Wer war Hanna? Diese Frau, die so oft aus der Rolle fiel, immer mit Gedichten im Kopf, über die sie den Haushalt vergaß, die ihren Platz suchte zwischen Familie, den Erwartungen an sie und dem Wunsch, Dichterin zu werden – und nur selten für sich sein konnte? Viele Jahre nach Hannas Tod blickt die Tochter zurück auf das Leben ihrer Mutter, auf die eigene Kindheit im Rheinland der Siebziger und Achtziger, in der Hanna dafür sorgt, dass der Alltag immer etwas anders ist als üblich. Ein Leben zwischen Bürgerlichkeit und mit Champagner und Puschkin am Sonntagmorgen im Bett, Besuche nach der Schule in der Institutsbibliothek, wo die Mutter arbeitet und mit verschüchterten Studenten flirtet, Pokern unterm Weihnachtsbaum, abenteuerliche Fahrten in der Ente – bis sich Hanna eines Tages entscheidet, Mann und Tochter zu verlassen und ihr Leben allein von vorn zu beginnen.
Mit großer Einfühlsamkeit und Leichtigkeit erzählt Caroline Peters von den Fragen einer Tochter an die verstorbene Mutter und an sich selbst – und davon, was es heißt, eigene Wege zu gehen. Ein sehr persönliches Buch, kraftvoll, berührend und von hinreißendem Humor.
Der Nachruf auf das Leben einer Mutter, die sich aus dem Schatten ihrer diversen Männer herauskämpfen muss, erfreut sich großer Beliebtheit in der Gegenwartsliteratur, bspw. seien hier Maman von Sylvie Schenk und Lügen über meine Mutter von Daniela Dröscher genannt. Diese Romane sind meist in der Ich-Erzählperspektive einer Tochter verfasst, die sich nun Rechenschaft darüber ablegt, inwiefern das Leben der Mutter auf sie und ihr Leben auf das der Mutter abgefärbt hat:
Das Verhältnis zu den Toten bleibt dynamisch, hat eine buddhistische Freundin damals bei Hannas Einäscherung gesagt. […] Und so wird heute vielleicht mit Bow die tote Verrückte beerdigt, mit der Lauras und Lottas Kinder durch unsere Erzählungen aufgewachsen sind. Vielleicht entsteht jetzt eine neue tote Hanna für uns alle, mit neuen Geschichten. Und vielleicht kann auch Hannas soldatischer Vater heute endlich sterben, denke ich. Immerhin ist er schon achtzig Jahre tot, und trotzdem begleitet er uns nach wie vor.
Die Ich-Erzählerin steht vor dem Grab ihres Vaters Bow mit ihren Geschwistern Laura und Lotta, die jeweils andere Väter, aber dieselbe Mutter haben, besagte Hanna. Es handelt sich also um eine Patchwork-Familie, die über Anekdoten, Riten und Traditionen ein Mindestmaß an Zusammenhalt zu generieren sucht, aber unerfolgreich. Die Geschwister „hassen“ sich. Der Familienverbund bleibt locker:
Die Geschichte von Hanna ist aber keine lineare. Die Geschichte von Hanna ist eine Welt von Ereignissen, die wie Monde auf verschiedenen ovalen Umlaufbahnen wieder und wieder aneinander vorüberziehen. Hanna in der Mitte, um sie herum die schwirrenden Planeten: die Badeanstalt in Neiße, das vierblättrige Kleeblatt in Heidelberg, das Haus in Köln, die Flucht, die Zeit vor der Ehe, die Hochzeit in Syrakus, die Fahrradreise mit Klaus, Alsfeld, der Pranger, der Golf, die Ente.
Und genau so liest sich Ein anderes Leben, eher als kursorisches, assoziatives Ensemble freier Erinnerungstätigkeit ohne innere Perspektivierung und Selektion (der Twist, warum Peter "Bow" genannt wird, reicht nicht). Das Geflecht bleibt lose über die Namen verbunden. Hanna, als Figur, bekommt Konturen, alle anderen bleiben aber schlichtweg farblos, u.a. auch die Ich-Erzählerin. Am Ende bleibt das Gefühl, dass nur Hanna und ihre Mutter, Oma Tita, gelebt haben:
Vor ihrer Flucht war [Oma Tita] als junge Mutter vor allem damit beschäftigt gewesen, hervorragend militärisch Dressur zu reiten. Auf uns allen unbekannte Weise hatte sie es geschafft, bei den Trainingsstunden der Einheit ihres Mannes mitmachen zu dürfen. Sie ritt mit den Burschen um die Wette, sprang über kleine und größere Hindernisse oder saß rauchend zwischen den Kerlen im Offizierskasino.
