Die Ewigkeit kann lang sein, wenn man nicht mehr angebetet wird. Als vergessener, ägyptischer Totengott hat Mafed kein Problem mit dem Sterben. Gut, dass er seine verbliebenen Fähigkeiten als Rechtsmediziner beim NYPD einsetzen kann. Nur Detective Ian Barnell kennt sein Geheimnis. Im Metropolitan Museum of Arts wird ein Sicherheitsbeamter ermordet – ausgerechnet in der ägyptischen Abteilung. Handelt es sich dabei um einen missglückten Raub oder steckt mehr dahinter? Als dann auch noch eine alte Freundin von Mafed auftaucht, gerät seine Welt ins Wanken, und plötzlich muss er sich einer Vergangenheit stellen, mit der er glaubte, längst abgeschlossen zu haben.
Jenny Wood lebt – seit sie 1985 geboren wurde – im schönen Ruhrgebiet. Ihr Heim teilt sie mit einem verrückten Schlagzeuger, zwei Katzen und jeder Menge Büchern. Seit dem sie ein Teenager war, schlägt ihr Herz für Fantasy-Literatur. Da nie ein Brief aus Hogwarts kam und Drachentöter auch nicht mehr gebraucht werden, entschied sie sich nach einer längeren Findungsphase für den öffentlichen Dienst. Die Arbeit mit Menschen bereitet ihr große Freude und die Literatur ist der perfekte Ausgleich zur harten Realität.
"Totenfluch" ist nicht das erste Abenteuer von Mafed und Barnell, aber man muss die beiden Kurzgeschichten davor nicht gelesen haben, um in den Roman reinzukommen. Dennoch war es bei mir umgekehrt: ich habe zuerst den ersten Fall in einer Anthologie gelesen und wollte noch mehr davon lesen und habe mit "Totengeister" dann richtig Blut geleckt.
"Totenfluch" hat dann alles geliefert, was ich mir hätte wünschen können und mehr. Für mich das perfekte Buch zum perfekten Zeitpunkt. Ich bin überhaupt kein Krimi-Leser, liebe aber amerikanische Krimiserien wie "Mentalist" oder "Criminal Minds". Damit haben die Autorin und ich offenbar etwas gemeinsam. Mafed und Barnell ermitteln gemeinsam in New York, wobei Mafed als Gerichtsmediziner eigentlich nicht direkt in den Außendienst gehört. Aber wenn die göttlichen Mächte dazu kommen, ist der Kater der ägyptischen Mythologie einfach der beste Ansprechpartner ...
Genau wie in den Krimiserien spielt nicht nur der Fall, sondern vor allem das Privatleben der Ermittler und ihre zwischenmenschliche Beziehung eine große Rolle. Gewürzt wird das ganze noch mit kurzen Szenen aus Mafeds Vergangenheit mit keiner anderen als Hatschepsut. Diese Interpretation der ägyptischen Geschichte fand ich ganz besonders spannend. (Eines meiner Lieblingsbücher als Kind war "Tochter des Nils", so dass ich zu der Zeit und den Umständen Hatschepsuts schon einen gewissen Bezug hatte.)
Und was soll ich sagen? Das Privatleben! OMG, ich habe es geliebt.
Es gibt da so eine Szene, wo Mafed als Kater sich auf ein Bett kuschelt - ich hätte quasi einen ganzen Roman darüber lesen können, wie er seinem Partner als Kater das Leben schwer macht.
"Totenfluch" hat mich unglaublich gut mitgenommen und berührt, und zwischendurch (und am Ende) ziemlich das Herz gebrochen. Ich hoffe sehr, dass es mit Mafed und Barnell eines Tages weitergeht, bin aber auch gespannt auf den nächsten Band im Kemet-Universum.
Bonuspunkte auch definitiv für diese Innengestaltung und das Cover. Es rundet es wirklich ab und macht ein perfektes Gesamtpaket daraus. Ich bin froh, dass dies eines der ersten Male überhaupt für mich war, dass ich ein Goodiepaket zu einem Buch bekommen habe, weil ich nun nämlich nicht nur im Besitz eines 3D-Drucker-Katzenschädels bin (findet meine Katze ziemlich interessant und macht sich gut neben meinem vergoldeten Rattenschädel) sondern auch Pfotenabdruck-Stickern in Bi-Farben.
