Was, wenn eine jahrhundertealte Seuche aus der Arktis zurückkehrt?
Als in Berlin Obdachlose an Milzbrand sterben, ist Wissenschaftsjournalistin Nina Falkenberg alarmiert. Die Fälle erinnern an ein Ereignis in Alaska vor 10 Jahren, als das Auftauen des Permafrostbodens einen tödlichen Erreger freisetzte. Ebenfalls in Alaska verschwindet Ninas Freund, der Milzbrand-Forscher Gereon Kirchner. Nina bittet ihren Bekannten Tom Morell, dorthin zu reisen und herauszufinden, was passiert ist. Schon kurz nach Toms Ankunft taucht in einem Eistunnel eine Frauenleiche auf. Ist Gereon schuld an ihrem Tod? Hat er gar mit dem qualvollen Tod der Obdachlosen in Berlin zu tun? Während Tom und Nina versuchen, Licht ins Dunkel zu bringen, müssen sie begreifen, dass sie gegen einen sehr viel mächtigeren Gegner kämpfen, als sie dachten...
...leider habe ich "Toxin" abgebrochen... Zu Beginn war mein nerv durch den wissenschaftlichen Aspekt unheimlich getroffen und auch die Ausgangslage klang sehr vielversprechend! Leider war dann nach den ersten Kapiteln für mich aber auch schon irgendwie klar, warum und wieso einige Obdachlose Milzbrand zum Opfer gefallen sind und ich hatte gleich eine Vermutung was dahinter stecken würde. An dieser Stelle muss ich ehrlich sagen, ist die Spannung von ganz oben hart auf den Boden aufgeschlagen und hat mir die Lektüre doch in gewisser Weise madig gemacht und vor allem kann ich mir wie gesagt denken, wo die Reise hingeht... muss ich das noch lese?! Hm... neh... da schnappe ich mir doch lieber ein anderes Buch. Schade.... besonders weil der Start in den Thriller ganz zu Beginn so vielversprechend war! Zudem war mir zu Beginn nicht klar, dass es sich hier bereits um den zweiten band einer Reihe handelt... Weder auf der Buchbeschreibung noch sonst wo war das vorab zu erkennen und ehrlich gesagt empfand ich auch das als sehr schade, denn gerade was Ermittler oder beteiligte Charaktere angeht gibt es doch immer Entwicklungen die sich viel intensiver beobachten und begleiten lassen, wenn man mit dem ersten Band beginnt.
"Toxin" hat mich mit seinem Klappentext wieder sehr neugierig gemacht und ich war gespannt was mich erwartet, da ich auch die Thematik sehr interessant fand.
Zu Beginn war ich auch jeden Fall sehr gespannt und die ersten Eindrücke haben mich neugierig gemacht. Die Thematik rund um den Klimawandel und gefährliche Erreger im Permafrostboden fand ich sehr interessant und spannend.
Die Handlung fand ich dann aber insgesamt doch ein bisschen zäh und an mancher Stelle hat es sich ganz schön gezogen. Inhaltlich ist dort teilweise nicht allzu viel passiert und ich hätte mir einen höheren Spannungsbogen gewünscht, der mich richtig an die Geschichte fesselt. Dies war leider nicht der Fall.
Es gibt sehr viele Charaktere, die für mich viele Parallelen hatten, so dass es mir wirklich schwer gefallen ist manche Personen auseinanderzuhalten. Dies war zu Beginn sehr extrem, wurde im Laufe des Buches ein wenig besser, aber bei manchen Personen hatte ich bis zum Ende Probleme.
Insgesamt war das Buch unterhaltsam und hatte eine interessante Thematik, aber konnte mich in der Gesamtumsetzung leider nicht überzeugen.
Erneut haben mich die beiden Autorinnen nach dem Erstlingswerk Probe 12 überzeugen können. Diesmal haben es die Wissenschaftsjournalistin Dr. Nina Falkenberg und der Foodblogger Tom Morell mit gefährlichen Bakterien zu tun, nämlich mit Milzbranderregern.
In Berlin sterben binnen kurzer Zeit zwei Obdachlose an einer Milzbrandinfektion. Gereon Kirchner, der Freund von Nina, leitet in Berlin ein Startup-Unternehmen zur Krebstherapie und arbeitet mit Milzbranderregern. Schnell stehen er und sein weiterer Geschäftspartner Mike unter Verdacht. Gereon sucht in Alaska in einem Forschungscamp nach weiteren Milzbranderregern, um die Firma zu retten, nachdem diese zuvor durch eine Überschwemmung stark betroffen war. In Alaska eskaliert die Situation, als Gereon dort bei einer Schießerei verletzt wird und flüchtet. Tom befindet sich zufällig in Alaska und muss Gereon helfen.
Die Story wird dabei aus unterschiedlichen Blickwinkeln der zahlreich agierenden Personen erzählt, so dass man sich schon konzentrieren muss, wer denn nun gerade agiert und was passiert. Dadurch aber kann man lange Zeit miträtseln, was denn nun eigentlich passiert ist und wer was zu verantworten hat. Man spürt dabei stets die latente Gefahr einer größer werdenden Infektion mit Milzbrand. Aufgrund der gelungenen Schreibweise kommt auch keine Langeweile auf und auch der Spannungsfaktor ist dabei relativ hoch. Ein paar mehr Hinweise auf Probe 12 mit den dortigen Geschehnissen und den Protagonisten Nina und Tom hätte dem Thriller aus meiner Sichtweise gut getan..
