Die Naturkunden widmen sich diesmal zwei vermeintlich vertrauten So erzählt Jutta Person die schillernde Kultur- und Naturgeschichte der Esel. Kenntnisreich und unterhaltsam zeigt sie, wie das Grautier es immer wieder schafft, seinen Ruf als "dummen Esel" zu widerlegen.
Hübsche Abhandlung über die kulturhistorische Bedeutung des Esels. Ein Extra-Sternchen für die ausgesprochen gelungene Aufmachung des Buches. Rau-graues Cover, das an Eselfell gemahnt. Gelungene Typographie, gut ausgewählte historische Grafiken. Insgesamt deutlich eurozentristische, wenn nicht gar germano-zentristische Schlagseite. Aber das tut dem Lesegenuss keinen Abbruch.
Leider erschien mir der Text stellenweise zu wenig substanziell, und auch die Schwerpunkte, die Jutta Person setzt, decken sich nicht unbedingt mit dem, was ich mir von dem Buch erhofft habe. Dass sie zum Beispiel auch abseits der Eselei zu Physiognomie forscht, merkt man, denn das Kapitel hierzu ist vergleichsweise lang und fundiert. Ich hätte mir eher ein bisschen mehr, nunja, Naturkunde statt Kulturkunde gewünscht. Den Krähen-Band aus derselben Reihe fand ich da deutlich ausgewogener.