ABSOLUTE EMPFEHLUNG! (Für das Buch, nicht nur die Sticker. :p )
- noch nie hatte ein buch so eine me-coded premise. ich liebe urban/modern fantasy, ich liebe ägyptische götter und mythologie, und ich liebe crime/murder mysteries - das worldbuilding ist compelling & interessant genug, das ich gerne noch mehr über das universum lesen und erfahren möchte - die side characters (und ian, der nicht so wirklich als side character zählt, aber sich leider lowkey wie einer angefühlt hat)
was ich an dem buch nicht so mochte:
- es wurde deutlich mehr crime versprochen, als actually in dem buch relevant war - der crime plot bleibt oft hinter den romance subplots/mafed's persönlichem plot zurück, und es ist leider auch kein. guter crime plot. ab ungefähr seite 20 ist die auflösung offensichtlich, aber auch die bewegründe und weitere ausführungen des plots machen den nicht weniger offensichtlich, oder sinnvoller. - ich glaube, mafed soll kein likeable protagonist sein, aber he really is not, und die ganze zeit in seinem kopf zu stecken, hat mich lowkey angestrengt. wdym sein outfit kostet 5000 dollar. - die obsession damit, leute "der kater" "der detective" "der totendoc" "der todesgott" zu nennen, in jedem satz, und die "er schnurrte" o.ä. beschreibungen für mafed in seiner menschlichen form, bitte benutzt einfach ihre namen, ich kandis nicht mehr ertragen - das brute-force romance development am ende des buches, please give people some time and space to grief, das ist: in fact keine fanfiction hier - das mafed lowkey die ganze zeit seinen partner betrogen hat aber nur so ein bisschen, und es nie adressed wurde, aber auch nie kritisiert wurde. whatever seine und alex' relationship war, er hätte schon mal öfter an seinen partner denken können als (2)mal im buch, bevor er mit hatschepsut rummacht und mit ian flirtet. as a poly person the nonchalance gives me the ick
overall war es kein schlechtes buch - ich glaube, die crime premise hat mich persönlich einfach zu sehr enttäuscht, um das buch mehr zu mögen, aber es war perfectly fine. ich werde andere bücher aus der reihe lesen, in denen es weniger um mafed geht, und weniger um crime, weil das universum mich geniuely compelled. hel girlboss ftw
Mich zumindest. Das liegt vermutlich daran, dass das alte Agypten schon immer eine gewisse Faszination auf mich ausgeübt hat und die Autorin mich damit hervorragend ködern konnte. Doch auch in der Umsetzung stimmt einfach alles. Die Charaktere sind vielschichtig und plausible. Mafed habe ich lange nicht ganz durchschaut und war immer wieder überrascht. Er hat seine Prinzipien, doch mit guten Gründen verstößt er dagegen. Er hat seine Vorlieben und Ängste und ist einfach ein runder Charakter, dem man gerne auf seinen Abenteuern folgt und mit dem man mitfiebert.
Die Kriminalgeschichte um einen Mord im Metrpolitain Museum in New York wird gewürzt durch die Rückblenden in Mafeds früheres Leben als Totengottheit im später Königreich Kemet (altes Ägyptisches Reich) und seine Beziehung zur Pharaonin Hatschepsut. Wie das dann mit seinem Fall in der Gegenwart verknüpft ist, wir für meinen Geschmack hervorragend ausgearbeitet. Das persönliche und die Spannung gehen Hand in Hand. Als Duo funktionieren Mafed und sein Kollege Barnell ebenfalls grandios und man fühlt sich fast, als würde man bei ihren Unterhaltungen daneben stehen.
Die einzigen Szenen, über die ich hinweggelesen habe, waren die expliziten Szenen. Ich fide solche einfach immer unnötig. Aber das ist ein ganz persönliches Empfinden. Sie sind für die Geschichte gut gewählt, sensibel beschrieben. Wer so etwas gerne liest, wird sie sicher mögen.
Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass im Roman queere Figuren vorkommen. Für mich persönlich ist das in einer Geschichte nicht von Belang und dann wiederum ist es einfach allgemein nun einmal doch von Belang. Persönlich kann ich mit flachen Figuren-Klischees und Rollenbildern nie etwas anfangen und erst in der letzten Zeit bin ich sesibler dafür geworden, wie viel schlimmer es ist, wenn solche Stereotypen immer nur auf Randgruppen angewendet in Büchern erscheinen. Deswegen finde ich diese Geschichte ein herrliches Beispiel dafür, wie man Queerness zum zentralen Element seiner Geschichte machen kann, ohne darauf herumzureiten. Es ist Teil der Figuren, aber es definiert sie nicht als einziges. Sie sind Persönlichkeiten und das macht sie so liebenswert, das macht die Tatsache, dass der Autorin das gelungen ist umso besser, denn es ist ein positives Beispiel dafür, wie man Randgruppen aus der Unsichtbarkeit herausholen kann, ohne sie als Klischees zu verwenden.
Großartig gemacht. Ich habe mir alle weiteren Geschichten von Mafed und Barnell direkt bestellt und fiebere dem neuen Buch im Oktober entgegen. :)
Meine Meinung zum Buch: Ich liebe es Bücher zu lesen, die meine beiden liebsten Genres Fantasy und Crime in sich vereinen und da hat "Totenfluch" von Jenny Wood natürlich direkt meine Aufmerksamkeit erregt. Das Ganze war auch ziemlich gut umgesetzt mit dem ehemaligen ägyptischen Totengott in der modernen Welt, muss ich sagen und es hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht die beiden Hauptcharaktere Mafed und Barnell auf ihrer Suche nach dem Mörder zu begleiten. Der flüssige Schreibstil der Autorin hat mich gefesselt und der Fall an sich und alles rund um Mafeds Vergangenheit war ziemlich spannend und interessant. Hin und wieder gab aber auch ein paar Längen, weswegen es tatsächlich unverhältnismäßig Lange gedauert hat bis ich das Buch beenden konnte. Für das Ende hat sich das Dranbleiben aber auf jeden Fall gelohnt und ich bin schon ziemlich gespannt drauf was im nächsten Teil noch so alles auf uns Lesende warten wird. Insgesamt gesehen fand ich das Buch gut und würde es allen Fans von Fantasykrimis weiterempfehlen.
Der Sprecher vom Hörbuch hatte leider Schwierigkeiten mit einigen englischen Wörtern, daher bin ich dann doch voll aufs Papierbuch umgestiegen. Das war sehr spannend und generell mag ich die Verbindung von Fantasy und Krimi immer sehr. Und Mythologie geht auch immer :)
Netter Krimi, interessante Wendungen, nicht 08/15. 1 Stern Abzug, da für mich an der Mitte des Buchs der Täter dann „bekannt“ war. Die Rückblicke in die Vergangenheit finde ich passend platziert und auch ohne große Kenntnisse der ägyptischen Mythologie gut lesbar! Gerne mehr davon!
Barnell blieb vor einem Brett stehen, auf dem ein Katzenschädel lag, und musterte ihn neugierig. »Ich hoffe, kein Verwandter«, wandte er sich an Mafed. Dieser rollte nur mit den Augen.
Aus „Kemet I: Totenfluch – Ein Fall für Mafed und Barnell“ von Jenny Wood
FAKTEN Das Buch „Kemet I: Totenfluch – Ein Fall für Mafed und Barnell“ von Jenny Wood ist 2022 beim Art Skript Phantastik Verlag und 2025 beim Second Chances Verlag erschienen. Es handelt sich um den ersten vollständigen Roman der Reihe und knüpft an die Kurzgeschichten Totenpfade und Totengeister an. Dies ist der Auftakt der Kemet-Reihe von Jenny Wood und Melanie Vogltanz. Es ist als E-Book und Print erhältlich.
KURZMEINUNG Absolut genialer Mystery-Crime, das durch charakterliche Tiefe, feinen Witz und eine fesselnde Atmosphäre besticht!
KLAPPENTEXT Die Ewigkeit kann lang sein, wenn man nicht mehr angebetet wird. Als vergessener, ägyptischer Totengott hat Mafed kein Problem mit dem Sterben. Gut, dass er seine verbliebenen Fähigkeiten als Rechtsmediziner beim NYPD einsetzen kann. Nur Detective Ian Barnell kennt sein Geheimnis. Im Metropolitan Museum of Arts wird ein Sicherheitsbeamter ermordet – ausgerechnet in der ägyptischen Abteilung. Handelt es sich dabei um einen missglückten Raub oder steckt mehr dahinter? Als dann auch noch eine alte Freundin von Mafed auftaucht, gerät seine Welt ins Wanken, und plötzlich muss er sich einer Vergangenheit stellen, mit der er glaubte, längst abgeschlossen zu haben.