Wissenschaftliche Basis dieses Thrillers ist diesmal aufgrund der globalen Erderwärmung der auftauende Permafrostboden in Alaska, Nordkanada, dem Norden Europas und weiten Teilen Sibiriens mit all ihren Folgen wie wegbrechendem Erdboden, Freisetzen riesiger Mengen Kohlendioxid und auch gerade das Auftauchen neuer bzw. bekanter Viren und Bakterien. Am Schluß des Buchs gibt es für Interessierte weiterführende Hinweise. Klasse.
Ich kann den Thriller uneingeschränkt empfehlen mit 4 von 5 Sternen. Ich freue mich schon auf den nächsten Band.
Wie auch beim letzten Mal (Probe zwölf) ganz nah an einer möglichen Realität. Gut recherchiert. Fehler und Freiheiten wurden am Ende des Romans zugegeben/erklärt. Absoluter Lesetipp!
«Die Polizei musste jeden von ihnen einzeln vom Asphalt pulen. … Graf hatte in der Folge die Aktionen immer sehr geschickt für ihre Zwecke ausgenutzt, indem er die von ihm finanzierten Trolle – Löbnitz`Influenzer – beauftragt hatte, den Ärger der Bürger hübsch hochzujazzen. … ‹Alles was wir brauchen, sind ein paar geschickte Kampagnen unserer Trollarmee. Mit denen können wir in den sozialen Medien den Eindruck erzeugen, dass die Klimaaktivisten dazu übergegangen sind, Menschenleben für ihre Sache aufs Spiel zu setzen.»
Was wäre, wenn eine jahrhundertealte Seuche aus der Arktis zurückkehren würde? Als in Berlin Obdachlose an Milzbrand sterben, ist Wissenschaftsjournalistin Nina Falkenberg alarmiert. Die Fälle erinnern an ein Ereignis in Alaska vor 10 Jahren, als das Auftauen des Permafrostbodens einen tödlichen Erreger freisetzte. Parallel dazu ist Ninas Freund, der Milzbrand-Forscher Gereon Kirchner nicht plötzlich nicht mehr erreichbar, der sich zu Forschungszwecken in Alaska befindet. Sein Start-up-Unternehmen Janus Therapeutics, das Medikamente für Krebserkrankungen entwickelt, die aus Milzbrandviren herangebildet werden, befindet sich in dem Bezirk, in dem die Obdachlosen gefunden wurden. Zufall?
«Taut der Permafrost, werden die darin eingefrorenen Mikroben aktiv und fangen an, die Pflanzenreste zu zersetzen. Dadurch entstehen Treibhausgase wie Lachgas, Methan, Kohlendioxid, die in die Atmosphäre gelangen und den Klimawandel weiter antreiben. Methan ist in der Erdatmosphäre rund fünfzig Mal so wirksam wie Kohlendioxid, Lachgas sogar fast dreihundert Mal. Und wenn man jetzt weiß, dass allein im oberen Bereich der weltweiten Permaforstböden bis zu 1.600 Milliarden Tonnen Kohlenstoff stecken, also fast doppelt so viel, wie sich derzeit schon in der gesamten Erdatmosphäre befindet, dann bekommt man eine ungefähre Vorstellung von dem, was uns bevorsteht.»
Die Panke hatte Hochwasser, das auch in die Keller der Laboratorien von Janus Therapeutics überschwemmte. Hochgesichert hatte das System Alarm geschlagen, automatisch alle Proben vernichtet, damit diese nicht nach außen gelangen können; auch wenn Labore sich in den oberen Stockwerken befinden. Top Sicherheit! Doch nun können die Forscher nicht weiterarbeiten, dass, wo sie vor dem Durchbruch mit ihrem Medikament stehen. Ein Desaster. In einem Permafrosttunnel in Alaska, in dem Wissenschaftler die Entwicklung des Auftauens des Permafrosts untersuche, werden Karibus gefunden, die an Milzbrand verstorben waren. Die Chance für Gereon, neues Material zu sichern! Doch während er sich unten im Tunnel befindet, taucht plötzlich jemand auf und es wird auf ihn geschossen. Er rennt um sein Leben, als sich hinter ihm eine Explosion den Tunnelabschnitt einstürzen lässt. Verletzt kann er entkommen – er muss seine Proben retten …
Die Polizei von Alaska findet in dem Tunnel eine tote Frau – mit Kopfschuss niedergestreckt. Ist der verschwundene Wissenschaftler Gereon der Mörder, hat er den Tunnelabschnitt in die Luft gejagt? Nina und Gereons Geschäftspartner Mike sind durch den Wind, können das nicht glauben. Die Berliner Polizei ermittelt nun gegen Janus Therapeutics. Und wo ist Gereon? Ein kurzer Anruf von ihm an Nina, er hat die Probe, Handy gleich leer. Und schon ist das Gespräch zu Ende. Nina bittet ihren Exfreund Tom Morell, einen Reise- und Foodblogger, der sich gerade in der Nähe befindet, nach Gereron zu suchen, sendet ihm Gereons letzte Geodaten. Tom macht sich auf die Suche – für Nina. Verschiedene Themen werden angerissen, sehr gut erklärt, insofern ein wichtiger Roman. Klimaerwärmung, die Bedeutung des Auftauens vom Permafrost, Freisetzung von uralten Viren und Bakterien, die Wichtigkeit der Genmedizin, bezahlte Trolle, die von Konzernen gesteuert werden, um die Wissenschaft zu boykottieren – die Klimaverleugnerliga, usw. Aber der Thriller an sich plätschert spannungslos vor sich hin.
