Emma Castle habe ich in diesem Jahr für mich entdeckt und lese mich jetzt durch ihre bereits erschienenen Bücher. Zum Glück hatte ich „The Krinar Code“ schon bei Bookbeat in meiner Offline-Bücher geladen und konnte es somit noch hören, bevor es (leider wie sehr viele englische Bücher) aus dem Sortiment flog.
Es geht um Harper King, die eine Kfz-Werkstadt führt und mit ihren zwei Brüdern zusammenlebt. Die Welt ist wie unsere, nur haben die Krinar (eine Alienrasse) die Erde übernommen und die Menschen müssen sich nun mit ihrer Herrschaft abfinden. Die Krinar sind allerdings keine bösen Aliens, sondern nur überlegen und haben Schwierigkeiten ihre Ziele und Vorhaben richtig zu kommunizieren. Viele Menschen wollen diese Bevormundung nicht und es schließen sich Widerstandstruppen zusammen. Auch Harpers Brüder gehören zu so einer Truppe und veranstalten Treffen in ihrer Bar. Sef ist ein hochrangiger Krinarkrieger/agent, der gerade versucht die Truppe, als Mensch getarnt, zu infiltrieren. Dabei kommt es zu einer Situation bei der er Harper besteht und dadurch nicht nur endlich das Vertrauen der Brüder bekommt, sondern merkt, dass Harper etwas ganz besonderes für ihn ist. Natürlich stellt dies einen großen Konflikt dar und das Buch beschreibt dann sehr unterhaltsam wie er dies löst.
Das Pärchen passte für mich sehr gut zusammen. Sef war ein typischer, überlegener Alien, der bei seiner Frau weich wird und zum totalen Beschützertypen mutiert. Harper ist eine Frau, die weiß was sie will, aber auch sehr offen und intelligent ist. Sie und ihre Brüder haben durch die Ankunft der Krinars einen harten Schicksalsschlag erlitten, aber sie war trotzdem immer bereit auch etwas genauer hinzusehen und nicht nur schwarz und weiß zu denken.
Das ganze ist mit knapp 5 Stunden aber noch eine recht kurze Geschichte und somit nicht sehr komplex. Die Handlung läuft linear ab, aber ich fand es trotzdem sehr unterhaltsam.
Die erotischen Szenen, waren gut verteilt und spicy geschrieben ohne zu sehr in die Länge gezogen zu werden.
An manchen Stellen fand ich den Schreibstil etwas sehr einfach und am Ende gab es eine kitschige Szene, die sehr vorhersehbar war, aber für eine kurze Geschichte wie diese war das alles im Rahmen. Die Spannung war relativ gering, was mir persönlich aber nichts ausmacht.
Die Hörbuchfassung war okay. Alles war sehr verständlich von Justine O. Keef gesprochen, aber ich habe auch schon bessere SprecherInnen erlebt.
Alles in allem war es sehr unterhaltsam, wäre jetzt aber kein Buch, welchen ich groß weiterempfehlen würde.
Story 3,4/5
Emotionen 4,0/5
Charaktere 4,4/5
Unterhaltung 4,4/5
Sprecher 4,0/5
Hörgefühl 4,0/5
Gesamt 4,0/5