Oma Tita war unabhängiger als ihre Tochter Hanna und, so scheint es, auch unabhängiger als ihre namenlose Enkelin, die Ich-Erzählerin, die nicht nach vorn schaut, nichts wagt, und nur von dem Leben anderer zu berichten weiß, leider deshalb auch nicht wirklich interessant. Ein bisschen weniger „Mama“ und „Papa“ hätten dem Buch gut getan. Literarische Fahrstuhlmusik.
--------------------------------- --------------------------------- Details – ab hier Spoilergefahr (zur Erinnerung für mich): --------------------------------- ---------------------------------
Inhalt: Hauptfiguren: Die Ich-Erzählerin, ihre Schwestern Lotta und Laura, ihr Vater Peter Ramspeck, ihre Mutter Hanna, der Vater von Laura Roberto, und der Vater von Laura Klaus. Erzählgegenwart (Präsens): Am Grab vom Vater erinnert sich die Ich-Erzählerin an die Mutter. Vom Grab, nach Verlesung der vom Vater verfassten Rede fahren die Trauergäste zum Leichenschmaus in den Tannenhof, mit offiziellem Teil: Suppe, Blechkuchen, Kaffee; und inoffiziellen Teil hinter einem Vorhang, nur für die Schwestern, mit großem Büffet. Ich-Erzählerin fährt danach zurück nach Berlin, vom Hauptbahnhof in ihre Wohnung. Dort erinnert sie sich an die letzten siebzehn Jahre ihrer Mutter, ein Gemälde liegt auf dem Boden und gibt ihr ein schlechtes Gewissen. Von der Erzählgegenwart aus schweift die Ich-Erzählerin in die Vergangenheit ab. Klaus und Hanna kommen aus dem Osten, Flüchtlinge, die kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges aus dem Osten in den Westen flohen, nach Hessen. Hier bereits Thema: Vergangenheitsaufarbeitung, Trennung Ost-West, Moskau-USA. In Hessen lernen sie Peter kennen, aus einer angesehenen Familie. Sie gehen alle drei nach Heidelberg, wo sie Roberto kennenlernen. Hanna wird von Klaus Schwanger. Ihre Tochter heißt Laura. Sie heiraten, Hanna studiert weiter, und trennen sich, da sie sich beide ein anderes Leben vorstellen. Hanna kommt mit Roberto zusammen. Sie bekommen Laura, aber auch diese Ehe geht zu Ende, vor allem, weil Robertos Eltern eine wirtschaftsstrategische Verheiratung mit der Tochter eines Verlages wünschen, um ihren eigenen Verlag zu stärken. Hanna kämpft sich als Übersetzerin in Berlin durch, Alleinversorgerin der zwei Töchter. Sie trifft sich mit Peter in der Paris Bar. Sie kommen zusammen. Die Ich-Erzählerin wird geboren. Sie leben zusammen im Architektenhaus, das Peter für sie geplant hat. Nach und nach geht die Ehe in die Brüche, vor allem, weil Peter eine traditionelle Ehefrau wünscht, Hanna aber keine traditionelle Frauenrolle einnehmen will. Als die beiden älteren Töchter ausziehen, trennt sich bald Hanna von Peter, zieht in eine nahegelegene Wohnung. Die Ich-Erzählerin bleibt beim Vater, isst aber mittags bei ihrer Mutter, die Bücher publiziert und dichtet. Am Ende erkrankt die Mutter und stirbt in einer Klinik. Die Ich-Erzählerin pflegt noch ihren Vater bis zu seinem Tod. Am Grabe bereut sie, dass sie sich gegenseitig nie die volle Wahrheit gesagt haben. … mittlerweile Standardstory über die kämpferische, missachtete Mutter, die erst nach dem Tod richtig gewürdigt wird, oder im hohen Alter. Susanne Abel: „Was ich nie gesagt habe“; Daniela Dröscher: „Lügen über meine Mutter“; Wolf Haas: „Eigentum“; Alois Hotschnig: „Der Silberfuchs meiner Mutter“ etc … vor allem mit Dröscher zu vergleichen, da es um Lügen, um Erinnerungslücken und fatale Lebensentscheidungen geht ... als Familiensaga aber nichtssagend mit kaum inhaltlicher Fokussierung. Die Fixierung der Mutter auf dem Wehrmachtspapi, für die Ich-Erzählerin Wehrmachtsopi, bleibt sehr schwach angedeutet. --> 1 Stern
Form: Die Sprache ist umgangssprachlich und teilweise im kindlichen Ton verfasst. Sehr viele „Mama“, „Papa“, „Mami“, „Papi“ … sehr kurze Sätze, sehr einfacher Wortschatz, mit teilweise falschen Verwendungen der Modi, ohne semantischen, adjektivischen, poetischen Anspruch. Keine Literatur im Sinne der Schriftsprache. --> 1 Stern