Am Anfang habe ich etwas die Augen verdreht, weil mir hier Grundlagenwissen erklärt wird – ein Journalist verdeutlicht einem anderen den Unterschied zwischen Viren und Bakterien – kann der eine Studierte so dumm sein, der auch noch zum Thema recherchiert? Ich kam mir vor, als säße ich in einem Vortrag. Gut, in der Form kommt das nicht wieder vor. Für mich kein guter Anfang. Die restlichen wissenschaftlichen Fakten werden verständlich in die Handlung eingebaut. Allerdings zu oft als Mantra in der Wiederholung. Mehrfach wird der Milzbrand Anthrax (Bacillus anthracis) ausgiebig erklärt und auch andere Dinge in der Häufung (wo ist hier das Lektorat?). Das bremst und nervt. Die Autorinnen versuchen Spannung durch ständigen Perspektivwechsel mit Cliffhängern zu erzeugen – manchmal nach einer halben Seite. Doch das reicht nicht. In Berlin Nena, die Wissenschaftsjournalistin, Mike, der Compagnon von Gereon, LKA, der Staatsschutz und das ZBS; in Alaska Gereon, dann der Mann, der das Feuer im Tunnel legte, Tom der Foodblogger, die Polizei vor Ort. Viele Stränge, ein Hin und Her, aber wirklich spannende Szenen gibt es leider nicht. Gut und Böse sind klar und deutlich definiert, die Grauzonen fehlen. Alles sehr durchschaubar ohne Wendungen, bis auf eine kleine. Manche Situationen sind unglaubwürdig konstruiert, auch die einzige Wendung. Und es ist nicht glaubwürdig, dass die US-Polizei einen Foodblogger in die Ermittlung einbezieht, ihm Informationen gibt – wie auf der anderen Seite der Informationsaustausch zwischen Nina und den Ermittlungsbehörden in Berlin. Das i-Tüpfelchen ist das Überleben von Personen, die sich mit dem übelsten Milzbranderreger angesteckt haben, der ja recht schnell die infizierten Menschen killen soll. Das, nachdem wissenschaftlich erklärt, mehrfach genau das ausgeschlossen ist. Sehr konstruiert. Resümee: Kann man lesen. Die wissenschaftlichen Inhalte werden gut transportiert, sind sorgfältig recherchiert, dafür ein dickes Lob. Dafür ist der Science-Thriller lesenswert. Wer aber einen glaubhaften, fesselnden Kriminalroman sucht, dem ist eher abzuraten.
Kathrin Lange wurde 1969 in Goslar am Harz geboren. Obwohl sie sich beruflich der Hundestaffel der Polizei anschließen wollte, siegte am Ende ihre Liebe zu Büchern, und sie wurde zuerst Buchhändlerin und dann Schriftstellerin. Heute ist sie Mitglied beim PEN und bei den International Thriller Writers und schreibt erfolgreich Romane für Erwachsene und Jugendliche. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen in einem kleinen Dorf in Niedersachsen, wo sie sich für Leseförderung und die Integration von Geflüchteten engagiert.
Susanne Thiele - geb .1970, Leiterin der Presse- und Kommunikationsstelle des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung in Braunschweig. Die studierte Mikrobiologin und Biochemikerin hat für verschiedene Tageszeitungen und Journale geschrieben. Sie moderiert Expertendiskussionen und ist in der Medienszene hoch vernetzt. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Türklinke – Wie Mikroben unseren Alltag bestimmen war ihr erstes Sachbuch zum Trendthema Mikrobiom und gute und schädliche Keime in unserem Alltag.
Temporeicher Wissenschaftsthriller über globale Erderwärmung, Permafrost, Kipppunkte, Anthrax ... und Backpulver
Kathrin Langes und Susanne Thieles jüngstes Werk „Toxin“ ist unverkennbar der Nachfolger zur überzeugenden und allseits gelobten „Probe 12“ und somit der zweite Band dieses Autorenduos. Bereits das Cover, welches wiederum mit der auffallenden Kombination aus Neon-Gelb-Grün und Schwarz aufwartet, sorgt für einen extrem hohen Wiedererkennungswert und ist stimmig zum Titel gewählt. Einmal mehr verbinden die beiden Autorinnen, wie schon beim Vorgängerband, auf grandiose Art und Weise mit ihrem wunderbar mitreißenden Schreibstil atemberaubenden Thrill und geladene Action mit wissenschaftlich fundierten und hervorragend recherchierten Fakten, die das aktuelle Zeitgeschehen intensiv aufgreifen.
„Toxin“ beginnt mit zwei zunächst recht sibyllinischen Zitaten von einerseits Miguel de Cervantes und andererseits einer Wortneuschöpfung der Inuit, deren Zusammenhang zum Geschehen sich dem Leser erst im Laufe das Buches in voller Tragweite erschließt. Ging es in „Probe 12“ noch um Phagen, beschäftigt sich „Toxin “ politisch wiederum hoch aktuell, mit Kipppunkten in der allseits diskutierten Klimaproblematik und mit der globalen Erderwärmung.