SCHREIBSTIL & MEHR Ich habe ja schon die Kurzgeschichten gelesen, die diesem Reihenauftakt vorangehen, und sie für überaus genial befunden. Aber dieser Roman setzt doch noch mal einen obendrauf, weil er viel mehr Raum für Handlung und Charaktere bietet. Allem voran liebe ich Mafed einfach, der auf der einen Seite durch intelligente Arroganz glänzt, auf der anderen Seite doch ebenso mit seinen Emotionen hadert wie jeder andere da draußen. Gepaart mit einem Lausbuben wie Barnell, dem Crimeanteil und den alten ägyptischen Göttern ergibt das einfach eine herrliche Dynamik. Immer wieder funkelt da dieser Witz zischen den Zeilen durch, lockert auf und nimmt die Schärfe – aber keineswegs so, dass die Spannung darunter leiden würde. Es ist die Mischung aus gewieftem Humor, spritzigen Dialogen und dieser altehrwürdigen Atmosphäre, die immer wieder durchblitzt, die durch die Zeilen trägt. Eine tolle Idee sind die Rückblenden, die in kleinen Dosen den Hintergrund beleuchten und so noch ein tieferes Lese-Erlebnis verschaffen. Es gibt nur eine Sache, die mich echt gestört hat – dass ich es so schnell beendet habe! Doch zum Glück habe ich schon alle erschienenen Bände zu Hause, sodass ich gleich weiterlesen kann. ^^ Und das Ende … Nun, es war perfekt, es musste so sein, aber es hat mich echt zerstört, das muss ich sagen. Doch da ich Band zwei inzwischen auch schon zu 75 Prozent beendet habe, kann ich sagen, dass es wieder wird. Ich sage nicht, dass es gut wird, aber es wird genial! Ach, lest einfach selbst, das ist die beste Lösung. xD
FAZIT Ein Strudel der Gefühle, gekonnt gesetzte Spannungsbögen und authentische Charaktere – damit glänzt dieser Auftakt und hat ihn zu einem wahren Vergnügen gemacht. Ich bin dafür, das auf die Leinwand zu bringen!
Ein katzengleicher ägyptischer Totengott und seine alte Freundin.
Was für ein toller Urban Fantasy Krimi mit reichlich ägyptischer Mythologie, ordentlicher Polizeiarbeit und einer heißen Portion Romance. Eine Mischung, die mir sehr gut gefallen hat und zu der es noch viel mehr Positives zu sagen gibt.
Mafed und Barnell hatten schon in den Kurzgeschichten „Totenpfade“ und „Totengeister“ ihre ersten Auftritte und dürfen nun endlich in Romanlänge ermitteln. Auf ihren nächsten Einsatz muss man zum Glück auch nicht lange warten, im Herbst geht es schon weiter in „Path into Duat“.
Doctor Jahi Mafed arbeitet in der Rechtsmedizin des NYPD und nur Detective Ian Barnell kennt das Geheimnis des „Totendocs“, der schon in Ägypten Seelen ins Totenreich geleitet hat. Diesmal ermitteln beide im Fall eines getöteten Sicherheitsbeamten im Metropolitan Museum of Arts. Sein Leichnam wurde in der ägyptischen Abteilung gefunden, in der eine alte Bekannte Mafeds seit kurzem arbeitet. Es ist nicht klar, ob es sich um Raubmord handelt, oder welche anderen Gründe es für den brutalen Mord geben kann. Die Ermittlungen beginnen und wie sich zeigt, ist es gut, dass Mafed nicht nur von seinem Labor aus, sondern auch im Außeneinsatz mitermittelt.