Erzählstimme: Ich-Erzählerin, die aus der Erzählgegenwart in Präsens gehalten in die Vergangenheit schweift, assoziiert, sich vorstellt, und teilweise wieder im Präteritum ins Präsens wechselt aus Bildhaftigkeit und Lebendigkeit des Erinnerten. Überzeugend. Wäre da nicht hier und da die etwas unmotivierten Zeitsprünge. Standard der Autofiktion. --> 3 Sterne
Komposition: Komposition Standard: Erzählgegenwart nimmt Anlass den Prozess bis zu dieser zu vergegenwärtigen. Keine besondere kompositorische Durchdringung, zumal der Tod der beiden Eltern als Fluchtpunkt auch noch als Ende gewählt wird. D.h. die Komposition befindet sich einfach in der Rückschau. In diesem Sinne fast mehr eine Erinnerungsliteratur, ohne aber Details der Erinnerung nachzufolgen oder nachzuvollziehen. Ohne Recherchebemühung. Aus dem Nähkästchenplaudern. --> 1 Stern
Für mich beginnt die Beziehung zwischen Töchtern und Vätern und der einen Mutter in dem Ganzen erst spät lebendig zu werden, als klar wird, dass das Leben der Mutter zu Ende geht. Zu obenhin und zu schnoddrig ist es mir in großen Teilen. Ich warte auf ein Wesentliches, das für mich nicht kommt. Trotzdem lese ich zu Ende, und habe Freude an gelungenen Formulierungen, die die Einzigartigkeit der Familie einfangen, finde Trost in der Erkenntnis, dass jede Familie ihre unverwechselbare Geschichte hat, in der es im Grunde immer darum geht, in der Liebe zu sein.
Hanna hat drei Töchter, von drei Männern – ihren Studienfreunden, mit denen sie nacheinander verheiratet war. Bei ihrem dritten Ehemann Bow lebt die Familie zuletzt, bis Hanna aus dem bürgerlichen Leben ausbricht, für das sie eigentlich nie gemacht war.
Denn Hanna arbeitet gerne in der Institutsbibliothek und bringt junge Studenten in Verlegenheit. Hanna schlägt Wörter im Originaltext nach, wenn ihr ein Begriff in einem übersetzten Werk seltsam vorkommt. Sie hat dauernd Gedichte im Kopf und legt besonderen Wert auf Wortwahl und Silbenbetonung. Außerdem empfindet sie diese ‘Mittagswut’, wenn sie allein dafür verantwortlich ist, dass das Essen pünktlich für alle Familienmitglieder auf dem Tisch steht.
In Caroline Peters' Debütroman ‘Ein etwas anderes Leben’ lässt Hannas jüngste Tochter nach dem Tod ihrer Eltern das Leben von Hanna Revue passieren und hinterfragt vieles – wie wahr sind die Familiengeschichten, die sich tagtäglich erzählt werden und sowas wie eine ‘Familienchronik’ ergeben? Denn jede der drei Töchter hat andere Erinnerungen an die Geschehnisse – werden sie dadurch weniger wahr?
Zugegeben, am Anfang ist es ein wenig schwierig, sich in dieser einzigartigen Familiendynamik zurechtzufinden. Doch schnell lernt man jedes Familienmitglied kennen und beginnt die Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern zu durchschauen.
Besonders gelungen finde ich die Struktur des Romans: Die Handlung wechselt elegant zwischen dem, was gerade passiert, und Erinnerungen aus der Vergangenheit – ähnlich wie wenn man selbst in Erinnerungen versinkt.
Die Tochter berichtet schonungslos, sogar bis zu Hannas letzten Momenten. Dabei stellt sie die Fragen, von denen sie sich wünscht, sie hätte sie zu Lebzeiten ihrer Mutter gestellt. Sodass zum Schluss die Frage zurückbleibt: Wie gut kennt man seine eigenen Eltern wirklich?
3,6 * Familienbiografie der Schauspielerin und Autorin. Eine wie viele, dennoch nett und charmant. Am Ende hat es mich berührt. Außerdem war ich sehr erleichtert, dass hier kein Name-dropping statt findet, wie in so vielen anderen Schauspielerbiografien.
»Wie gut kennt man die eigenen Eltern wirklich?« Um diese Frage dreht sich der Debütroman von Caroline Peters ganz zentral. Das Buch erzählt die sehr einzigartige Familiengeschichte rund um Hannah, ihre drei Töchter und deren drei unterschiedlichen Väter. Es geht um Eltern-Kind-Beziehungen sowie Geschwister-Beziehungen, die Idealisierung der eigenen Eltern, Verlust und Kindheitserinnerungen.