Wie wird diese Ausgangsbasis nun also in den Plot eines atemberaubenden Wissenschaftsthrillers gepackt? - In einer Rückblende um 10 Jahre wird dem Leser ein Vorfall im Arctic Village in Nordalaska geschildert, bei dem, bedingt durch die Erderwärmung, Teile des lokalen Permafrost auftauen, was schließlich einen Hangabrutsch größeren Ausmaßes bewirkt. Hierdurch kommen die Gebeine von Rentieren zum Vorschein, die wiederum gefährliche Milzbranderreger (Bacillus anthracis - kurz Anthrax) freisetzen, an denen mehrere Menschen versterben. Bei einem Zeitsprung ins „Heute“ lernen wir Gereon Kirchner kennen, der im Rahmen des vor Jahrzehnten ins Leben gerufenen Permafrosttunnel-Projekts in Alaska Proben solcher Milzbrandbakterien nehmen und aus ihnen zusammen mit seinem Geschäftspartner Mike Reed und seiner Mitarbeiterin Airi Young ein Mittel gegen Krebs herstellen möchte. In eben jenem Tunnel findet er überraschender Weise hochbrennbares Aluminiumpulver und trifft urplötzlich auf eine ihm bekannte Person. „Klappe und Cut!“ - Wie immer bei Kathrin Lange und Susanne Thiele wird in den jeweiligen Kapiteln nie zu viel verraten, wodurch das Spannungslevel immer hoch gehalten wird, die konsequenten Cliffhanger mit anschließendem Szenenwechsel am Ende jedes Abschnitts und die Vielzahl von parallelen Handlungssträngen tun ihr Übriges hierzu. In einem dieser Stränge erfahren wir dann im weiteren Verlauf, dass Gereon Kirchner der aktuelle Lebenspartner von Nina Falkenberg ist, also der Heldin und Hauptprotagonistin aus „Probe 12“. Von Berlin aus, welches erst vor kurzem aufgrund der viel zu hohen Temperaturen und starken Regenfällen überflutet war, kann sie Gereon seit Tagen nicht erreichen. Darüber hinaus wirft die Presse die Frage auf, ob Gereon mit seiner Nutzbarmachung der Milzbranderreger für die Krebsforschung am ungeklärten Tod von Berliner Obdachlosen schuld sein könnte. Zusätzliche Spannung verspricht ein weiterer Handlungsstrang in welchem Nina Tom Morell, einen weiteren guten Bekannten und Helden aus dem Vorgängerband, bittet nach Alaska zu reisen und mehr über den vermissten Gereon herauszufinden. Dort angekommen, wird die Leiche einer Frau gefunden, in deren Tod möglicherweise Gereon involviert ist. Ferner wird von Klimaaktivisten und einflussreichen Gegenorganisationen, geschmierten Lobbyisten, großartigen Ermittlerteams und potentiellen Revolverhelden mit einer gemeinsamen Vegangenheit im Arctic Village die Rede sein – sowohl im fernen Alaska, als auch auch im hiesigen Berlin ist demzufolge permanent für Hochspannung gesorgt.
Viele offene Fragen werden somit bereits im ersten Drittel des Buches eindrucksvoll motiviert und so ganz nebenbei ein detailliertes wissenschaftliches Hintergrundwissen vermittelt. Im zweiten Drittel werden die zahlreichen Handlungsstränge dann spannungsgeladen weiterentwickelt und geschickt verknüpft und schließlich allesamt im letzten Drittel grandios und schlüssig miteinander verwoben und zusammengeführt ohne zu irgendeinem Zeitpunkt den roten Faden zu verlieren. Obwohl für den ein oder anderen Leser die klimapolitischen Aspekte des ersten Buchdrittels in ihrer Fülle vielleicht ein wenig zu sehr mahnend in den Vordergrund geraten mögen und hier und da auch ein paar kleinere Klischees bedient werden, ist es großartig, wie man als Leser Mosaiksteinchen für Mosaiksteinchen aus verschiedenen Perspektiven unmittelbar in die Ermittlungsarbeit auf beiden Seiten des großen Teichs eingebunden wird und der Wahrheit sukzessive immer näher kommt. Stets kann man sich sehr gut nicht nur in die Handlung, sondern auch in die jeweiligen Gefühlswelten der Hauptcharaktere, die treffend und facettenreich gezeichnet wurden, hinein versetzen. „Toxin“ ist somit ein faszinierender Pageturner mit einer rasanten Handlung und durchaus realem Narrativ, bei dem ein gründliches Nachwort ein überzeugendes Buch abrundet und dem Leser nochmals ungemein hilft, das gesamte Geschehen in jeglicher Hinsicht richtig einzuordnen.
Fazit: Genau wie sein Vorgänger ist „Toxin“ ein großartiger Wissenschaftsthriller, erfrischend und spannend vom Anfang bis zum Ende. Politisch aktuell und wissenschaftlich fundiert, korrekt und informativ, nimmt der Roman spätestens im zweiten Drittel hinsichtlich Action und Dynamik in der Handlung deutlich Fahrt auf, was sich schließlich zu einem atemberaubenden und schwindelerregenden Tempo entwickelt und in einem überaus beeindruckenden Showdown kulminiert. Kaum eine der 464 Seiten des Buches, auf denen sich nicht neue Konstellationen und für den Leser neue Blickwinkel ergeben, die durch die ständigen Cliffhanger und Szenenwechsel die Spannung ins Unermessliche steigern. Oftmals stellt sich genau dann, wenn man glaubt, die Lösung bereits unmittelbar vor Augen zu haben, heraus, dass man komplett falsch lag. Obwohl „Toxin“ völlig unabhängig von „Probe 12“ gelesen werden kann, ist es für diejenigen Leser, die beide Bände kennen, überaus gefällig, vertraute Bekannte treffen zu dürfen. Das auf mehreren Ebenen offene Ende deutet auf ein Fortsetzung hin, dann hoffentlich wiederum mit Nina und Tom als Protagonisten und viel Wissenschaft und Action eingewoben in eine schlüssige Rahmenhandlung. „Toxin“ hat mich von Beginn an abgeholt und auf eine spannende und fesselnde Reise nach Berlin und ins ferne Alaska mitgenommen. Bereits jetzt fiebere ich erwartungsvoll einem Folgeband entgegen.
