Die pensionierte Kommissarin Clarissa von Michel beschließt, sich in dem idyllischen Dörfchen Niedermühlenbach an der Mosel eine Auszeit zu nehmen. Aber als bei einer Weinprobe der unsympathische Witwer Gisbert Römer plötzlich tot umfällt, wird Clarissa misstrauisch. Ist der Dorfcasanova wirklich an einem Herzinfarkt gestorben? Die ehemalige Kommissarin beginnt zu ermitteln...
4,5 Sterne Ein humorvoller gemütlicher Krimi. Schauplatz ist ein idyllisches Dorf an der Mosel. Hierher verschlägt es die Protagonistin Clarissa, 61 Jahre alt und ehemalige Kriminalkommissarin und Leiterin des Morddezernats, jetzt im Ruhestand.
Sie zieht vorübergehend in ein altes Forsthaus, lernt neue Freunde kennen, tritt in einen Krimiclub ein. Und plötzlich hat der Krimiclub einen echten Mordfall zu lösen!
Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, dieser Geschichte zu folgen. Mag sein, dass die Charaktere zum Teil ein bisschen überzogen sind, aber es passte. Sie wirkten trotzdem echt auf mich und auch liebenswert.
Der Kriminalfall ist auch durchaus spannend, und die ganze Geschichte ist einfach sehr unterhaltsam. Ein Lesevergnügen; ich freue mich nun auf den zweiten Band!
Clarissa von Michel ist in Pension gegangen. Als ehemalige Kriminalkommissarin ist sie eine Bereicherung für den Kriminalclub in ihrem neuen Wohnort Niedermühlenbach. Dann geschieht ein echter Mord. Ein äußerst unbeliebter Mitbürger ist tot und Clarissa und ihr Club ermitteln. Es ist ein humorvoller leichter Krimi mit einem Touch von den guten alten englischen Krimis wie Agatha Christie, Sir Conan Doyle u.a.. Das als Umgebung die Mosel in all ihrer Schönheit genommen wurde, ist für mich als ein großer Fan der Gegend, ihrer Menschen und natürlich auch des Weins ein großer Pluspunkt. Es fügt sich alles perfekt in einander. Sehr liebenswerte Charakter, eine schöne Beschreibung und ein würdiger Toter. Die kleinen humorvollen Einlagen runden das Ganze ab. Natürlich ist Clarissa die Hauptperson und daher besonders, aber ihre Mitstreiter sind auch nicht ohne. Vor allem wenn mal wieder vorgefasste Meinungen in Wirklichkeit genau anders aussehen. Das ist eine Besonderheit am Schreibstil. Die einzelnen Protagonisten können über sich selber lachen. Wir als Leser lachen gleich mit. Kleinigkeiten nur aber sie machen den Krimi außergewöhnlich. Die ganze Geschichte ist locker leicht erzählt, keine Brutalitäten, nichts was das Lesen bei einem Glas Wein stören würde. Es ist der erste Band einer neuen Serie und ich freue mich jetzt schon auf die folgenden Bände.
Dieser Krimi ist ganz in der Tradition von Sherlok Holmes und Miss Marple geschrieben. Hier geht es nicht rasant oder lustig zu, sondern sehr beschaulich kommt es vor allem auf Details und Kombinationsgabe an. Der Wein spielt gar keine so wichtige Rolle, wie das Cover suggeriert. Aber das stört mich gar nicht, denn ich trinke gar keinen Wein. Die Beschreibungen der Landschaft, der Häuser und Personen hingegen sind wunderbar. Clarissa ist über 60 Jahre alt, deshalb passt auch dieses Buch in die #Ü45_Protagonistinnen Challenge.