Am Anfang hat es etwas gedauert, bis ich mich in dieser komplexen Konstellation zurechtgefunden habe. Aber mit der Zeit lernt man die Charaktere mit ihren Ecken und Kanten ziemlich gut kennen. Trotzdem konnte ich mich bis zum Ende nicht so ganz mit den Figuren identifizieren und anfreunden. Ich mochte den ironisch-nostalgischen Stil des Romans, denke aber, dass es eher ein Buch für die Generation vor meiner ist.😌 Hier würde ich es aber sehr empfehlen (meinen Eltern zum Beispiel). Denn Leser:innen, die selbst bereits eigene Familien haben und sich mit dem Ableben ihrer Eltern auseinandersetzen müssen, kann ich dieses Buch wärmstens ans Herz legen.
Ich habe „Ein anderes Leben“ parallel auch in der Hörbuch-Version gehört, das von Caroline Peters selbst toll gesprochen wird! Ihre witzige und zugleich sehr berührende Art vorzulesen hat wirklich wunderbar zum Inhalt der Geschichte gepasst.
Fazit: Ich denke, ich bin nicht ganz die richtige Zielgruppe für dieses Buch, daher gibt es von mir „nur“ 3 Sterne. Dennoch absolut empfehlenswert!
Drei Schwestern stehen zur Beerdigung am Grab ihres Vaters - ihres Vaters ??? Für eine der drei Schwestern ist er der leibliche Vater, die anderen beiden haben ihre leiblichen Väter, Studienfreunde des Verstorbenen, neben sich stehen. Ihre Mutter Hanna ist bereits einige Jahre zuvor verstorben. Eine der Schwestern ist damit jetzt elternlos. Was vielleicht auf den ersten Blick konfus wirkt, ist der Anfang einer hintergründigen, in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts verwurzelten Erzählung über eine Familie mit drei Kindern, drei Vätern und einer Mutter > und gerade das Leben dieser Mutter im Blickwinkel der Beobachtung durch das jüngste Kind, das die Mutter als am glücklichsten in der Universität, mit dem Kopf bei Übersetzungen oder im fachlichen Disput erlebt und den Zwiespalt trotzdem das Essen zur rechten Zeit auf dem Tisch zu haben. Wie alles was zunächst so modern und freigeistig scheint letztlich a den Erwartungen der Mitstudenten, die sie als vollwertige Intellektuelle sahen bis sie eine Versorgerin, eine Hausfrau brauchen, gesetzt in das ländliche Hessen der 70er Jahre, weckt das Buch eine Menge Erinnerungen. Caroline Peters schreibt immer aus der Ich-Perspektive der jüngsten Tochter über den Vater, der rebellieren wollte und doch in mancher Hinsicht klar Kind seiner Eltern ist, ihre eigensinnige (im positiven wie im negativen) Mutter, die Konflikte mit den Eltern, den beiden Halbschwestern, die doch jede noch einen Zusatzvater hatte und eben jenen Vätern, die die Familie neben den Großmüttern vervollständigen.
Die Erinnerungen werden schlaglichtartig präsentiert, das Leben bleibt im jetzt aber die Vorverstorbenen werden durch die Rückblenden in Gedanken ganz lebendig. Endlich können mit ihnen auch Fragen diskutiert werden, die zu Lebzeiten keiner stellen wollte. Die Erzählerin ist eine tolle Identifikationsfigur, das Buch hat mich quasi - eingesogen … Der Autorin ist ein großartiger Roman gelungen, kurzweilig aber auch nachdenklich.
Wer das Buch möglicherweise auch einfach wegen der Autorin lesen möchte, ja es ist von der aus dem Fernsehen (u.a.Mord Mit Aussicht), Kino oder Theater bekannten Schauspielerin Caroline Peters geschrieben.
Es ist ein spannendes und buntes Familienleben, auf das die Ich-Erzählerin anlässlich des Todes ihres Vaters zurückblickt - nur vage chronologisch, wie Erinnerungen eben verlaufen, und auch über Erinnerungen denkt sie nach, vor allem im Abgleich zu denen ihrer beiden Schwestern, die jeweils eigene Väter haben. Im Mittelpunkt des Rückblicks steht die gemeinsame Mutter Hanna, die als Kind noch den Krieg erlebt hat, davon geprägt wurde, eine Künstler-Natur und Dichterin, deren Eigenwilligkeit irgendwann nicht mehr in die Rolle von Ehefrau und Mutter passte. Ich mochte den eigenen Tonfall der Erzählstimme, dessen Sprache angenehm fern von Stereotypen und Klischees blieb, lernte gerne diese Familiengeschichte kennen.
