Der Pulsschlag des Kondors – Offenbarung für ein Genie.
Das Ende des 21. Jahrhunderts Neuer Galaktischer Zeitrechnung ist angebrochen. Mehr als dreieinhalbtausend Jahre von unserer Zeit entfernt lebt die Menschheit in Frieden. Zwischen den Sternen der Milchstraße herrschen keine großen Konflikte mehr. Wie es aussieht, könnte Perry Rhodan, der als erster Mensch von der Erde auf Außerirdische gestoßen ist, sich endlich seinem großen Ziel nä der alte Traum von Freundschaft und Frieden zwischen den Völkern der Milchstraße und der umliegenden Galaxien. Die Angehörigen der Sternenvölker stehen für Freiheit und Selbstbestimmung ein, man arbeitet intensiv und gleichberechtigt zusammen.
Bei ihrem Weg zu den Sternen hat ein geheimnisvolles Wesen die Menschen begleitet und unterstü Es trägt den Namen ES, man bezeichnet es als eine Superintelligenz, und es lebt seit vielen Millionen Jahren zwischen Zeit und Raum. Rhodan sieht ES als einen Mentor der Menschheit.
Doch ES weilt nicht mehr in der Galaxis – das Geisteswesen scheint in ungezählte Fragmente zersplittert zu sein, die sich in verborgenen Fragmentrefugien ballen. Diese Refugien zu finden und die Fragmente wieder zu vereinen, ist Rhodans Ziel. Die zweite Station seiner Reise ist Spaphu, die Kondor-Galaxis und Heimat der Sorgoren. Dort erfahren sie von der Sichtung eines Kosmokratenraumschiffs. Um es aufzuspüren, nutzen sie die spaphorische CYBERFLORA...
In deiner Audible-Bibliothek findest du für dieses Hörerlebnis eine PDF-Datei mit zusätzlichem Material.
Mit diesem zweiten Teil seines Doppelbands hat mich Robert Corvus sehr beeindruckt. Es ist ein Roman mit viel Action, wie bei Corvus üblich, aber auch mit Tiefgang, wie ich es von den SF-Einzelwerken des Autors zu schätzen gelernt habe. Er beschreibt mit SAGHIK eine originelle künstliche Welt (“Die Horchende Welt”) mit einer originellen Flora (“Cyberflora”). Darin suchen unsere drei Helden nach Hinweisen auf die LEUCHTKRAFT und müssen sich mit den Pflanzen, aber insbesondere auch mit einem seltsamen Volk mit noch seltsamerer Religion auseinandersetzen. Dazu kommt noch eine tolle Entwicklung von Antanas Lato, der den Aufwand, der für die Pflanzen getrieben wird, anfangs übertrieben findet: "Findet ihr es nicht auch verstörend [...] dass die Daseinsberechtigung dieses hochtechnischen Konstrukts darin besteht, optimale Bedingungen für florales Leben zu schaffen?" (S. 4). Für ihn ist Flora “Im Grunde nichts als primitive Biologie” (S. 5). Er mag den Geruch nicht und kann sich nicht vorstellen, sich zur Erholung unter Pflanzen zu begeben. Am Ende wird er dann sein Leben für eine Pflanze riskieren, gewarnt von seinem SERUN, der ihm ständig seine geringen Überlebenschancen vorrechnet. Worüber da wieder alles diskutiert wird: z.B. über “Tod und Vergehen” als “notwendige Voraussetzung für die Weiterentwicklung” (S. 18) und insbesondere über die Bedeutung der Biologie in diesem Zusammenhang. Dies steht auf S. 18 und hier wird schon die Frage aufgeworfen, die die angreifenden Anezianer später massiv stellen: Ob eine Spezies ihren Planeten verlassen sollte oder nicht. Pflanzen tun dies nicht, wie Lato bemerkt. Allerdings entdeckt er dann Pflanzen mit einer Vorliebe für Primzahlen und das ist wahrscheinlich der “Beginn der wunderbaren Freundschaft”. Geschrieben ist das wieder in einem sehr technischen Stil, voller Fachbegriffe und mit - manchmal zu vielen - technischen Erläuterungen und Begründungen für alle Handlungen. Ein sehr guter Doppelband, hat mir Spaß gemacht.
Ein paar Bemerkungen zur Stellaris Kurzgeschichte: "Der Mann der Räume glücklich machte" von Michael Marrak (Folge 94): Michael Marrak erzählt hier eine Geschichte über zukünftige Schädlingsbekämpfung in einem Raumschiff. Es gibt überraschend viel Technobabbel, denn die Schädlingsbekämpfung braucht sowohl High-Tech- als auch biologisches Expertenwissen. Die Geschichte ist nur lose im Rhodan-Kosmos verankert: Die Hauptperson ist ein Mehandor, also aus einem bekannten Volk der Serie. Er arbeitet auf der STELLARIS als Kammerjäger weit weg vom Serien- internen Klischee. Er stößt auf ein hartnäckiges Problem und setzt zur Bekämpfung sehr stark auf eine Sonde namens Quintrill, mit der er sich immer wieder angeregt unterhält. Auf der "Gegenseite" operiert eine Setigan, ein ziemlich unbekanntes Volk aus der Serie, zu dem es noch nicht einmal einen Eintrag in der Perrypedia gibt. Am Ende fällt der Mehandor eine radikale Entscheidung, die zu einer schönen Schlussszene, einem Marrak-Typischen Ende führt. Für mich war das die bisher beste STELLARIS Geschichte des Jahrgangs.