"Toxin“ von Sabine Thiele und Kathrin Lange hat sich in meinen Augen unglaublich gut angehört, weshalb ich mich sehr darauf gefreut habe. Hierbei handelt es sich um den zweiten Band einer Reihe. Die Bände sind in sich abgeschlossen, trotzdem merkt man während der Handlung doch deutlich, dass es sich um eine Reihe handelt.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, dennoch ist die Aufteilung innerhalb der Kapitel etwas verwirrend, was mich immer wieder aus dem Tritt brachte. Die wichtigsten Charaktere innerhalb dieser Reihe sind Nina und Tom. Besonders Tom mochte ich sehr gern. Er ist sehr robust, aber auch sehr charismatisch. Er scheut keine Gefahr, um sein Ziel zu erreichen. Was ihn doch mitunter in bedrohliche Situationen bringt. Darüber hinaus bekommt man es hier mit einigen Charakteren zu tun, die nur schwer zu durchschauen sind. Dennoch nimmt jeder auf seine eigene Art und Weise ein.
Der Einstieg war enorm stark und hat mir unfassbar gut gefallen. Dieses Grauen und das Leid dabei gingen mir unfassbar unter die Haut. Danach flacht die Spannung jedoch enorm an. Auch wenn der wissenschaftliche Aspekt enorm interessant und vielseitig ist, so nimmt es doch zu viel Raum ein. Es gibt viele Erklärungen und Details. Viel persönliches Leid und menschliche Abgründe. Dabei lernt man die unterschiedlichsten Menschen kennen, wodurch man eine gewisse Bindung zu ihnen aufbaut. Durch die Vielzahl an Charakteren, gibt es auch unterschiedliche Handlungsstränge, wodurch es reichlich komplex wird und man das Gefühl hat, nicht wirklich voranzukommen. Es wird an unterschiedlichen Fronten gekämpft, ohne dass es wirklich vorangeht. Stattdessen werden die Probleme innerhalb dieses Kreises immer größer und gefährlicher. Erst im letzten Drittel kommt richtig Spannung auf und es bewegt sich auch endlich etwas. Das hat mir enorm gut gefallen, ich hätte mir jedoch gewünscht, dass man dies anders dosiert hätte.
Die Thematik ist total interessant und definitiv nicht ohne. Eine gewisse Beklommenheit macht sich während des Lesens bemerkbar, eben weil man auch darüber nachdenken muss. Es wird alles verständlich erklärt und auch die Bedrohung wird realer und greifbarer. Die Auflösung war jetzt nicht ganz meins. Da es für mich auf der menschlichen Ebene nicht ganz so greifbar war. Eine andere Auflösung hätte es für mich einfach intensiver und auch tragischer gestaltet. Insgesamt ein interessanter wissenschaftlicher Thriller, der viel an wissenschaftlichen Details und zwischenmenschlichen Aspekten zu bieten hat.
Fazit: Sabine Thiele und Kathrin Lange haben mit „Toxin“ einen sehr interessanten wissenschaftlichen Thriller geschrieben, dessen Spannung jedoch nicht durchweg aufrechterhalten werden kann. Dafür ist die Thematik nicht nur sehr interessant, sondern auch ziemlich brisant. Wer sich für wissenschaftliche Thriller begeistern kann, wird seine Freude daran haben.
Gereon Kirchner, der Freund der Berliner Wissenschaftsjournalistin und Mikrobiologin Nina Falkenberg, führt ein Medizin-Start-Up, das mithilfe des tödlichen Anthrax-Bakteriums, das Milzbrand auslöst, eine Krebstherapie entwickelt hat. Doch plötzlich verschwindet er in Alaska, nachdem ein Eistunnel mit Anthrax-Bakterien zerstört wurde. Gleichzeitig sterben in Berlin Obdachlose an Milzbrand. Besteht da ein Zusammenhang? Nina und ihr Bekannter Tom machen sich auf die Suche nach Gereon und der Herkunft des Anthrax.
Dieser Ökothriller hat mich besonders wegen des spannend klingenden Klappentext interessiert. Eine Sache, die dort aber nicht erwähnt wird und bei manchen Menschen auf Ablehnung stoßen könnte, ist das allumfassende Thema des Klimawandels. Klar geht es in dem Thriller um Milzbrand, aber einen großen Teil nimmt die Klimawandel-Thematik ein. Mich hat das kein bisschen gestört und ich finde es sogar gut. Klimawandel ist in unserem realem Leben schon angekommen und es ist sehr wichtig, dass mehr Menschen sich dieser Problematik bewusst werden, damit endlich mehr dafür getan wird, um ihn zu verlangsamen oder (hoffentlich, aber wenig wahrscheinlich) zu stoppen. Neben den allseits bekannten Auswirkungen des Klimawandels thematisiert dieser Thriller auch wenig bekannte wie das Auftauen des Permafrostbodens. Es dauert am Anfang durch viele Erläuterungen zum Klimawandel etwas länger, bis die Handlung in Fahrt kommt. Trotzdem ist der Anfang sehr interessant, weil der Schreibstil von Kathrin Lange und Susanne Thiele mich in seinen Bann gezogen hat. Die beiden schreiben wirklich gut und nachvollziehbar. Die beiden Autorinnen hatten teilweise eine schwere Aufgabe: Es geht oft um komplexe Themen, die für Laien schwer zu erklären sind, wie etwa die Funktion des Anthrax-Bakteriums. Das schaffen sie sehr gut. Ich habe während des Lesens viel gelernt. Wenn Sachinformationen so gut in einer spannenden Geschichte eingebettet sind, nehme ich nochmal mehr mit als bei einem Sachbuch. WIe eben schonmal erwähnt, der Anfang ist nicht sehr spannend, aber der Rest schon. Ich habe die ganze Zeit mitgerätselt und es gibt auch Plottwists, die ich so nicht erwartet habe. Aber am Ende die Auflösung... Ich weiß nicht, das wirkte auf mich wie ein Klischee. Am Ende muss ich noch ein Kritikpunkt anmerken. Es gibt so viele Personen, manchmal war ich überfordert davon, mir die ganzen Namen zu merken. Oft habe ich mich gefragt, ob diese Person überhaupt schon vorkam.