Genial gelungen sind die beiden Hauptcharaktere, die sich sehr schöne Wortgefechte liefern, trotz des großen Altersunterschieds auf Augenhöhe agieren und perfekt beruflich und vielleicht sogar privat harmonieren. Es ist schön, die Entwicklung miterleben zu dürfen. Gut gefallen hat mir auch Alex, Mafeds Freund, der ihn von einer anderen Seite kennt und nichts über seine göttliche Herkunft weiß. Die anderen NYPD Polizisten sind eher so, wie man sie sich vorstellt, was sie nicht unbedingt sympathischer macht. Und dann gibt es natürlich noch die alte Freundin, von der Mafed annehmen musste, dass sie schon seit Jahrtausenden nicht mehr auf Erden weilt. Genug Potential, um dem Totendoc keine ruhige Minute zu gönnen.
Der Fall und die sich daraus ergebenden Ermittlungen sind sehr interessant und bilden einen guten Ausgleich zu den zahlreichen Ereignissen rund um Mafed und Barnett. Es geht spannend und gefährlich zu, lange ist unklar, was der Mord bezwecken sollte, doch schließlich kommt man dem Täter auf die Spur und der Höhepunkt hat es so richtig in sich.
Die gut gefüllte Seite Content-Notes verspricht, dass Mafed sich mit einigen bewegenden Thematiken auseinandersetzen muss. Dazu gehören sicher auch die expliziten Sexszenen die allerdings perfekt in die Handlung passen. Spannend ist vor allem, was Mafed bei seinem Ausflug ins Totenreich treibt, Szenen, über die zumindest ich noch nichts gelesen habe.
Von mir eine absolute Empfehlung für alle, die genug von 08/15 Krimis haben, fantastische Elemente lieben und sich für Ägypten und seine Götterwelt interessieren. Ein Buch, das von der ersten bis zur letzten Seite für Lesespaß pur sorgt. Hoffentlich darf das tolle Team noch ein paar Mal zum Einsatz kommen.
Die Lektüre habe ich wirklich genossen. "Totenfluch" überzeugt durch eine gelungene Mischung aus Fantasy, Krimi und ägyptischer Mythologie.
Mafed ist ein sehr sympathischer Charakter mit Höhen und Tiefen. Besonders die Rückblicke aus seiner Vergangenheit machen ihn so nahbar.
Nach und nach erkennt man, wie die zuerst zusammenhanglos wirkenden Kapitel ein Gesamtbild ergeben und sich die Handlungen der beiden verschiedenen Zeitebenen verflechten. Der Fall selbst ist relativ vorhersehbar, zumal das Figurenensemble doch recht überschaubar ist. Nichtsdestotrotz macht es Spaß, die beiden Protagonisten bei den Ermittlungen zu begleiten und an der ein oder anderen Stelle mitzufiebern. Eine schöne Abwechslung zu den Krimielementen bieten die ruhigen Szenen, die das Privatleben der beiden beleuchten. Ganz allmählich baut sich zwischen Mafed und Barnell, die sich anfangs nicht wirklich leiden können, sowas wie Freundschaft auf. Es hängt die ganze Zeit etwas Unaussprechliches in der Luft und man wartet nur darauf, bis endlich einer der beiden das Eis bricht. Trotz des ganzen Dramas rund um Blut und Mord bleibt auch der Humor nicht auf der Strecke. Immer wieder gibt es kurze Momente, die die Ernsthaftigkeit des Falls einmal vergessen lassen, die einen zum Lachen bringen.
Etwas irritierend sind die Unterhaltungen von Mafed und Barnell übers Siezen. Im deutschsprachigen Raum wären sie nachvollziehbar, da es aber in New York spielt, wirkt es etwas seltsam.
Es gibt einige erotische Szenen, die nicht unbedingt dazu beitragen, den Plot voranzubringen. Wenn man sie nicht mag, kann man sie getrost ignorieren. Sie sind aber ansprechend geschrieben. Sie sind keinesfalls vulgär, trotz der Explizität nicht zu detailliert, sodass man sich selbst ein Bild machen kann, und vor allem sind sie queer, daher haben sie mir persönlich sehr gefallen, und das obwohl ich kein großer Fan von Spice in Büchern bin. Wenn man sie mag, großes Plus.
Der Auftakt hat mir mit seinem Genre-Mix wirklich sehr gefallen und ich freue mich bereits auf den nächsten Teil. Vielen Dank an Netgalley für das kostenlose Rezensionsexemplar.