Mit diesem Roman bringt Robert Corvus seinen Doppelroman um die Horchende Welt zu einem (vorläufigen Ende). Der Roman hat mir gefallen, ohne mich zu begeistern. Immerhin schafft er es eine florale Kultur zu beschreiben und einen Pflanzenskeptiker wie Antanas Lato zu einem Pflanzenliebhaber zu begeistern. Die Quintessenz der Geschichte ist die Lokalisierung der LEUCHTKRAFT innerhalb der Kondor-Galaxis, allerdings sind die Spuren seit einigen Wochen verschwunden... Ein Highlight ist die STELLARIS-Story von Michael Marrak, der in seiner Story einen Mehandor als Akteur beschreibt, der an Bord der STELLARIS als Kammerjäger agiert. Die Story ist anders als die gängigen PR-Stories und deshalb gerade herausragend und bemerkenswert, es ist zu hoffen, dass Michael Marrak dem Perryversum noch erhalten bleibt und wir nicht mehr ca. 10 Jahre warten müssen auf einen erneuten Beitrag....
Einsame Spitze! Im zweiten Teil seines Doppelbandes schafft es Robert Corvus, mich voll mitzunehmen!
Die Welt in die man als Leser eintaucht, ist so unglaublich beschrieben, sodass man sich eigentlich mehr mittendrin statt nur dabei fühlt. Tolle Action gepaart mit ein bisschen Hyperphysik und dem Erforschen des Inneren von Antanas Lato - welcher ein absolut cooler Typ ist!
Der Roman profitiert stark von dieser Figur und das macht mir als Leser Spaß und man merkt, dass es dem Autor beim Schreiben ebensoviel Spaß gemacht hat. Bravo!
Edit: Die STELLARIS Geschichte haut ja auch mal wieder richtig rein! Toll, was Michael Marrak da auf den paar Seiten für eine Geschichte gezaubert hat!
This entire review has been hidden because of spoilers.
Das ist doch mal ein etwas anderer Kampf im Weltraum, aus Sicht der Kämpfenden auf einer total bewachsenen Orbitalstation. Shema und Lato und Perry sind nachvollziehbar beschrieben. Der Roman macht Spaß.
"Was machst du eigentlich, um dich zu entspannen?" fragte Shema. "Am liebsten berechne ich Auffaltungsanomalien in Hyperraumgleichungen", antwortete er. "Etwa bei Septadimknäueln, die über Sextadimfäden mit dem Quintadimraum verbunden sind, ..." (S.11)
"Hervorragend!", fand Rhodan. "Das setzen wir um." "Ich habe noch nicht verstanden ...", setzte Wedron an. "Diesen Mann verstehen nur wenige", unterbracht Rhodan den Militärkommandanten sanft. (S.79)
Nach kurzer Anlauf-Phase wird aus einem "Perry Rhodan Roman" eine Atanas Lato Geschichte. Zuerst liegt der Schwerpunkt eher auf dem "wirren Physiker der aus seiner Sicht die Welt betrachtet" eine Aktion reiche Geschichte, in der sich Atanas Lato wieder beweisen darf. Dabei gerät er von einer neuen Situation in die nächste Herausforderung.
Perry Rhodan und Shema Ghessow dürfen auch noch am Anfang und am Ende mitspielen und Perry tut halt dann Perry Dinge.
Zu guter letzt bekommen wir auch noch ein bisschen was zur Handlung und zum Hintergrund von Sphapu geboten. Eine wirklich schöne Geschichte.
Nach langer Zeit mal wieder ein Fünf-Sterne-Perry. Die Story war gut, das pacing spannend bis zum Schluss, und die Technik endlich mal wieder greifbarer und nicht so wische-waschi wie sonst immer.
Allein schon die Erwähnung wie Seruns ihre Träger schützen und auch lenken, oder was Thermostrahler im Konflikt für Auswirkungen auf ihre ungeschützte Umgebung haben...
Puh...viel (gute) Action, ein toller Antanas Lato als Lichtblick und ansonsten sehr wenig Substanz. Ohne Lato, der mir als Charakter wirklich extrem gut gefällt, wäre ich eher bei zwei Sternen. Auch wenn die Actionszenen gut waren, gab es für mich ansonsten nicht viel in diesem Roman. Sehr schade, normalerweise mag ich Roberts Beiträge zur Serie. Dieses Mal war das weniger der Fall.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Großartig, wie die Bühne in einer neuen Galaxis bereitet wird. Der Roman, reich an Action, aber nicht überladen damit war eine Freude. Die Technik der Terraner wird immer ausgefeilter, aber nicht übermächtig.
Trotz anfänglicher Schwierigkeiten entwickelt sich dieser Heftroman fabelhaft. Antanas Lato wird ein bisschen in den Mittelpunkt gerückt und der ganze Charakter kriegt ein bisschen mehr Tiefe. Die Pflanzenhüter hielt ich auch für eine wunderbare Idee, auch die Military Einsprengsel haben mir gut gefallen und haben für eine gute Portion Action gesorgt. Die Stellaris Story von Michael Marrak über einen Springer, der als Kammerjäger auf der Stellaris angeheuert ist und ein Problem bewältigen muss, hat mich sehr amüsiert und gut gefallen. 4,5
Ein wenig besser wie der Vorgänger. Zyklusfortschritt? Kaum Spürbar. Was ja gelegentlich okay ist. Interessante Völker, ja. Aber wieder stören die vielen kleinen Actionszenen irgendwie den Lesefluss. Für mich wäre hier weniger mehr gewesen. Es fühlte sich an wie ein Musikvideo, welches einfach zu viele zu schnelle Schnitte hat.