Das Leben so kurz- Hanna die Studentin Mutter Ehefrau Lebenskünstlerin so wunderbar lebendig lustig der Mittelpunkt der Familie- süffisant respektvoll bewundernd humorvoll erzählt von der jüngsten Tochter - ohne Lachen und schmunzeln liest man nicht 😃👌
»«Keine Sorge, wir werden den besten Auftritt haben. Niemand, der etwas auf sich hält, macht es so wie alle anderen und ist pünktlich.»Hannas Verachtung für diese schwächlichste aller Verhaltensweisen: es so machen wie alle anderen.« (S.190f) 💥
Drei Schwestern stehen am Grab des gemeinsamen Papas, Bow. Die gemeinsame Mutter Hanna ist bereits seit einigen Jahren Tod und die jüngste Schwester denkt, dass sich mit dem Tod des Vaters ein Perspektivwechsel auf die Geschichte über die Mutter ergeben kann. So beginnt sie sich, an Hanna und die Familiengeschichten zu erinnern, und blickt zurück auf ihre Kindheit und Jugend in den 1970er/80er Jahren. Ihre Mutter hatte nacheinander ihre drei besten Freunde seit Studienzeiten geheiratet und mit jedem ein Kind bekommen. Wer war diese selbstbewusste, schlagfertige, depressive, promovierte, schreibende Frau neben ihrer Mutterrolle? Für die Protagonistin war ihre Mutter am glücklichsten, wenn sie in der Uni-Bib mit Studenten flirten und ihrem Wissen kokettieren konnte, Gedichte schrieb oder Übersetzungen fachlich auseinander nahm. Dennoch war ihre Mutter in das gesellschaftlich Korsett von Erwartungen geschnürt und hatte regelmäßig ‚Mittagswut‘, wenn das Essen um 14 Uhr für Mann und Töchter auf dem Tisch stehen musste. Ihre beiden Schwestern Laura und Lotta erinnern sich anders, liegt das an dem Altersunterschied oder ist ureigene Charakteristik von Erinnerungen? Wie gut kennen wir unsere Eltern als Person?
»Wir wissen alle drei, dass jeder in der Familie sich anders erinnert, und sind gewillt, das zu akzeptieren. Wir bemühen uns, abweichende Versionen der Familiengeschichte auszuhalten, nur gelingt uns das nicht oft.« (S.177)
Mit ihrem Debütroman »Ein anderes Leben« 🫧 schreibt sich Caroline Peters* direkt mit viel Charme, Humor, Sarkasmus, feiner Beobachtungsgabe und teilweise fast schon poetischer Sprache direkt in die Herzen von Literaturfans. 💘 Der Roman — bei dem ich mich mit Blick auf die Biografie der Autorin frage, wie viel Persönliches hineingeflossen ist — erzählt fragmentarisch, springt gradlinig in der Zeit zu anderen Erinnerungen und Ereignissen und stellt dabei immer wieder kluge Fragen. Der Roman beleuchtet Schwesternschaft, Mutterschaft in den 70/80 Jahren, Erinnerungen und der Umgang mit abweichenden Perspektiven auf die Familiengeschichten mal sarkastisch, mal fragend, mal erörternd, mal nachdenklich, mal kritisch. Alles in allem ein schöner Familienroman, der sehr viel Spaß zu lesen macht.
Ja, DIE Schauspielerin Caroline Therese Aksinia Peters (*1971) 👱🏼♀️
„Ein anderes Leben“ von Caroline Peters, erschienen bei Rowohlt Berlin, erzählt die Geschichte einer ganz besonderen Familie aus der Perspektive der jüngsten Tochter: ihre Mutter Hanna lernt im Studium in Heidelberg drei Männer kennen und lieben. Das „Kleeblatt“ ist unzertrennlich und nach und nach heiratet sie jeden der drei Männer und bekommt mit jedem von ihnen eine Tochter. Diese besondere Familienkonstellation löst natürlich einiges in den Mitgliedern aus: da ist ganz viel Eifersucht und ganz viel Liebe. Und während die Väter eher blasse Nebenrollen spielen, arbeiten sich alle drei Töchter ständig an der gemeinsamen Mutter ab, die irgendwann einfach nur noch weg will und schließlich auch flieht: denn eigentlich will Hanna nur Gedichte schreiben. Wie so oft, ist es auch in Hannas Familie gar nicht unbedingt von Interesse, was die Mutter möchte: sie soll, bitteschön, funkionieren und pünktlich das Essen auf den Tisch stellen. Dass Hanna so unkonventionell ist und ihre Träume trotz dreier Kinder verfolgt, wird ihr natürlich auch übel genommen und irgendwie bricht es einem das Herz, wie sie immer und immer wieder versucht, einen Spagat zu vollziehen, der nicht machbar ist. Eine großartige Geschichte über unkonventionelles Leben und Lieben in einer konservativen Zeit und über die Probleme von Mutterschaft, die immer und ewig dieselben bleiben werden, solange wir das Patriarchat nicht hinter uns lassen. Und eine großartige Geschichte über die Liebe einer Mutter, die Distanz zu ihren Kindern braucht, um atmen zu können - was ihre Liebe nicht weniger wertvoll machen würde, wenn sie es geschafft hätte, über all das mit ihnen zu reden. Lesenswert!