Toxin hat mich sehr gut unterhalten, aber ich habe auch viel gelernt. Das Themenkombination eines tödlichen Bakteriums gemischt mit dem Klimawandel finde ich schon gut und auch aktuell sehr wichtig. Ich empfehle den Thriller allen Menschen, die gerne Thriller mit vielen Sachinformationen lesen und auch nicht vor stark diskutierten Themen zurückschrecken.
Als in Berlin Obdachlose an Milzbrand sterben, ist Wissenschaftsjournalistin Nina Falkenberg alarmiert. Die Fälle erinnern an ein Ereignis in Alaska vor 10 Jahren, als das Auftauen des Permafrostbodens einen tödlichen Erreger freisetzte. Ebenfalls in Alaska verschwindet Ninas Freund, der Milzbrand-Forscher Gereon Kirchner. Nina bittet ihren Bekannten Tom Morell, dorthin zu reisen und herauszufinden, was passiert ist. Schon kurz nach Toms Ankunft taucht in einem Eistunnel eine Frauenleiche auf. Ist Gereon schuld an ihrem Tod? Hat er gar mit dem qualvollen Tod der Obdachlosen in Berlin zu tun? Während Tom und Nina versuchen, Licht ins Dunkel zu bringen, müssen sie begreifen, dass sie gegen einen sehr viel mächtigeren Gegner kämpfen, als sie dachten.
Mit ihrem Thriller „Toxin“ entführen die Autorinnen Kathrin Lang und Susanne Thiele ihre Leser*innen in die nicht all zu ferne Zukunft. Die Handlungsorte sind Berlin und Alaska. Das Wetter macht Kapriolen. Auf Hitzewellen folgt Unwetter. Durch Überschwemmungen sind in Berlin Anthrax Sporen freigesetzt worden. Obdachlose sterben an Milzbrand. Die Geschehnisse erinnern an einen Fall der 10 Jahre zurückliegt. Damals wurde durch das Auftauen des Permafrostbodens einen tödlichen Erreger freisetzt. Die Wissenschaftsjournalistin Nina Falkenberg hat vor 10 Jahren schon gewarnt, dass der Klimawandel und das Tauen des Permafrostbodens ungeahnte Gefahren freisetzten kann. Es gibt aber immer wieder Klimaleugner die zu drastischen Mitteln greifen. Jetzt verschwindet Ninas Freund der Arzt und Wissenschaftler Gereon Kirchner. Sie bittet ihren Bekannten Tom Morell, der in Kanada unterwegs ist nach Alaska zu reisen und nach Gereon zu suchen. Was er findet ist eine Frauenleiche und Gereon steht unter Mordverdacht.
Nach „Probe 12“ ist „Toxin“ der 2. Band mit der Wissenschaftsjournalistin Nina Falkenberg und dem Reise- und Food-Blogger Tom Morell. Ich kenne den 1. Band leider nicht bin aber trotzdem sehr gut in die Geschichte reingekommen. Die Vorkenntnisse des 1. Band sind nicht nötig.
Den Autorinnen lagen für diese Geschichte viele wissenschaftliche Erkenntnisse zu Grunde. Diese haben Kathrin Lang und Susanne Thiele gekonnt in ihrem spannenden Thriller verarbeitet. Susanne Thiele ist Mikrobiologin und Biochemikerin und kann viel Fachwissen beisteuern.
Die Autorinnen schildern die Klimakrise sehr plastisch. Es ist erschreckend was der Erde bevorsteht wenn dem nicht Einhalt geboten wird. Es gibt einige wissenschaftliche Details in der Geschichte die den Leser*innen verständlich vermittelt werden.
Die Autorinnen haben einen flüssigen Schreibstil und bauen gut Spannung auf. Im zweiten Teil gibt es einige Wendungen und das Tempo steigert sich was die Spannung erhöht.
„Toxin“ ist ein Thriller der auch wenn die Buchdeckel zugeklappt sind noch lange nachhallt.
Nina ist seit ihrem letzten Fall mit Tom Morell mit Gereon Kirchner, einem Start-Up-Mediziner, zusammen. Dieser ist auf Grund seiner aktuellen Studie in Alaska um dort einen Permafrosttunnel zu untersuchen. Doch plötzlich bekommt Nina keine Verbindung mehr zu ihm. Tom ist zum gleichen Zeitpunkt in Kanada unterwegs, auch um seiner zerbröckelnden Ehe zu entfliehen. Als Nina sich mal wieder wegen einer Seuche an ihn wendet, können wir uns alle doch denken wie es ausgeht, oder?