Mafed lebt, als ägyptischer Totengott vergessen, seit einigen Jahren unerkannt in New York. Aufgrund seiner Fähigkeiten, er kann die Seelen Verstorbener in die Nachwelt befördern, arbeitet er als Rechtsmediziner für die New Yorker Polizei. Als er an seinem freien Tag ausgerechnet in die ägyptische Abteilung des Metropolitan Museums gerufen wird, ahnt er zwar, dass der neue Fall ihm alles abverlangen wird, allerdings nicht, wie sehr ihn die Ermittlungen an seine Grenzen treiben werden. Gut, dass sein “Partner” Detective Ian Barnell als Einziger in sein Geheimnis eingeweiht ist.
Auch wenn die Auflösung des Falles leicht vorhersehbar und nicht unbedingt unerwartet kam, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Es passierte einfach zu viel nebenher. Und auch die Wortgefechte und Kabbeleien zwischen Ian und Mafed sind spektakulär und lassen einen das Ein- ums andere Mal schmunzeln. Man spürt die Sympathie und die Verbindung der beiden Männer zueinander. Auch wenn Ian zumindest anfänglich noch nicht viel damit anfangen kann und nicht die richtigen Schlüsse zieht. Und vielleicht erfahren wir ja auch irgendwann mehr darüber, wie es dazu kam, dass Ian hinter Mafeds Geheimnis gekommen ist. Ich hoffe, irgendwann wird da nochmal drauf eingegangen, auch wenn ich aufgrund des Endes momentan wenig Hoffnung habe, dass da noch was kommt.
Aber mal ehrlich, liebe Jenny Wood… wir müssen reden! Das Ende geht ja mal gar nicht. Das akzeptiere ich nicht. So gar nicht. Das hat mir echt das Herz gebrochen! 💔 Ach was, nicht gebrochen, zertrümmert! In Kleinteilen zerlegt! Ich hoffe bald auf Lesenachschub aus der Welt der Götter, egal, ob das nun Mafed, Sachmet, Hel oder Seth ist. Ich will einfach mehr!
Nachdem ich „Road to Ombos“ innerhalb eines Tages verschlungen habe, war natürlich klar, dass ich auch den nächsten Band der Kemet-Reihe unbedingt lesen musste. Und was soll ich sagen, diese Geschichte hat mir noch besser gefallen. Mafed und Ian sind zwei Protagonisten, die einem von der Seite direkt ins Leserherz hüpfen. Besonders mag ich die Mischung aus Zuneigung und arroganter Überlegenheit, die Mafed im Umgang mit den Sterblichen an den Tag legt. Durch die lebendige Schreibweise ist es mir leichtgefallen, tief in die Geschichte einzutauchen. Ich hatte von Beginn an einen Verdacht und am Ende wurde er bestätig. Diese Person ist mir von gleich so unsympathisch gewesen und… ich kann jetzt nicht schreiben, was ich den Ermittlern gedanklich zugerufen habe, weil das Spoilern würde.
Ich freue mich sehr, dass der Second Chances Verlag alle Teile der Reihe neu herausbringen wird und bin schon sehr gespannt, wie es im Leben der Götter und ihrer sterblichen Wegbegleiter weitergehen wird.
Ich habe „Totenfluch (Kemet 1): Ein Fall für Mafed und Barnell“ mit großem Vergnügen gelesen, mich sehr gut unterhalten gefühlt und ich empfehle das Buch, ebenso wie die gesamte Reihe, sehr gerne weiter.
Ich mag Bücher mit mythologischem Setting und auch wenn ich mit der ägyptischen Mythologie nicht so sehr vertraut bin, hat es mir richtig gut gefallen. Ich mochte die Story in der Gegenwart, in der der Todesgott Mafed als Dr. Jahi Mafed für das NYPD als Gerichtsmediziner arbeitet und so Fälle mit Detective Ian Barnell löst, aber auch die Zwischenkapitel, die über 3000 Jahre in der Vergangenheit spielen und so mehr Einblicke auf Mafed geben, fand ich sehr interessant. Die Geschichte ist aus der Erzähler-Perspektive geschrieben und hat den Fokus auf Mafed, da hätte ich mir jedoch gewünscht, dass wir auch mehr von Barnell erfahren, auch wenn Mafed nicht anwesend ist. Das Zusammenspiel der Beiden war großartig und ihre Dialoge einfach herrlich. Die Lösung des Mordfalls war zwar ziemlich schnell vorhersehbar und es gab auch ein paar Längen, aber das war ein gelungener Auftakt und hat mich gut unterhalten. Das Ende war dann doch sehr unterwartet und das macht auf jeden Fall Lust auf mehr und ich muss wissen, wie es mit dem Duo weitergeht.