Irgendwie konnte mich das Buch nicht so sehr catchen, wie ich gehofft hatte. Die Charaktere waren mir leider alle, abgesehen von Hannah, zu flach, obwohl man das Gefühl hatte, dass sie genau das Gegenteil sein sollten. Irgendwie hatte ich das Gefühl, jeder Charakter hat einfach zwei Eigenschaften zugeschrieben bekommen und dann wurde damit gearbeitet. Reinkommen in dieses Familienchaos fand ich auch relativ schwer. Ich habe bis zum Ende nicht verstanden, welche Oma jetzt wohin gehört, obwohl es eigentlich noch eine halbwegs überschaubare Anzahl an Personen war. Es wird viel durch verschiedenste Zeiten gesprungen, was mich ebenfalls irritiert hat, und ich fand wirklich ausnahmslos alle Charaktere irgendwie nervig. Vielleicht liegt das auch sehr an mir, aber ich kann Büchern nicht so viel abgewinnen, wenn man nicht weiß, was wirklich passiert ist und was nicht. Ich verstehe zu einem gewissen Grad, dass das hier die Quintessenz sein sollte (?), aber irgendwie hat mir dann dahingehend auch einfach der rote Faden gefehlt, der einen wenigsten irgendwie nachvollziehbar durchs Buch führt. Alles in allem auf keinen Fall ein schlechtes Buch, der Schreibstil selbst hat mir zum Beispiel relativ gut gefallen, aber für mich war es leider eher nichts.
Anfänglich kamen Erinnerungen an eigene Empfindungen nach dem Tod der Eltern auf. Mittendrin etwas langatmig, der Schluss lies wieder das Gefühl aufkommen, wie es war von der Tochter zur Erwachsenenvertreter zu werden.
Falls es eine Pointe gab, habe ich sie nicht verstanden... Mir waren es zu viele Zeitsprünge und zu viele Zwischengeschichten. Ich habe überhaupt nicht verstanden, was gerade passiert und auf was die Geschichte hinauslaufen soll. An manchen Stellen schön geschrieben, aber insgesamt keine Entwicklungen und keine wirklich schönen Momente mit den Charakteren.
Caroline Peters ist nicht nur eine grandiose Schauspielerin, eine wunderbare Vorleserin sondern auch eine großartige Schreiberin. Feinzarrt formuliert, voller Liebe, Trauer und Humor hat sie einer Frau ein Denkmal gesetzt. Leseempfehlung!!
In dieses Buch bin ich nicht reingekommen. In keiner einzigen Zeile. Es ist mir die ganze Zeit fremd geblieben. Allein optisch finde ich es sehr gelungen. Es reicht eine gute Schauspielerin zu sein. Man muss nicht zwingend auch noch Bücher schreiben.
Mich hat das Buch inhaltlich nicht so sehr angesprochen. Sprachlich gut geschrieben. Es war ein Rückblick auf das Leben der Mutter, aber sehr durcheinander erzählt - ich fand es etwas langweilig.
Caroline Peters, eine meiner Lieblingsschauspielerinnen, legt mit »Ein anderes Leben« ihren ersten Roman vor. Anlässlich der Beerdigung ihres Vaters Bow blickt die Ich-Erzählerin und jüngste Tochter der Familie Ramspeck auf das Leben ihrer Mutter Hanna zurück. Wer war diese spannende, oft so widersprüchliche Frau, Mutter von drei Töchtern aus drei verschiedenen Ehen?
Wie war´s?
Natürlich habe ich mich gefragt, ob Caroline Peters, unvergessen in ihrer Rolle als Kommissarin Sophie Haas in Mord mit Aussicht, auch Buch »kann«. Und ob. »Ein anderes Leben« hat mich begeistert, gepackt, förmlich durch die Seiten fliegen und am Ende auch beinahe Tränen vergießen lassen.
Angefangen am Tag der Beerdigung ihres Vaters Bow blickt die Tochter zurück auf das »Buch Hanna«, das Leben ihrer Mutter.
Die Kindheit mit so vielen Freiheiten, in der vor allem eines wichtig war: die richtigen Worte finden. »Ich verstehe nicht viel, aber ich merke: Hanna ist gereizt. Oder alarmiert. Eine falsche Wortwahl bringt sie in Rage. Im Winter mit Badeanzug mit Gummistiefeln bekleidet in den Kindergarten wollen, die Tischdecke mit Tomatensoße vollschmieren, alles kein Problem, aber ein falsches Wort am Sonntagmorgen im Bett benutzen, das ist zu viel.«
Eine Kindheit mit einer Mutter, die ihren Gästen Weinbergschnecken mit Kräuterbutter serviert, den eigenen Kindern Toastbrot mit Mayo und Tomatenmark.
