Die Meistererzählung Theodor Storms über einen jungen Mann und eine junge Frau und ihrem Ausflug über die sonnige Nordsee zu einer einsamen Hallig ist eine melancholische Liebesgeschichte vor dem Hintergrund wunderbarer Naturschilderungen. Mit den Liebenden bekommen die Leserin und der Leser die Sage vom Untergang Rungholts erzählt und sie erleben einen Spaziergang über den Deich im Frühling und eine Schifffahrt über das Wattenmeer. Die Hallig mit ihrer Stille und ihrer Abgeschiedenheit sowie mit ihren rauen Stürmen lässt die Zwänge der menschlichen Gesellschaft kleinlich und unbedeutend erscheinen. Eine ergreifende Novelle, die von den großen Entscheidungen im Leben und vom Zauber der Natur erzählt.
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Hans Theodor Woldsen Storm (1817 – 1888) was a German poet and author.
He was born in Husum ("the grey town by the grey sea") on the west coast of Schleswig of well-to-do parents. While still a student of law, he published a first volume of verse together with the brothers Tycho and Theodor Mommsen.
He worked as a lawyer in Schleswig-Holstein, but emigrated to Thuringia in 1851, leaving his mother's household, and did not return until 1864 to become a writer leaving his homeland in Denmark.
He wrote a number of stories, poems and novellas. His two most well-known works are the novellas Immensee ("Bees' Lake", 1849) and Der Schimmelreiter ("The Rider on the White Horse"), first published in April 1888 in the Deutsche Rundschau. Other published works include a volume of his poems (1852), the novella Pole Poppenspäler (1874) and the novella Aquis submersus (1877).
I have long liked nearly all of these 19th century authors and their literature. Theodor Storm and this novella Eine Halligfahrt are no exceptions. It provided a brief, relaxing excursion to the North Sea, and opportunity to think about life and the restrictions that society places on us at the same time.
"Die Räder der Staatsmaschine werden mir doch zu indiskret; ich weiß, es gibt Leute, die davon entzückt sind; mich anlangend, so kann ich's nicht ertragen, wenn sie mir fortwährend hinten in die Rockschöße haspeln."
"Wir gingen in das trauliche Gartennest hinab, wo der Sonnenschein wie eingefangen auf dem grünen Laube schlief. Wir schritten langsam der weißen Katze nach und verschwanden gleich ihr unter dem dichten Laube der Apfelbäume, das fast Susannes goldklares Haar berührte; um uns her schwamm der Duft von Federnelken und Rosen, die oben zwischen den Gemüsebeeten blühten. Unmerklich, wenn mich die Erinnerung nicht täuscht, waren wir in jenen träumerischen Zustand geraten, von dem in der Sommerstille, inmitten der webenden Natur, so leicht ein junges Paar beschlichen wird: sie schweigen, und sie meinen fast zu reden; aber es ist nur das Getön des unsichtbar in Laub und Luft verbreiteten Lebens, nur das Hauchen der Sommerwinde, die den Staub der Blüten zueinander tragen."