst am Ende wirklich darauf ein, dass sich vieles durch Anpassung des Lebensstils an seine eigene neurodivergente Realität regelt.
Bin aber mit dem Antidepressiva-Thema generell pingelig. Deswegen ärgert mich das immer ein wenig.

Aber sonst ist es wirklich nett und als 'Erstzugang' auch gut geeignet, sofern es nicht die einzige Informationsquelle bleibt.
Profile Image for Ardi.
2 reviews
August 9, 2025
Fantastisches Sachbuch über ein Thema, das leider viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Ein must read für alle, die selbst Autismus haben, hinterfragen, ob sie es haben und vor allem auch für alle, die Frauen in ihrem Umfeld haben, die autistisch sind oder sein könnten.

Dieses Buch wurde mir immer wieder empfohlen und an einem Abend habe ich es bei meiner Recherche zu dem Thema als Hörbuch auf Spotify entdeckt. Ich konnte gar nicht mehr aufhören es anzuhören, beim einschlafen, im Bus und bei der Arbeit. Ich dachte vorher schon, dass ich viel über Autismus weiß, aber dieses Buch hat mir neue Blickwinkel eröffnet. Dazu ist es noch super strukturiert und formuliert, es ist für Betroffene sehe ermutigend geschrieben und unterstreicht alltägliche Probleme, aber auch positive Auswirkungen von Autismus. Nach dem fertig hören musste ich mir die physische Version auch noch kaufen, da es mich so gefesselt hat und das Buch auch super gestaltet ist mit kleinen Illustrationen und Tabellen etc. Große Empfehlung!
Profile Image for Stefanie Dettmers.
Author 5 books13 followers
Currently Reading
December 12, 2025
Für mich aktuell, während der Lektüre am prägnantesten: Viele Probleme entstehen überhaupt erst durch den Stress, den das Anderssein auslöst. Und zwar deshalb, weil Autist:innen inerhalb eines ungeeigneten Gesellschaftsbild leben, das dem Anderssein generell keinerlei Rechnung trägt, sondern auf "Normalität" (die es nicht gibt) und Gleichartigkeit beruht. Ich bezweifle, dass die meisten Autist:innen Probleme hätten, wenn sie nicht an gesellschaftlich "mithalten" müssten. Stress löst einen Großteil unserer modernen Erkrankungen aus und damit für neurodivergenete Menschen einen Großteil der sog. Komorbiditäten (was für ein Wort). Das entsprechende Kapitel in diesem Buch gefällt mir gar nicht, weil es vermittelt, dass diese Komorbiditäten praktisch unvermeidbar sind, vor allem bei "Spätdignostizierten". Ich halte das für Schwachsinn. Alleine schon Stress- und Ethikschulungen in Kindergarten und Schule, größere Rücksichtname auf den Fakt, dass alle Menschen unterschiedliche Bedürfnisse haben und anders sind könnte einen Großteil der Probleme von Anfang an vermeiden.
Profile Image for Lea.
35 reviews5 followers
January 19, 2026
Ich habe schon das Buch zu Adhs bei Frauen und Mädchen gelesen und fand den sehr gut und informativ. Ich mag den Schreibstil sehr und auch die Art, wie Themen in diesem Buch behandelt werden. Es werden zwar auch immer wieder Klischees besprochen, aber auf irgendwen treffen ja auch die zu und es wird immer betont, dass es bei jedem anders aussehen kann. Ich würde das Buch also eigentlich jedem empfehlen, der sich für Autismus interessiert, selbst betroffen ist oder betroffene Personen im Umfeld hat. (Betroffen hört sich so negativ an, als wär es eine schlimme Krankheit, aber mir fällt kein besseres Wort ein)

Allerdings habe ich einen Kritikpunkt… warum macht man einen neuen Abschnitt nicht auf eine neue Seite, wenn man nach der Überschrift und dem ersten Satz, eh eine neue Seite nutzen muss ?
Displaying 1 - 30 of 45 reviews