Interessant skizziert fand ich auch das Verhältnis der jüngsten Tochter zu ihren beiden älteren Schwestern, Laura und Lotta.
Immer wieder unterbrochen von Phasen, in denen der »schwarze Hund« zu Besuch kommt und Hanna mit Depressionen im Bett liegt.
Bis zu jenem Tag, an dem Hanna schließlich ihren Ehemann Bow und ihre jüngste Tochter verlässt und sich eine eigene Wohnung sucht, um ihren Frieden zu finden. »Ihr Denken und Fühlen war endlich an dem Punkt angekommen, auf den Hanna zugestrebt war: ein eigenes Zuhause. Ein Zuhause, das sie ihren sich überschlagenden Gedanken, den vielen Worten in ihrem Kopf und ihrer Seele schuldig war.«
Eindrucksvoll geschildert wird auch, was diese plötzliche Trennung von der Mutter mit ihrer jüngsten Tochter macht und welche Auswirkungen dies sogar noch auf ihr Leben als Erwachsene hat - das Problem mit den Übergängen und der Rückkehr in eine lange leerstehende Wohnung, die ihr feindlich gesinnt vorkommt. Vieles davon konnte ich sehr gut nachempfinden.
Fazit
Am liebsten würde ich Frau Peters jetzt fragen, wieviel von diesem Buch nun tatsächlich autobiografisch ist, einfach weil es mich brennend interessiert. »Ein anderes Leben« hat mich voll abgeholt und begeistert, von mir glatte 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung!
Ich durfte das Buch vorab lesen. Die Autorin kannte ich aus dem Fernsehen und war mir sympathisch und das bunte, verspielte Cover hat mich neugierig gemacht. Ich habe eine tiefgründige Erzählung erwartet über das bewegende, geheimnisvolle Leben einer Mutter, die man das ganze Leben über gar nicht richtig kannte.
Aus einem komplexen Familienkonstrukt stammend, erinnert sich die jüngste Tochter in diesem Buch an das bunte Leben und Handeln ihrer Mutter Hanna.
Der Schreibstil ist flüssig und verständlich, die Buchlänge passend. Zwischendurch gab es auch ab und an lustige, skurrile Anekdoten, die mich zum schmunzeln brachten. Mir gefiel das familiäre Konstrukt, insbesondere die Beziehung unter den Schwestern oder mit den verschiedenen Vätern. Bow (oder Peter), Hanna’s dritter Mann, hat in der Familie einen hohen Stellenwert und war in der Geschichte manchmal mehr im Vordergrund als die für mich unnahbare Hanna selbst. Ihn empfand ich auch als eine der angenehmsten Charaktere, die wesentlich an der Familienharmonie beteiligt waren.
Tatsächlich blieben nämlich sowohl die Erzählerin (dessen Name ich bis zum Schluss nicht weiß), sowie Hanna, ihrer Mutter, mir das ganze Buch über recht unbekannt und anonym und ich habe keinen richtigen Bezug zu ihnen bekommen. Hanna war mir durch ihr egozentrisches und eigensinniges Verhalten teilweise richtig unsympathisch. Ich habe ihr manchmal vor Kopf stoßendes Handeln gegenüber ihren Töchtern und Partnern nur sehr bedingt nachvollziehen können und hatte wenig Einblick in ihre Emotionen und Beweggründe. Entsprechend schwer fielen mir auch die ersten 2/3 des Buches um mit der Geschichte warm zu werden. Danach wurde es in meinen Augen etwas tiefgründiger mit einem schönen, abschließenden Ende. Trotz allem habe ich zwischen der Erzählerin und Mutter auch eine besondere Verbundenheit wahrnehmen können.
I struggled to get through the first part of this book, written by the German actress Caroline Peters. While the prose reads smoothy most of the time, the sheer number of characters that drive the plot is confusing. I kept having to flip back the pages to find out who was married to whom, who was whose father, or sister....and even the main character, Hanna, did not really become evident until I was way into the book. The narrator is Hanna's youngest daughter, by her third husband. The other two daughters are each from different fathers. Hanna is an unconventional person, doing things her way without compromise. Often putting her own interests or needs before that of her daughters. She marries three times, has the three children, then one day decides to leave home and start her life all over again. The situation is awkward, especially for the narrator, the youngest daughter, who is still at school and often painfully feels the mother's absence or disinterest in her life. And even through all that frustration, the narrator still retains her humor and can often manage to see events in a humorous light. The relationship among the daughters to each other is not particularly close, each of them claims to have the best father. Hanna retains her very individualistic attitude, and manages to keep her relationship with the girls and each of their fathers largely intact. There are sometimes too many repetitions, and trivial facts that slow the story down. But the final chapters are well done, not sentimental, but moving. The novel is fiction, but I ask myself if a large part of the story is not taken from real life, it sounds more like an autobiography. Many of the scenes ring true to life. This is Peters' first book, it could have done with more proofreading to cut out a number of long-winded parts, but otherwise it's very well done.