Der unsterbliche ägyptischer Totengott Mafed lebt im heutigen New York und setzt seine besonderen Fähigkeiten als Rechtsmediziner ein. Als im Metropolitan Museum ein Wachmann ermordet und ein Sarkophag aufgebrochen wird, zieht der zuständige Kriminalbeamte Ian Barnell den Rechtsmediziner mit in die Ermittlungen, denn er weiß um Mafeds großes Wissen über das alte Ägypten und er ist auch der einzige Mensch, der Mafeds wahre Natur kennt.
Ich mag dieses ungleiche Duo so unheimlich. Genauso wie das Setting und das Zusammenspiel von der Vergangenheit und der Gegenwart, was besonders mit den Rückblenden gut gelungen ist, da sie passend gesetzt wurden. Die Dynamik untereinander ist herrlich, dazu eine Prise Spice, Crime, Gefahr, Gefühl und Spannung. All das ergibt eine klasse Story, was natürlich auch dem angenehmen Schreibstil geschuldet ist.
Altägyptische Götter in heutiger Zeit? Count me in! Seit ich die erste Kurzgeschichte über Mafed in der Kemet-Anthologie gelesen habe, war ich gefesselt. Mafed, ein altägyptischer Totengott arbeitet in der Gegenwart als Rechtsmediziner beim NYPD und muss sich neben Kriminalfällen auch mit übernatürlichen Phänomenen, anderen Gottheiten und einem lästigen (?) Kollegen herumschlagen. Das Buch hat Altägypten, Queerness, Spannung - was will man mehr? Geht hin, holt euch das Buch und lest!
Ein etwas anderer Krimi mit einem unsterblichen Rechtsmediziner, der im alten Ägypten als Begleiter der Seelen ins Totenreich, als Totengott, unterwegs war. Auch andere Götter tauchen auf und eine alte Bekannte. Das Buch hätte mir noch mehr Spaß gemacht, wenn der Spice-Anteil niedriger gewesen wäre. Aber das Buch war spannend und unterhaltsam und ich kann es weiter empfehlen
Ein Herz braucht Mafed und Ian wie sie einander sagen dass sie sich lieben! PLEASE aber ich hab ein paar Logikfragen after all und die "er machte eine wegwischende Handbewegung" Sätze haben einen ganzen Stern gekostet 🙈 sorry Aber sonst really really gut!! Ich freu mich schon mit Totennacht weiterzumachen
Laut den Ergüssen der Autorin auf sozialen Medien steckt in dieser Rezension mehr Mühe als in ihrem Buch.
Die Sprache war unheimlich gestelzt. Alles wirkte steif und konstruiert. Manche Formulierungen waren einfach nur sinnloser, sollten aber wahrscheinlich wichtig klingen. Oder Vergleiche waren schief. Die einzige Möglichkeit, wie die Autorin Wert wiedergeben kann ist mit dem Wort "teuer". Ich kam einfach auf den Stil nicht klar. Für mich kam kein Feeling auf.
Ein wundervoller "offizieller" Auftakt der Kemet-Serie (wenn man die zwei Kurzgeschichten nicht dazurechnet). Die Mischung aus Emotionen, Spannung und Witz ist wunderbar gelungen. Besonders die Emotionen sind sehr tiefgehend und nachvollziehbar dargestellt. Man kann perfekt mit den Charakteren mitfühlen.
Was den letzten Stern kostest, ist das etwas langweilige Dahin-Ziehen im Mittelteil und dass der Täter so ziemlich am Anfang schon irgendwie klar war.
Auch auf gute Weise fürchterlich (was aber nicht in die Wertung fließt, sondern nur persönlich so empfunden wird): Dieser extreme Cliffhanger, der Ungeduld auf den nächsten Band eine ganz neue Bedeutung verleiht. Wem dieser Band gut gefällt, der wird sofort weiterlesen wollen in "Path into Duat".
Großartige Unterhaltung mit einer angenehmen Prise Queerness, das Ende ist extrem fies, macht aber Lust auf die kommende Fortsetzung im Oktober, die ich mir fix auch zulegen werde!