Die oben gestellte Frage kann ich eindeutig mit nein beantworten. Toxin ist mal wieder die gelungene Mischung aus aktuellen Themen, actionreichen Szenen und den kleinen persönlichen Problemen der Charakteren. Der Schreibstil war mal wieder unglaublich gut zu lesen und als Leser fliegt man nur so durch die Seiten, sodass man kaum merkt das schon wieder ein Kapitel vorbei ist. Auch die Länge der Kapitel war für mich sehr angenehm. Auch das der Thriller wieder aus den verschiedenen Sichtweisen der Protagonisten geschriebene wurde, machte das miträtseln noch viel spannender und man bekam die unterschiedlichen Denkweisen umso besser dargestellt. Die aktuellen Themen rund um Politik, Klimawandel und allem wurden sehr gut und nicht zu überladen in das Buch eingebaut. Man wird mit einem bestimmten Schubser in die Richtung gelenkt, um sich seine eigenen Gedanken machen zu können, vielleicht fast schon zu müssen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die vielen verschiedenen Handlungsstränge und auch Spielorte den ein oder anderen Leser überfordern - mich hat es allerdings wirklich gut mitgenommen und begeistert! Ebenfalls kannte ich manche Protagonisten ja auch schon aus „Probe 12“ was ja sozusagen der erste Teil zu Toxin ist. Die beiden Bücher stehen in meinen Augen für sich, aber man kennt die Vorgeschichte der Charaktere einfach und kann vermutlich die ein oder andere Entscheidung von ihnen besser verstehen und nachvollziehen.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für Toxin!
Toxin überraschte von der ersten Seite an mit einem sehr einnehmenden Schreibstil, der immer dafür gesorgt hat, dass ich wissen wollte, wie es weiter geht. Allerdings hatte ich von Anfang an das Gefühl, irgendwas verpasst zu haben – und als sich dieses Gefühl einfach nicht abschütteln lassen wollte, habe ich ein wenig recherchiert und herausgefunden, dass dies tatsächlich der Folgeband von „Probe 12“ zu sein scheint. Schade, dass dies auf keiner Website vermerkt war, denn gerade das Privatleben von Protagonistin Nina, ihrem Freund Gereon und Tom war schon sehr interessant und ich denke, mit dem Vorwissen aus Probe 12 hätten die Figuren in Toxin auch nicht so oberflächlich gewirkt. Die Geschichte der verstorbenen Obdachlosen, Ninas Recherche diesbezüglich und Gereons wilder Trip durch die Wälder Alaskas waren echt interessant. Allerdings muss ich gestehen, dass mir nach und nach zu viele Leute in die Geschichte eingeführt wurden, deren Bedeutung ich für die Story auch nicht immer nachvollziehen konnte. Bei der INKA Gruppe hatte ich zum Beispiel das Gefühl, dass sie nicht so richtig relevant waren. Generell fand ich es gerade zu Beginn schwierig, mir all die Namen zu merken – und habe mir dann Namen gemerkt, die später gar nicht mehr wichtig waren. Die Informationen über Milzbrand und wie er sich auch nach Jahren verbreiten kann, waren durchaus genügend, aber trotzdem hätte ich gerne noch mehr darüber erfahren. Vor allem, wie er von Terroristen als Waffe benutzt werden kann, da dies nur angerissen wurde. Leider muss ich sagen, dass das Buch im Verlauf doch einige Längen hatte. Auch das Ende war zwar schlüssig, ich fand jedoch, dass man mehr hätte draus machen können. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass das Buch noch in einen dritten Band übergehen wird, ansonsten hätte man die Beweggründe des Täters doch etwas eingehender beschreiben können, das war alles schon sehr wischiwaschi. Insgesamt ein solides Buch, das ich gerne gelesen habe, es konnte mich jedoch nicht komplett vom Hocker hauen.
In Deutschland ist es heiß. Vor zwei Wochen hat es noch so stark geregnet, dass es in Berlin zu starken Überschwemmungen kam. In der Mitte sitzt Nina Falkenberg in ihrer Wohnung, und frägt sich wie sie den Leuten die brenzlige Situation des Planeten näher bringen kann, ohne dass sie auf das Niveau ihres Kollegen, der Klatsch-Artikel schreibt, absteigt. Ihre nüchternen Zahlen scheinen nicht anzukommen. Als zwei Obdachlose an Anthrax sterben, wird alles noch viel schlimmer. Die Firma von Nina‘s Freund Gereon entwickelt ein Krebsmedikament, dass auf genau diesem Bakterium basiert. Auch wenn hier nachweislich nichts ausgetreten ist, haben die Medien ihren größten Spaß, und Gereon ist nicht aufzufinden. Er ist in Alaska bei einem Geschäftstermin und geht nicht ans Telefon. Dazu kommt, dass Nina das Gefühl hat, dass sein Geschäftspartner Mike ihr etwas verheimlicht. Wo ist Gereon? Was macht er in Alaska? Hat das wirklich nichts mit den toten Obdachlosen zu tun?
Toxin hat mich von Anfang an mitgerissen. Das Mysterium um Gereon und seiner Firma war vor dem Hintergrund des Klimawandels so gut aufgehoben. Die für die Perspektiven ausgewählten Personen waren echt immer optimal, auch wenn es am Anfang ein bisschen viele waren. Auch aus dem Naturwissenschaftlichem Aspekt war das Buch super. Natürlich an manchen Stellen etwas übertrieben aber auf eine dezente und echt gut gemachte Art und Weise. Hier fand ich besonders die Notiz am Ende super, die genau aufgezählt hat, was des Dramas wegen aufgespielt wurde. Der einzige Grund, warum das Buch von mir 4 Sterne kriegt ist wegen einer Szene, die mich so geekelt hat und das super unnötig. Die Charaktere sind in einer Mensa essen gegangen, bei einer Forschungseinrichtung. Manche von den Forschern trugen (erwähnterweise) einen Laborkittel beim Essen. Bitte was??? Nein. Kotz.
Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Mit der Farbkombination ist es ein grandioser Eyecatcher. Ich würde in einer Buchhandlung sofort nach dem Buch greifen. Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr zugesagt. Das Buch lässt sich flüssig lesen und man kann es nur sehr schwer aus der Hand legen. Die Sprünge zwischen den Charakteren machen die Story für mich noch spannender. Die Charaktere sind alle zusammen gut und detailliert gezeichnet. Sie wirken authentisch und man kann mit ihnen sehr gut mitfiebern. Die Handlung ist von der ersten bis zur letzten Seite äußerst spannend gestaltet. Ich interessiere mich sehr für die im Buch behandelten Thematiken rund um den Klimawandel und seine Folgen. Wissenschaftlich betrachtet ist das Buch ganz schön erschreckend, wenn man bedenkt, was uns vielleicht noch erwarten könnte. Das Buch konnte mich aber überaus gut unterhalten. Ich habe bis zum Schluss richtig mitgezittert. Ich kann das Buch jedem nur wärmstens empfehlen und ich vergebe für den tollen Thriller gerne verdiente 5 von 5 Sterne.
"Toxin" von Kathrin Lange und Susanne Thiele hat mein Interesse aufgrund des interessanten Klappentexts geweckt. Verspricht dieses doch einen spannenden Öko- und Medizinthriller. Daher war ich auch dankbar, dass Buch als Rezensionsexemplar lesen zu dürfen. Und ich muss sagen, meine Erwartungen an das Buch wurden auch weitestgehend erfüllt. Den beiden ist ein äußerst spannender und in Teilen auch rasanter Thriller mit einem sehr realitätsnahen Thema gelungen.
Im Roman stößt die Wissenschaftsjournalistin Nina Falkenberg auf eine Geschichte, die unglaublich erscheint. In Berlin sterben plötzlich Obdachlose an Milzbrand. Als dann plötzlich auch noch ihr Freund Gereon Kirchner verschwindet, als er in Alaska in einem Eistunnel als Milzbrand-Forscher tätig ist, bittet Nina ihren Bekannten Tom Morell nach ihm zu suchen. Kurz nachdem Tom in Alaska ankommt, findet man im Eistunnel die Leiche einer Frau. Alles deutet auf Gereon als Täter hin. Des Weiteren kommt der Verdacht auf er könnte auch etwas mit den Milzbrandtoten in Berlin zu tun haben. Gemeinsam mit Tom versucht Nina Licht ins Dunkel zu bringen und zeitgleich ihren Freund zu entlasten. Dabei kommen Sie teils dunklen Machenschaften auf der Spur, welche tiefer gehen, als sie es sich zunächst vorstellen können. Die Figuren im Roman sind sehr interessant und wecken beim Lesen das Interesse auf den Inhalt des Romans. Sie besitzen spezielle Eigenarten, die zum Gelingen der Geschichte beitragen. Die Figuren sind teils etwas undurchsichtig, was wiederum Spannung erzeugt, da man hinter ihrer Maske blicken möchte.
Die Handlung ist sehr spannend und mutet sehr realitätsnah an. Jeder, der schon mal vom Auftauen des Permafrostbodens, unter anderem in Sibirien, gehört oder gelesen hat, bekommt direkt das Gefühl, dass die Geschehnisse rund um die Milzbrandseuche genauso passieren könnten. Man bekommt es beim Lesen ein wenig mit der Angst zu tun, was wahrscheinlich auch die Intention der Autorinnen war. Langes und Thieles Schreibstil ist überaus bildlich, so dass man sich die Geschehnisse sehr gut vorstellen kann. Sie erzeugen eine sehr gute Spannung und können zumindest in den ersten beiden Dritteln des Romans immer wieder mit überraschenden Wendungen aufwarten. Lediglich zum Ende hin wird die Handlung ein wenig durchschau- und vorhersehbar. Allerdings tut dies dem Lesevergnügen keinen wirklichen Abbruch.
Fazit: Mit "Toxin" ist dem Autorinnenduo Kathrin Lange und Susanne Thiele ein sehr spannender Wissenschaftsthriller gelungen, der vor allem durch eine sehr gute Realitätsnähe überzeugen kann. Die Handlung kann zumindest über weite Strecken mit teils rasanten Wendungen aufwarten. Beim Lesen bekommt man es ein wenig mit der Angst zu tun und stellt sich vor, ob so etwas wirklich geschehen könnte. Für mich ist dieser Roman ein unbedingtes Lesemuss!
Mir wurde das Buch "Toxin" vom BASTEI LÜBBE Verlag zugeschickt. Vielen Dank an das Team und an @Susanne Thiele, die mir das Leseerlebnis ermöglicht hat!
Das Buch bekommt von mir 4/5⭐. Ich konnte gleich am Anfang in die Geschichte eintauchen und war sehr gespannt auf ihre Wendungen.
Nach dem Prolog war ich kurz verwirrt, habe mich, aber dafür umso mehr auf die Geschichte gefreut, weil ich herausfinden wollte, was dahinter steckt.
Das Buch ist in einem sehr aktuellen Zeitalter geschrieben und dadurch fühlte ich mich, als ob die Geschichte real werden könnte.
Ich fand es sehr gut, dass man einen guten Einblick in die Medizinische Welt und und den Klimawandel und seine Konsequenzen bekommt.
Auch die Protagonisten:innen haben mir sehr gut gefallen.
Für alle die sich dafür interessieren eine ganz klare Empfehlung von mir!