**** Worum geht es? **** Wer war eigentlich diese Hanna? Drei Kinder aus drei Ehen – mit drei besten Freunden. Nun ist Hanna verstorben, und die jüngste Tochter blickt zurück.
**** Mein Eindruck **** Menschen machen Fehler. Diese Lektüre unterstreicht das auf eine liebenswerte und zutiefst menschliche Weise. Ein Buch zwischen Trauer und Leben. Wir begleiten die gesamte Familie aus der Perspektive der jüngsten Tochter, erleben ihre Wahrheit und werden sprachlich wie stilistisch auf hohem Niveau abgeholt. Zwischen „Das kenne ich“, „Oh nein, wie schade“ und „Was, wie kann man nur?“ wurde ich Stück für Stück mitgenommen und habe beim Lesen viele Emotionen durchlebt. Ich bin in eigene Erinnerungen eingetaucht und konnte mich ganz in die Sicht der Hauptfigur hineinversetzen. Ihre Gefühle und Handlungen – und die der anderen Figuren – waren für mich nachvollziehbar, obwohl alles durch ihre Perspektive erzählt wird. Hin und wieder huschte mir ein Schmunzeln über die Lippen, der Text blieb trotz der Schwere des Themas angenehm leicht. Ein Buch, das berührt und bewegt – vorausgesetzt, man lässt sich darauf ein. Viele Gedanken kamen mir vertraut vor, und es war schön, sie in einem Buch wiederzufinden.
**** Empfehlung? **** Ein Buch, das sich mit den wohl schwersten Themen des Lebens auseinandersetzt – einnehmend, reflektierend und versöhnlich. Für bewegende Lesestunden absolut empfehlenswert.
In ihrem Erstlingswerk schreibt Caroline Peters über die Elterngeneration, der Eltern, die nach dem Krieg aufgewachsen sind und die heutige Großelterngeneration darstellt. Sie skizziert ein Bild einer Familie, vorrangig eines Frau und eines Mannes, die jeweils ihren eigenen Weg fanden mit der Vergangenheit und auch dem Alltag umzugehen. Dabei erschien mir der zweite (und kurze dritte) Teil schwer zu lesen, dahingehen, dass die Themen nacheinander gereiht wurden und nicht schlüssig aufgebaut. Mitunter war mir nicht klar, warum dieses oder jedes erzählt wurde und es wirkte mitunter verloren. Für mich war das Buch im 1. Teil ok, danach hätte ich es auch weglegen sollen.
"Hanna begegnete dem Kochzwang mit viel Heiterkeit und Dosen. Sie rief ständig aus, wie sehr sie das Kochen liebe und riss dabei Konserven und Tiefkühlpackungen auf." (Seite 46)
"Nimm es ihm nicht über, dass er durchdreht, wenn sich ein Tapeziertisch biegt, weil Essen drauf steht. Verdenke es deiner Mutter nicht, dass sie mit dem Teelöffel über die Oberfläche der Butter fährt, ..." (Seite 100)
"Angeben war ihr von klein auf anerzogen worden, und auch ihr Leben als Fluchtkind, von dem man erwartete, dass es sich zurückhielt, weil es fremd war und von der Schuld der Väter gekennzeichnet, ..." (Seite 101)
Bisher war mir Caroline Peters nur als Schauspielerin bekannt. Mit diesem Roman gibt sie ihr Debüt als Autorin und schon nach den ersten Seiten war mir klar, dass sie ebenso gut schreiben wie schauspielern kann. Der Roman ist aus der Ich-Perpsektive von Hannas jüngster Tochter geschrieben. Hanna ist, obwohl sie bereits einige Jahre zuvor verstorben ist, die eigentlich Protagonistin dieses Romans. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt und ein ganz außergewöhnlicher Charakter. Sie hat nacheinander ihre drei Studienfreunde geheiratet und von jedem eine Tochter bekommen. Die Handlung beginnt mit der Beerdigung ihres letzten Ehemanns, bei dem sie alle gemeinsam gewohnt haben. Das mag jetzt ein wenig verworren klingen. Aber Caroline Peters Schreibstil ist so klar, dass es ihr problemlos gelingt die Familienkonstellation gut sortiert aufzuzeigen. Dennoch bleibt es eine ungewöhnliche Familie in deren Leben die Autorin ihre Leser mitnimmt. Es ist ein Familienleben, das vor allem durch die Figur der Hanna Fragen aufwirft, die nie gestellt und nie beantwortet wurden. Es ist spannend in die Vergangenheit dieser ungewöhnlichen Familie einzutauchen und damit in ein Leben, das Vielfalt und Humor zeigt, aber auch nachdenklich macht.