Als jüngster CEO seiner Firma hat David beruflich mehr erreicht als andere in ihrem ganzen Leben. Aber heute ist nicht sein Tag. Erst gibt es Ärger auf der Arbeit, dann geht ihm auf dem Weg in die Berge das Benzin aus. Das Handy? Liegt im Büro. Auf der Suche nach einer Tankstelle nimmt David eine Abkürzung durch den Wald – ohne zu ahnen, dass dieser Weg zum größten Abenteuer seines Lebens wird. Er verirrt sich und stößt auf die Hütte der geheimnisvollen Frau Jumma. Dort beginnt das eigentliche Er findet vier Türen, die ihn in verschiedene Welten führen. Jede offenbart eine neue Wahrheit oder Einsicht, die das Potenzial hat, sein Leben von Grund auf zu verändern. Wird David die richtige Wahl treffen?
Studium der Psychologie, Philosophie, Musikpädagogik und Linguistik in Toronto und München. Mitglied von Mensa e.V. Seit 1989 freier Schriftsteller. Er lebt mit seiner Frau, der chinesischen Schriftstellerin Long Fei in München und Kanton (China).
Inhalt: David ist jüngster CEO und im Dauerstress. Als er sich endlich Zeit nimmt, um in die Berge zu fahren, geht alles schief, sein Auto hat eine Panne und er hat kein Handy dabei. Daher bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich zu Fuß durch den Wald zu begeben und sich mit sich selbst zu beschäftigen.
Meinung: Martin Valdeig hat eine sehr angenehme Stimme und daher ist es eine Freude ihm zuzuhören, allerdings hetzt die Geschichte unwahrscheinlich. Daher stimmt der ruhige Ausdruck des Sprechers nicht mit dem, was die Handlung vorgibt, überein. Der Protagonist (David) stolpert von einer Situation in die nächste und lernt binnen Minuten sehr viel über sich, seine Vergangenheit, Achtsamkeit, Stressbewältigung, … Es ist unmöglich in knappen 5 Stunden (Hörzeit) bzw. 162 Seiten so viel Selbstfindung zu legen, wie es die Autoren hier versucht haben. David scheint zwar viel mitzunehmen, aber für den Konsumenten (der Geschichte) wird ein Tempo vorgelegt, was falsche Erwartungen wecken könnte. Einfach mal ein paar Stunden im Wald und schon bist du erleuchtet und du triffst auf deinem Weg auch nur nette, hilfsbereite Menschen, welche dich weiterbringen. Die Aussage ist schon korrekt, jeder Kontakt bringt einen weiter, sei es nun positiv oder als Zeichen, dass man so nie werden möchte, dennoch muss man auch alles verarbeiten und diese Zeit der Reflexion wird David, in der Handlung, nicht gegeben. David versteht alles sofort, reflektiert scharfsinnig und zieht umgehend die korrekten Schlüsse. Super für David, auch gut für den Konsumenten. Allerdings fern der Realität. Daher ist dieses Werk eher für jene, welche sich bereits mit dem Thema der Selbstfindung und Achtsamkeit beschäftigt haben und eine kurze Zusammenfassung wünschen, als für absolute Neulinge.
Cover: Das Cover ist niedlich gestaltet, aufgrund dessen, dass die Hütte im Tal liegt, zeigt es, dass wir in einem Tief bei uns schauen müssen und danach geht es wieder bergauf, dennoch scheint immer die Sonne.
Fazit: Eine Geschichte, welche eher als Zusammenfassung der Selbstfindung und Achtsamkeit dient, weil sie sehr gehetzt geschrieben ist und für Neulinge ein falsches Bild der Reflexion liefern kann. Daher gibt es nur 3 Sterne und eine begrenzte Empfehlung.
Das Beste am Buch war leider das Cover. Ich wollte das Buch unbedingt mögen, schon damit ich ein so schönes Cover immer wieder verschenken könnte. Doch leider ist das Buch den Preis nicht wert. Das Buch will viel, scheitert aber am Versuch. Die Autoren hatten zwar eine Botschaft, aber keine Geschichte, um sie zu vermitteln. So wirkt das Buch wie ein misslungener Versuch, die Atmosphäre der in den letzten Jahren häufig übersetzten japanischen und koreanischen Feel-Good-Romane über Entschleunigung und Achtsamkeit einzufangen. Die Geschichte selbst ist eine versalzene Mischung aus H. D. Thoreaus „Walden", Matt Haigs „The Midnight Library" und viel zu viel Mitch Albom. An dem Buch und der Geschichte ist nichts Neues. Es greift einen aktuellen Trend in der Literaturszene auf, scheitert dabei aber vollkommen.